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Champions League Finals und Besonderheiten des letzten Spieltags

Die Traumata der beiden Champions League Finalisten sind genau so Thema der dieswöchigen Videokiste, wie der letzte Spieltag der Saison, der mit ausflippenden Fans, schelmischen Ersatztorhütern, trostspendenden Kindern und der Jagd auf einen gebrandmarkten Rassisten aufwartet.

Geschrieben von Herr Salzmann am 18.05.2012 um 21:34 Uhr
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Das Champions League Finale steht vor der Tür. (Dieser Satz war selten wahrer als für Bayern Fans in der aktuellen Situation). Zeit zurück zu blicken auf Highlights vergangener Jahre. Und ja, auch wir kommen nicht an dem dramatischsten aller Champions League Finals vorbei. Das mag insbesondere für Anhänger der Münchner schmerzhaft sein, aber die Bilder aus Barcelona im Jahr 1999 lösen auch bei neutralen Fans immer noch einen ganz besonderen Schauer aus. In diesem Fall stammen die Aufnahmen von einer einzigen UEFA Kamera, die direkt hinter dem Strafraum der Bayern montiert, die letzten drei unfassbar verrückten drei Minuten dokumentiert. Eine andere Perspektive, die das Spektakel aber nicht verständlicher macht.

Auch Chelsea hat sein Finaltrauma. Vor drei Jahren gegen Manchester United erlitten und noch ungeheilt, wird es den Blauen am Samstag wesentlich präsenter sein. Auch weil die Mannschaft zu großen Teilen noch aus den gleichen Leuten besteht. John Terry, wie wohl, wird nicht dabei sein um seinen Elfmeter zu verschießen.

Am letzten Wochenende hat in vielerlei Ligen derweil der letzte Spieltag der Saison stattgefunden und ebenfalls für jede Menge Drama gesorgt. Nirgendwo mehr, als in Manchester, wo City mit zwei Toren in der Nachspielzeit dem großen Rivalen United den Titel entriss. Wie viel der Treffer von Agüero bedeutet, haben wir versucht in einen Artikel zu fassen. Aber niemand kann das so schön, wie die Fans der beiden Vereine aus Manchester.

United Fans hätten sich wohl gewünscht, dass Citys Gegner QPR einen so schelmischen Ersatztorhüter gehabt hätte, wie Fernando Espinoza von Huracan. Der hat am letzten Spieltag für seine bereits geschlagene Nummer Eins eigegriffen.

Bei De Graafschap in Holland konnte am letzten Spieltag niemand mehr eingreifen. Sie waren bereits vorher abgestiegen. Rogier Meijer saß also nach dem Spiel, trotz furiosem 5:3 Auswärtssieg bei ADO Den Haag bekümmert auf dem Platz. Der Versuch seiner Tochter Saar ihn zu trösten gibt nochmal ein bisschen Perspektive auf den Fußball und die Welt. Wer ist hier erwachsen?

Während des ersten Spiels der türkischen Meisterschaftsrunde kam es vor einem Monat zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Emre Belözoğlu und Didier Zokora. Zokora warf ihm nach dem Spiel vor, Emre habe ihn einen „fucking Nigger“ genannt. Die türkische Liga sah keine Grundlage für die Vorwürfe und sperrte Emre wegen einer anderen Beleidigung für drei Spiele. Offensichtlich nicht genug für Zokora, der Emre im Rückspiel am letzten Wochenende die Meinung geigte. Ganz nach dem Motto „Let’s Kick Racism Out of Football“.

Dabei war er offensichtlich nicht der einzige Spieler von Trabzonspor, der meinte Emre müsse eine Lektion erteilt bekommen.


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Ein Kommentar für diesen Artikel

  1. WeißerBrasilianer sagt:

    Ziemlich konsequent dieser Zokora. Aber wenn man in der Türkei für solche Szenen eh nur Gelb kriegt, dann kann man sich das ja auch mal gönnen.

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