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Die Kunst des Zweikampfs

In vielen europäischen Ligen steht am Wochenende der letzte Spieltag der Saison an und für viele Mannschaften geht es noch um die Meisterschaft, die internationalen Plätze, oder den Klassenerhalt. In Deutschland treffen sich die Bayern und der BVB im Pokalfinale und Düsseldorf und Berlin fechten in der Relegation ihre Ligenzugehörigkeit aus. Egal wo und in welchem Wettbewerb, können diese letzten und einmaligen 90 Minuten über die Bewertung der gesamten Saison entscheiden. Es gilt also zu kämpfen, zu beißen und zu grätschen, seinem Gegenspieler keinen Millimeter zu schenken. Als Huldigung auf den Saisonabschluss, hat die heutige Videokiste dementsprechend bemerkenswerte Zweikämpfe als Thema. (Die Art bei der Knochen brechen übersehen wir absichtlich.)

Geschrieben von Herr Salzmann am 11.05.2012 um 22:05 Uhr
9Videokiste kommentieren
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Diesem norwegischen Spieler ist von seinem Trainer offensichtlich eingebläut worden am Mann zu bleiben – koste es was es wolle. Selten hat man den Wunsch in konsequenterer Art und Weise umgesetzt gesehen als hier.

Der Einsatz von Phil Babb geht über das von Trainern und Fans geforderte deutlich hinaus. Sein Versuch den Pfosten umzugrätschen geht, nun ja, kräftig in die Hose.

Manchmal muss man in den entscheidenden Spielen auch mit unkonventionellen Mitteln arbeiten. In dem Fall dieses eingesprungenen Beinwürgegriffs von Ayhan Akman sah der Schiedsrichter übrigens keine Veranlassung auf Elfmeter zu entscheiden.

Der gerade zurückgetretene Sol Campbell ist ein Mann, den Mitspieler in kritischen Situationen immer gerne auf ihrer Seite hatten. Er hält den inoffiziellen Rekord für die längste Grätsche aller Zeiten.

Auch im Amateurfußball will der Gegner vom eigenen Tor ferngehalten werden. Selbst wenn die Spieler nicht so konzentriert bei der Sache sind wie die Profis und sich zwischendurch von einem Telefonat ablenken lassen.

Den richtigen Moment für eine Grätsche oder einen Zweikampf abzupassen ist eine Kunst. In der folgenden Szene hat sich der Verteidiger das Stadion im Vorhinein offensichtlich besonders genau angeschaut.


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9 Kommentare für diesen Artikel

  1. nedfuller sagt:

    zu Video 1:
    Da war der Trainer bestimmt stolz.

    zu Video 2:
    Lustig, aber das hat für mich einen bitteren Beigeschmack: Ihr seid vielleicht zu jung, aber ich habe live im TV miterleben müssen, wie Dietmar Jacobs ins Netz rutschte, ein Karabinerhaken sich in seinem Rücken vergrub und er dann seine Karriere beenden mußte.

    Zu Video 3:
    Wenn kein Blut fließt, ist es kein Foul!

    Zu Video 4:
    Ich glaube der rutscht immer noch 🙂

    Zu Video 5:
    Das ist soooo 2011 😉

    Zu Video 6:
    Auf das Timing kommt es eben an. Wie lustig. Wobei Guerrero noch die Treppe mit runtergerutscht und ihn erst unten gefoult hätte! Anfänger.


  2. Herr Wagner sagt:

    Für mich persönlich hat eigentlich jedes Foul, dass man in Zeitlupe wiederholt, einen bitteren Beigeschmack — und dabei macht es eigentlich nur graduellen Unterschied, wie schlimm das Foul ist.
    Irgendwie scheinen wir diese „kleine Gewalt“ alle ganz gerne zu sehen. Selbst so was harmloses wie Video 6 lebt von dem Kitzel, dass da vielleicht etwas schlimmes passiert, es (zumindest scheinbar) aber nicht tut man deswegen (erleichtert) lachend kann.

    So. Genug psychoanalysiert. Mein Favorit ist Nummer 5.
    Hat jemand Informationen darüber, ob das gespielt ist?


  3. nedfuller sagt:

    Nunja, Fouls gehören zum Fußball dazu.
    Zeitlupen müssen nicht sein, da gebe ich dir recht.

    Video 5 sieht sehr gespielt aus, finde ich



  4. Jean-Luc sagt:

    Hm. Irgendwie kommt mein Kommentar nicht an. Seltsam. Liegt das daran, dass da ein Spamfilter zwischengrätscht, weil der Kommentar aus einem Satz und zwei Links bestand? Muss ich mehr schreiben, um den Filter zu verwirren?

    Oder keinen Link posten?

    Jedenfalls ergibt eine kurze Google-Suche unter dem Stichwort „Handy Grätsche“, dass von dem Mann und dem Zwischenfall sogar ein erläuternder Fernsehbeitrag existiert. Offenbar ist er Angestellter in einem Krankenhaus, und hatte Bereitschaftsdienst.
    http://www.youtube.com/watch?v=8EJOK3YpoNQ

    Später wurde er sogar noch von Pro7 eingeladen, wie die Ostfriesenzeitung berichtet.


  5. Herr Salzmann sagt:

    @Jean-Luc: Warum dein Kommentar nicht automatisch freigeschaltet wurde, ist mir auch schleierhaft. Jetzt ist er auch da, wobei du den Filter ja bereits mit deinem zweiten Kommentar ausgetrickst hattest.

    Ich hatte nie Zweifel an der Integrität der Ostfriesen. Die Grätsche ist auch ziemlich humorlos.

    @nedfuller: Ditmar Jacobs kannte ich in der Tat nicht. Üble Geschichte. Zu Guerrero: Ha!

    Zu den Zeitlupen: Da kann man natürlich trefflich drüber diskutieren. Fouls sind zunächst Teil des Spiels. Ich persönlich will genauso über die Details von Fouls Bescheid wissen, wie über alle anderen Aktionen im Spiel auch. Mit welcher Absicht ein Spieler beispielsweise in eine Abwehraktion geht, ist aber teilweise erst in der Wiederholung ersichtlich. Problematisch finde ich 20fache Wiederholungen von Verletzungen, bei denen es nicht mehr um die Information, sondern nur noch ums Glotzen geht.


  6. Herr Wagner sagt:

    @Jean-Luc: Unser System hat dich für Spam gehalten. Auch Systeme übertreiben bisweilen.

    Und ein großes „Danke“ für den Beweis echter ostfriesisch-herber Härte. Gewissermaßen also eine Art Jever unter den bereitschaftsdiensthabenden Verteidigerbrocken. Sehr beruhigend.


  7. nedfuller sagt:

    @Herr Salzmann
    Ihr Jungspunde!
    Eine Karriere ging so zu Ende, wenn ich mich recht erinnere live im TV.

    Bei Verletzungen schaue ich immer weg. Erinnere mich da an die Verletzung von LaSogga, wurde natürlich in Zeitlupe wiederholt.
    Ich schaue dann weg, das will ich nicht sehen.

    @Jean-Luc
    Ich weiß, es paßt nicht hier her, aber kannst du mir was zu der Leistung von Jonathan Pitroipa bei Rennes sagen? Hat er sich durchgesetzt, ist er eine Verstärkung gewesen oder nur ein Mitläufer? Du kennst dich ja gut aus in der Ligue 1.

    Danke schonmal im vorraus, würdest auch eine Extra Erwähnung in meinem Blog bekommen 🙂


  8. Jean-Luc sagt:

    Tschuldigung, hab die Antwort hierauf noch vergessen. Sei hiermit nachgereicht (auch wenn wir damit in der Tat das ursprüngliche Thema so weit hinter uns lassen, wie ein über die Latte geschossener Elfmeter…).

    Ja, Pitroipa hat sich durchgesetzt. Er ist Stammspieler auf der linken Seite bei Rennes geworden, und hat, genauso wie die ganze Mannschaft, eine Saison mit Höhen und Tiefen hinter sich. Der Saisonbeginn war recht furios, er hat Tore begeisteuert in der EL-Quali und im August im Spiel gegen Paris. Dann gab’s, ähnlich wie bei Rennes insgesamt, Phasen, in denen er komplett abgetaucht ist. Am Ende der Saison waren’s aber dann immerhin 10 Tore für ihn (Liga, Pokal, EL), mehr als in seiner gesamten Hamburger Zeit zusammen.

    Gestern am letzten Spieltag hat er beim 5:0 Kantersieg gegen Dijon wieder getroffen und ne Vorlage beigesteuert, und überhaupt generell durch seine Dribblings und langen Sprints für ziemlich viel Chaos in der gegnerischen Abwehr gesorgt. Hat Rennes allerdings nichts genutzt, die EL haben sie um einen Tabellenplatz verfehlt.

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