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	<title>Flatterball - Blog für europäische Fußballgeschichten</title>
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	<description>Blog für Europas Fußballgeschichten</description>
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		<title>Flatterball - Blog für europäische Fußballgeschichten</title>
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	<itunes:subtitle>&#34;Lass niemals die Wahrheit in den Weg einer guten Geschichte.&#34; – Unter diesem Motto ist Flatterball ein (mehr oder weniger) woechentlicher Überblick über das Kuriose, Spannende, Absurde und Bewegende vom einwohneraermsten Fußballkontinent de[...]</itunes:subtitle>
	<itunes:summary>Flatterball ist der Podcast für europäische Fußballgeschichten. Flatterball will Fußball erzählen: aus den größten Ligen Europas und der Champions League, von der Europa League und Länderspielen, Kurioses und Großartiges, Spannendes und Albernes und Tragisches. 
Dabei nehmen wir uns und den Rest der Fußballwelt nicht ganz so ernst, recherchieren die Fakten sauber und peilen die Wahrheit von da an über den Daumen, verteilen Bedeutung und Vergessen nach Gutdünken, lehnen uns aus dem Fenster und geben Kopfnoten nach Laune. Wer Fußball für erzählenswert hält, ist herzlich eingeladen, hierzubleiben, zuzuhören und mitzumachen.
Flatterball, das sind Herr Salzmann, Doktorand, Budapest, und Herr Wagner, Ex-Werbehure, Köln -- und natürlich immer wieder großartige Gäste.</itunes:summary>
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		<title>Finale Furioso &#8211; Endspiel ohne Abwehr</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 19:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Spiel der Spiele steht an. Größeres hat die europäische Klubfußballsaison nicht zu bieten, als diesen Tag, dieses Finale. Mit dem FC Bayern München und dem FC Chelsea stehen sich zwei Gegner gegenüber, die eigentlich niemand so richtig am heutigen Abend erwartet hat. Beide Mannschaft müssen das Gros ihrer Abwehrreihen ersetzen. Kommt's heute zum torreichsten Finale aller Zeiten? Findet es bei uns live heraus. Wir sind ab 20.15 Uhr für euch mit unserem Ticker dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kroos aus der Distanz. Er trifft nur einen hinter dem Tor stehenden Bayern Fan, der gerade noch die Fäuste hochgerissen bekommt, bevor ihm die Kugel die Nase zertrümmert. Das Stadion ist kurz vor dem Abheben, aber irgendwann muss auch mal was zählbares rausspringen. Auch fraglich wie lange die Bayern dieses brutale Tempo halten können.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">TOOOOR! DOCH NICHT! Die Bayern jubelten schon, doch Ribéry staubte aus dem Abseits ab. Starker Angriff über links, Müller legt flach in den Rücken der Abwehr auf Robben, dessen scharfer Schuss geblockt wird und von dort zu Ribéry springt. Die Schiedsrichter treffen jedoch die richtige Entscheidung. Das war knapp.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">53</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Puh. Das geht hier im gleichen Tempo weiter wie in Hälfte eins. Lahm stürmt über rechts nach vorne, spielt einen Klassepass auf Gomez, der im Strafraum bei Ballannahme zum wiederholten Mal tölpelhaft aussieht und im Strafraum beim Zweikampf zu Fall kommt. Cole hatte aber den Ball gespielt. Abstoß.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">51</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Auch Manuel Neuer dribbelt jetzt Chelsea Spieler aus. Der Keeper klärt souverän 30 Meter vor dem eigenen Strafraum. Kurz darauf haut Drogba aus dem Nichts aus 30 Metern einen Volley Richtung Tor. Knapp vorbei. Neuer wäre aber wohl da gewesen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Robben vernascht Luiz auf links und kommt zur Flanke, die aber zu kurz ist. Chelseas Abwehr war entblöst, am langen Pfosten gleich zwei Münchner einschussbereit. Das war eine riesige Chance! Nicht gut von Robben, der den Ball wiederbekommt, diesmal Übersicht beweist und in die Mitte auf Kroos legt. Der zieht aus 22 Metern ab. Der Ball fliegt ansprechend Richtung lange Ecke und wird kurz bevor er sie erreicht mit letztem Einsatz weggeköpft.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">47</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dann erobern die Bayern den Ball und die sprichwörtliche Post geht wieder ab. Ribéry mit unfassbar schnellem Antritt, schickt die Abwehr von Abramovich auf Alarmstufe Rot. Panik im Strafraum. Irgendwie kriegen sie die Situation geklärt. Cech hat dann viel Zeit beim Abstoß. Spielen die jetzt  schon auf Elferschießen?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Auf geht&#8217;s zu Hälfte Nummer zwei. Chelsea nach Einwurf erstmal sicher zurück zu Cech.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT</strong><br/> Was die Bayern hier in der ersten Hälfte an Chancen ausgelassen haben war schon beinahe unverschämt. Die Londoner Innenverteidigung mit Luiz und Cahill hat teilweise kein Land gesehen. Gomez und Müller hätten treffen müssen, Robbens riesige Aktion wurde irgendwie von Peter Cech entschärft. Chelsea sah, wenn sie sich mal nach vorne getraut haben ebenfalls gefährlich aus. Insbesondere zu Beginn des Spiels stimmte die Zuordnung bei den Münchnern teilweise nicht. Das 5:4 wird&#8217;s hier wohl nicht gegeben &#8211; höchstens im Elfmeterschießen. Dass es noch 0:0 steht, muss aber als mindestens ebenso große Überraschung gewertet werden. Sapperlot wird der Uli Dampf haben. Noch haben die Kameras der UEFA keinen rot wie die Sonne glühenden Präsidenten eingefangen.<br />
Wie das hier rauf und runter gegangen ist, dürfte jedenfalls Fragen nach seinem Blutdruck überflüssig machen. Ein großartig offenes Spiel für ein Finale.<br />
Wer sich an das Finaltrauma Chelseas in Erinnerung rufen will, nutzt die Halbzeitpause und schaut in unsere <a href="flatterball.net/2012/05/champions-league-finals-und-besonderheiten-des-letzten-spieltags/" target="_blank">Videokiste</a>, wo es in all seiner Dramatik dokumentiert ist &#8211; ebenso wie einige Schmankerl des letzten Spieltags in Europa.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern drücken immer noch, Robben kann sich aber diesmal nicht von links durchsetzen. Chelsea fällt nur der lange Ball auf Drogba ein, den die Bayern schon während des gesamten Spiels gut verteidigt haben. Auch diesmal. Der Schiedsrichter pfeift die furiose erste Hälfte ab.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">43</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Heiaiaiaiai 2. Gomez lässt Cahill so locker aussteigen, wie ein Busfahrer mit 30 Jahren Erfahrung eine Schulklasse. Riesendicke Chance. Doch er kommt in Rücklage und semmelt das Ding aus 11 Metern völlig frei in den Münchner Abendhimmel. Gabs da nicht irgendeine Fußballerweisheit, die was mit dem Auslassen von Chancen zu tun hat?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Meine Damen und Herren, das geht hier jetz rauf und runter. Absolut finaluntypisch und wohl zum großen Teil den fehlenden Defensivstützen zu verdanken. Gomez fällt der Ball nach misglücktem Ribéry-Volley 5 Meter vor dem Tor vor die Füße, doch der Torrero kann den Ball nicht kontrollieren und sieht dabei so unbeholfen aus, dass der ungarische Kommentator lachen muss. Heiaiaiaiai.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">38</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Auf einmal die Doppelchance für Chelsea. Lampard findet mit einem Traumpass Drogba im Strafraum. Wie zum Teufel hat er den gespielt? Der Ivorer kann aber noch gerade so von Boateng gestört werden. Dann spielen die Londoner ihren bislang schönsten Angriff, wonach Kalou von halbrechts zum Schuss kommt. Der geht hart und präzise flach auf den kurzen Pfosten. Neuer ist auf dem Posten und hat den Ball im Nachfassen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">36</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ribéry zieht gegen zwei von links nach innen, zieht mit rechts ab, trifft den Ball aber nicht richtig und das Ding geht zwei Meter am kurzen Pfosten vorbei. Direkt darauf eine DICKE Chance für Müller, nach großartigem Flankenlauf von Contento. Müller zieht vom Elferpunkt mit links volley ab. Trifft den Ball aber ebenfalls nicht richtig und schiesst ungefährlich am Tor vorbei. Da war wesentlich mehr drinnen. Müller ärgert sich auch entsprechend.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">35</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Drogba täuscht an und läuft über den Ball. Mata mit links&#8230; über die Mauer und das Tor.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">34</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Boateng unterläuft direkt an der Strafraumgranze ein überflüssiges Foul. Drogba und Mata sehen interessiert aus.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">32</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ribéry muss nach schmerzhaftem Tritt von Bosingwa in die Kniekehle kurz behandelt werden, kommt aber wieder. Die Bayern wirbeln auch zu zehnt weiter. Müllers Schuss wird geblockt, Robbens artistischer Nachschussvolley von Cech gehalten.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">30</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Konter Chelsea, der Ball wird von rechts auf links verlagert, wo Bertrand mit viel Platz alleine auf Lahm zuläuft und der Nationalspieler den jungen Engländer frühstückt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">29</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">20 Meter. Robben&#8230; in die Mauer.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">28</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Chelsea wird hier keine Zeit zum Spielaufbau gegeben. Die Bayern stören sie enorm früh, teilweise am gegnerischen Strafraum. Chelsea versucht den Münchnern jetzt etwas von der eigenen Medizin zu verabreichen. Drogba mit starkem Tackling gegen Boateng. Aber Einwurf Bayern. Danach wieder Bayern, die sich den Ball mit Schwung in der Londoner Hälfte zu spielen und die Lücke suchen. Am Ende foult Luiz Müller in aussichtsreicher Position auf Halbrechts. Dürfte was für Robben sein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">24</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wenn man genau hinschaut, sieht man wie Uli Hoeneß sich in den Allerwertesten beißt, weil die Bayern hier noch nicht führen. Die Überlegenheit ist drückend. Die wievielte Ecke war das jetzt?. Egal, Cech pflückt, weiter 0:0.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">22</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Riesen Parade von Cech gegen Robben! Der Holländer wird kurz vor dem Strafraum auf der linken Seite angespielt, tunnelt Bosingwa und schießt direkt. Da standen noch zwei Chelsea Verteidiger im Weg, Cech konnte den Ball erst im allerletzten Moment sehen und pariert trotzdem zur Ecke. Von dort prallt der Ball gegen den Pfosten und dann zur Ecke. Weltklasse!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">19</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Scharfe Hereingabe, diesmal von rechts, Bosingwa schwingt mit seinem Bein überhastet nach dem Ball, trifft ihn halb und der Ball springt völlig unkontrolliert und mit viel Drall zur nächsten Ecke. Der hätte überall hingehen können. Die Chelsea Fans hinter dem Tor dürften für den Moment in ebenso unkontrolliertes Schwitzen verfallen sein. Die Ecke bringt nichts ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">18</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern sind hier klar Herr im Haus. Ribéry und Müller spielen mit Chelseas Abwehr Katz und Maus, Lampard klärt gerade so zur Ecke. Danach brennts lichterloh im Strafraum der Londoner. Das sieht alles andere als souverän aus. Die Bayern machen Eckentraining, noch ohne Erfolg.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">16</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder ein Konter der Bayern. Roben dribbelt durch die Mitte an selbiger Linie, legt raus auf Ribéry, der diesmal gedoppelt und so gestoppt wird.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">14</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erste richtig dicke Chance für die Bayern. Klasse Vorarbeit von Ribéry auf dem linken Flügel, den es offensichtlich freut gegen Bosingwa und nicht gegen Ivanovic spielen zu können. Die Flanke des Franzosen kommt scharf in den Strafraum geflogen. Gomez rauscht heran und setzt seinen Flugkopfball unter Druck von Cahill einen halben Meter über den linken Winkel. Sauscharf!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">13</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Chelsea versucht für Beruhigung zu sorgen, spielt sich den Ball an der Mittellinie lässig zu und wird fast von Schweinsteiger überrascht, der dazwischen springt, den Ball aber nicht richtig kontrollieren kann und ins Stolpern gerät.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Aber noch vorne zeigen sie viel Dampf. Ein flotter Konter über Robben, der nach innen auf ratetmalwelchen Fuß zieht, den Ball aus guter Position aber in den oberen Rang des Chelsea Blocks schießt. Die Dinger hat man von ihm schon im Winkel zappeln sehen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">8</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Konter von Chelsea, eingeleitet durch einen smarten Pass von Lampard (wer sonst?) Drogba stürmt über rechts, in der Mitte stand Bertrand sehr frei, aber die Flanke ist zu lang. Der nächste Angriff von Chelsea folgt sogleich. Coles Flanke findet aber nur den von Chelsea Spielern umzingelten Lahm. Der stand da alleine, wie ein Bonsai in einem Pinienwald und hatte Glück, dass ihm der Ball auf den Kopf fällt. Die Bayern wirken hinten unsortiert.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern gehen hier sofort volles Rohr. Schweinsteigers Schuss aus aussichtsreicher Position wird zur Ecke geblockt. Nachdem diese nur halbherzig geklärt wird, kommt Kroos aus der Distanz zum Schuss. Einen knappen Meter unten Links vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ribéry nimmt sich zum ersten Mal Bosingwa vor. Verschafft sich auch eine aussichtsreiche Position zum Flanken, spitzelt sich den Ball dann jedoch mit seinem rechten Fuß weg, bevor der Linke ihn treffen kann. Applaus von den Chelsea Fans.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">2</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Robben flankt zu kurz. Locker geklärt. Die Bayern versuchen den Schwung der eigenen Fans direkt mitzunehmen, drücken Chelsea rein und versuchen mit Kurzpassspiel die Abwehr auszuhebeln. Das klappt nicht. Konter Chelsea, Schweinsteiger unterbindet im Stile eines Torwarts mit Hechtsprung per Hand. Gelb.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Los geht&#8217;s. Mit wilden Pfiffen der Bayernfans gegen Chelsea und einem wilden Foul von Cole gegen Kroos. Freistoß aus 40 Metern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">-1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So langsam geht der Auftaktzinober endlich zu Ende. Fürchterlich durch was man vor so einem Spiel durch muss. Die Spieler scheinen allerdings unbeeindruckt zu sein. Di Matteo hat eine faustdicke Überraschung aus dem Hut gezogen und lässt Jungspund Bertrand spielen. Das ist gerade mal sein 9. Spiel für die Blauen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">-10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Paul Breitner scheint den Pott seit er ihn heute Mittag durch München getragen hat nicht mehr losgelassen zu haben. Er zeigt ihn jetzt genau so stolz allen im Stadion. Gut, dass die Bayern Ribéry in ihren Reihen haben. Der hat ja beim Pokalfinale vor einigen Jahren bewiesen, dass er den Pokal stibitzen kann, bevor sich alle anderen sich versehen. Er könnte nach dem Abpfiff schneller als Breitner sein. Wer bei Chelsea die Rolle übernehmen soll, ist mir nicht ganz klar. Frank Lampard wird es jedenfalls nicht sein.
      </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Willkommen zum europäischen Saisonfinale, zum für Viele größten Spiel des Jahres. München erlebt die größte Party seit der WM 2006 und bebt vor Vorfreude in rot-weiß. Für die Bayern geht es heute um die Bewertung der gesamten Saison. Über dieses eine Spiel wird definiert werden, ob sie die Saison himmelhochjauchzend, oder untröstlich schluchzend beenden. Könige Europas, oder Vizekusen 2. Dramatischer könnte der Unterschied nicht sein. Für Chelsea, aber steht vielleicht sogar noch mehr auf dem Spiel. Es könnte für viele in dieser Mannschaft die letzte Chance auf den größten aller Klubfußballtitel sein.</p>
<p>Bei diesem Finale fällt eine der meistdiskutierten Rollen dem Austragungsort zu. Überall als Vorteil für die Bayern gewertet, darf man schon fragen, ob dieses &#8220;Finale dahoam&#8221; nicht ein bisschen sehr aufgeblasen wird? Alles scheint sich nur noch um diesen Fakt zu drehen. Die Stadt trägt rot-weiß, überall sind Werbeaktionen, die mit dem Finale werben, die Bayern Spieler machen eine <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mLUwYCJXlDU" target="_blank">&#8220;Mia san rot-weiss&#8221; Werbung</a> &#8211; all das trägt sicher dazu bei die Euphorie zu steigern, es lassen sich damit sicher auch ein paar T-Shirts verkaufen, nur hilft es auch dabei sich auf den Gegner zu konzentrieren? Immerhin steht ein Champions League Finale an und der Gegner heisst FC Chelsea. Ein Gegner, gespickt mit internationalen Topstars, die teilweise auf ihr Karriereende zugehen und wahrscheinlich die letzte Chance haben, den Traum für den sie zu diesem Verein geholt wurden zu verwirklichen.</p>
<p><a href="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/ticker_finale_bayern_chelsea_aufstellung.png"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/ticker_finale_bayern_chelsea_aufstellung.png" alt="" title="ticker_finale_bayern_chelsea_aufstellung" width="288" height="500" class="alignright size-full wp-image-4675" /></a></p>
<p>Die Meisterschaften und Pokalsiege in England waren schön und wurden gebührend gefeiert, aber das eigentliche große und erklärte Ziel des Vereins, seitdem Roman Abramovich ihn übernahm, war der Sieg in der Königsklasse. Dafür machte der russische Oligarch seine Millionen locker, stellte eine Mannschaft zusammen, die vor vier Jahren im Finale in Moskau stand und im Elfmeterschießen an Manchester United scheiterte. Jetzt also der zweite Versuch gegen einen Gegner, der mehr mit dem Dämmen der Euphorie und dem Enstpanntwirken, als mit dem Spiel selbst und eben diesem FC Chelsea beschäftigt zu sein scheint. Die Bayern haben darauf verwiesen, dass sie im Gegensatz zu Chelsea noch keine Siegesfeier geplant haben. Auf der anderen Seite paradiert Paul Breitner bereits mit dem Pokal durch die Münchner Innenstadt. Es scheint mir fast, als ob die Bayern den FC Chelsea ein wenig vergessen haben.</p>
<p>Was in der Kabine passiert ist natürlich ein anderes Thema und die alte Phrase von den Profis, die den ganzen Zinnober ausblenden können, kann man hier auch nochmal abfrühstücken. Aber natürlich bekommen die Spieler das ganze Tamtam mit und sie bekommen von ihrem Verein auch nicht die Erlaubnis es auszublenden. Im Gegenteil, sie werden zu seiner Befeuerung durch Werbekampagnen instrumentalisiert. Ob das smart ist sei dahin gestellt. Was zählt jedenfalls, is&#8217; bekanntlich auf&#8217;m Platz.</p>
<p>Aufwärmliteratur zu Lampard und Drogba gibt&#8217;s <a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-2-mit-raul-lampard-und-giggs/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Wenn ihr während des Spiels euren Senf loswerden wollt, schreibt mir über den Postsack, oder kommentiert über die Kommentarfunktion unten auf der Seite. Ich freue mich drauf. Heiß!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Champions League Finals und Besonderheiten des letzten Spieltags</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/05/champions-league-finals-und-besonderheiten-des-letzten-spieltags/</link>
		<comments>http://flatterball.net/2012/05/champions-league-finals-und-besonderheiten-des-letzten-spieltags/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 May 2012 19:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videokiste]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea London]]></category>
		<category><![CDATA[De Graafschap]]></category>
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		<category><![CDATA[Emre Belözoğlu]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Fernando Espinoza]]></category>
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		<category><![CDATA[Trabzonspor]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Traumata der beiden Champions League Finalisten sind genau so Thema der dieswöchigen Videokiste, wie der letzte Spieltag der Saison, der mit ausflippenden Fans, schelmischen Ersatztorhütern, trostspendenden Kindern und der Jagd auf einen gebrandmarkten Rassisten aufwartet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Champions League Finale steht vor der Tür. (Dieser Satz war selten wahrer als für Bayern Fans in der aktuellen Situation). Zeit zurück zu blicken auf Highlights vergangener Jahre. Und ja, auch wir kommen nicht an dem dramatischsten aller Champions League Finals vorbei. Das mag insbesondere für Anhänger der Münchner schmerzhaft sein, aber die Bilder aus Barcelona im Jahr 1999 lösen auch bei neutralen Fans immer noch einen ganz besonderen Schauer aus. In diesem Fall stammen die Aufnahmen von einer einzigen UEFA Kamera, die direkt hinter dem Strafraum der Bayern montiert, die letzten drei unfassbar verrückten drei Minuten dokumentiert. Eine andere Perspektive, die das Spektakel aber nicht verständlicher macht.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/LC_f9CB1Pmg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch Chelsea hat sein Finaltrauma. Vor drei Jahren gegen Manchester United erlitten und noch ungeheilt, wird es den Blauen am Samstag wesentlich präsenter sein. Auch weil die Mannschaft zu großen Teilen noch aus den gleichen Leuten besteht. John Terry, wie wohl, wird nicht dabei sein um seinen Elfmeter zu verschießen.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/KUWu7X52Zj0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Am letzten Wochenende hat in vielerlei Ligen derweil der letzte Spieltag der Saison stattgefunden und ebenfalls für jede Menge Drama gesorgt. Nirgendwo mehr, als in Manchester, wo City mit zwei Toren in der Nachspielzeit dem großen Rivalen United den Titel entriss. Wie viel der Treffer von Agüero bedeutet, haben wir versucht in einen Artikel zu fassen. Aber niemand kann das so schön, wie die Fans der beiden Vereine aus Manchester.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/WrpDTnznE-E" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>United Fans hätten sich wohl gewünscht, dass Citys Gegner QPR einen so schelmischen Ersatztorhüter gehabt hätte, wie Fernando Espinoza von Huracan. Der hat am letzten Spieltag für seine bereits geschlagene Nummer Eins eigegriffen.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/3pETNohJg2g" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bei De Graafschap in Holland konnte am letzten Spieltag niemand mehr eingreifen. Sie waren bereits vorher abgestiegen. Rogier Meijer saß also nach dem Spiel, trotz furiosem 5:3 Auswärtssieg bei ADO Den Haag bekümmert auf dem Platz. Der Versuch seiner Tochter Saar ihn zu trösten gibt nochmal ein bisschen Perspektive auf den Fußball und die Welt. Wer ist hier erwachsen?</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/1Ki6lEJHnk0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Während des ersten Spiels der türkischen Meisterschaftsrunde kam es vor einem Monat zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Emre Belözoğlu und Didier Zokora. Zokora warf ihm nach dem Spiel vor, Emre habe ihn einen &#8220;fucking Nigger&#8221; genannt. Die türkische Liga sah keine Grundlage für die Vorwürfe und sperrte Emre wegen einer anderen Beleidigung für drei Spiele. Offensichtlich nicht genug für Zokora, der Emre im Rückspiel am letzten Wochenende die Meinung geigte. Ganz nach dem Motto &#8220;Let&#8217;s Kick Racism Out of Football&#8221;.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/T3iNHpZX_hg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dabei war er offensichtlich nicht der einzige Spieler von Trabzonspor, der meinte Emre müsse eine Lektion erteilt bekommen.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/D2ehkVtR2-8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Das Relegationsspiel und andere Überflüssigkeiten</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 14:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Boulevard]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Daniele Dovari]]></category>
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		<category><![CDATA[Lionel Messi]]></category>
		<category><![CDATA[Relegation]]></category>
		<category><![CDATA[Romario]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Zahl, die Hoffnung macht, ein Zitat, dass den Kopf zum gemütlich-grinsenden Schütteln verleitet, dazu ein Spiel, das überflüssig ist und eine Verletzung, die man so wohl auch noch nicht gesehen hat: der neue Boulevard ist da.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="boulevard-element">
<h3>1. Ein überflüssiges Spiel</h3>
<p>Normalerweise kommt der Boulevard Dienstags &#8212; normalerweise.</p>
<p>Aber an diesem Dienstag war nicht normal, an diesem Dienstag war Relegation. Da ging&#8217;s nicht, ohne die Geschichte der Woche und so weiter.<br />
Also am Tag danach. Aber der Tag danach &#8212; das war der Tag danach. Fußballdeutschland schreit und zetert und zeigt mit Fingern, kritisiert, fordert &#8220;Maßnahmen&#8221; (die gleichsam beliebteste wie leerste Forderung in der Geschichte der Menschheit).</p>
<p>Und wir, eure geneigte Redaktion, die wir sonst zu allem was zu quatschen haben, halten einfach mal die Klappe. Was gibt&#8217;s denn auch noch zu sagen? Was, das nicht <a href="http://flatterball.net/2012/05/uberlebenskampf-zweiter-akt/">im Ticker</a> schon gesagt worden wäre? Was, das nicht irgendein Spatz schon von der Dächern gepfiffen, das nicht irgendein Funktionär schon ins Mikro verkündet hätte. Sollen wir auch Maßnahmen fordern? Konsequenzen? </p>
<p>Jetzt ist Donnerstag und der Boulevard kann endlich kommen. Ohne die Relegation. Ist ja alles gesagt. Fast ohne die Relegation; fast alles gesagt. </p>
<p>Was noch übrig bleibt, ist der fade Beigeschmack eines überflüssigen Spiels &#8212; und die Freude, mit <a href="http://flatterball.net/2012/05/klassenkampf-und-opportunismus-ein-aachener-perspektivenwechsel/">Tarek Sumiri und seinem ersten Flatterartikel</a> einen neuen Autor in unseren Reihen begrüßen zu dürfen, der diese Überflüssigkeit auf ganz eigene Weise beschreiben kann; der, ohne sie zu fordern, eine Maßnahme <em>nahelegt</em>: die Relegation einfach wieder abschaffen.
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>2. Abteilung Kurios: Von der Gefahr, ein Schiedsrichter zu sein</h3>
<p>Auf Schiedsrichter lauert hinter jeder Ecke ein Feind. Ob wütende Fans oder die gierige Wettmafia, ob die ebenso gierige Journalistenschar oder erzürnte Funktionäre, ob verprellte Stars oder selbstgerechte Sternchen. Kaum ein Tag, an dem der Schiri wie fast jeder andere Mensch im westlichen Teil der Welt gefahrlos und routiniert seinem Tagwerk nachgehen kann. Aber das ist er wohl gewohnt, der Schiri im Allgemeinen. </p>
<p>Weniger gewohnt ist Schiri im Allgemeinen und der italienische Unparteiische Daniele Doveri im Speziellen, wenn sein Tagwerk auch noch körperliche Beschwerden nach sich zieht. Dabei wurde Daniele Doveri gar nicht von den oben Aufgeführten heimgesucht; es war kein Fan, der ihn attackiert hat, keine Wettmafia, die ihn in Zement gießen wollte, kein wildgewordener Star, der auf ihn losging. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XffzU3Hdp04&#038;feature=youtu.be" target="_blank">Daniele Doveri hob einfach den Arm.</a></p>
<p>Kaum zwei Minuten war das Spiel zwischen Neapel und Novara am letzten italienischen Ligaspieltag alt. Doveri wollte, ganz gewohnt, den Arm heben, um die Richtung nach dem Freistoß anzuzeigen.<br />
Eine dramatische Geste später war der Arm augekugelt und der Stolz des Unparteiischen, so darf man vermuten, angeknackst. Von Schmerz und Scham gebeutelt zog sich Dovari in die Umkleidekabine zurück. Doch siehe da &#8212; während der vierte Offizielle sich warmlief, um Dovari zu ersetzen, schoß sich Dovari in der Anonymität der Kabine Schmerzmittel in den Arm. Kaum 20 Minuten nach der unfreiwilligen Unterbrechung des Spiels lief der Schiedsrichter wieder auf den Platz und ließ weiterspielen.
</p></div>
</div>
<div class="one-third column alpha omega boulevard-right">
<div class="boulevard-element">
<h3>3. Zitat der Woche</h3>
<blockquote><p>&#8220;Messi ist ein guter Spieler, aber ich bin unter den Top Drei [aller Zeiten]. Das sind ich, Pele und Maradonna. Ich würde Zidane auch in diese Liste aufnehmen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Romario in der Zeitung <em>O Dia</em>. Brasiliens Weltmeisterstürmer von 1994 hat scheinbar nicht nur Probleme mit Peles Lobhudeleien auf Neymar &#8212; auch bis drei zu zählen fällt ihm schwer.
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>4. Würde, hätte, könnte: Die Zahl der Woche</h3>
<p><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/boulevard_4_zahl_5-2.png" alt="" title="boulevard_4_zahl_5-2" width="285" height="153" class="aligncenter size-full wp-image-4523 pure" /><br />
Muss man die Zahl noch erklären? Wohl nicht &#8212; aber Spaß macht&#8217;s trotzdem. Also: 5 Siege in Folge, 5 Tore im Finale, schier unüberwindlich, die schwarzgelbe Wand. In zwei Zahlen, der 5 auf der einen und der 2 auf der anderen Seite, ist schon jetzt Vorfreude spürbar: auf zwei Mannschaften, die sich (hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich) auf Jahre hinweg einen epischen Kampf um die Vorherrschaft im deutschen Fußball liefern werden. </p>
<p>Es wäre ein Spektakel, dass die Bundesliga seit Gladbachs goldenen 70ern nicht mehr gesehen hat. Es würde der Bundesliga gut tun, neben dem verlässlich spannenden heimischen Spektakel mehr als bloß eine respektable europäische Mannschaft vorzuweisen, die regelmäßig das gelobte Land der Champions League verunsichert. Es würde die Messlatte höher legen für die Bayern, würde den Wert der Meisterschale im gleichen Atemzug erhöhen, es würde schließlich der ohnehin hochspannenden Bundesliga (würde, könnte, hätte, müsste &#8212; hoffentlich, hoffentlich) über drei Ecken und vier Kanten ein Feuer einhauchen, eine internationale Vergleichbarkeit verleihen, die ihr in den letzten 20 Jahren bisweilen abging. Würde.
</p></div>
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		<title>Podcast #76 &#8212; Extra: Abschlussnoten und Bazitöne</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 11:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zeit für den Ligarückblick auf Flatterball-Art -- mit Schulnoten für alle 18 Vereine. Hilfe holen wir uns dafür vom baziblogger, der mit uns auf seine geliebten Bayern zurückblickt, auf das Champions-League-Finale vorausschaut und nicht so recht Panik wegen dem BVB empfinden will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4518" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/podcast_76-abschlussnoten-und-bazitoene_artikel.png" alt="" title="podcast_76-abschlussnoten-und-bazitoene_artikel" width="590" height="531" class="size-full wp-image-4518 pure" /><p class="wp-caption-text">Noten für Manche von manchen von uns. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Die nationalen Wettbewerbe in Deutschland sind durch. Wir haben ein Wort übrig für das <a href="http://flatterball.net/2012/05/klassenkampf-und-opportunismus-ein-aachener-perspektivenwechsel/">klassenkämpferische</a> Relegationsdebakel vom vergangenen Dienstag, schauen aber vor allem mit einem großen Rundumschlag zurück auf die abgelaufene Fußballbundesliga &#8212; und vergeben Schulnoten (auch anders bekannt als Backpfeifen und Lobhudelein), den schon jetzt klassischen <strong>Wagnerschen</strong> &#8220;1899&#8243;-Abzug und <strong>Salzmannschen</strong> Sechser-Regen inklusive.</p>
<p>Und damit der Blick nicht zur zurückgeht, haben wir uns mit Andreas Althoff aka <a href="http://www.baziblogger.de" target="_blank">baziblogger</a> einen fachkundigen Gast geladen. Andi spricht mit uns über die Note für die abgelaufene Saison seiner Bayern und schaut mit uns voraus auf das große Münchner Finale, das am kommenden Samstag steigt.</p>
<p>Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:summary>Zeit für den Ligarückblick auf Flatterball-Art -- mit Schulnoten für alle 18 Vereine. Hilfe holen wir uns dafür vom baziblogger, der mit uns auf seine geliebten Bayern zurückblickt, auf das Champions-League-Finale vorausschaut und nicht so recht Panik wegen dem BVB empfinden will.</itunes:summary>
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		<title>Klassenkampf und Opportunismus. Ein Aachener Perspektivenwechsel</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tarek Sumiri</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein von der abgelaufenen Saison geschundener Aachen-Fan schaut auf die Relegation -- und die Relegation hat nicht nur zwei Seiten, sie ist zwei Medaillen. Eingekeilt von einem Relegationsplatz am oberen und einem am unteren Tabellenende hat die zweite Bundesliga Tarek Sumiris Integrität diese Saison in arge Nöte gebracht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4502" class="wp-caption aligncenter" style="width: 588px"><img class="size-full wp-image-4502" title="alemannia-relegation" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/alemannia-relegation.jpg" alt="" width="578" height="471" /><p class="wp-caption-text">Düstere Zeiten für einen Club, der vor ein paar Jahren noch Höhenluft witterte. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Ich bin Aachen-Fan. Punkt. So einsam dahingestellt wirkt dieser Satz wie ein Bekenntnis, für das man mit Spott oder Prügel rechnen muss. Das war mal anders und in dieser besseren Zeit wurzelt meine Ablehnung der Relegationsspiele als solche.</p>
<p>Zum vierten mal in Folge haben in den vergangenen Tagen zwei Teams ihre Ligaheimat verlassen und waren ortlos, ohne Zugehörigkeit. Vor den Pforten von Liga eins und Liga zwei wird im archaichen Eliminationsmodus entschieden, wer das gelobte Land betreten darf und wer den Gang in die Vorhölle antreten muss. Vier mal hat dieses Spektakel stattgefunden, seitdem die Krawattenträger sich Gedanken gemacht haben, wie sie noch ein paar Tropfen mehr aus der großen Gelddruckmaschine pressen könnten und sich dabei an ein Relikt der 80er Jahre erinnert haben. </p>
<p>Mit wildem Hass hat mein klassenkämpferisches Herz damals auf diese Nachricht reagiert. Nicht ganz interesselos natürlich. Als Alemannia-Anhänger war man mittlerweile gewöhnt, dass &#8212; ungeachtet, wie dröge die Vorsaison gelaufen war &#8212; man jede Spielzeit mit dem klammheimlichen Ziel „Aufstieg“ anging. Die Einführung der Relegation war da ein Schlag ins Gesicht: Was, wenn man auf diesem dritten Platz landet? Für die ersten Plätze bewerben sich ohnehin immer schon (relativ) finanzstarke Absteiger, die mit Erstligakadern den direkten Wiederaufstieg in den Blick nehmen. Rein körperlich erschien es mir fragwürdig, ob ich diese Spiele überstehen könnte und die Ungerechtigkeit erst, die hinter diesem Modus steht. Da wird von oben herab einfach zur Disposition gestellt, was eine Mannschaft sich im langen Verlauf einer Saison ehrlich und rechtmäßig erarbeitet hat. Fast ein ganzes Jahr zittern, bangen, trauern, jubeln, hoffen&#8230; nur um dann betrogen zu werden! Und warum? Für ein bisschen Extra-Kohle und nicht zuletzt, so meine Überzeugung, um den Großen (wie „groß“ der übliche Absteiger ist, sei dahingestellt) noch eine vollkommen unverdiente Chance zu bieten, dem Teufel von der Schippe zu springen. Fußballmafia DFB? Aber sowas von!</p>
<p>Erschreckenderweise fand ich mich in dieser Saison auf der anderen Seite meines eigenen Arguments wieder: Wieso ungerecht? Ob der dritte Platz zum Aufstieg, zur Relegation oder zum Besuch des Phantasialands berechtigt, ist doch eine vollkommen willkürliche Setzung, die keinerlei Vorrang vor ihren Alternativen beanspruchen kann. Diese opportunistische Kehrtwende wurde schon im ersten Saisondrittel eingeleitet. Die Alemannia startete mit vier Niederlagen, darauf folgten vier torlose Remis, dann wieder Niederlagen. Den ersten Saisonsieg gabs am zwölften Spieltag. Doch jetzt war der Knoten geplatzt! Oder auch nicht&#8230; den nächsten Sieg gab’s erst vier Spieltage später, gegen Karlsruhe. Auf einmal ging der Blick nicht mehr nach vorne &#8212; wir-da-unten gegen die-da-oben &#8211;, sondern zurück, wo das Lumpenproletariat der dritten Liga darauf gierte, unseren Platz einzunehmen. Die Dynamik der Alemannia hat sich auch im weiteren Verlauf der Saison nicht erhöht, nur freundlich überpinselt von ähnlich schwachen Mannschaften, die mit uns im Gleichschritt vor sich herstolperten. Wird schon, flüsterte das Unterbewusstsein beruhigend. Der Kader ist viel zu gut für den Abstieg. Aber es wurde nichts und als hätten sie sich verabredet, zog die Abstiegskonkurrenz das Tempo an. Mannschaft nach Mannschaft verabschiedete sich aus unserer Reichweite und mit einem mal war der Relegationsplatz das Ziel aller Träume. Nur das erreichen dieses Platzes, das wäre schon das Wunder von Aachen, von den Lokalmedien unablässig beschworen. Und es fand statt, zumindest fast: Heimsieg gegen Karlsruhe, den direkten Konkurrenten. Die Schmach eines vorzeitigen Abstiegs abgewendet und voller Hoffnung in das letzte Gefecht bei den Münchener Löwen. Die hatten nichts mehr, um das sie kämpfen konnten und ließen sich leicht erlegen, doch Karlsruhe besiegte das übergroße Frankfurt. Die hatten uns zu Hause geschlagen, aber da konnten sie ja auch den Aufstieg perfekt machen; gegen den KSC lohnte es sich nicht mehr zu laufen. Nicht mal mehr den Relegationsplatz erreicht, Dreck! Eigentlich sollten doch alle Abstiegsplätze Relegationsplätze sein, dachte ich.</p>
<p>Ja, ich habe mir angeschaut, wie der KSC von Jahn Regensburg zur Drittklassigkeit verurteilt wurde (das ist gut, denn den KSC haben wir diese Saison zweimal geschlagen, da wartet also leichte Beute auch in der neuen Saison). Und spannend waren die Spiele, nervenzerreißend. Zehn Minuten vor Ende des Rückspiels (es steht 2:2 nach einem 1:1 im Hinspiel, Regensburg wäre dank der Auswärtstore durch) treten technisch versierte Mittelfeldspieler den Ball ohne große Not nur noch Richtung Eckfahne, wohl, weil sie ihren schlotternden Knien nicht mehr vertrauen können. Regensburg verliert zwei Spieler durch Platzverweise, doch auch die Karlsruher erstarren wie ein Haufen blau-weiß verschwitzter Rehe im Scheinwerferlicht und zimmern lieber aus 30 Metern auf das Regensburger Tor, statt zwei Köpfe und vier Beine Überzahl auszuspielen. Unmenschlich, diese Spannung! Dann ist es vorbei, die üblichen Szenen: Jubelläufe auf der einen, leere Gesichter auf der anderen Seite. Ich bin froh, dass Regensburg es geschafft hat, nicht weil ich Sympathien für sie hegen würde (ich hatte schon vergessen, dass es sie überhaupt gibt) oder umgekehrt eine Abneigung gegen den KSC hätte (wobei ich die habe! Aber das ist eine andere Geschichte), sondern weil es nur gerecht ist, dass der Dritte aufsteigt! Was hatte ich mir nur dabei gedacht, meine Überzeugungen in Frage zu stellen? Und vielleicht muss/darf ich nächstes Jahr auch auf den Sieg der Gerechtigkeit hoffen, wie immer sich dann das Fähnchen auch gedreht hat.<br />
Nur wie ich das überstehen soll, das weiß ich noch nicht.</p>
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		<title>Laute Nachbarn, schlaflose Nächte</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchester City hätte seine erste Meisterschaft seit 44 Jahren nicht auf dramatischere Art und Weise gewinnen können, als es am Sonntag der Fall war. Manchester United hatte den Titel nach Abpfiff ihres Spiels in der Hand und musste ihn dann doch noch abgeben. Die Folgen der letzten Minuten dieser Saison könnten über Jahre zu spüren sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/laute_nachbarn_city_artikel1.png" alt="" title="laute_nachbarn_city_artikel" width="590" height="539" class="size-full wp-image-4496 pure" /><p class="wp-caption-text">Halleluja -- zumindest für Hellblau. Der erste Schritt im langen Aufstieg der lauten Nachbarn zu Europas feinster Adresse ist getan. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Als Sergio Agüero am Sonntag in der 94. Minute den Siegtreffer gegen QPR erzielte, ertönte ein Urschrei aus knapp 50.000 Kehlen im Etihad Stadion, der seismologische Schockwellen durch Englands Fußballhauptstadt schickte. Manchester City hatte Manchester United, dem Thronhalter des englischen Fußballs, den Titel in der letzten Minute der Saison entrissen.</p>
<p>Dieser Titel, der vor dem Spiel als abgemachte Sache galt, war während des Spiels für City in weite Ferne gerückt. Die vom Abstieg bedrohten Queens Park Rangers hatten zu Zehnt das Spiel gedreht und führten völlig überraschend mit 2:1. Ein einziges Unentschieden hatte sich die heimstärkste Mannschaft Englands während der gesamten Saison zu Hause geleistet und lag jetzt gegen die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga zurück. Unvorstellbar so es vor dem Anstoß schien, der Titel würde wieder in die Hände des alten schottischen Ritters Ferguson und seiner Mannen fallen. Mancini sprang an der Außenlinie frustriert auf und ab, zeterte, schimpfte, raufte sich die Haare. Die Fans taten Selbiges auf der Tribüne, malträtierten vor Wut ihre Sitzplätze oder ließen ihren Tränen freien Lauf.</p>
<p>Die Rivalität zwischen den beiden Vereinen hatte sich in den letzten Jahren bis zum Siedepunkt gesteigert. Im Jahr 2009 noch, hatte Ferguson den Lokalrivalen als &#8220;laute Nachbarn&#8221; abgetan. Als störend, aber ungefährlich. Große Klappe, nichts dahinter. Seitdem hatte es hitzige Duelle auf und abseits des Rasens gegeben, Mancini und Ferguson hatten sich beim letzten Aufeinandertreffen eine wilde Zofferei an der Seitenlinie geliefert, jahrelang war die Überheblichkeit und der Erfolg von United für City wie das rote Tuch für den Stier. Auf der Zielgeraden dieser Saison hatte City einen Acht-Punkte-Rückstand auf United aufgeholt, Jahrzehnte der Entbehrung schienen ihr Ende zu finden und dann sollte der Titel am letzten Spieltag doch wieder an die rote Seite der Stadt gehen? Das Trauma, das dieses Szenario ausgelöst hätte, war allen im Etihad Stadion zu Beginn der Nachspielzeit bereits ins Gesicht gezeichnet. Nicht schon wieder, nicht der große Rivale.</p>
<p>Auf ähnliche Art und Weise hatte Manchester United bereits vorher seine Gegner in der Ära Ferguson psychologisch zermürbt. Die roten Teufel sind bekannt für ihre Tore in letzter Minute &#8211; die Fans des FC Bayern dürften das mit gequälter Miene bestätigen &#8211; und wenn es in einem Meisterschaftskampf in England in der letzten Dekade eng wurde, gab es nur einen Sieger: Manchester United. Für City war es das erste Duell gegen Fergusons Truppe. Sie trugen im Gegensatz zu den anderen englischen Topmannschaften noch keine Narben früherer Titelkämpfe mit sich, waren jedoch zum Zeitpunkt von Agüeros Tor nur noch eine Minute davon entfernt sich dem Rekordmeister beugen zu müssen. Der Glaube an Fergusons Voodoo wäre auch auf der blauen Seite von Manchester gewachsen.</p>
<p>Der Unterschied, den dieses eine Tor macht, könnte riesig sein. Eine Meisterschaft hat es bereits entschieden &#8211; potentiell ist es aber mehr als eine. City weiß jetzt, dass es die bessere Mannschaft ist. Dass sie sich auf sich selbst verlassen können. Dass sie nicht zu den Roten hinüberschielen müssen. City ist nicht mehr Jäger, sondern Gejagter. Ein Gejagter mit dem Wissen, dass sie ihren Gegnern in Punkto Ressourcen um Lichtjahre voraus sind. Sie haben die besseren Spieler und jetzt auch eine Mannschaft, die sich wie Houdini aus den brenzligsten aller Situationen befreien kann. Das festigt den Glauben an die eigene Stärke und Überlegenheit. Wie man ohne Agüeros Tor von einem weiteren Titelrennen auf Augenhöhe ausgegangen wäre, so scheint es jetzt fraglos, dass City als Favorit in die nächste Saison geht.</p>
<p>Das Tor des kleinen Argentiniers wird möglicherweise als eins der bedeutungsvollsten der englischen Fußballgeschichte eingehen. Möglich, dass es den Start einer Ära eingeläutet hat. Das psychologische Moment ist in die diametral andere Richtung geschwungen. Fergusons Truppe hat zum ersten Mal einen engen Meisterschaftskampf verloren. Schlimmer noch, sie hat mit 8 Punkten einen formidablen Vorsprung verschenkt. Und just als das Glück ihnen am letzten Spieltag doch den Titel zuzuspielen schien, schlug City mit einem ohrenbetäubenden Knall zu. City ist das neue United. Die Party der Nachbarn dürfte dem geschlagenen Ritter schlaflose Nächte bereiten.</p>
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		<title>Podcast #75 &#8212; Meisterliches Saisonfinale</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 14:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für ein Saisonfinale -- würdig, mag man sagen. Mit einem Doppelpack in letzter Minute im epischen Stadtduell von Manchester, mit traurigen Absteigern und breitem schwarzgelben Grinsen und Abschiedstörchen zweier italienischer Legenden und fußballverrückten Vietnamesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4405" class="wp-caption aligncenter" style="width: 588px"><img class="size-full wp-image-4405 pure" title="podcast75_hummels-casillas-del-piero-kompany_artikel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/podcast75_hummels-casillas-del-piero-kompany_artikel.png" alt="" width="578" height="395" /><p class="wp-caption-text">Alles Meister: Von links nach rechts Muskelberg Kompany, der schönste Innenverteidiger Deutschlands, Alessandro Del Piero und Iker Casillas. Illustration: Herr Wagner nach Fotos von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Steindy">Steindy</a>, <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Elemaki">Elemaki</a> und <a href="http://flickr.com/photos/jmage/2973875757/in/set-72157608386211837/">James Adams</a></p></div>
<p>Fast alles vorbei in Fußballeuropa: Der deutsche Fußball hat im Pokalfinale von Berlin seine neue, schwarzgelbe Gallionsfigur gefunden, der englische Fußball im wohl grandiosesten Saisonfinale aller Zeiten (und darüber hinaus) vielleicht sogar den Beginn einer neuen Ära eingeleitet.</p>
<p>Und während in England der ganze Spieltag zu einem nervenzerfetzenden Fest für den vielzitierten neutralen Zuschauer wurde (wo ist der eigentlich?), wurde in der spanischen Hauptstadt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;v=QQCo3lqLKaI" target="_blank">UFO</a> gesichtet und in der spanischen Provinz in Form von Sympathieträger Villareal das letzte Opfer des Abstiegskampfes gefunden.</p>
<p>In Italien ist derweil Stramaccioni nocht nicht ganz zum jungen Helden gereift &#8212; was zwei alte Helden nicht daran hindert, zum Ligaausstieg ihren Fans nochmal ein Törchen zu schenken.</p>
<p><strong>David</strong> wiederum schenkt uns einen kleinen hörbaren Einblick in die Premier-League-Begeisterung Hanois und erzählt &#8212; natürlich &#8212; von Abstiegskampf und Meisterschaftsrennen in Frankreich, die beide noch nicht vorbei sind.</p>
<p>Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:summary>Was für ein Saisonfinale -- würdig, mag man sagen. Mit einem Doppelpack in letzter Minute im epischen Stadtduell von Manchester, mit traurigen Absteigern und breitem schwarzgelben Grinsen und Abschiedstörchen zweier italienischer Legenden und fußballverrückten Vietnamesen.</itunes:summary>
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		<title>Die Kunst des Zweikampfs</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 20:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videokiste]]></category>
		<category><![CDATA[Grätsche]]></category>
		<category><![CDATA[Phil Babb]]></category>
		<category><![CDATA[Sol Campbell]]></category>
		<category><![CDATA[Zweikampf]]></category>

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		<description><![CDATA[In vielen europäischen Ligen steht am Wochenende der letzte Spieltag der Saison an und für viele Mannschaften geht es noch um die Meisterschaft, die internationalen Plätze, oder den Klassenerhalt. In Deutschland treffen sich die Bayern und der BVB im Pokalfinale und Düsseldorf und Berlin fechten in der Relegation ihre Ligenzugehörigkeit aus. Egal wo und in welchem Wettbewerb, können diese letzten und einmaligen 90 Minuten über die Bewertung der gesamten Saison entscheiden. Es gilt also zu kämpfen, zu beißen und zu grätschen, seinem Gegenspieler keinen Millimeter zu schenken. Als Huldigung auf den Saisonabschluss, hat die heutige Videokiste dementsprechend bemerkenswerte Zweikämpfe als Thema. (Die Art bei der Knochen brechen übersehen wir absichtlich.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesem norwegischen Spieler ist von seinem Trainer offensichtlich eingebläut worden am Mann zu bleiben &#8211; koste es was es wolle. Selten hat man den Wunsch in konsequenterer Art und Weise umgesetzt gesehen als hier.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/U0AfVsRqotE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Einsatz von Phil Babb geht über das von Trainern und Fans geforderte deutlich hinaus. Sein Versuch den Pfosten umzugrätschen geht, nun ja, kräftig in die Hose.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/iTzzm4sxAZM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Manchmal muss man in den entscheidenden Spielen auch mit unkonventionellen Mitteln arbeiten. In dem Fall dieses eingesprungenen Beinwürgegriffs von Ayhan Akman sah der Schiedsrichter übrigens keine Veranlassung auf Elfmeter zu entscheiden.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/Nn9Q8Z-8mME#t=0m37sec" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der gerade zurückgetretene Sol Campbell ist ein Mann, den Mitspieler in kritischen Situationen immer gerne auf ihrer Seite hatten. Er hält den inoffiziellen Rekord für die längste Grätsche aller Zeiten.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/g7Rnt5C2qaQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch im Amateurfußball will der Gegner vom eigenen Tor ferngehalten werden. Selbst wenn die Spieler nicht so konzentriert bei der Sache sind wie die Profis und sich zwischendurch von einem Telefonat ablenken lassen.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/F9LniFrYIFo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Den richtigen Moment für eine Grätsche oder einen Zweikampf abzupassen ist eine Kunst. In der folgenden Szene hat sich der Verteidiger das Stadion im Vorhinein offensichtlich besonders genau angeschaut.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/E1vX_9Lwg7o#t=0m08sec" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Überlebenskampf, Teil 2</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/05/uberlebenskampf-zweiter-akt/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 00:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liveticker]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Fortuna Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Meier]]></category>
		<category><![CDATA[Otto Rehagel]]></category>
		<category><![CDATA[Relegation]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Favoritenrolle ist von der Hertha zur Fortuna gewechselt. Die Berliner müssen nach zehn verschenkten Minuten im Hinspiel mindestens zweimal treffen, um die Klasse zu halten. Und die Düsseldorfer stehen vor der schweren Frage, ob man wirklich aufsteigen will, wenn man dafür eine Altbierdusche über sich ergehen lassen muss. Wir sind ab 20 Uhr live mit unserem Ticker dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Willkommen zum letzten deutschen Vereinsfußballspiel der Saison. Und zum Ende der Saison geht es nochmal ans Eingemachte. Heute entscheidet sich die Ligenzugehörigkeit von Hertha BSC Berlin und Fortuna Düsseldorf für die kommende Saison. Sekt oder Selters. Oder Alt. Aber das wollen wahrscheinlich noch nicht mal die Düsseldorfer Helden des Hinspiels. In diesem haben sie der favorisierten alten Dame gezeigt, was Effizienz und was Wille heißt. Während die Hertha das Spiel über weite Strecken kontrollierte, schlug die Fortuna als es drauf ankam eiskalt zu. Thomas Bröker durchschnitt mit einem (fast) Messiesquen Solo die Berliner Hintermannschaft und schoss vor den Augen der vor Schock erstarrten Berliner Innenverteidigung den Ausgleich, bevor Ramos das vielleicht bitterste Eigentor seiner Karriere köpfte. Die Hertha wirkte danach gehemmt, konnte sich keine großen Chancen mehr erspielen und geht jetzt mit einem 1:2 Rückstand in das Rückspiel.</p>
<p>Für beide Mannschaften steht hier das wichtigste Spiel der Saison an. Dass es im Hinspiel nur zwei gelbe Karten gab, grenzte an ein Wunder. Oder es lag an einem sehr nachsichtigen Schiedsrichter. Je nachdem, wie man es mit Gott und der Bibel hat. Zweikämpfe wurden auf unnachgiebigste Art und Weise geführt. Es wurde getreten, geboxt, gerauft. Wenn Wolfgang Stark hier und heute die gleiche Linie übernimmt, wie sein Kollege Fritz beim Hinspiel, steht uns hier ein richtig heißer Abend bevor. Stark ist allerdings eher für seine rigorose Linie und seine wenig diskussionsfreudige Art bekannt. Wenn die Spieler das nicht schnell schnallen, regnet es heute Platzverweise.</p>
<p><a href="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Ticker-Aufstellung_relegation_rueckspiel.png"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Ticker-Aufstellung_relegation_rueckspiel.png" alt="" title="Ticker-Aufstellung_relegation_rueckspiel" width="288" height="500" class="alignright size-full wp-image-4425" /></a></p>
<p>Das wird ein Abend für Freunde der Dramatik. Wer eine gemütliche Gute-Nacht-Geschichte lesen will sollte schnell <a href="http://www.benjaminbluemchen.de/abenteuer/gute-nacht-geschichte" target="_blank">hier hin klicken</a>. Obwohl beide Mannschaften Spieler in ihren Reihen haben, die durchaus ansehnlichen Fußball spielen können, darf auch nicht erwartet werden, dass heute Abend ansehnlicher Fußball geboten wird. Hier geht es nur um das Eine. Die Ligenzugehörigkeit. Egal wie.</p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball rollt. <strong>TOOOOOOOOOR!!!</strong> Düsseldorf führt 1:0! Unfassbar!!!<br />
Was für ein Auftakt! Beide Mannschaften hatten vor dem Anpfiff Kreise gebildet, sich auf die Schultern gehauen und sich Motivation in die Gesichter gebrüllt. Das wirkte gleich so, als ob beide mit der richtigen Stimmung in die Partie gehen würden. Düsseldorf verlor nach überhastetem Anstoß und direktem Pressing der Hertha mit einem überflüssigen Pass ins Nichts den Ball. Einwurf Hertha. Der Ball kommt in ein Knoll von geschätzt 12 Spielern auf 5 Quadratmetern. Da wird einfach nach irgendwas getreten, Hauptsache es ist nicht Luft. Ein Düsseldorfer stürmt schliesslich mit dem Ball am Fuss aus dem zeternden, kreischenden Knäuel heraus, spielt auf Beister, der rennt Richtung Tor und zieht aus 22 Metern ab, trifft den Ball perfekt und der fliegt wie ein Strich in die linke Ecke. Was für ein Tor! PUH!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">32</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Pure Dramatik! Fortuna Düsseldorf schiesst in der ersten Minute das 1:0 und unser Server gibt vor Aufregung den Geist auf. Jetzt hat er sich von dem Schock offensichtlich erholt und wir können wieder.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">33</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Zum Spiel. Die Hertha versuchte nach dem frühen Rückstand zu kommen, konnte aber nicht so richtig. Düsseldorf stand gut und konterte gefährlich. Außerdem war der Unterschied des Einsatzes der beiden Mannschaften riesig. Düsseldorf rannte und kämpfte als ob der gehörnte persönlich hinter ihnen her wäre, Berlin wirkte eher lasch und ließ sich den Schneid abkaufen. Das sah alles eher nach 2:0, als nach 1:1 aus.<br />
Dann bekam Hertha einen Freistoß an der linken Außenbahn, ungefähr 35 Meter vom Strafraum entfernt. Roni machte einen auf Ballflüsterer. Er nahm den auf dem Boden liegenden Ball nochmal hoch, drückte ihn sich an die Stirn, flüsterte ihm etwas zu und führte aus. Der Ball segelte an den langen Pfosten, wo der nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannte Ben-Hatira ungehindert zum Kopfball kam und sicher in die lange Ecke verwandelte.<br />
Entschuldigt bitte den Ausfall! Die Undurchdringlichkeit der Technik.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">36</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Aufzuholen was hier gerade abgeht ist wahrlich nicht leicht. Ramos dringt in den Strafraum ein, die Düsseldorfer haben zu viel Angst vor dem Elfmeterpfiff und lassen ihn gewähren. Er zieht ein scharfe Hereingabe knapp und flach am Tor vorbei. Ein Düsseldorfer grätscht nach dem Ball. Hätte er den getroffen, hätte er Ramos Eigentor aus dem Hinspiel egalisiert. Das war haarscharf!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Im direkten Gegenzug fast die erneute Führung für Düsseldorf. Ein energisch vorgetragener flotter Angriff über die linke Seite kreiert Konfusion in der Berliner Verteidigung, von der auch Torwart Kraft überfallen wird. Er verlässt seinen Posten. Der Schuss aus dem Getümmel geht jedoch deutlich am Tor vorbei. Da war mehr drinnen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">38</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder direkter Gegenzug. Jetzt von Berlin. Wieder Ramos im Strafraum. Er prüft Ratajczak, der dieser gewachsen ist. So schwer war sie auch nicht. Der Ball kam zu zentral.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Raffael wuselt sich durch die Fortunenhorde vor dem Strafraum und packt seine linke Klebe aus. Der Ball fliegt Richtung Winkel und Ratajczak herrlich hinterher. Er fischt das Ding spektakulär heraus und klärt zur Ecke. Diese bringt nichts ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Konter Düsseldorf, wieder gefährlich, wieder sitzt der letzte Pass nicht. Auf der Tribüne sitzt Campino und streichelt sich über die Lippen. Er scheint zu denken, dass sie das besser können. Oder er zweifelt an seiner Musik. Wahrscheinlich ist Ersteres, passender wäre Letzteres.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fortuna verteidigt kurz vor der Halbzeit das 1:1 mit Mann und Maus. Hertha spielt Kreislaufen. Dann kommt die Flanke von links. Geblockt. Es gibt nochmal eine Ecke. Die ist gefahrlos. Schiedsrichter Stark pfeift die ersten 45 Minuten ab und schickt die Mannschaften zum Abkühlen in die Kabinen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT</strong><br/> Eine hitzige erste Hälfte ist vorbei, bei der beide Mannschaften versucht haben kontrolliert und überlegt zu spielen, das Spiel aber häufiger nach einem Duell zweier kopfloser Kampfgockel aussah. Eine enorm unterhaltsame Partie, die mit einem Paukenschlag anfing und garantiert auch in der zweiten Halbzeit nicht enttäuschen wird. Beide Abwehrreihen wirken von der Situation und dem Druck teilweise überfordert und wen wundert&#8217;s. Von außen kann man dieses Spektakel mit faszinierten Augen betrachten, auf dem Platz muss es die Hölle sein.<br />
Entschuldigt bitte nochmal die technischen Probleme. Unser Technikguru Herr K. hat sich der Sache angenommen, aber auf die Schnelle keinen Grund für den Ausfall ausmachen können. Ein Mysterium also.<br />
Für mich im Übrigen genau so, wie Altbier. Feiert einer von euch den heutigen Abend freiwillig mit diesem Zeug? Kann man das mögen, wenn man nicht damit aufgezogen wurde? Trinken die Spieler das im Falle des Aufstiegs freiwillig? Naja, soweit sind wir noch nicht. Außerdem geht&#8217;s jetzt weiter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Düsseldorf stürmt gleich nach vorne. Bröker flankt in den Strafraum, aber es ist kaum jemand mitgelaufen. Da gehen die Rheinländer ziemlich wenig Risiko. Trotzdem tut sich Hertha schwer damit, den Ball zu klären. Letztendlich schaffen sie das aber doch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Angriff Hertha, Langeneke tritt Niemeyer ins Gesicht. Zumindest, wenn man den Berliner fragt. Freistoß Raffael aus 30 Metern&#8230; in die Mauer.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">49</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Direkter Konter der Düsseldorfer. Stark und flott gespielt. Diesmal sitzt der letzte Pass. Bröker bedient Beister an der Strafraumgrenze. Doch der zieht seinen Schuss mit links weit über das Tor und an ihm vorbei. Mit dem Zielwasser der ersten Hälfte, hätte der im Winkel gesessen. Trinkt man in Düsseldorf zur Halbzeit Alt?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">52</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Huijuijuij. Die Düsseldorfer lassen plötzlich direkt zwei Konter der Berliner zu. Ohne vorher groß nach vorne zu spielen, versteckt sich auf einmal das Mittelfeld des Zweitligisten, die Berliner laufen relativ ungestört auf das Tor von Ratajczak zu, können aber nichts aus den sich bietenden Möglichkeiten machen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>Platzverweis gegen Ben-Hatira!</strong> Der Torschütze, der bereits Gelb hatte, stürmt an der Mittellinie einem Ball hinterher, Langeneke kommt ihm direkt entgegen gelaufen und zuerst an den Ball, Ben-Hatira grätscht mit offener Sohle in den Innenverteidiger rein und Stark zögert keine Sekunde. Gelb-Rot.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Entscheidung ist absolut vertretbar. Nur der Fritz aus dem Hinspiel hätte hier nicht die zweite Gelbe gezückt. Hertha wirkt geschockt, Düsseldorf kommt, Distanzschuss von Fink. Weit drüber.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">59</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOOR!!!</strong> Jovanovic macht das 2:1 und damit wohl die Entscheidung! Schneller Spielzug über links, wo Beister an immernoch traumatisierten Berlinern einfach vorbei läuft und den Ball in die Mitte flankt. Da steht Jovanovic und darf aus fünf Metern völlig frei einköpfen. Kraft tut sein Möglichstes, kann den Ball aber nur noch gegen den Pfosten drücken, von wo er ins Tor springt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">62</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Spiel ist aktuell unterbrochen, weil die Berliner Fans Leuchtfackeln auf das Spielfeld geworfen haben. Diese brennen in gleißendem Rot auf dem Platz. Das macht den Eindruck, als ob sie eher den bevorstehenden Düsseldorfer Aufstieg feiern, als den Abstieg ihrer eigenen Mannschaft zu verunglimpfen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">64</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nachdem einige Berliner Spieler die Fans flehentlich um die Beendung dieses Schauspiels gebeten haben, rollt der Ball wieder. Die Düsseldorfer Fans brennen ebenfalls Leuchtfeuerwerk ab. Ebenfalls rotes. Allerdings im Block. Das kümmert hier gerade niemanden.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Alibi Angriff von Berlin, die Flanke von rechts geht ins Toraus, es hatte sich aber sowieso nur Ramos bemüßigt auch in den Strafraum zu laufen. Die wirken hier momentan nicht so, als ob sie noch an sich glauben würden. Sie müssen zu Zehnt zwei Tore in zwanzig Minuten schießen. Au weia, Hertha.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">70</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Düsseldorf überlässt Berlin den Ball, streckt den Arm nach vorne aus, klappt die Hand mit dem Handrücken nach unten und zieht in sich wiederholenden Bewegungen die Finger in den Handballen. Die Berliner verstehen das Zeichen. Sie versuchen&#8217;s nochmal. Es gibt Ecke für Hertha.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">71</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball fliegt in den Strafraum. Foulspiel von einem Berliner. Futsch die Chance.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">74</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Düsseldorfer zwingen die Berliner jetzt zum Spiel über die Außen. Wohl wissend, dass sie dort früher oder später mit einem Mann mehr auftauchen. In diesem Fall passiert das eher früher. Schneller Konter von der Fortuna, gut gespielt, Jovanovic kommt aus 16 Metern von halblinks zum Schuss. In die Arme von Kraft.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">77</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fortunas Fans schicken jetzt altbierselige Grüße an ihre Freunde in Köln. Kurz darauf ertönt zum ersten Mal &#8220;Nie mehr Zweite Liga!&#8221;. Beister wird unter tosendem Applaus verabschiedet und der Kölner (!) Adam Matusyk kommt. Defensiver Mittelfeldspieler für Stürmer. Klar, was die Düsseldorfer hier in der letzten Viertelstunde vorhaben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Luis will goldene Scheisshaufen verteilen und Dimi sein Mittagessen ausspeien (siehe Kommentare). Mit Altbier soll das ganz besonders gut funktionieren. In der Zwischenzeit vergibt ein Düsseldorfer eine RIESENchance zum 3:1. 7 Meter vor dem Tor, alleine, alle Zeit der Welt. 10 Meter am Tor vorbei. Beeindruckend. Und auch egal.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Vor allen Dingen ist es das den Düsseldorfer Zuschauern. Das Stadion steht hier Kopf und feiert den Aufstieg!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">85</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOR!!!</strong> Raffael macht tatsächlich den Ausgleich. Geht da noch was?<br />
Ramos wird im Strafraum bedient, lässt mit einer Finte mit dem Rücken zum Tor gleich zwei Düsseldorfer aussteigen und bedient mustergültig den in den Strafraum stürmenden Raffael, der das Ding ganz cool und unhaltbar rechts unten versenkt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">87</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das war ganz schwach verteidigt von den Düsseldorfern. Wenn sie sich hier nicht zusammenraffen, bekommt Hertha tatsächlich nochmal die Chance auf ein Sensationscomeback. Nach weiteren Feuerwerkskörpern aus dem Berliner Block und einer Unterbrechung, läuft das Spiel wieder. Vor dem Berliner Block steht eine Wand von Einsatzpolizisten.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hertha kloppt die Pille beingungslos nach vorne und bekommt nach großem Ping Pong einen Freistoß auf der linken Seite&#8230; geklärt. 7 Minuten Nachspielzeit. Dank des Feuerwerks.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und genau wie dieses brennt&#8217;s jetzt im Düsseldorfer Sechzehner. Die Kugel flippert zwischen Berlinern und Düsseldorfern umher. Pure Verzweiflung gegen puren Stress. Bis schliesslich Stark ein Foul eines Berliners sieht und Freistoß gibt. Hier singt niemand mehr. Es wird nur noch gepfiffen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+4</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nur noch lange Bälle nach vorne von der Hertha, die Düsseldorf jetzt doch ohne Probleme klärt. Dann kommt der Konter, den Kobiashvili mit einem deftigen Bodycheck unterbindet. Der hätte mit Eishockeyausrüstung weh getan. Gelb.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+6</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hertha kann den Ball vorne nicht unter Kontrolle bringen und Düsseldorf spielt das Zeitspiel so, wie man sich das von einer Mannschaft eines schwalbenden Trainer vorstellt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+7</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ein letzter der Konter der Fortuna sieht Jovanovic alleine auf Kraft zustürmen. Nein, er ist nicht alleine, es sind noch zwei Kollegen mitgelaufen. Egal. Er macht&#8217;s alleine. Erster Verscuh, Kraft pariert, zweiter Versuch, vorbei. Genau so wie das Spiel. Die Zuschauer stürmen das Feld. Düsseldorf spielt nächstes Jahr erstklassig, die Hertha ist endgültig abgestiegen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+17</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erstaunlich was hier passiert. Die Mannschaften sind im Stadion Innenraum, auf dem Stadion werden Randalierer in Handschellen abgeführt. Stark kommt gerade wieder auf den Platz, um sich mit den Verantwortlichen beider Mannschaften zu besprechen. Hier werden offensichtlich noch zwei Minuten gespielt werden.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+19</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Altbier hat seinen Siegeszug durch die Welt noch nicht angetreten. Hier in Budapest ist man vor dem Zeug sicher. Der ungarische Reporter hat etwas gebraucht um zu begreifen, dass hier wieder angepfiffen wird. Die Düsseldorfer sind wieder auf dem Platz, aber die Hertha Spieler weigern sich offensichtlich wieder auf selbigen zurückzukehren. Das Spielfeld ist von Sicherheitskräften umzingelt, das einzige was die Berliner hier abbekommen könnten ist ein Mückenstich. Stark versucht sie davon zu überzeugen, doch die letzten Minuten zu spielen, aber die Herthaner spekulieren hier offensichtlich auf Spielabbruch. Hammer. Ich dachte ich hätte am letzten Wochenende alles gesehen. Pustekuchen. Was für ein skurriles Drama.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+25</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Vielleicht könnte Campino den Berlinern ein Ständchen singen um sie wieder auf den Platz zurück zu locken. Oder hat er Angst, das wäre kontraproduktiv?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+26</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jetzt kommen die Berliner wieder. Wenn die Berliner hier noch ne Kiste machen, hebt die Arena ab und fliegt mit Bowie Klängen zum Mars!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+28</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Langer Ball der Hertha in den Strafraum. Der springt kurz frei umher, dann schnappt ihn sich der Keeper.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+29</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Auf dem Rasen sind jetzt alle Spieler Freiwild, hier wird von beiden alles umgesenst was läuft. Freistoß Düsseldorf und das Spiel ist aus. Die Fans stürmen zum zweiten Mal den Rasen und diesmal ist es dann tatsächlich kein Spielabbruch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>Düsseldorf ist in der ersten Liga, Hertha endgültig abgestiegen!</strong><br />
Was für ein Finale! Die Fortuna Fans stürmten den Rasen zu früh und verzögerten den Aufstieg ihrer Helden um eine halbe Stunde. Hertha hat wohl lange überlegt, ob sie versuchen sollen ein Wiederholungsspiel zu erzwingen, indem sie nicht auf den Platz zurückkehren. Letztlich ist das Ding dann aber doch noch heute über die Bühne gegangen. Die Düsseldorfer waren in beiden Begegnungen konsequenter und haben den Sieg dadurch am Ende verdient. Nach dem Augsburger Beispiel darf man keine Mannschaft vor einer Saison abschreiben, aber sie müssen sich deutlich steigern, um nächstes Jahr die Klasse zu halten. Feiern sie jetzt eigentlich mit Altbier? Das ungarische Fernsehen hat direkt nach dem Schlusspfiff weggeschaltet. Wohl aus geschmacklichen Gründen. Vielen Dank für eure Kommentare und ein vorausgeschicktes Beileid an die Auswärtsfans, die sich nächstes Jahr nach Düsseldorf begeben. An dem Termin will wohl jeder Fahrer sein.<br />
    </tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		<title>Podcast #74 &#8212; Auftakt zum letzten Akt</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcasts]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein europäisches Finale und jede Menge Ausblicke. Während Falcao die Redaktion verzückt und sich Deutschland auf die beiden letzten Duelle der Saison vorbereitet, zittern und bibbern und rechnen die englischen, italienischen und spanischen Spitzen- und Kellerclubs an ihren Zukunftsaussichten herum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4209" class="wp-caption alignright" style="width: 599px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/podcast_74_falcao_atletico-madrid_artikel.png" alt="" title="podcast_74_falcao_atletico-madrid_artikel" width="589" height="325" class="size-full wp-image-4209 pure" /><p class="wp-caption-text">Der Held des Finals: zweifacher Europa-League-Sieger, zweifacher Europa-League-Torschützenkönig Radamel Falcao. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Mit Radamel Falcao hat das Finale der Europa League einen bekannten Helden gefunden &#8212; und mit Diego Simeone Atletico Madrid einen neuen Heilsbringer. Wir sprechen nicht nur über das Finale, sondern auch über die Zukunft der beiden Clubs mit den verworrenen Saisons und den arg unterschiedlichen Transferaussichten.</p>
<p>Stichwort Aussichten: es gibt gute, für uns, das Zuschauervolk. In Deutschland steigt bereits heute Abend das Hinspiel des gemeinsten Spielformats aller Zeiten &#8212; wir schauen nicht nur auf die Relegation, sondern natürlich auch auf das deutsche Pokalfinale, in dem sich der BVB und die Bayern am kommenden Samstag den nächsten Akt ihres fortgesetzten Gefechts um die Spitze des deutschen Fußballs liefern werden.</p>
<p>Und mindestens so spannende Aussichten gibt es auch in Spanien, England und Italien. Überall sind die Rennen um die europäischen Plätze noch offen, überall ist (mindestens) noch ein Abstiegsplatz zu vergeben, überall wird es Sieger und Verlierer und Trostpreisempfänger geben.</p>
<p>Es wird gemein (auch für Marko Marin), es wird aufregend, es gibt Überlänge. Wir wünschen viel Vergnügen.</p>
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		<itunes:summary>Ein europäisches Finale und jede Menge Ausblicke. Während Falcao die Redaktion verzückt und sich Deutschland auf die beiden letzten Duelle der Saison vorbereitet, zittern und bibbern und rechnen die englischen, italienischen und spanischen Spitzen- und Kellerclubs an ihren Zukunftsaussichten herum.</itunes:summary>
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		<title>Duell um die Vorherrschaft in Deutschland, Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 22:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liveticker]]></category>
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		<description><![CDATA[46. Minute: TOOOOR!!! 3 Tore? 4 Tore! Dortmund führt 3:1!
Der Meister schaltet nach Ballgewinn brutal schnell um. Kagawa lässt Boateng mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen und spielt einen Traumpass, durch die ganz kleine Lücke zwischen drei bayrischen Verteidigern auf Lewandowski, der alleine vor Neuer dem Nationalkeeper den Ball durch die Lederhosenträger schiebt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Willkommen beim wieder erwachten Klassiker des deutschen Fußballs. Die Neuauflage des Finals von 2008 findet unter denkbar anderen Vorzeichen als das damalige statt. Lange hat es keine Mannschaft mehr gegeben, die die Bayern so herausgefordert und ihre nationale Dominanz so in Frage gestellt hat, wie die Mannschaft von Jürgen Klopp. Hitzfelds Dortmunder war die letzte Mannschaft, denen ein Doppelpack in der Meisterschaft gelang und die nicht Bayern München hieß. Mitte des letzten Jahrzehnts forderten die Bremer die Bayern für eine kurze Weile heraus, aber damals schien es nur eine Frage der Zeit, bis die Bayern ihre Dominanz zurück erlangten.</p>
<p>Die heutige Situation schmeckt anders. Dortmund scheint gekommen zu sein, um zu bleiben. Die Liga ist voller Vorfreude auf einen Kampf auf Augenhöhe, den es in den nächsten Jahren um die Meisterschaft geben dürfte. In vorigen Situationen waren die Bayern noch in der Lage aufstrebende Mannschaften auseinander zu pflücken. Die Bremer wurden um Klose, Ismael und den in Bremen zum Leistungsträger zählenden Borowski erleichtert, ähnlich ging es Bayer Leverkusens Champions League Finalteilnehmern. Dortmund hingegen scheint dagegen gefeit. Sie sind in einer so starken Position und haben innerhalb der Gruppe eine so starke Identifikation mit dem Verein aufbauen können, dass sie zumindest in diesem Sommer keinen Spieler nach München abgeben müssen. Mehr noch, sie sind in der Lage den Bayern auf dem Transfermarkt Konkurrenz zu machen. Mit Marco Reus wechselt zur kommenden Saison ein Spieler in den Pott, den die Bayern ebenfalls liebend gerne verpflichtet hätten.</p>
<p>Am heutigen Abend geht es also um mehr als nur den DFB-Pokal. Die Dortmunder können mit dem ersten Double der Vereinsgeschichte den Bayern den sprichwörtlichen Handschuh zum zweiten Mal in dieser Saison ins Gesicht schlagen. Sie haben die Möglichkeit ihre derzeitige Überlegenheit gegen den bayrischen Klassenprimus im direkten Duell, in einem Finale zu dokumentieren. Für die Bayern geht es in diesem Finale bereits um eine Ansage für die nächste Saison. Sie wollen unbedingt klarstellen, dass es für die Dortmunder in den nächsten Jahren nicht so weiter gehen wird. Egal wie dieses Finale ausgehen wird, es wird massive Auswirkungen auf die psychologischen Voraussetzungen der direkten Duelle zwischen den beiden in der nächsten Saison haben.</p>
<p>Die Spieler, die heute das größte Pokalfinale seit Jahrzehnten bestreiten, sind die Folgenden:<br />
<a href="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Ticker-Aufstellung_dortmund_bayern_dfb-pokal-finale.png"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Ticker-Aufstellung_dortmund_bayern_dfb-pokal-finale.png" alt="" title="Ticker-Aufstellung_dortmund_bayern_dfb-pokal-finale" width="288" height="500" class="alignright size-full wp-image-4306" /></a></p>
<p>Eine kleine Änderung zu unserer Aufstellung gibt es: Müller sitzt auf der Bank, Kroos zieht im offensiven Mittelfeld für ihn die Fäden und Luiz Gustavo spielt neben Schweinsteiger auf der sechs.</p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball rollt und die Bayern greifen direkt über die linke Seite mit Ribéry an. Der steckt auf Gomez durch. Abseits. Hier wird direkt auf die Tube gedrückt. Großartig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">2</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der nächste gute Angriff der Bayern. Diesmal über rechts. Kurzpassspiel bis in den Strafraum der Dortmunder, wo sich am Ende Gomez und Ribéry im Weg stehen. Abstoss.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">3</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOR!!!</strong> Dortmund führt 1:0! Was für ein Auftakt!<br />
Riesen Schnitzer von Gustavo, der vom Dortmunder Pressing unter Druck gesetzt wird und einen Rückpass spielt, der perfekt in den Lauf von Kuba kommt. Der legt quer und Kagawa kann den Ball ins leere Tor schiessen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und wieder die Bayern, die hier keineswegs schockiert sind, sondern genau so weitermachen, wie sie angefangen haben. Beeindruckende Angriffszüge, die von nicht minder beeindruckender Dortmunder Abwehrarbeit gekontert werden.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">8</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der nächste flotte Angriff der Bayern, die das Mittelfeld schnell überbrücken. Robben steckt auf Gomez durch, der kurz vor Weidenfeller zum Schuss kommt. Der Torwart schmeisst sich mit vollem Einsatz in Ball und Spieler und klärt zur Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Dortmunder Keeper hat hier scheinbar richtig einen abbekommen. Nachdem er lange mit scheinbar großen Problemen auf dem Platz liegt und behandelt werden muss, steht er jetzt wieder. Langerak macht sich trotzdem warm.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">12</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Spiel geht mit der Ecke der Bayern weiter, die zwar durch den Dortmunder Strafraum springt, allerdings fernab von Münchner Spielern. Die Chance verpufft.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">14</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern kontrollieren weiterhin den Ball, Dortmund attackiert sie erst ab der Mittellinie. Ab dort steht jedoch ein grandios engmaschiges Netz, dass es den Bayern brutal schwer macht Angriffe bis zum Strafraum zu fahren.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">17</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Weidenfeller scheint derweil weitermachen zu können. Vor wenigen Minuten sah er noch so aus, als ob er dem Millionenpublikum gleich seinen Mageninhalt präsentieren würde, jetzt merkt man ihm von dem Zusammenprall mit Gomez nichts mehr an.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">19</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern dominieren hier jetzt das Geschehen. Selbst wenn Dortmund den Ball erobern kann, holen sie ihn sich mit sofort einsetzendem Pressing direkt wieder. Auch nach vorne werden sie wieder gefährlicher. Die Dortmunder rennen da aktuell meist hinterher. Alaba kann eine Flanke nach guter Vorbereitung von Kroos, aber nur gefahrlos übers Tor schlagen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">20</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Alaba kann einen abgefältschten Ball nicht mehr erlaufen. Ecke für Dortmund. Die bringt nichts ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">21</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jetzt wechseln die Dortmunder die Taktik und stören die Bayern bereits in der eigenen Hälfte. Erfolglos. Die Bayern spielen sich durch den Bienenschwarm mit Kurzpässen hindurch, überrennen dann das Mittelfeld über die linke Seite, bis Alaba wieder mit einer Flanke scheitert.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">23</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">ELFMETER!!! Die Dortmunder bleiben aber bei ihrer taktischen Umstellung spielen auf Abseits, das geht einmal gut, beim zweiten Mal nicht. Gomez ist durch, Weidenfeller stürmt ihm wiederholt entgegen und holt ihn von den Beinen. Klare Sache. Und jetzt kommt Robben&#8230;. war da was?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">25</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOR!!!</strong> Ganz cool gemacht. Der Holländer verlädt den Keeper und schiebt flach rechts ein. Das war genau die gleiche Position, wie damals in Dortmund. Hätte Weidenfeller die Ecke geahnt, hätte er das Ding gehalten. Hat er nicht. Der Ausgleich ist verdient.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">27</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoß Dortmund von der rechten Seite, 6 Meter von der Eckfahne entfernt. Im Münchner Strafraum wimmelt es vor Spielern. Ein Roter streckt sich am längsten und klärt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">29</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Währenddessen macht sich Langerak wieder warm. Das Thema mit dem Abendessen ist hier scheinbar noch nicht durch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">30</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Schnitzer der Dortmunder Innenverteidigung. Robben blockt einen Pass an der Strafraumgrenze zu Gomez, der vom rechten Eck des 16ers direkt abzieht, weit drüber.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">32</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dortmund spielt jetzt auch wieder mit und zeigt Ambitionen nach vorne. Die Bayern können aber ebenso gut verteidigen, wie die Schwarzgelben. Das ist hier Schachbrettfußball auf höchstem Niveau. Perfekte Ballkontrolle ist gefragt um durch diese Netze durchzukommen, Kagawa verspringt aber der Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">34</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Großchance für Bayern! Nach starker Vorarbeit von Ribéry, der in den Strafraum und bis zur Torauslinie zieht, bevor er den Ball in den Strafraum zurück legt. Da steht plötzlich Philip Lahm. Der Schuss des Außenverteidigers wird jedoch auf der Linie von Hummels geblockt. Die bayerischen Angriffe sind gefährlicher, als das was die Dortmunder hier momentan anbieten.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">35</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Für Weidenfeller geht&#8217;s nicht weiter. Der junge Australier Langerak kommt zu seinem bislang wichtigsten Einsatz. Mal schauen, ob der Junge cool bleibt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">38</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Direkt die Chance sich auszuzeichnen für den Keeper. Robben schickt Gomez stark in die Gasse, Langerak schmeisst sich in weidenfellerscher Manier auf Ball und Mann. Und kriegt beide. Das war stark gemacht vom Jungspund. An der Seitenlinie geht Klopp ab, wie Luzi, weil Gomez nicht zurückgezogen hat. Halbwegs verständich. Er hat wohl keine Lust selbst ins Tor zu gehen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Elfmeter für Dortmund!<br />
Hummels gegen Neuer.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">41</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOR!!!</strong> Dortmund führt wieder.<br />
Neuer war noch dran, sah fast so aus, als ob er den Ball um den Pfosten lenken könnte, aber im Endeffekt war der Ball zu scharf geschossen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Elmeterentscheidung war derweil eine klare Sache. Die Enstehung eine Zufallsproduktion. Großkreuz schiesst aus der Distanz den am Strafraum stehenden Kagawa an. Von dort prallt der Ball in den Lauf von Kuba, der in den Strafraum zieht und Boateng stark aussteigen lässt. Der Nationalspieler grätscht am Ball vorbei, haut aber den Dortmunder um. Da gab&#8217;s keine zwei Meinungen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOR!!!</strong> 3 Tore? 4 Tore! Dortmund führt 3:1!<br />
Der Meister schaltet nach Ballgewinn brutal schnell um. Kagawa lässt Boateng mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen und spielt einen Traumpass, durch die ganz kleine Lücke zwischen drei bayrischen Verteidigern auf Lewandowski, der alleine vor Neuer dem Nationalkeeper den Ball durch die Lederhosenträger schiebt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Dortmunder Fans fordern von ihrer Mannschaft den Bayern die Hosen jetzt auch gänzlich auszuziehen. Klar wer hier jetzt im Stadion die Stimmung macht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+5</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gagelmann pfeift die erste Hälfte ab. Dortmund geht mit einer komfortablen Führung in die Halbzeit.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT</strong><br/> Die Bayern haben den Ball kontrolliert und über weite Strecken auch das Spiel, konnten die Chancen, die sie sich rausgespielt haben aber bis auf den Elfmeter nicht nutzen. Der Dortmunder Plan ist derweil aufgegangen. Auch wenn sie die ein oder andere brenzlige Situation überstehen mussten, konnten sie die Bayern mit blitzschnellem Umschalten dreimal überraschen. Dreimal war der Ball am Ende im Netz. Diese Effektivität dürfte den Bayern Angst machen, war doch die Chancenverwertung das einzige teilweise auftretende Manko einer ansonsten überragenden Dortmunder Saison. An der taktischen Ausrichtung dürfte sich in der zweiten Hälfte nicht viel ändern. Bayern muss kommen und die Dortmunder werden weiter ihre Chancen bei Kontern suchen.<br />
Kagawa hat sich bei den Tempoangriffen des Meisters besonders hervorgetan. Der Japaner macht hier vielleicht sein letztes Spiel für die Dortmunder. Er wird immer stärker mit einem Wechsel in die Premier League in Verbindung gebracht. Neben dem seit längerem interessierten Manchester United, ist scheinbar auch der FC Arsenal in den Poker eingestiegen. Vielleicht klaut er nach dem Spiel den Pokal und rennt damit Richtung Kanal, wie es Ribéry nach dem Duell der beiden Mannschaften im Finale 2008 tat. Doch zügelt eure Pferde. So weit sind wir noch nicht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Dortmunder Fans amüsieren sich mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern und verzögern den Anstoss der zweiten Hälfte. Auf Münchner Seite kommt Müller für den unglücklichen Gustavo. Der Ball rollt wieder.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">47</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dortmund steht an der Mittellinie und drückt, holt sich den Ball und kann ihn auch eine kurze Zeit halten. Dann werden sie aber von den Bayern zum langen Ball gezwungen, der von Badstuber souverän entschärft wird.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dortmund kontert über Kagawa, der nur noch Badstuber vor sich hat. Er versucht diesem den Ball durch die Beine durchzuschieben, um alleine auf Neuer zuzulaufen. Der Innenverteidiger kauft ihm den Trick aber nicht ab und klärt zur Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">49</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Junge, Junge, hier geht&#8217;s jetzt zur Sache. Die Ecke unterläuft Neuer, die Bayern können hektisch klären. Allerdings nicht weit genug aus dem Strafraum raus, in den sich die Dortmunder mit Hacke, Spitze, Einszweidreifußball wieder reinspielen. Der Schuss von Großkreuz wird im Getümmel geblockt. Direkter Gegenzug der Bayern mit einem langen Ball. Langerak kommt unerklärlicherweise ungefähr 30 Meter aus seinem Tor gelaufen, klärt per Kopf vor die Füße eines Münchners. Die Bayern können die Chance aber nicht nutzen. Hier brennt&#8217;s auf beiden Seiten lichterloh!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">52</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und genau so geht&#8217;s weiter. Rauf und runter mit dicken Chancen. Meine Vorhersage, das Spiel werde so weitergehen wie bisher kann man getrost in den Müll kloppen. Hier ist jetzt viel mehr Platz auf dem Feld, was zu großen Teilen an der Herausnahme Gustavos liegt. Die Dortmunder bekommen einen Freistoß nach Foul von Badstuber für das er Gelb kassiert. Gündogan schnibbelt den Ball haarscharf am linken Winkel vorbei. Dann kommt Lahm über rechts und bringt den Ball raffiniert und flach in den Dortmunder Fünfer &#8211; der brauchte nur einen Kontakt um über die Linie zu hoppeln.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">55</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ein super Spiel jetzt. Bayern macht das Spiel breit und drückt, Dortmund kontert brandgefährlich.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diesmal über rechts mit Kuba, der Lewandowski mit seinem Pass in den Strafraum nicht finden kann. Die Bayern sind unheimlich offen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">58</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOR!!!!</strong> 4:1 Dortmund! Das hatte sich angekündigt.<br />
Die Dortmunder mit dem 4. oder 5. Konter in ebensovielen Minuten und diesmal sitzt er. 3 gegen 3 stürmen sie auf den Münchner Strafraum zu. Großkreuz bricht an dessen Grenze gekonnt ab und legt rüber auf den freistehenden Lewandowski, der sein zweites Tor am heutigen Abend macht. Auweija. Der Treffer tut den Bayern richtig weh.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern wirken geschockt. Das erste Double der Vereinsgeschichte ist jetzt für die Dortmunder zum Greifen nah. Sie wären der fünfte Verein, dem das in Deutschland gelingt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">64</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern drücken jetzt nicht mehr, überlassen den Dortmundern den Ball. Da ist nichts mehr von Pressing zu sehen, das Ding scheint gelaufen. Etwas schade, ist doch noch eine halbe Stunde zu spielen. Vielleicht ist man auf Münchner Seite jetzt doch schon mit den Gedanken beim Champions League Finale.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">66</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Robben setzt nochmal zum Solo über die rechte Seite an, gleitet an Schmelzer vorbei und bringt den Ball in die Mitte, aber da war keiner mitgelaufen. Uli Hoeneß bläst auf der Tribüne die Backen auf.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ein Angriff von Dortmund über links führt zu einer Ecke. Die wird auf Neuer geschlagen, der unter Druck versucht den Ball wegzufausten, aber den Ball nur Lewandowski am 5er vorlegt. Sein Schuss wird in letzter Sekunde geblockt. Die Bayern müssen hier aufpassen nicht unterzugehen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">68</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Direkt darauf noch eine Chance für Lewandowski, der wieder von Kuba stark geschickt wird und aus spitzem Winkel alleine auf Neuer zuläuft. Der Nationalkeeper macht sich ganz groß und blockt den Schuss aus 6 Metern zurück in den Strafraum. Von dort klären die Bayern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">69</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Latte! Ribéry mit großartiger Vorarbeit über links, flankt in die Mitte auf Gomez, der die Flanke in aussichtreicher Position über die Stirn rutschen lässt und den Ball an die Latte klatschen lässt. Langerak hätte da überhaupt keine Chance gehabt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">72</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Schweinsteiger senst Lewandowski im Mittelfeld gefrustet um und kassiert völlig zu Recht gelb.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">74</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Lahm versucht seine Mannschaft nochmal anzutreiben. Er ist jetzt überall. Verteidiger, Spielmacher und Stürmer in einer Person. Überragend was der Kapitän hier jetzt aufzieht. Nur ziehen seine Mitspieler nicht mehr richtig mit.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">76</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOR!!!</strong> Ribéry verkürzt mit einem ÜBERRAGENDEN Tor auf 2:4!<br />
Wahnsinn was der Franzose da zaubert. Er hatte sich von links auf rechts begeben, weil jetzt aber auch wirklich alle Angriffe der Bayern über Lahm laufen. Von dem bekommt der 7er dann auch den Ball, trickst an der Strafraumgrenze drei Dortmunder gleichzeitig aus &#8211; unter anderem indem er sich den Ball mit der Hacke hinter seinem anderen Bein herspielt, zieht kurz an und dann mit seinem schwachen linken Fuß unhaltbar in die lange linke Ecke ab. BÄRENSTARK!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">79</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Geht hier doch noch was? Bayern hat wieder feuer gefangen. Die laufen jetzt alle wieder 10km/h schneller als noch vor 5 Minuten. Flanke Robben, Kopfball Gomez, 3 Meter vobei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">80</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Klopp reagiert und bringt Bender für Kagawa.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOR!!!!</strong> Das ist die Entscheidung! Lewandowski mit seinem Hattrick zum 5:2!<br />
Konter von Dortmund, Neuer kommt raus und hat den Ball eigentlich schon, lässt ihn aber dann à la Wiese in Mailand wieder aus seinen Armen rausspringen. Nur die Rolle hat gefehlt. Kuba nimmt das Geschenk an und lupft den Ball über den Keeper zum am langen Pfosten stehenden Lewandowski, der den Ball ohne Mühe mit dem Kopf über die Linie drückt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hummels schickt Müller mit einer Grätsche, die sich gewaschen hat auf eine beeindruckende Flugbahn und kassiert Gelb. Die beiden Nationalspieler haben sich kurz danach aber schon wieder lieb.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">86</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fast hätte ich gesagt, dass die Luft hier jetzt endgültig raus ist, aber dann steigt Schweinsteiger nochmal richtig hart gegen Lewandowski ein. Das hätte eigentlich Gelb-Rot sein müssen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">88</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und jetzt nochmal Gomez gegen Schmelzer. Der Stürmer kommt ne halbe Stunde nachdem der Ball weg ist an und haut den Außenverteidiger um. Wieder keine Karte von Gagelmann. Die Bayern sind hier offenbar richtig angefressen und wollen nochmal eine Marke für die nächste Saison hinterlassen. Zu spät. Das ist Dortmund auf beeindruckende Art und Weise gelungen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Dortmunder Bank feiert bereits ausgiebig. Das Stadion schreit Schwarzgelb. Ein riesen Triumph für den Meister. Gagelmann pfeift dann auch punktgenau zur 90. ab.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>Dortmund holt das Double!</strong><br />
Riesig, was die Dortmunder hier geboten haben. Bayern hat alles versucht, ist aber letztlich deutlich geschlagen worden. Der fünfte Sieg des Meisters in Folge gegen die Münchner macht mehr als deutlich, dass die Bayern aber sowas von Konkurrenz bekommen haben. Die Roten spielen national aktuell nur die zweite Geige. Das ist eine Feststellung, die absolut erstaunlich ist. Kaum zu glauben, dass sie tatsächlich einen echten Konkurrenten bekommen haben. Daran kommt aber jetzt niemand mehr vorbei. Und was für einer es ist. Großartig, was diese junge Mannschaft in dieser Saison geleistet hat.<br />
Ebenfalls großartig, dass wir uns auf einen Zweikampf in den nächsten Jahren einstellen können. Diese Dortmunder werden sich nicht so schnell von der Spitze verabschieden, die Bayern werden in der nächsten Saison absolut heiß zurück kommen. Da ist von Anfang an klar, dass es ein Zweikampf wird &#8211; auch wenn Jürgen Klopp bereits gesagt hat, dass sie wieder der Außenseiter sein werden. Das ist man als Serienmeister und Double Gewinner aber keinesfalls.<br />
Für die Bayern geht&#8217;s nächste Woche ins zweite Finale. Wenn sie das gewinnen, wäre der heutige Abend nicht mehr ganz so schmerzhaft. Erinnern werden sie sich in der nächsten Saison aber definitiv an ihn. Was für eine Zeit wir gerade in der Bundesliga erleben! Die nächste Saison ist jetzt schon spannend! Davor gibt&#8217;s noch die letzten Spieltage in England, Spanien, Italien und Frankreich, das Champions League Finale und zum krönenden Abschluss die EM. Fußball, du bist wunderbar! Einen schönen Abend und bis zum Podcast am Montag!<br />
    </tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Das Ende des baskischen Wunders?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 19:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mannschaft, die in dieser Saison in Europa vielleicht für am meisten Aufsehen gesorgt hat, ist Athletic Bilbao. Der Klub hat mit seiner unkonventionellen Vereinsphilosophie, deren Fundament es ist nur baskische Spieler zu verpflichten, hat eine Mannschaft gespickt mit überragenden Talenten aufgebaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Insbesondere in der Europa League haben die in Spanien als Los Leones bekannten Jungspunde für Furore gesorgt. Manchester United wurde im heimischen Old Trafford von ekstatisch aufspielenden Löwen überrannt. Dieser Abend steht in der Liste der großartigsten Spiele der bisherigen Saison in Europa ganz weit oben. Die Mannschaft spielt unter dem argentinischen Trainerguru Marcelo Bielsa einen wahnsinnig aufwendigen Fußball mit sehr direktem Zug nach vorne. Dieser unheimlich unterhaltsame Stil hat sie zum Ende der Saison in das Finale der Europa League (<a href="http://flatterball.net/2012/05/das-finale-um-den-blumentopf/" target="_blank">bei uns ab 20.15 Uhr live im Ticker</a>) und ins spanische Pokalfinale gebracht.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/GFcerP6PFgs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit dem Erfolg kommt allerdings ein Preis: die Späher der ganz Großen haben Blut geleckt und werden im Sommer versuchen, die Mannschaft auseinander zu pflücken. Gerade die beiden Klubs aus Manchester sind heiß auf die baskischen Talente, was wenig wundert, weil sie einen der englischen Dynamik sehr nahe kommenden Stil pflegen. An Starstürmer <strong>Fernando Llorente</strong> sind die Topklubs schon seit über einem Jahr dran. Diesen Sommer wird es erneute Versuche geben, den spanischen Nationalspieler loszueisen, der um die €40 Millionen Euro kosten dürfte. Außerdem auf diversen Zetteln in Manchester stehen die beiden Flügelflitzer <strong>Markell Susaeta</strong> und <strong>Óscar de Marcos</strong> (beide United) und &#8220;der neue Iniesta&#8221; <strong>Ander Herrera</strong> (City). Mittelfeldass <strong>Javi Martinez</strong> wird genau so mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht, wie &#8220;der neue Wayne Rooney&#8221; <strong>Iker Muniain</strong>. Sollte Martinez wirklich zur Blaugrana wechseln, dürfte er die nächsten zwei Jahre Anschauungsunterricht von Javier Mascherano bekommen, wie man von einem der besten zentralen Mittelfeldspieler der Welt zum Innenverteidiger wird. Sturmwirbelkanonenrackergott Muniain wird auch vom FC Liverpool und Juventus Turin umworben.</p>
<p>Die Italiener wollen mit aller Macht in die europäische Spitze zurückkehren und haben eine Shoppingliste, die länger ist als der Po. Wessen Po? Der von Turin. <strong>Robin van Persie</strong><strong>, Luis Suárez, Carlos Tevez, Édinson Cavani, Robert Lewandowski, Stevan Jovetić, Salomon Kalou, Hatem Ben Arfa, Raul Meireles, Nemanja Vidic</strong> und <strong>Branislav Ivanovic</strong> würden alle zusammen soviel kosten wie ein saudi-arabisches Ölfeld und sind deshalb für die Autofamilie Agnelli nicht machbar. Die Ambitionen des Klubs wiewohl sind klar ersichtlich.</p>
<p>Die beiden Klubs mit den größten Ambitionen in Deutschland wollen ebenfalls aufrüsten. Die Dortmunder schauen sich nach einem Ersatz für den potentiellen Abgang von <strong>Kagawa</strong> um und interessieren sich für zwei Zauberzwerge. <strong>Sebastian Giovinco</strong>, ehemaliges ewiges Talent, hat in dieser Saison beim FC Parma endlich seinen Durchbruch geschafft und wäre eine ebenso herausragende Bereicherung für die Bundesliga wie <strong>Younes Belhanda</strong>, der Lenker und <a href="http://flatterball.net/2012/05/flatternde-nerven-uber-massenkeilereien-im-franzosischen-titelrennen/" target="_blank">manchmal auch Denker</a> vom HSC Montpellier. Die Bayern scheinen bei der Suche nach einem neuen Stürmer Nägel mit Köpfen zu machen. In diesem Fall ist es der Kopf der französischen Torjägerliste und heißt <strong>Olivier Giroud</strong>,  Teamkollege von Belhanda und Schütze von 21 Toren in der Ligue 1. Der technisch beschlagene 1,92 Riese spielt mit der Überraschungsmannschaft des HSC Montpellier eine hervorragende Saison und hat bereits das Interesse vieler europäischer Topvereine geweckt. Das fortgeschrittene Interesse wurde bereits dokumentiert, sowohl von dem bayerischen Scout Björn Anderson (&#8220;Im Moment beobachten wir einen Stürmer aus Montpellier, Giroud.&#8221;) und von Giroud selbst (&#8220;Ich persönlich hatte keine direkten Gespräche mit Bayern, aber mein Berater ja.&#8221;). Giroud könnte Mannschaftskollege von <strong>Timo Hildebrand</strong> werden, den die Bayern angeblich ebenfalls auf dem Zettel haben. Man kann dem ehemaligen Stuttgarter eine Menge vorwerfen, aber nicht, dass er kein Sitzfleisch habe.</p>
<p>Und wo wir bei skurrilen Torwarttransfers sind: die Ölscheichs von Malaga wollen angeblich <strong>Robert Green</strong> von West Ham United verpflichten. Es darf also bezweifelt werden, dass die Macher mit den Champions-League-Ambitionen bei der letzten WM zugeschaut haben.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/Eo5GyRnDtMY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Durchgehende Gäule, Idioten und bittere Enden</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 11:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Boulevard hat es diese Woche schwer -- Gewalt trifft auf Traumvereinsgeschichtlein, schwere Abschiede treffen auf philosophische Schwergeschütze. Mit Cissé und Ba und Poldi und Delio Rossi und dem Übermenschen genannt Messi.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="boulevard-element">
<h3>1. Abteilung Auf&#8217;s Maul: Delio Rossis Faustschlag und ein gescheiterter Masterplan</h3>
<p>In <a href="http://flatterball.net/2012/05/podcast-73-davon-geht-die-welt-nicht-unter/">Podcast #73</a> haben wir&#8217;s erzählt, in der <a href="http://flatterball.net/2012/05/trainer-und-durchgehende-gaule/">aktuellen Videokiste</a> haben wir&#8217;s zum Zwecke eures höchstpersönlichen Vergustierens feilgeboten, aber wie häufig man es auch erzählt, es ist das Geschichtchen unter der Geschichtchen der abgelaufenen Fußballwoche. Delio Rossi, nun seit genau einer Woche Ex-Trainer der Fiorentina, lässt per Fauschlag seine Wut an Adem Ljacic aus. Woher seine Wut kommt, ist nicht überliefert. Denn bis hierhin sah es ganz ordentlich aus für Delio Rossi, Fiorentina-Chef.</p>
<p>Im November übernimmt der Mann, der in gut 20 Jahren Trainerlaufbahn meist mittelklassige Erst- und Zweitligavereine trainiert hat, vom enttäuschenden Sinisa Mihailovic den Posten als Florenzer Trainer. Die Fiorentina, das war mal eine Adresse von internationalem Rang. Die Fiorentina, das sollte eine solche Adresse schnellstmöglich wieder werden. Der Kader dafür schien da: gefüllt mit gestandenen Serie-A-Stars wie Riccardo Montolivo oder Juves Ex-Stürmer Amauri, gefüllt auch mit hochgehandelten Jungstars wie Stefan Jovetic oder Adem Ljajić. Mihailovic enttäuscht, Delio Rossi übernimmt und führt die Mannschaft aus der Abstiegszone in die gesicherte tabellarische Bedeutungslosigkeit.</p>
<p>Das reichte Delio Rossi offenbar nicht. Am vergangenen Mittwoch &#8212; der Abstieg war rechnerisch noch möglich, aber bereits arg unwahrscheinlich geworden &#8212; packt Delio Rossi tief in die Strategiekiste und holt etwas heraus, dass er als ungeschliffenen Taktikdiamant identifiziert: Besagter Adem Ljajić, etatmäßiger Spielmacher, ein bisweilen schwer erziehbarer, zumeist unterhalb seiner Möglichkeiten agierender 20jähriger, der für rund 8 Millionen aus Belgrad kam, sollte in den Sturm. Einer dieser Moves, die sagen: &#8220;Hiermit rechnet keiner, also mache ich das, ich Fuchs, sichere damit Ziel X und werde damit großartig berühmt und zum Gesprächsthema Nummer 1.&#8221; Das mit dem Gesprächsthema hat funktioniert; der Rest nicht ganz. </p>
<p>Das Experiment dauert genau eine halbe Stunde. Ljajić wirkt fehl am Platz und wird nach zwei Dritteln der ersten Halbzeit vom frustrierten Rossi ausgewechselt. Ljajić ist stinksauer, meckert Richtung Trainer. So weit, so bekannt. Nur das es nicht beim gegenseitigen unkontrollierten Anschreien bleibt: Ljajić meckert, Rossi dreht sich um &#8212; der Rest geht in der Geschichte unter.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/uOB8p7El8gU" frameborder="0" width="580" height="310"></iframe></p>
<p>Es hätte ein gutes Drehbuch sein können: Existenz gerettet, Akt 1 absolviert. Nächste Saison dann Akt 2: Die Rückkehr nach Europa. Allein, die zweite Staffel der Fortsetzungsgeschichte mit ungewissem Ausgang wird ohne den bisherigen Hauptdarsteller stattfinden.<br />
Vielleicht wollte Rossi mehr von seiner Mannschaft, schon dieses Jahr.<br />
Vielleicht wollte er ein Zeichen setzten, eines dieser markigen Nicht-mit-mir-Statements, zu denen sich Trainer jenseits der 50, deren Karrieren ins Nirgendwo zu driften drohen, bisweilen genötigt fühlen.<br />
Vielleicht diente ihm <a href="http://flatterball.net/2012/04/bv-borussia-seriensieger-und-fc-bayern-veilchen-faschos-wolfe-selbstbewustsein/">Franck Ribéry</a> als Inpiration.<br />
Und vielleicht, ganz vielleicht, ist er bloß ein Idiot.
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>2. Abteilung Traumtor für den Traumverein: Tschüss, Newcastle</h3>
<p><iframe width="580" height="295" src="http://www.youtube.com/embed/aemXG-jA2tk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Eigentlich hätte es eine Lobhudelei werden sollen. Was auch sonst, nach Toren wie diesen. Eigentlich hätte Papiss Demba Cissé hier der Flatterball-Ritterschlag auf dem Weg zum Weltstar erteilt werden sollen. 13 Tore in 13 Spielen, eins wahnsinniger als das nächste, eins vom anderen Stern, das nächste von der Galaxie nebenan. Eigentlich. Eigentlich deswegen, weil für Newcastle United nun der Geschmack der triumphalen Überraschungssaison einen allzu bekannten bitteren Beigeschmack erhält.</p>
<p>Demba Ba, Newcastles anderer senegalesischer Stürmerstar, hatte es vorgemacht. Bereits vor rund einem Monat &#8212; also mitten in den Moment, als sich bei Newcastle die frühsaisonale Euhporie festigte und zur ernsten Hoffnung auf einen europäischen Platz wurde &#8212; verkündete Ba, dass Paris St. Germain sein Traumclub sei. Das löste verständlicherweise das erste Ächzen aus, über die Großen, die einem die besten Spieler klauen. Es schwang aber auch ein Stück Gleichgültigkeit mit: Cissé war gerade auf besten dem Weg, Demba Bas Heldentaten aus der Hinrunde wie eine Vorspeise zum eigentlichen Stürmerhauptgang aussehen zu lassen. Außerdem Ba war dank Ausstiegsklausel für genau 0 Euro von West Ham gekommen und dürfte eine hübsche Ablöse bringen, die man, jetzt wo Cissé da war, in eine Verbesserung der Mannschaft stecken könnte.</p>
<p>Damals wusste noch niemand von der nächsten Ausstiegsklausel, die Bas Berater scheinbar auch in seinen aktuellen Vertrag hineinmanowrieren konnten. Aber ach, was soll&#8217;s, dachte man, immerhin hatte Newcastle noch Papiss Demba Cissé, demnächst Weltstar. Weltklassetore im Gepäck, Champions-League-Qualifikation tatsächlich noch möglich, Stimmung weiterhin gut: Bis gestern. Gestern nämlich reihte sich auch Cissé in die lange Reihe der Fußballer ein, die auf dem Moment ihres ersten Ruhms einen Traumverein in aller Öffentlichkeit entdecken, obwohl sie sich beim aktuellen Verein ja total wohl fühlen und so. Cissés Lieblingsclub, natürlich bereits seit er ein Kind ist, ist scheinbar Real Madrid.<br />
Noch ist natürlich nichts spruchreif, weder bei Ba noch bei Cissé. Alles ist möglich, sagt das Phrasenschwein und grunzt. Es mag ja immer noch sein, dass diese Saison als die größte seit dem Rücktritt von Alan Shearer in die Vereinsgeschichte eingeht. Es mag auch sein, dass der Verein die Champions League Qualifikation schafft und nächstes Jahr nochmehr Geld zur Verfügung hat und einen ohnehin schon schlagkräftigen Kader weiter verstärkt und die Tabellenspitze gefährdet und in Europa was reißt und danach Meister wird und Cissé Messis Torrekord gefährdet und &#8230; und so.</p>
<p>Mag aber auch sein, dass es das schon war mit der Herrlichkeit; eine jener Überraschungssaisons, die uns hier oder dort alle paar Jahre unterkommen, die wir bejubeln, die uns träumen lassen &#8212; und die auch ihre Protagonisten träumen lassen, von mehr Geld, mehr Ruhm, größeren Clubs. Mag sein, dass es bloß die Saison war, in der Papiss Demba Cissé dieses, jenes, <em>das</em> fantastische Tor schoß &#8212; und dann zu Real Madrid wechselte.
</div>
</div>
<div class="one-third column alpha omega boulevard-right">
<div class="boulevard-element">
<h3>3. Zahl der Woche</h3>
<div id="attachment_4000" class="wp-caption aligncenter" style="width: 295px"><img class="size-full wp-image-4000 pure" title="boulevard_2_zahl_72_nietzsche" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/boulevard_2_zahl_72_nietzsche.png" alt="" width="285" height="300" /><p class="wp-caption-text">Friedrich Nietzsche sagt: 72. Illustration: Herr Wagner nach der Radierung von Hans Olde</p></div>
<p>Wenn <a href="http://flatterball.net/2012/05/72-tore-in-einem-jahr-lionel-messi-friedrich-nietzsche-und-der-reumutige-ubermensch/">Friedrich Nietzsche schon reumütig wird und Lionel Messi zum Übermenschen</a> erklären, bleibt uns nicht allzu viel Wahl, als beizupflichten und einzustimmen. </p>
<p>Fritz sagt: &#8220;72, Baby!&#8221; </p>
<p>72, das meint die Tore, die Lionel M. aus B. in dieser Saison geschossen hat. Fünf mehr als der Bomber höchstpersönlich vor 39 Jähren. Und ja, Müllers 67 waren der bisherige Rekord. Betonung auf &#8220;waren&#8221;.</p>
<p>Fritz hätte auch &#8220;50, Baby&#8221; sagen können. </p>
<p>Das hätte dann die Ligatore vor dem letzten Spieltag gemeint, die Messi diese Saison auf sein Konto gescheffelt hat. Das sind immerhin 9 mehr als Cristiano Ronaldo im vergangenen Jahr. Und ja, Ronaldos 41 waren der bisherige Rekord. Betonung auf &#8220;waren&#8221;.</p></div>
<div class="boulevard-element">
<h3>4. Abteilung Hättewärewenn: Poldi, Opfer von Idioten</h3>
<p><div id="attachment_4010" class="wp-caption aligncenter" style="width: 300px"><img class="size-full wp-image-4010 pure" title="boulevard_podolski" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/boulevard_podolski1.png" alt="" width="290" height="374" /><p class="wp-caption-text">Sag im Stillen "Tschö", Poldi. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Steindy</p></div><br />
Wo wir bei Idioten und Drehbüchern und Abschieden sind: es hätte so schön sein können. Das Drehbuch, viel zu klischeehaft, um verfilmt zu werden. Lukas, der Prinz aus Köln, sicher im letzten Ligaspiel dem FC den Relegationsplatz. Dann, im alten neuen Rivalenkampf mit der Fortuna aus Köln, sicher er den Klassenerhalt. Dann geht er, verdient hat er es ja, nickt die Südtribüne, nach London, spielt endlich mit Spielern auf seinem Niveau. Dann kommt er irgendwann zurück, das Eigengewächs, der Ex-Jungstar, der genau so gut geworden ist, wie er hätte werden sollen. Potenzial erfüllt, noch eine Saison mit dem FC, Karriereende und ein Häuschen in der Vorstadt. Hollywoodkitsch, aber im wahren Leben haben so Geschichten ja ihren Reiz.</p>
<p>Aber ach, es kam anders, wie wir jetzt alle wissen. Es kam Feuerwerk, nicht auf dem Platz sondern auf der Tribüne. Es kam ein treffendes Ende unter einen unwürdigen Abstiegskampf. Es kamen die Kölner Idioten, die das Haus von Kapitän Geromel stürmen. Es kam der sang- und klanglose Abschied von Lukas Podolski, den man die längste Zeit jede Woche in der Sportschau sehen durfte.</p>
<p>Schad drum.
</p></div>
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		<title>Hinspiel im Überlebenskampf</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 08:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[65. Minute: Bröker macht den Ausgleich.
Das ging flott. Düsseldorf hatte endlich begriffen, dass sie hier Fußball spielen müssen um aufzusteigen und drückte in den letzten Minuten verstärkt nach vorne. Bröker stand auf dem rechten Flügel die gesamte Berliner Abwehr im Weg. Eigentlich keine besonders gefährliche Situation. Der Kölner (!) fasste die Entscheidung alle alleine anzugreifen, setzte zum Solo an, düpierte drei Spieler und stürmte aus spitzem Winkel Richtung Tor. Die Innenverteidigung der Berliner hatte einen Kurzschluss im Hirn und schaute nur erstaunt zu, blieb unerklärlicherweise wie festgenagelt stehen und erlaubte Rösler einen trockenen Abschluss, unhaltbar für Kraft. Otto streicht sich übers Kinn, Meier setzt zum Jubellauf an der Eckfahne an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Willkommen zur vierten Auflage des Relegationsduells seit seiner Wiedereinführung in der Saison 2008/2009. Hier ist der pure Existenzkampf angesagt. Es gibt keinen silbernen Pott, sondern nur den Applaus der Anhängerschaft zu gewinnen. Der jedoch dürfte in beiden Fällen ekstatisch ausfallen. In Berlin hat niemand Lust nach nur einem Jahr in der ersten Liga direkt wieder in die zweite zu gehen. In Düsseldorf würde die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse nach 15 Jahren Abstinenz mit Sicherheit frenetisch gefeiert. Bislang hat der Bundesliga 16te den dritten der 2. Bundesliga zweimal geschlagen, nur im ersten Duell konnte Nürnberg den Erstligisten Cottbus schlagen.</p>
<p>Auch in diesem Fall scheinen sich die Experten einig zu sein: Hertha gilt als Favorit. Nach einer so miserablen Rückrunde ist das erstaunlich. In der Bundesliga hat die Hertha höchstens bei den eigenen Fans Furcht und Schrecken verbreitet. Der normalerweise beim zweitliga Dritten vorhandene Psychologische Vorteil einer erfolgreichen Saison, deren Schwung man in diese entscheidenden Spiele mitnehmen kann, ist allerdings bei der Fortuna nicht gegeben. Sie haben nach einer enorm erfolgreichen Vorrunde, die sie als Herbstmeister mit stattlichen 41 Punkten abschlossen, in der Rückrunde stark abgebaut und sich letzten Endes mit Ach und Krach in die Relegation gerettet. Sie sind 9. der Rückrundentabelle, in der gerade einmal vier Siege zu Papier stehen.</p>
<p>Norbert Meier hat sich beschwert, dass er und Otto Rehhagel im Mittelpunkt stehen. Er war Spieler unter Rehhagel bei Werder Bremen und Otto hat Norbert laut eigener Aussage das Du Angeboten und war auf seiner Hochzeit. Das ist alles fürchterlich spannend &#8211; Meier weisst jedoch darauf hin, dass die Beiden ja nicht spielen würden. Laut Meier wäre es bei einem Duell gegen Köln nur um die Rivalität der beiden Vereine gegangen. Das der Kopfstoss und die folgende Schwalbe gegen den damaligen Kölner Albert Streit von der Presse nicht aufgegriffen worden wäre ist allerdings ungefähr so wahrscheinlich, wie eine Rehhagelsche Mannschaft mit vier Stürmern in der Startformation. Wer Meiers sterbenden Schwan zum aufwärmen vor dem Spiel noch mal sehen möchte, kann dies in <a href="http://flatterball.net/2012/05/trainer-und-durchgehende-gaule/" target="_blank">unserer Videokiste</a> tun, in der auch andere Trainer ihre Fäuste auspacken und Köpfe ausschalten.</p>
<p>Zu den Aufstellungen. Otto Rehhagel spielt mit einem Stürmer. Ramos rückt für den am Kreuzband verletzten Lasogga in die Startelf.</p>
<p>Kraft &#8211; Janker ,Niemeyer , Hubnik, Holland &#8211; Perdedaj, Kobiashvili &#8211; Ebert, Raffael, Ben-Hatira &#8211; Ramos</p>
<p>Meier lässt den erstligaerfahrenen Rösler auf der Bank, spielt aber trotzdem mit zwei Spitzen. Bröker ist ebenfalls ein gelernter Stürmer. Man darf also hoffen, dass die Fortuna dieses Spiel offensiv angehen wird. Sie stellen mit 64 Treffern immerhin die drittbeste Zweitligaoffensive. Genau so viele Treffer hat Hertha in der ersten Liga kassiert.</p>
<p>Ratajczak &#8211; Levels, Lukimya, Langeneke, J. van den Bergh &#8211; Bodzek, O. Fink &#8211; Bröker, Lambertz &#8211; Beister, Ilsö</p>
<p>Niemeyer will &#8220;den Gegner auffressen&#8221;, Rösler fordert seine Kollegen dazu auf &#8220;giftig&#8221; zu sein. Die Jungs sind heiß, wir sind heiß. In wenigen Minuten geht es los.</p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mindestens 180 Minuten liegen vor uns, die über die Ligenzugehörigkeit der Hertha und der Fortuna entscheiden. Auf geht&#8217;s. Der Ball wird vom Anstoss lang und hoch in die Düsseldorfer Hälfte gekloppt, woraufhin er erstmal hektisch und weit hin und her geköpft wird. Ein klassischer Auftakt. Herrlich.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">2</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Otto Rehhagel sieht jetzt schon angepisst aus. Düsseldorf bringt den Ball auf den Boden und startet einen flotten Angriff über die linke Seite, die flasche Flanke findet jedoch keinen Abnehmer. Das sah schon ganz gut aus.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und auf die Socken gibt&#8217;s auch direkt. Kobiashvili mit einer völlig übermotivierten Grätsche von hinten, ohne Chance auf den Ball, an der Düsseldorfer Eckfahne. Der Kopf ist offensichtlich schon ausgeschaltet, der Schiedsrichter, gibt merkwürdigerweise nur Freistoß für Düsseldorf.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke Berlin. Der Ball springt herrenlos im Düsseldorfer Strafraum herum, bevor sich Ratajczak entscheidet auf selbigen zu springen. Dieses Duell hat jetzt schon alle Anzeichen zu einem Relegationsklassiker zu werden. Ne riesen Schüssel von einem Stadion mit schreienden Fans, macht es den Spielern zusätzlich schwer einen kühlen Kopf zu bewahren.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">8</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gerade die Düsseldorfer Fans machen hier ordentlich Rabatz&#8230; Nein. Nach den letzten Ausuferungen vor einer Woche in Köln ist das Stimmung. Auf die positive Art und Weise.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erste gute Chance für Düsseldorf Lambertz lupft einen Pass in den Berliner Strafraum, doch Kraft kommt gerade so rechtzeitig raus und blockt den Schuss. Das war knapp.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">11</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">HUII. Das war noch knapper. Freistoß für die Fortuna, auf der rechten Seite vom Strafraum, knapp zwei Meter von der Torauslinie weg, wird scharf und flach hereingebracht und von einem Düsseldorfer Richtung langer Pfosten gestreichelt. Der Ball streift vorbei. Hertha pustet durch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">14</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wie zu erwarten war schenken sich die Mannschaften in den Zweikämpfen nichts. Erst tritt ein Berliner lange nachdem der Ball weg ist seinen Gegenspieler um, dann bekommt Raffael einen Ellbogen ins Gesicht, jetzt liegt van den Bergh verletzt im eigenen Strafraum.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">17</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Rehhagel hat sich ein bisschen gefangen, Preetz schaut extrem angespannt aus der teuren Designerwäsche. Düsseldorf hat nach durchaus offensiver Anfangsphase umgestellt, überlässt Hertha in deren Hälfte den Ball und spielt nur noch mit einer Spitze.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">19</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hertha versucht das sich nun vor ihnen auftuende Bollwerk mit schniekem Kurzpassfußball zu knacken. Nachdem der erste Versuch misslingt, schickt Raffael Ramos, der mit seinem Abschluss am Keeper scheitert. Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">20</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOR!!! 1:0 für Hertha.</strong><br />
Die Ecke kommt scharf und flach zwei Berliner wuchten sich Richtung Ball, während die Düsseldorfer zu schauen. Das war miserabel verteidigt von der Fortuna und der pure Wille von Hubnik, der die Kiste macht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">22</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die gesamte Berliner Bank war euphorisch aufgesprungen, außer einem: König Otto rief dann auch seinen wild umherhüpfenden Adjudanten Preetz von seinem Sitzplatz aus zur Ruhe auf.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">24</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Währenddessen antwortet Düsseldorf mit wilden Tritten in die Beine der Berliner, die jetzt Oberwasser haben. Die Fans der Fortuna sind trotz des Rückstands noch lauter als die der Hertha.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">25</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die nächste Chance für die Hertha, nach einem ähnlichen Spielzug wie dem, der zur Ecke vor dem Tor führte. Ebert schickt diesmal Ben-Hatira in die halb-linke Gasse und der offensive Mittelfeldspieler scheitert unter Druck am Torwart. Es folgt&#8230; eine Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">26</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diesmal kommt Ratajczak raus und faustet die Ecke weg. Allerdings direkt auf den Fuß eines Berliners, dessen Schussversuch aus der Distanz jedoch im Strafraumgetümmel geblockt wird.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">28</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Düsseldorf hat seinen Schock scheinbar überwunden. Der erste konstruktive Angriff nach dem Rückstand führt zu einem starken Kopfball von Beister, der jedoch zu zentral platziert ist und von Kraft relativ mühelos entschärft werden kann.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">30</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder eine dieser Grätschen ohne wirkliche Chance auf den Ball. Wie der Schiedsrichter hier bislang ohne Karten ausgekommen ist, ist mir schleierhaft. Eine Einladung für die Spieler, sich &#8211; um mit Niemeyer zu sprechen &#8211; &#8220;gegenseitig aufzufressen&#8221;. Diese nehmen die Spieler bislang auch an.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">33</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dicke Chance für Kobiashvili, der auf einmal mit zwei Teamkameraden auf zwei Düsseldorfer zu läuft. Die Abwehr ist entblösst. Er könnte abspielen, macht&#8217;s aber alleine. Das ist auch ok. Er ist in zentraler Position und hat freie Schussbahn. Das Stadion hält den Atem an. Und Kobiashvili spielt einen Rückpass auf Ratajczak. Fahrlässig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">35</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoss für Düsseldorf aus der Entfernung. Bringt nichts ein. Seit der starken Anfangsphase haben die Rheinländer hier nicht mehr viel auf die Beine gestellt. Sie sind zusehr damit beschäftigt die Berliner von selbigen zu holen. Die Hertha setzt derweil immer wieder punktuell gefährliche Angriffe. Gerade schoss Raffael aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">38</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Herthaner haben offensichtlich so sehr gefallen an den Grätschen der Düsseldorfer gefunden, dass sie sich jetzt gegenseitig umhauen. Ramos grätscht den auf ihn und in die Düsseldorfer Hälfte zustürmenden Raffael einfach um. Skurril!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Spiel plätschert auf die Halbzeit zu. Außer dem minütlichen Tritt von hinten in die Beine gibt’s hier aktuell nicht viel zu sehen. Außer Norbert Meiers Frisur. Der Coach der Fortuna sieht aus wie ein blondierter Gockel, der gerade auf dem Grill war. Ahem… der Sonnenbank.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">44</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jetzt wird&#8217;s nochmal richtig laut im Stadion. Janker nimmt nach einem gegen ihn gepfiffenen Foul den Ball in die Hände und will ihn nicht hergeben. Die Düsseldorfer werden handgreiflich. Es wird ein bisschen geschubst. Das Publikum pfeift. Schiedsrichter bleibt ruhig. Sind Tim Wiese und Norbert Meier eigentlich Kumpels?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jetzt haben die Hertha Fans das Stadion zum ersten Mal richtig unter Kontrolle. Eine Welle der Euphorie schwappt hier plötzlich durchs Rund, dann pfeift Fritz die erste Hälfte ab.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT</strong><br/>In der ersten Hälfte sind die Berliner ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die Fortuna hat ihnen in den ersten zehn Minuten ordentlich Feuer unter dem Allerwertesten gemacht, sich aber dann zurückfallen lassen und keine Chancen mehr herausgespielt. Hoffnung macht den Roten Grillhähnchen Meier, der vor dem Spiel vorgerechnet hat, dass seine Mannschaft in dieser Saison 16 mal in Rückstand geraten ist, aber nur 4 mal verloren hat.<br />
Um dieses Ding umzubiegen müssen sich die Rheinländer allerdings deutlich steigern. Vielleicht legt Meier ja ein paar Tracks in der Kabine auf, um den Jungs einzuheizen. Unser Vorschlag wäre folgender:<br />
<iframe width="500" height="369" src="http://www.youtube.com/embed/QqYrImIBq54" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Düsseldorfer scheinen was anderes in der Kabine gehört zu haben. Sie schleichen zurück aufs Spielfeld. Die Berliner hingegen joggen mit breiter Brust auf den Platz. Das Spiel läuft wieder.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">47</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und es geht direkt wieder hart zur Sache. Perdedaj hält seinen Schlappen auf Djuricins Schienenbein, der gegen den Ball durchzieht. Der Fortune bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Der Schiedsrichter lässt weiter spielen. Der Berliner hat wohl davor auch den Ball getroffen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">50</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Spiel läuft in die gleiche Richtung wie in der ersten Hälfte. Berlin macht Druck. Die haben hier richtig Mut gefasst. Nichts mehr zu sehen von den zerfahrenen Leistungen bei den Heimspielen in der Rückrunde. Flanke, Kopfballabwehr, Ecke Berlin.<br />
Die bringt nichts ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">52</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der nächste Verletzte am Boden. Langeneke hat sich nach einem Luftkampf mit Ramos am Fuß wehgetan. Jedoch ohne Schuld des Berliner Stürmers. Foul gibt&#8217;s trotzdem. Langeneke greift nach Ramos Hand, so als ob er seine Entschuldigung annimmt. Der Berliner schaut verständnislos drein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mit eine scharfen flachen Flanke von Ebert kommen die Düsseldorfer Verteidiger überhaupt nicht zurecht. Da haben sie Riesenglück, dass kein Berliner da steht um den Ball über die Linie zu drücken. Das sieht weiterhin alles andere als souverän aus. Die Berliner sind dem 2:0 hier viel näher, als die Düsseldorfer dem Ausgleich.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">56</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und weiterhin fliegen die Spieler nach Tritten durch die Gegend. Das ist hier auch ein Test wer die härtesten Schienenbeine hat. Bislang halten alle. Toi, toi, toi.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">58</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke Hertha und wieder gibt&#8217;s eine riesige Chance. Ramos köüpft aus 6 Metern am langen Pfosten vorbei. Den muss er eigentlich machen. Davor hat er allerdings seinen Gegenspieler auf Ringerart aus dem Weg geräumt. Freistoß Düsseldorf.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Endlich mal wieder Düsseldorf. Ein langer Ball wird hoffnungsvoll aus der eigenen Hälfte gekloppt und segelt auch tatsächlich über die Berliner Abwehr in den Lauf von Jovanovic. Der wird kurz vor dem Strafraum noch abgedrängt, muss zurück ziehen, dringt dann wiederholt in den Strafraum ein und wird umgerempelt. Die Düsseldorfer fordern Elfmeter, der Schiedsrichter gibt ihn nicht. Das war grenzwertig, aber die Entscheidung ist vertretbar. Beim Klärungsversuch rutscht Lambertz dann durch Hubnik durch. Das gibt Gelb. Tatsächlich, der Schiedsrichter hat seine Karten in der zweiten Hälfte dabei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">63</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und direkt nochmal Düsseldorf. Schuss von der halb.linken Seite aus fast 20 Metern auf den kurzen Pfosten. Kein Problem für Kraft.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">65</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOR!!!!!</strong> Bröker macht den Ausgleich.<br />
Das ging flott. Düsseldorf hatte endlich begriffen, dass sie hier Fußball spielen müssen um aufzusteigen und drückte in den letzten Minuten verstärkt nach vorne. Bröker stand auf dem rechten Flügel die gesamte Berliner Abwehr im Weg. Eigentlich keine besonders gefährliche Situation. Der Kölner (!) fasste die Entscheidung alle alleine anzugreifen, setzte zum Solo an, düpierte drei Spieler und stürmte aus spitzem Winkel Richtung Tor. Die Innenverteidigung der Berliner hatte einen Kurzschluss im Hirn und schaute nur erstaunt zu, blieb unerklärlicherweise wie festgenagelt stehen und erlaubte Rösler einen trockenen Abschluss, unhaltbar für Kraft. Otto streicht sich übers Kinn, Meier setzt zum Jubellauf an der Eckfahne an.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">69</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Potzblitz hier ist plötzlich alles anders. Vor 10 Minuten sah Düsseldorf noch chancenlos aus, jetzt kontrollieren sie das Spiel und drücken die Hertha weiter hinten rein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">70</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOR!!!!!</strong> Düsseldorf führt mit 2:1!<br />
Freistoß von der linken Seite. Der Ball segelt in den Strafraum, wo Ramos aus einer Traube am höchsten steigt und den Ball unhaltbar ins eigene Tor verlängert. Den hätte kein Düsseldorfer besser machen können. Bitter für den Angreifer, der richtig bedient aussieht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">74</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ersatz für ihn gibt&#8217;s freilich keinen. Rehhagel reagiert und bringt mit Torun immerhin einen frischen Offensiven. Nach dem kurzen Feuerwerk der Düsseldorfer läuft das Spiel jetzt wieder in gewohnten Bahnen. Düsseldorf verteidigt, Hertha greift an. Aber die Berliner sind deutlich angeschlagen. Wenn Düsseldorf hier ein bisschen riskiert, könnten sie eine dicke Überraschung schaffen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">77</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Momentan passiert hier nicht viel. Düsseldorf steht hinten drinnen, die Berliner sind in ihrem Aufbauspiel viel zu behäbig, als das sie die Fortunen unter Druck setzen könnten.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">78</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fortuna setzt zum Konter an, aber das ist gar nichts. Ein Mann alleine im Laufduell gegen drei Berliner &#8211; ist das immernoch ein Duell? &#8211; bei dem er der langsamste der Viere ist. Der Ball geht ins Seitenaus.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Foul, das zum Freistoß vor dem Tor führte, war übrigens keins. Den Düsseldorfer Fans ist&#8217;s egal. Sie schicken Grüße nach Köln.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">83</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Raffael mit einer fast brillanten Drehung, während der er, mit dem Rücken zum Tor stehend den Ball über sich und den hinter ihm stehenden Innenverteidiger lupft. Der Brasilianer windet sich um seinen Gegenspieler, findet aber nur einen weiteren Düsseldorfer im Strafraum vor sich, der den Brasilianer robust vom Ball trennt. Die Berliner fordern Elfmeter. Der Schiedsrichter sagt völlig zurecht weiterspielen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoß Düsseldorf in Tornähe auf dem rechten Flügel. Und sie spielen den Ball hintenrum zurück zur Mittellinie. Zu viel Sicherheitsfußball für meinen Geschmack.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">86</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Ziel der Fortunen ist hier glasklar: sie wollen das 2:1 über die Zeit bringen. Gerade haben sie sich den Ball in der Viererkette in bester ribbeckscher Manier zugespielt, jetzt drückt Hertha wieder und der &#8211; noch &#8211; Zweitligist kloppt die Bälle von hinten raus. Freistoß Hertha 30 Meter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">87</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoß Hertha  aus 30 Metern. Der eingewechselte Ronny probiert&#8217;s direkt. Pfosten! Ratajczak wäre aber wohl so gerade drangekommen, wäre der Ball auf&#8217;s Tor gegangen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">89</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ansonsten ist das was die Berliner hier offensiv anbieten wenig überzeugend. Düsseldorf kommt hier nicht wirklich in Gefahr.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Plötzlich nochmal ein Konter der Fortuna über Bröker. Der Junge ist nach seinem fantastischen Tor richtig heiß, zieht von links gegen zwei Herthaner nach innen und zieht den Ball Richtung langer Winkel. Kraft kann den Ball geradeso mit einer Glanzparade über die Latte lenken. Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die wird kurz ausgeführt. Das Risiko, das die Fortuna hier geht, ist weiterhin minimal. Zu diesem Zeitpunkt auch verständlich.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ende. Die Berliner sehen bedröppelt aus, Rehhagel schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, die Düsseldorfer jubeln.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>Der erste Akt geht an Düsseldorf!</strong><br />
Ein echter Hammer, der da Berlin getroffen hat. Lange Zeit sah Düsseldorf hier so gefährlich aus, wie eine geknebelte Maus. Als sie sich in der zweiten Hälfte dann entschieden die Berliner anzugreifen, luden die sie zuerst zum Ausgleichstreffer ein und köpften die Führung für die Rheinländer selbst. Solche Gastgeber mag man. Dass die Düsseldorfer beim Rückspiel genau so zuvorkommend sein werden, darf bezweifelt werden.<br />
Trotzdem wäre noch mehr drinnen gewesen, hätten sie nach dem zweiten Tor weiter angegriffen. Berlin taumelte, Düsseldorf hielt sich vornehm zurück. Zumindest was Angriffsbemühungen angeht. Dass es in der Partie nur eine gelbe Karte gabe, lag ausschließlich an der meist sehr lockeren Regelauslegung von Schiedsrichter Fritz. Dass er vor dem ersten Düsseldorfer Tor einmal penibel pfiff wird die Berliner ärgern, darf aber keinesfalls als Ausrede für die Niederlage herhalten. Am Dienstag lodert das Feuer dann in Düsseldorf. Berlin muss zwei Tore schießen. Die Favoritenrolle liegt jetzt bei den Rheinländern.<br />
Euch noch einen schönen Abend. Wer mag trinkt ein Alt. Das muss aber wirklich nicht unbedingt sein. Prost Mahlzeit!<br />
    </tr>
</tbody>
</table>
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		</item>
		<item>
		<title>Flatternde Nerven &#8212; Über Massenkeilereien im französischen Titelrennen</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/05/flatternde-nerven-uber-massenkeilereien-im-franzosischen-titelrennen/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 16:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Frogier de Ponlevoy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Ligue 1]]></category>
		<category><![CDATA[Louis Nicollin]]></category>
		<category><![CDATA[Montpellier Hérault]]></category>
		<category><![CDATA[Paris Saint-Germain]]></category>

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		<description><![CDATA[Der französische Meisterschaftskampf findet auf der Zielgerade ohne Montpelliers neuentdecktes Supertalent Younes Belhanda statt. Flatterball rollt den Abend auf, an dem eine komplette Mannschaft mal so eben die Nerven verliert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3985" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/belhanda_artikel.png" alt="" title="belhanda_artikel" width="580" height="615" class="size-full wp-image-3985 pure" /><p class="wp-caption-text">Montpelliers Vielleicht-Meisterschaftsmacher, der unter Umständen sein letztes Spiel für den bisherigen Arbeitgeber schon gemacht hat: Younes Belhanda. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto You03</p></div>
<p>Eigentlich schienen die Rollen klar verteilt in diesem Meisterschaftskampf des Großen gegen den Kleinen. Die Mannschaft mit dem nervösen Nervenkostüm, das war die Millionentruppe aus Paris. Die haben schließlich was zu verlieren. Unter anderem ihre Ehre. Man verliert als Mannschaft von teuer eingekauften Superstars nicht die Meisterschaft gegen einen Provinzclub. (Zuletzt stellte Paris seine flatternden Nerven eindrücklich bei der Niederlage gegen Lille unter Beweis.) Die Kicker aus Montpellier hingegen, das war die unbekümmerte Truppe, die eigentlich gar nichts zu verlieren hatte, die einfach nur fröhlich und als verschworene Gemeinschaft aufspielte, und sich mit den Titelchancen irgendwie selbst verblüffte.</p>
<p>So jedenfalls das Klischee. Bis zum 35. Spieltag.</p>
<p>Seitdem ist plötzlich alles etwas anders. Und es liegt der Gedanke nahe, dass Montpellier sich mit den Titelchancen so sehr selbst verblüfft hat, dass sie es zwischenzeitlich mit der Angst zu tun bekommen haben. Denn einer ganzen Mannschaft scheinen die Sicherungen durchgebrannt. Mit Folgen?</p>
<p>35. Spieltag. Es läuft die 93. Minute des Spiels zwischen Montpellier und Evian TG<a id="anmerkung_verweis_1" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_1">1</a>. Es steht 2:2. Unbefriedigend für das Team aus Montpellier, schließlich könnten damit die Pariser wieder rankommen. Dann wird Montpelliers junger Mittelfeldspieler Cabella gefoult. Elfmeter. Alles scheint gut zu werden.</p>
<p>Dann kommt es zwischen Evians Spieler Cédric Mongongu und Younes Belhanda zum Gerangel. Belhanda, wir erinnern: Einer der mittlerweile großen Stars der Mannschaft, die völlig ohne Stars in die Saison gestartet ist.<a id="anmerkung_verweis_2" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_2">2</a> 22 Jahre. Zwölffacher Nationalspieler für Marokko. Diverse europäische Topclubs sollen interessiert sein. Eine Hand landet in Belhandas Gesicht. Der Rest geht im Tumult mehrere Mitspieler unter. Am Ende zückt der Schiedsrichter zwei Rote Karten: Eine für Mongongu, eine für Belhanda.</p>
<p>Beide schleichen nicht einfach vom Platz, nein, sie fangen währenddessen ein weiteres Gerangel an, kurz vor der Trainerbank. Kurze Zeit später haben sich beide Mannschaften fest ineinander verkeilt. Auf verwackelten Handy-Kameras<a id="anmerkung_verweis_3" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_3">3</a> von Fans kann man sehr schön sehen, wie eigentlich nur noch der Elfmeterschütze und der Torwart eisern auf ihren Positionen verharren, der komplette Rest der Anwesenden ist ein eine Art Massenkeilerei verwickelt. Das Fazit: Zwei weitere Rote Karten, eine für Montpellier, eine für Evian. Ironischerweise bekommt auf Seiten von Montpellier Gregory Lacombe die Karte, der auf den Fernsehbildern eher wirkt, als wolle er schlichten.<a id="anmerkung_verweis_4" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_4">4</a></p>
<p>War noch was? Ach ja, der Elfmeter. In der 98. Minute (!) des Spiels darf endlich Souleyman Camara zum Elfmeter antreten. Eigentlich würde normalerweise Toptorschütze Giroud (21 Tore) schießen, der hat aber vor wenigen Tagen gerade verschossen, und will nicht.</p>
<p>Camara verschießt.</p>
<p>Nun gut, seien wir ehrlich: Nach all dem, was zuvor passiert ist, kann man es ihm nicht ganz übel nehmen. Belhanda sieht das allerdings anders. Einen Tag später lässt er in der Presse vermelden, die Schuld an dem ganzen Schlamassel liege bei Giroud und Camara, die „ihren Pflichten nicht nachgekommen seien.“ Mehr als indirekt klingt aus seinen Worten sogar heraus: Eigentlich ist er nur vom Platz geflogen, weil er sich so sehr darüber aufgeregt hat, dass Giroud nicht schießen wollte.</p>
<p>Eine unbekümmerte Mannschaft mit starken Nerven? Das Bild hat Risse.</p>
<p>Ende vom Lied: Paris ist wieder auf drei Punkte Montpellier dran, bei fast gleichem Torverhältnis. Belhanda darf am 10. Mai erfahren, wie lange er gesperrt ist. Vermutlich bis Ende der Saison. Damit fehlt Montpellier in den letzten zwei entscheidenden Spielen ein Teil des neuentdeckten Wunderdous Giroud-Belhanda.<a id="anmerkung_verweis_5" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_5">5</a> Außerdem gibt es für das gesamte Team Redeverbot mit der Presse.</p>
<p>Am Montagabend gibt Montpellier eine erste Antwort: Ein ungefährdeter Sieg gegen Rennes. Am kommenden Sonntag folgt das möglicherweise meisterschaftsentscheidende Spitzenspiel gegen Lille (aktuell fünf Punkte hinter Montpellier). Sollte Montpellier das tatsächlich stemmen, dann haben sie zumindest eines bewiesen: Die Mannschaft wäre durch einen internen und medialen Sturm unbeeinflusst hindurchgesteuert.</p>
<p>Das wäre dann in der Tat meisterschaftswürdig.<a id="anmerkung_verweis_6" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_6">6</a></p>
<div class="horizontal-divider"></div>
<h4>Anmerkungen zu diesem Artikel</h4>
<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_1">Anm. 1:</strong> Evian Thonon-Gaillard hat ein paar interessante Parallelen zu Hoffenheim. Der französische Club hat zwar Geschichte, entstand in seiner heutigen Form aber erst 2007 durch eine Fusion (deshalb auch der komplizierte Name). Anschließend stieg er innerhalb von vier Jahren von der vierten in die erste Liga auf. Verantwortlich dafür war unter anderem Investitionsgeld des Chefs von Danone, Franck Riboud, sowie der Weltmeister Bixente Lizarazu und Zinedine Zidane.<br />
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<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_2">Anm. 2:</strong> Ach ja: Zidane war beim Spiel im Stadion. Monteplliers Präsident Louis Nicollin plant zum Stadion-Jubiläum von Montpellier 2014 ein Freundschaftsspiel gegen Real Madrid. Zidane soll vermitteln. Kommentare des Fußballidols zur Prügel-Affäre sind keine bekannt. Vor dem Anpfiff ließ er sich allerdings zitieren mit dem Satz: „Belhanda verbringt Außergewöhnliches!“.<br />
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<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_3">Anm. 3:</strong> Auf dem besagten Handy-Video kann man übrigens ebenfalls hören, wie einige Fans von Montpellier wüst jemanden als „schwule Sau!“ beschimpfen. (Es wird nicht ganz klar, ob der Schiedsrichter oder einer der gegnerischen Spieler gemeint ist). Soviel dann noch zum Thema, der <a href="http://www.aktion-libero.de/2012/04/homophobie-ist-was-fur-schwuchteln-die-geschichte-eines-zitats-in-vier-akten/">Verein setze sich gegen Homophobie ein&#8230;</a><br />
Und wo wir schon bei „Loulou“ Nicollin sind. Der Präsident hat sich nach der ganzen Geschichte ebenfalls zu Wort gemeldet, und erklärt, er sei froh, dass es wenigstens einen intelligenten Spieler gebe, nämlich Giroud, der nach den Anschuldigungen von Belhanda einfach die Klappe gehalten habe. Und Belhanda müsse eben einfach noch etwas reifer werden. Dann wisse er auch, dass man in einer solchen Situation nicht zurückschlägt, sondern, so Nicollin: „sich auf den Boden schmeißt und &#8216;Ah! Ah! Er hat mich getötet!&#8217; schreit.“<br />
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<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_4">Anm. 4:</strong> Die Französische Liga hat mittlerweile offiziell die ungerechtfertigte Rote Karte von Gregory Lacombe zurückgezogen, und sie stattdessen dem Chilenen Marco Estrada gegeben. Das ist zwar gerecht, aber schlecht für Montpellier. Im Gegensatz zu Lacombe war Estrada nämlich Startspieler, und ist einer der zwei wichtigsten Spieler für Ecken und Freistöße. Der andere ist Belhanda.<br />
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<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_5">Anm. 5:</strong> Der Ausfall von Belhanda gibt dem Fußballfan die Möglichkeit, stattdessen ein anderes Talent näher zu beobachten: Der 22-jährige Jugendnationalspieler Remy Cabella wird Belhanda als Spielmacher ersetzen. Das durfte er bereits erfolgreich während der Afrikameisterschaft Anfang des Jahres. Am Montag gegen Rennes war er der überragende Mann auf dem Platz und an beiden Toren durch sein kluges Stellungsspiel beteiligt. Bleibt die Frage: Wo schüttelt Montpellier eigentlich alle diese jungen Talente aus dem Ärmel?<br />
<a class="anmerkungenbacklink" href="javascript:flatterScrollBack('#anmerkung_verweis_5');">zurück</a></div>
<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_6">Anm. 6:</strong> Und zum Schluss noch was für die Verschwörungstheoretiker. Paris ist angeblich an Belhanda interessiert.<br />
<a class="anmerkungenbacklink" href="javascript:flatterScrollBack('#anmerkung_verweis_5');">zurück</a></div>
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		<title>Podcast #73 &#8212; Davon geht die Welt nicht unter</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 14:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Abstiegskampf der Bundesliga hat zumindest mit dem 1% Kölner Idioten einen würdigen Verlierer gefunden. Während sich die Bundesliga noch berappelt und sich die Hertha auf die Relagation vorbereitet, schauen wir auf Messis nächsten Rekord, das französische Titelrennen, gratulieren Juve und Real zur Meisterschaft und bewundern den nächsten Helden der Citizens aus Manchester. Dazu gerammelt Kuriositäten und der Mensch des Monats April.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3972" class="wp-caption aligncenter" style="width: 588px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/podcast_73_davon-geht-die-welt-nicht-unter-suedtribuene-koeln-fc-abstieg_artikel.png" alt="" title="podcast_73_davon-geht-die-welt-nicht-unter-suedtribuene-koeln-fc-abstieg_artikel" width="578" height="395" class="size-full wp-image-3972 pure" /><p class="wp-caption-text">Das überflüssige Ende unter einer verkorksten Saison -- das berühmte 1% Idioten setzt sowohl die Kölner Südtribüne in Brand als auch den Schlussstrich unter einen vermurksten Abstiegskampf. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Die Bundesliga hat als erste der europäischen Spitzenligen den Saisonbetrieb abgeschlossen &#8212; und das mit denkwürdig vergessenswertem letztem Spieltag. Aber trotz der Wehwehchen einiger sogenannter Fans wurden uns in der vergangenen englischen Woche gleich zwei aufregende, unterhaltsame vorletzte Spieltage in den anderen Spitzenligen beschert.</p>
<p>In Frankreich zum Beispiel &#8212; auch fast eine Spitzenliga &#8212; wird der Kampf um die Spitze dank seltsamer Rotentscheidungen noch einmal richtig spannend, wie Stammgast David zu berichten weiß.<br />
In England schwingt sich Papiss Demba Cissé jeden weiteren Spieltag eine Sprosse weiter hinauf, auf dem Weg zum Weltfußballer; zumindest solange er nicht auf die Helden von Manchester trifft, also die, die in Blauweiß spielen.<br />
In Italien sichert sich, auch dank Stramaccionis Inter, die alte Dame aus Turin einen Tag vor Schluss den ersten Meistertitel seit 2003 und schielt nun auf das Double.<br />
Und in Italien weiß Pep Guardiola bei seinem letzten Heimspiel als Barca-Trainer nur zu gut, was er am schon abgeschrieben Rekordmessi hat. Stichwort Ewigkeit und so.</p>
<p>Dazu Kuriositäten &#8212; unter anderem mit tweetenden Rockstars, der Hand Gottes und Spielertrainer Nicolas Anelka &#8212; und der Wahl zum Menschen des Monats April.</p>
<p>Wie immer: Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:summary>Der Abstiegskampf der Bundesliga hat zumindest mit dem 1% Kölner Idioten einen würdigen Verlierer gefunden. Während sich die Bundesliga noch berappelt und sich die Hertha auf die Relagation vorbereitet, schauen wir auf Messis nächsten Rekord, das französische Titelrennen, gratulieren Juve und Real zur Meisterschaft und bewundern den nächsten Helden der Citizens aus Manchester. Dazu gerammelt Kuriositäten und der Mensch des Monats April.</itunes:summary>
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		<title>72 Tore in einem Jahr: Messi, Nietzsche und der reumütige Übermensch</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 19:35:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nietzsche erklärt Messi für tot, findet reumütig seinen Weg zurück und erinnert sich, wer der wahre Übermensch ist. Flatterballige Gute-Nacht-Literatur zu Messis nächstem ewigen Rekord.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3938" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/messi_nietzsche_übermensch_artikel.png" alt="" title="messi_nietzsche_übermensch_artikel" width="590" height="487" class="size-full wp-image-3938 pure" /><p class="wp-caption-text">Das zweiköpfig-übermenschliche Monster. Leo rechts, Fritz links. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Addesolen und der Radierung von Hans Olde</p></div>
<p>Man verscherzt es sich schnell mit den Göttern &#8212; vor allem dann, wenn man sie vorzeitig für tot erklärt. </p>
<p>Friedrich Nietzsche &#8212; ja, genau, der mit &#8220;Gott ist tot&#8221; &#8212; ist ein gutes Beispiel. Ein paar Jahre nach seinem berühmten Satz hat ihn die Syphillis gepackt, kurz darauf die Verrücktheit. Von da hat der alte Fritz mit dem beeindruckenden Schnäuzer seine Geheimnisse nur noch mit Kutschpferden teilen wollen. So jedenfalls die Legende, und wenn man Legenden haben kann, was will man da mit der schnöden Wahrheit? Genau.</p>
<p>Ein anderes gutes Beispiel, quasi das Nietzsche-Äquivalent in der Fußballwelt, ist die bisweilen manische Presselandschaft. Mal weitsichtig, mal weltfremd, meist blutrünstig und selten besonnen &#8212; ganz wie der alte Fritz, wenn man so will. Und dieser Fritz &#8212; der Pressenietzsche, also &#8212; war bis vergangenes Wochenende von seinem Übermenschen enttäuscht. </p>
<p>So viel Hoffnung in die Erfüllung seiner titanischen Ansprüche hatte er ausgerechnet in den kleinen Lionel aus Argentinien gelegt. Und nun erdreistete sich der kleine Lionel &#8212; zum ersten Mal in 4 Jahren &#8212; Schwäche zu zeigen. Und Schwäche, damit kann der gute Fritz nichts anfangen. &#8220;Die Werte der Schwachen sind obenan&#8221;, meinte Fritz dereinst nämlich in weiser Voraussicht, &#8220;weil die Starken sie übernommen haben, um damit zu leiten.&#8221; Will sagen: Jetzt fängt der auch schon damit an. Ist denn auf nix mehr Verlass? Oder eben: auch Lionel Messi schießt mal daneben.</p>
<p>Und dann fing er an, auf ihn einzuhämmern, der Pressefritz auf den menschlichen, allzumenschlichen Lionel, nach der Clásico-Niederlage und dem Champions-League-Aus; verstieß ihn von der Pforte der Ewigkeit, ab ins Reich der Menschen; suchte sich einen neuen Übermenschen. Die makellose Gestalt von Cristiano Ronaldo bot sich da an. Der vergessene Übermensch, gewissermaßen. Und er jubelte und jubelte, schon am nächsten Tag, als der neue Übermensch sich der Aufgabe gerecht zeigt und kaum eine Viertelstunde braucht, um die Königlichen (wen sonst?) gegen die Roten (pfui!) auf die Ewigkeitsstraße zu schießen. Dann biss er 105 Minuten lang auf die Nägel, der Pressefritz, weil der Übermensch sich wehrte, die Königlichen auf der Siegerstraße zu halten.<br />
Dann biss er sich in den Allerwertesten, als der neue Übermensch im Elfmeterschießen an einem übermenschlichen deutschen Torwart scheiterte (anno dazumal ein Lieblingskandidat für Fritz&#8217; Übermenschen-Kabinett).<br />
Dann war er eine Woche still, der Fritz, weil er nicht so richtig wusste, wohin &#8212; wohin mit all der Liebe, all den Hoffnungen, all der Enttäuschung.<br />
Und dann, schließlich, fand er ihn zurück, den Übermenschen, an der selben Stelle, an der er ihn verlassen hatte.</p>
<p>Im Camp Nou zu Barcelona hat Lionel Messi im Stadtduell gegen die Durchschnittsmenschen von Espanyol am vergangenen Samstag sein 69., sein 70., sein 71. und dann auch sein 72. Saisontor geschossen. So als Dankeschön für Peps letztes Heimspiel. Mit dem 72. Saisontor hat er nicht nur Gerd Müllers europäischen Torrekord von 1973 um gleich fünf Tore überboten, er hat damit auch sein 50. Ligator geschossen.<br />
<strong>50 Ligatore!</strong><br />
Das sind mehr als der ewige Rekord, den Cristiano R. aus M. erst im vergangenen Sommer aufstellte. Und da steht er nun, der gute alte Fritz. Schaut ein bißchen blöd drein, weil er den Menschen dochmal vorgeworfen hatte, sie seien &#8220;noch fauler als furchtsam&#8221; und würden &#8220;gerade am meisten die Beschwerden&#8221; scheuen, &#8220;welche ihnen eine unbedingte Ehrlichkeit und Nacktheit aufbürden würden.&#8221; Beschwerden wie Übermenschenauskerkürerei, zum Beispiel.<br />
&#8220;Ach&#8221;, hat er geseufzt, &#8220;ich bin ein Verhängnis&#8221;, hat er gedacht, als er merkt, dass den von ihm Gelobten häufig das Schicksal widerfährt, in die Menschlichkeit hinabzugleiten.<br />
Blieb ihm schließlich kaum mehr &#8212; ach! &#8211;, als sich im prächtigen Schnauzbart zu kratzen und dem alten neuen Übermenschen namens Lionel, der nun leider seine Sterblichkeit auch bewiesen hat, durch das Meer von Haaren eine unverständliche Entschuldigung zuzumurmeln.</p>
<p>Wer will&#8217;s ihm verdemken, dem alten Fritz mit seinem Gram, dem oft Enttäuschten, wenn er Halt sucht, irgendwo, in dieser unsicheren Welt, in der der Übermensch am FC Chelsea scheitern kann. Allein, Beruhigung naht: &#8220;Nicht die Stärke&#8221;, ruft er aus, &#8220;macht die hohen Menschen aus, sondern die Dauer der hohen Empfindung.&#8221; Und was ein gründlicher Pressevertreter ist, sucht natürlich nach dem Urheber des Zitats. Er staunt kaum, als er entdeckt, dass das Zitat von ihm stammt, vom Pressefritz höchstselbst. Und schon erinnert er sich ans Wesentliche: der Übermensch, das ist er selbst. Was dann ja schließlich auch heißen muss: Du bist Messi. Oder: Ich bin Übermensch. Wir sind Fritz. Oder auch: Morgen ist auch noch ein Tag (für die Ewigkeit).</p>
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		<title>Athletic und Atletico oder das Finale um den Blumentopf</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[34. Minute: 2:0 FALCAO! Der Freistoß bringt direkt nichts ein, aber Bilbao kann den verflixten zweiten Ball nicht klären. Zwei Kurzpässe, am Ende der Ball zu Falcao am 5 Meterraum -- ein kleiner Haken, zwei Verteidiger rutschen ins Leere. Verwandelt. 29 Tore in 29 europäischen Spielen in den letzten zwei Jahren. Viel effektiver geht nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Der Vorbericht</h3>
<p>Das kleine europäische Finale steht an &#8212; wie es scheint als eine Geschichte unter unklaren Vorzeichen: Keine klare Heldengeschichte, keine klare Dramaturgie, sondern zwei Vereine, die versuchen, eine verworrene Saison zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Für beide Vereine steht die vielzitierte Woche der Wahrheit steht an.</p>
<p>Wer noch nicht überzeugt ist, dass das Spiel heute Abend wert ist, verfolgt zu werden, der schaue auf das Schmuckkästchen von Spielstätte, das heute Abend die Bühne bieten wird; der lese den Vorbericht unten und freue sich auf Reihe fantastischer Fußballer; der bedenke schließlich, dass Bilbaos Jungstar Iker Munian angekündigt hat, sich im Falle des Sieges den Pott tätowieren zu lassen.</p>
<div id="attachment_4026" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img class="size-full wp-image-4026 pure" title="nationalstadion_bukarest_illustration" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/nationalstadion_bukarest_illustration.png" alt="" width="590" height="359" /><p class="wp-caption-text">Das Nationalstadion von Bukarest -- vor gerade 3 Jahren fertiggestellt und schon würdige Spielstätte für ein europäisches Finale (zumindest optisch). Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Amorphisman">Amorphisman</a></p></div>
<p><strong>Die Kontrahenten und ihr Weg ins Finale</strong><br />
Athletic Bilbao ist mit großer Furore ins Finale eingezogen. Nach einem Qualifikationsspiel gegen Trabzonspor, das wegen des türkischen Wettskandals gar nicht erst stattfand, haben die Basken eine ganze Reihe prominenter Skalps gesammelt: zunächst ein Vorrundensieg gegen das neureiche PSG, das damit schon nach der Vorrunde die Segel streichen musste. Im Achtenfinale folgte das Aha-Erlebnis gegen Manchester United, immerhin Champions-League-Finalist 2011. Mit begeisterndem Fußball und zwei Siegen in Hin- und Rückspiel zogen die Basken ins Viertelfinale gegen Schalke 04 ein. Auch die Königsblauen konnten der Mannschaft von Trainer Marcelo &#8220;El Loco&#8221; Bielsa nichts anhaben, ebenso wenig wie das überraschend starke Sporting aus Lissabon. Die Ligaform der Basken war dieses Jahr sehr schwankend &#8212; im Rennen um die Qualifikation für die europäischen Plätze sind sie vor dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende beinahe abgeschlagen. Allerdings steht auf der Habenseite die bisweilen überragende europäische Saison und das noch auszutragende Finale im spanischen Pokal, in dem der dieses Jahr noch trophäenlose FC Barcelona wartet. Für Bilbao geht es um die Wahrheit, die im Nachhinein über die Saison gestülpt wird: Verlieren sie die beiden Finals, dann bleibt es nach fast drei titellosen Jahrzehnten beim Achtungserfolg; holen sie aber heute den Pokal, holen sie vielleicht sogar zwei Pokale, dann darf man mit Fug und Recht von einem der großen Jahre der langen Vereinsgeschichte sprechen &#8212; es wäre eine weitere Saison, in der die traditionsfanatischen Basken ohne einen einzigen nicht-baskischen Spieler den Regeln des transferversesssenen europäischen Fußballs ein Schnippchen schlagen.</p>
<p>Auf der anderen Seite steht Atletico Madrid, die unter ganz ähnlichen Vorzeichen in das Finale gehen. Die erste Saisonhälfte war zum Vergessen, Atletico dümpelte trotz aller hochkarätigen Transfers am Ende der Tabelle herum. Dann aber kam die Wende, in Gestalt ihrer ehemaligen Spielers, ihres berühmtesten Treters und Beißers, in Gestalt von Diego Simeone. Simeone erarbeite sich während seiner Spielerkarriere bei Atletico ebenso viel Ruhm (für seine strategische Begabung) wie Verachtung und Angst (für überharte Grätschen und Wutausbrüche). Ein gutes Stück seiner sehr eigenen Persönlichkeit hat er der Mannschaft nach der Übernahme des Trainerpostens am Ende vergangenen Jahres nun eingeimpft. Härter, konsequenter, weniger labil und weniger verspielt, aber mit starken Offensivspielern ausgestattet &#8212; das ist das neue Gesicht des gebeutelten Clubs, den Simeone nun bis an die Türschwelle des gelobten Landes geführt hat. Nach den Siegen gegen u.a. Hannover 96, die spanische Nummer 3 vom FC Valcenia und Lazio Rom ist heute nicht nur ein europäischer Titel drin &#8212; am kommenden Wochenende kann Atletico noch den vierten Tabellenrang erklimmen und sich damit alle Chancen auf ein Plätzchen in der Champions League im kommenden Jahr wahren. Auch hier gilt die Frage: wird es ein großes Jahr oder bleibt es beim Achtungserfolg?</p>
<div id="attachment_4069" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><img class="size-full wp-image-4069 pure" title="Ticker-Aufstellung_El-FInale" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Ticker-Aufstellung_El-FInale.png" alt="" width="288" height="500" /><p class="wp-caption-text">Die voraussichtlichen Aufstellungen: beide Mannschaften in Bestbesetzung</p></div>
<p>Nur eine der beiden Mannschaften &#8212; das großartige, das böswillige Spiel, das für jedes Finale gilt &#8212; darf sich am heutigen Abend in die Geschichtsbücher eintragen. Für die anderen bleibt bloß Schulterklopfen und die Hoffnung auf das nächste Jahr.</p>
<p><strong>Die Stars</strong><br />
Eins ist sicher: an der Qualität der beiden Mannschaften wird es nicht liegen, wenn wir heute kein berauschendes Spiel geboten kriegen. Beide haben besonders in der Offensive veritable Stars zu bieten. Für Bilbao ist das zuvorderst Fernando Llorente. Der gleichwohl technisch begabte wie hochaufgeschossene Mittelstürmer schnüffelt nach David Villas schwerer Verletzung nicht nur in der Nationalmannschaft am Stammplatz, er reizt die Presse jedes Jahr aufs Neue zu Tranfergerüchten im 35-Millionen-Bereich. Besonders José Mourinho hat sich immer wieder als Fan Llorentes geoutet. Und wem der Mittelstürmer noch nicht reicht, der darf sich auf eine ganze Reihe baskischer Jungstars gefasst machen, die &#8212; allesamt Tausendsassas &#8212; in der Dreierreihe direkt hinter Llorente den Offensivton angeben.<br />
Da ist das feine Füßchen von Óscar de Marcos, der zwischen Sturm und Außenverteidiger alles spielen kann; da ist außerdem Markel Susaeta, der zumeist auf der rechten Seite des Angriffs den Gegner zerwirbelt; und da ist natürlich Iker Munian, der je nach Euphorisierungsgrad als neuer Iniesta oder als spanischer Wayne Rooney gefeiert und von den Fans aufgrund von Kopf und Frisur liebevoll Bart Simpson gerufen wird.</p>
<p>Auf der Gegenseite steht in der Angriffsspitze ein Mann, der seinem Gegenpart Llorente eines voraushat: nämlich einem Verein eine Ablösesumme im annähernd astronomischen Bereich wert gewesen zu sein. Im vergangenen Sommer lotste Atletico Madrid Radamel Falcao für rund 40 Millionen Euro vom FC Porto in die spanische Hauptstadt. Grund für die horrende Ablöse waren nicht nicht nur die 73 Tore, die Falcao in seinen 2 Jahren in Portugal geschossen hatte &#8212; vor allem seine Rolle in Portos Triple-Triumph unter André Vilas-Boas sowie der Rekordwert von 18 Treffern inklsuive Endspiel-Siegtor in der vergangenen Europa-League-Saison ließen seinen Marktwert in die Höhe schnellen. Mit schon 33 Treffern und einer spektakulären Leistung im Halbfinale gegen Valencia hat er auch dieses Jahr bewiesen, dass er sein Geld wert ist.<br />
Weniger klar ist die Frage nach dem Wert der teuren, der hochbeganten aber äußerst launischen Offensivabteilung von Atletico Madrid. Die Spirenzchen von Sarah Connors Ex-Freund Diego (ehemals Werder Bremen, ehemals Juventus Turin, zur Zeit aus Wolfsburg geliehen) sind bestens bekannt. Auch Neuzugang Arda Turan, im Sommer für 15 Millionen gekommen, gehört zu den Wundertüten unter den europäischen Mittelfeldstars. Wenigstens auf den Jungstar im Tor scheint Verlass: Thibaut Courtois, Eigentum des FC Chelsea und bereits designierter Nachfolger des ehamligen Welttorhüters Petr Čech, wird am Freitag 20 Jahre jung.</p>
<table class="ticker">
<tr>
<td class="minute">-10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Einen wunderschönen guten Abend, geschätztes Fußballvolk.<br />
In ca. zehn Minuten geht&#8217;s los. Für die Auftaktzeremonie wurde gerade der Pott auf den Platz gezerrt. Die Kollegin von Sat1 scherzt derweil mit Mirko Slomka, der sich seinerseits freut, da zu sein. Beruhigend beunruhigend &#8212; die Vorfreude muss allerortens hervorragend sein.<br />
Bei mir ist sie es jedenfalls &#8212; der Charakterhaufen, der uns neutralem Zuschauerhaufen in den nächsten rund zwei Stunden ein hoffentlich aufregendes Finale beschert, ist jedenfalls großartig. &#8220;El Loco&#8221; Bielsa auf Bilbaos Bank, der Treter und Beißer Simeone auf der von Atletico. Dazu die Diven Diego und Arda Turan, Bart/Iker Simpson/Munian, der sich im Falle des Sieges den Pott tätowieren lassen will: Unterhaltung ist garantiert.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">-2</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So gut wie Anpfiff. Das Stadion in Bukarest rockt. Es pfeift der von einem geschätzten Kollegen Salzmann wenig geschätzte Stark, Wolfgang, aus hiesigen Gefilden.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Besagter Herr Stark hat angepfiffen! Los geht&#8217;s.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">2</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Madrid macht ordentlich Druck zu Anfang, erzwingt die ersten Fehlpässe, verteilt die ersten Grätschen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">3</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erste Chance für Atletico; Flanke Diego, Kopfball Falcao, daneben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bilbao langt dann auch mal zu. Freistoß Diego, ohne Ergebnis.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Noch ist das hier viel Abtasten. Bilbao drückt zum ersten Mal Madrid hinein. Viel Respekt auf beiden Seiten.<br />
Solange die Zeit ist ein Nebensatz zu den Trainer: Neben ihm Simeone sitzt, ganz entspannt: Germán Burgos, der Co-Trainer von Atlético. Schnelle Nebengeschichte: Burgos ist das perfekte Gegenstück zu Simeone. Immer ruhig, immer entspannt, ein Ex-Torwart, der als Ruhepol schon die dritte Co-Position in Folge neben Guardiola betreibt. In seiner Freizeit ist Burgos Frontman der der Rockband <em>The Garb</em>. Ein Mann, der seine Songs noch mit <a href="http://www.youtube.com/embed/_gKJRwaMsgM" target="_blank">Pfeifen</a> einleitet.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">7</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOR FÜR MADRID! FALCAO MACHT DAS 1:0</strong><br />
Von wegen nix los &#8212; das war nicht mal ne Chance. Falcao alleine gegen 2, Strafraumkante, Übersteiger, mit dem (nicht ganz so) schwachen linken Fuß in den langen Winkel gezogen. Sein 28. europäisches Tor in 29 europäischen Spielen in den letzten 2 Jahren. Fantastisches Ding! Finalwürdig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">9</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bilbao muss jetzt offensiver werden &#8212; Biela, der Verrückte, ist wie immer ruhig, wenn es nicht läuft. Der tobt nur, wenn es klappt. Schockmoment für die Basken, die jetzt im Ballbesitzt sind.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">11</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uii. Nach Freistoß von Susaeta kommt Llorente frei zum Kopfball, wird dabei von Guti gezerrt. Er will den Elfer, Stark sagt &#8220;nö&#8221;. Zurecht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">13</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bilbao versucht, sich aus der eigenen Passivität zu befreien. Atletico schaut auf Konter, Bilbao wirkt immer noch verdattert nach diesem wunderbaren frühen Tor. Bielsa beginnt auf der Seitenlinie sein berühmtes Auf- und Abtigern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">15</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Aha! Geht doch. Schöööne Kombination Bilbao mit Hacke und Spitze und allem. Erste Ecke&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">16</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Ecke bringt nichts ein, Madrid kontrolliert den zweiten Ball. Bilbao muss das ganze hier bisher noch zu ruhig sein, zu wenig frenetisch, zu wenig Ballbesitz. Sie versuchen das Tempo zu steigern; bisher ist Madrid aber souverän.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">18</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erster Fast-Geniestreich Bilbao &#8212; langer Ball aus der Defensive in den Fuß von de Marcos &#8212; Madrids Defensive klärt so gerade, ist danach wieder im Ballbesitz. Diego, in seinem zweiten europäischen Finale nach dem mit Werder vor 2 Jahren, verzieht aus der Distanz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">19</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Knapp! Llorente nach Flanke mit einem Volleyversuch aus 7 Metern. Trifft den Ball nicht richtig, der trudelt vorbei. Aber das war schon eher knapp.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">20</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Unfreiwillige Beruhigung im Spiel &#8212; der erste Flitzer des Finals. Die Ordner sind mindestens so defensivstark wie die Madrider bisher und stellen den Störenfried postwendend. Falcao nutzt die Zeit, um die seinen einzupeitschen. Atletico ist folgerichtig im Ballbesitz&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">21</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">&#8230;aber nur kurz. Bilbao ist wieder am Zug, sie ziehen ihr Kurzpass-System auf, wirken so langsam ballsicherer.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">22</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Oh oh. Konter Falcao, der den Ball gegen drei nach vorne treibt. Diego kommt heran, zieht den Freistoß aus 18 Metern. Erste Gelbe für Bilbao, für Ander. Klaaares Gelb. Diego steht bereit.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">23</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diego scheitert an der Mauer. Nicht schlecht geschossen. Gibt Ecke für Madrid.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">24</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diego schießt die Ecke &#8212; in die Arme von Iraizoz im baskischen Tor.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">26</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gelb für Falcao. Schön die Stollen auf Fuß und Schienenbein. Auch das zurecht. Hoffe, Kollege Salzmann ist soweit einverstanden mit Herrn Stark.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">28</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Falcao wird zunehmend mit Doppelmanndeckung bedacht &#8212; Atletico nicht mehr ganz so sicher, aber immer noch kontergefährlich. Bilbao immer wieder mit kleinen Nadelstichen, aber noch ohne Erfolg. Zuletzt LLorente mit dem Konterversuch und Susaeta mit der geblockten Flanke, die keine Ecke bringt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">30</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Javi Martinez und Iturraspe (der Innenverteidiger, der 25 Millionen kosten soll im Sommer und der 6er) versuchen das Spiel jetzt stärker zu leiten. Viel Form ist allerdings noch nicht in Bilbaos Spiel. Atletico tut &#8212; schwer zu sagen, aber man könnte meinen: bisher genug.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">33</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Atletico stört (effektiv genug), kontert dann (effektiv genug), ist spielerisch stark genug. Freistoß Atletico von halb rechts.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">34</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>2:0 FALCAO!</strong><br />
Der Freistoß bringt direkt nichts ein, aber Bilbao kann den verflixten zweiten Ball nicht klären. Zwei Kurzpässe, am Ende der Ball zu Falcao am 5 Meterraum &#8212; ein kleiner Haken, zwei Verteidiger rutschen ins Leere. Verwandelt. 29 Tore in 29 europäischen Spielen in den letzten zwei Jahren. Viel effektiver geht nicht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So &#8212; was man zuerst vorsichtig sagen musste, kann man nun auch deutlicher machen. Von Bilbao muss mehr kommen. Weniger taktisch klug, mehr frenetisches Rennen und Passen und Tricksen &#8212; mehr wie gegen Manchester United. Dass sie das grundsätzlich können, haben sie bewiesen. Ob sie das jetzt können, müssen sie erst noch zeigen. Geschockt sind sie nicht, die Basken, besser als vor dem Gegentor aber auch noch nicht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">41</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mirko Slomka erinnert daran, dass auch ein 3:0 noch aufgeholt werden kann, so Liverpool in Istanbul und alles. Da kann mein rotes Fan-Herzlein nur zustimmen. Falcao bittet Wolfgang Stark derweil, ihm Gelbrot zu zeigen. Stark sagt nein. Auch das korrekt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Kulisse sagt gerade sehr deutlich: Pro Madrid. Madrid mit Ecke&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">43</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">&#8230; Freistoß Bilbao. Eine Handvoll Minuten noch. Die Basken versuchen das mit der Frenetik &#8212; bisher aber noch arg unpräzise. Druck ja, Halbchancen ja, Großchancen nein, Unruhe für Madrid ebenfalls nicht. Nochmal Ecke für die Hauptstädter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Ecke führt zum Kopfball, aber auch zum Foul an Iraizoz im baskischen Tor. Komische Stimmung auf dem grünen Rasen, der einem der beiden Kontrahenten eine halb vermurkste Saison noch retten soll. Bilbao ist nicht abwesend oder passiv; nicht mal wirklich ideenlos. Aber auch nicht unglücklich. Mein Sachverstand macht Knoten in mein Hirn. Die Hälfte ist fast vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nochmal eine Chance für Falcao &#8212; wieder gegen zwei, drei Mann, die ihm nichts anhaben können. Am Ende der Versuch des Schlenzers übers Tor. Auf der Gegenseite versucht de Marcos selbiges für die Basken. Noch einmal Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder nichts direkt nach der Ecke &#8212; den zweiten Ball, der heute besonders wichtig scheint, den können die Basken kontrollieren, die Flanke aber fängt das Supertalent Courtois im Madrider Tor ab.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Abpfiff der ersten Hälfte. Madrid geht mit 2:0 in die Pause.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT IN BUKAREST &#8212; ZEIT FÜR MUTMACHER</strong><br />
So. Hier ist Pause. Madrid (eigentlich nur Falcao) ist beängstigend effektiv &#8212; Bilbao bisher rezeptlos. Das war das Worte, das mir fehlte, weswegen das Hirn in Knoten lag.<br />
Aber Knoten entwirrt, und man meint dem Spiel ablesen zu können: ein Anschlusstreffer und man darf tatsächlich sowas wie &#8220;alles wieder offen&#8221; von sich geben. Wir müssen uns jetzt bloßeinen Mutmacher für dieses Anschlusstor besorgen.<br />
Also, um die Ecke gedacht, zum angesprochenen Rockstar Garb auf Atleticos Bank (siehe unten).<br />
Ich behaupte jetzt einfach mal &#8212; ohne Anhaltspunkt, versteht sich &#8212; dass &#8220;Garb&#8221; von &#8220;Garp&#8221; aus &#8220;Garp und wie er die Welt sag&#8221;, dem berühmten Roman von John Irvin, abgeleitet ist; behaupte dann weiter, dass der Rockstar &#8212; wie Rockstars halt sind &#8212; das &#8220;b&#8221; zum &#8220;p&#8221; wegen zu starkem &#8212; oder zu schwachem &#8212; Drogenkonsum umgedreht hat, und dass er uns auf diese Weise etwas sagen will.<br />
Etwas wie: schaut in das Buch und ihr versteht die Welt. Machen wir. Und was finden wir da? “Sich etwas vorzustellen ist besser, als sich an etwas zu erinnern.” Also stellen wir uns eine großartige zweite Hälfte vor &#8212; anstatt uns an all die Male zu erinnern, in denen ein 2:0 zur Hälfte zum Titel reicht &#8211;, nein, lieber eine grandiose zweite Hälfte vorstellen, komplett mit fulminanter Aufholjagd.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>Und los geht&#8217;s mit der Vorstellungskraft. Anpfiff zur zweiten Hälfte!</strong><br />
Ich will das Bilbao sehen, das Schalke geschlagen, das ManU geputzt hat. Ich will Iker Munian seine besten Bart-Simpson-Imitationen im Strafraum von Atletico machen sehen; ich will Llorente sehen, mit einem seiner Markenzeichen von Volleytoren; ich will eine Verteidigung von Bilbao sehen, die so hart ist, das Diego zeigt, welches Motzpotenzial in ihm steckt; ich will die Aufholjagd!<br />
Bielsa sieht das genau so und hat gleich zwei neue Spieler gebracht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uffff! Fast direkt das 2:1. Munian mit der flachen harten Flanke, fast ein Eigentor von Miranda bei der Rettungsaktion. Die Ecke bringt nichts ein. Vielversprechender Auftakt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diego Simeone zeigt von der Bank aus taktische Vorgaben an &#8212; zumindest schätze, ich das er das meint. Sieht aus, als würde er jemandem zuwinken, der er ewig nicht gesehen hat, und den er ja nicht verpassen will. Bilbao hat, das ist keine Überraschung, den Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">50</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Aufstellung bei Bilbao ist nun wohl mehr 4-1-4-1 oder sowas wie 4-1-3-1-1. Bielsa liebt solche Formationsexperimente, häufig gehen sie gut aus. Munian geht weiter in die Mitte, der eingewechselte Perez spielt dahinter, Susaeta und de Marcos wohl auf dem Flügel. Atletico mit Konterversuchen, Bilbao postiert sich in der Madrid Hälfte.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">52</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Kollegen von Sat1 behaupten mit Blick auf Falcao und Diego, das Geld sehr wohl Tore schießt. Wer will da widersprechen? Diego mit Halbchance, Dribbling, schließlich Schuss ins Außennetz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Kollegen von Sat1 behaupten mit Blick auf Falcao und Diego, das Geld sehr wohl Tore schießt. Wer will da widersprechen. Diego mit Halbchance, Dribbling, schließlich Schuss ins Außennetz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">56</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gabi, der 6er von Atletico mit dem Weitschuss-Versuch. Das war zwar harmlos, aber Bilbao ist gewarnt. Ganz aufmachen wollen sie noch nicht. Bielsa hat die Denkerbrille auf und denkt frenetisch, wenn schon die Mannschaft nicht frenetisch spielt. Wirkt ähnlich wie in der zweiten Hälfte &#8212; engagiert, auch nicht ideenlos, aber ohne wirklich Präzision.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Vielleicht per Standard. Ecke Bilbao.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Abgeblockt. Nochmal Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">58</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Oha. Gute Ecke. Ander Hererra fällt der Ball auf den Fuß, springt hoch &#8212; der Volley landet in der dritten Etage.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nicht schlecht. Inigo Perez, der eingewechselte Spielmacher, schneidet einen Freistoß aus 35 Metern überraschend auf den langen Winkel. Courtois blockt zur Ecke und klärt diese danach auch. Bilbao weiter im Ballbesitz, sie versuchen die sprichwörtliche Schlinge um den Strafraum zu ziehen. LLorente kommt fast am Fünfer an der Ball. Atletico klärt so gerade, kontert direkt, Bilbao klärt hervorragend über Amorrebieta. Klasse Szenen auf beiden Seiten.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">62</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bilbao macht das Spiel schnell. Die Hektik aber bleibt das Nebenprodukt, wann immer Bilbao das versucht. Bielsa weist an der Außenlinie schon seine letzte Wechselmöglichkeit ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">64</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und da ist er auch schon, der Wechsel. Bielsa damit hat alle Taktikkarten gespielt. Für Ander Herrera kommt Gaizka Toquero &#8212; ein Stürmer, der fast nie trifft, aber bei den baskischen Fans aufgrund seiner Laufleidenschaft absoluten Kultstatus genießt. Eine 27jährige Kampfsau mit natürlicher Glatze.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Knapp drei Viertel das Spiels sind absolviert. Atleticos Fans proben schonmal die Feier. Bereitmachen für den letzten Sturmlauf. Andalé! (Oder so. Mein Spanisch ist, sagen wir: lückenhaft.)
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">69</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Atletico hat sich aufs effektive Nichtstun verlagert. Bilbao holt eine Ecke raus. Die fünfte.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">70</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke erfolglos. Bilbao versucht&#8217;s danach erneut, vertändelt aber. Von irgendwoher braucht&#8217;s jetzt den Elektroschock aufs baskische Kämpferherz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">71</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ahhhh. Das war schon besser. Volleyabnahme von Ibai Gomez, einen halben Meter drüber. Schwerz zu nehmen. Mehr davon, bitte!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">71</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ahhhh. Das war schon besser. Volleyabnahme von Ibai Gomez, einen halben Meter drüber. Schwerz zu nehmen. Mehr davon, bitte!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">74</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ahh. Wider knapp! Eine ganze Staffel von Bogenlampen endet mit Ballbesitz Bilbao. Sie versuchen es mit Dribbling, kommen zum Schuss. Susaetas Direktabnahme ein weniger weniger weit drüber als der Volley gerade. Sie nähern sich. Wer jetzt schon geht, ist selber schuld.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">75</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Chance für die Entscheidung für Atletico. Konter, Foul von Perez. Stark verteilt Gelb. Wieder korrekt. Freistoß aus 17 Metern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">76</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Mittelfeldstrategie Gabi nimmt den Freistoß &#8212; in die Mauer. Die folgende Flanke landet in den Armen von Iraizoz. Eine Viertelstunde noch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">77</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder knapp aus Bilbao Sicht. Susaetas abgefälschter Fernschuss landet einen halben Meter neben Courtois&#8217; Pfosten. Der belgische Jungstar im Madrider Tor klärt danach auch die Ecke. Macht ein Superspiel, der noch-19-jährige.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">78</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jetzt versucht Arda Turan das Zaubern. Doppelpass mit Diego, Lupferversuch aus 18 Metern &#8212; den hätte meine Oma kommen sehen. Und deine auch. Hochmut, die for dem Fall kommt?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">79</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Oha &#8212; und im Gegenzug die nächste Chance für Bilbao &#8212; drei, vier geblockte Schüsse. Da muss doch einer von rein. Geht aber nicht. Verhext, sagt man da.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">80</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gegenzug über Falcao &#8212; fast die Entscheidung. Dribbling wieder, unnachahmlich, unaufhaltsam, gegen den Lauf des Torwarts &#8212; Pfosten.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ein tolles Spiel ist es jetzt. Auf und ab. Bilbao hätte den Anschluss haben können, vielleicht müssen. Knapp 10 Minuten noch, plus Nachspielzeit.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">83</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Arda Turan hat eine blutige Nase, wird deswegen behandelt. Bilbao hat deswegen kurz Überzahl.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fast hätten sie es ausgenutzt. Am Ende fehlt wieder das letzte Bißchen Präzision. Flanke erlaufen, zurückgespielt &#8212; aber zu hoch, zu hart, ungenau. Atletico kann klären. Turan ist zurück, wieder 11 gegen 11.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ibai Gomez versucht es mit der Außenrist-Flanke &#8212; danach eine wudnerbare Flanke in den Strafraum, de Marcos rauscht an &#8212; und tritt über den Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">85</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>Aus, Schluß, Vorbei! 3:0!</strong><br />
Das war&#8217;s &#8212; direkt nach der verschenkten Chance der Gegenzug. Diego geht schließlich 1 gegen 1, bis ca. 7 Meter vor dem Tor. Haken, Linksschuss aufs lange Eck. Nichts zu halten. Verdient.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">88</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diego darf nach der Finalniederlage mit Bremen vor 2 Jahren eben gegen Atletico also heute wohl mit seinem neuen Verein den Titel mit nach Hause nehmen. Randnotiz zu Atletico: in rund 5 Minuten werden sie das 12. europäische Spiel in Folge gewonnen haben. Ewiger Rekord.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diego versucht per Hacke, das 4:0 aufzulegen. Ein einfacher Pass hätte es wohl geregelt, so entgehen die Basken Schlimmerem. Die Basken laufen übrigens immer noch vorne an. Respekt für die Leidenschaft, Respekt für eine Mannschaft, die für für so viel Aufsehen gesorgt hat dieses Jahr, die am Ende trotz der großen Siege gegen Man U, gegen Lazio Rom, gegen Schalke mit viel Respekt in den leeren Händen nach Hause gehen muss. Die reguläre Spielzeit ist vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Nachspielzeit ist angepfiffen. Auf den Ränge wechseln sich Tränen mit Hüpfparties. Simeone kauft sich Zeit und die Sympathien seiner Spieler mit den letzten Wechseln.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fast das 4:0. Falcao verschenkt eine Chance. Auch in der Nachspielzeit also noch Originelles.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Tolles Bilbao! Aufgeben ist nicht. Ibai Gomez schießt aus 25 Metern ans Lattenkreuz. Der Ball springt drüber &#8212; sinnbildlich für Bilbaos Tag.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>SCHLUSS! ATLETICO MADRID GEWINNT DIE EUROPA LEAGUE.</strong><br />
Der Sieger der Herzen &#8212; zumindest das eures treuen Tickerers &#8212; wäre wohl Bilbao gewesen. Der verdiente Sieger des Finals aber heißt Atletico Madrid.</p>
<p>Atletico war die reifere Mannschaft, die sicherere, die effektivere &#8212; die Mannschaft, die am Ende das kleine Bißchen mehr technische Finesse zu bieten hatte. Die Mannschaft, die Bilbaos sonst so erfolgreichen Sturmläufe schon im Keim zu verhindern wusste.</p>
<p>Der Held des Abends heißt Radamel Falcao, der Held der Saison ist der Beißer &#038; Treter auf der Bank, ist Trainer Diego Simeone. Zu Beginng der Saison noch in der Nähe der Abstiegsränge, steht für Atletico nun der zweite-Europa League-Titel in drei Jahren zu Buche &#8212; und am letzten Spieltag am kommenden Sonntag die Chance auf Platz 4 und gar noch die Champions League im kommenden Jahr.</p>
<p>Bei Bilbao war vielleicht schlicht die Kraft nach einer langen Saison mit einem weitaus dünneren Kader als der des Gegners nicht mehr da. Eine Chance auf einen Titel haben die Basken noch, nämlich im spanischen Pokalfinale. Allerdings wartet dort der diese Jahr ebenfalls noch trophäenlose FC Barcelona. </p>
<p>Es hätte der erste Titel seit fast 30 Jahren sein sollen. Am Ende bleibt nach dem begeisterndem Fußball der vorigen Runden für Athletic Bilbao nur der Trost einer vielversprechender jungen Mannschaft &#8212; und jede Menge Achtung, die sich das Team dieses Jahr erspielt hat.</p>
<p>Das war&#8217;s für heute Abend. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Wir hören uns morgen im Podcast.</p>
<p>Gute Nacht.
      </td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		</item>
		<item>
		<title>Trainer und durchgehende Gäule</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/05/trainer-und-durchgehende-gaule/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 12:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Videokiste]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Saisonende naht und die Nerven liegen vielerorts blank. Gerade von Trainern wird in dieser Situation verlangt Souveränität auszustrahlen, nur gelingt dies nicht immer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nirgendwo hat sich das deutlicher offenbart, als am Mittwoch in Florenz. Der Trainer der sich im Absteigskampf befindenen Florentiner, Delio Rossi, hatte den offensiven Mittelefeldspieler Adem Ljajić wegen Personalmangels im Sturm aufgeboten. Das serbische Talent hatte eine desolate Leistung geboten, worauf Rossi in der 32. Minute beim Stand von 0:2 gegen Novara mit der Auswechslung von Ljajić reagierte. Der Spieler quittierte diese mit höhnischem Applaus, nach oben gestreckten Daumen und flotten Sprüchen. Rossi reagierte mit Faustschlägen.</p>
<p>Die Disziplin in der Mannschaft soll schon lange flöten gegangen sein, die Spieler tanzen auf den sprichwörtlichen Tischen, selbst wenn der Trainer im Haus ist. Rossis Vorgänger sagte über Ljajić das er &#8220;zu viel Nutella isst und zu viel Playstation spielt&#8221;. Sein Mitspieler Alessio Cerci, dessen Freundin die Fans von Florenz nach Niederlagen mehrfach auf Facebook provoziert hat, parkte letzte Saison seinen Maserati auf einem Parkplatz, der für die Polizei reserviert war und reagierte auf die Aufforderung der Beamten sein Auto umzuparken mit den Worten &#8220;erst esse ich, dann bewegen ich mein Auto&#8221;.</p>
<p>Schlüsselspieler wie Riccardo Montolivo und Juan Manuel Vargas sind in dieser Saison weit unter ihren Möglichkeiten geblieben und direkt vor dem Spiel am Mittwoch soll Houssine Kharja wegen seiner Nichtberücksichtigung eine Tür eingetreten haben und aus dem Stadion abgehauen sein. Die Fans hatten die faxen der Mannschaft offenbar so dicke, dass sie nach Rossis Ausraster sangen: &#8220;Delio, gib ihnen Prügel.&#8221;</p>
<p>Die Mannschaft drehte das Spiel &#8211; mit Rossi an der Seitenlinie &#8211; noch auf 2:2, der Coach wurde nach dem Spiel entlassen. Klubpräsident Andrea Della Valle sagte: &#8220;In meinen zehn Jahren im Fußball war dies meine schwerste Entscheidung &#8211; Rossi hat so etwas in seinem Leben noch nicht getan. Aber innerhalb von ein paar Sekunden brachen Monate des Stress aus ihm heraus. Er wurde provoziert, aber keine Provokation, noch nichtmal eine ernste, kann diese Sekunden rechtfertigen.&#8221;</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/uOB8p7El8gU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Rossi ist nicht der erste Trainer, dem die Gäuler durchgegangen sind. Es hat bereits Zeiten gegeben in denen ähnliche Vergehen nicht die Kündigung bedeuteten. Der Trainer von Pescara, Tom Rosati, wurde während eines Spiels gegen Como in der Saison 1983/84 gegen Vittorio Cozzella handgreiflich. Der Übergriff damals scheint schnell vergessen gewesen zu sein. Rosati behielt nicht nur seinen Job, sondern stellte den Spieler in der nächsten Woche auch wieder in seine Startelf.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/_r4AW_pnsJ0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nachdem Fans des zweimaligen Gewinners des Pokals der Landesmeister, Nottingham Forest, nach einem Spiel gegen QPR das Feld stürmten, versuchte Brian Clough diese eigenhändig vom Platz zu prügeln. Die umstrittene englische Trainerlegende wurde dafür für den Rest der Saison gesperrt.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/RVRl9U0MSzo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ümit Özat, 41facher Nationalspieler der Türkei und ehemaliger Spieler des 1. FC Köln, machte mit einem ihn attackierenden Fan kurzen Prozess.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/WfsuKlhNM7U" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nächste Saison werden sich José Mourinho und der nach Pep Guardiolas Rücktritt zum Cheftrainer beförderte Tito Villanova an der Seitenlinie gegenüber stehen. Wie sich die beiden beim Clásico begrüßen wird hoch interessant, nachdem Mourinho dem Assistenztrainer beim Super Copa Anfang der Saison ins Auge griff.</p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/142dIB1Yqoo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>In dieser Liste fehlen darf natürlich auch nicht Norbert Meiers Kopfstoß und anschließender sterbender Schwan gegen Albert Streit. Der ehemalige Duisburger Trainer könnte das potentiell bevorstehende Relegationsduell als Chef von Düsseldorf gegen Köln zusätzlich befeuern.</p>
<p><iframe width="600" height="437" src="http://www.youtube.com/embed/8znlCxtEqqM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>3 mal 3 Helden auf Abschiedstour, Teil 3 &#8212; mit Del Piero, Klose und Ballack</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 06:48:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Alessandro Del Piero]]></category>
		<category><![CDATA[Bayer Leverkusen]]></category>
		<category><![CDATA[Juventus Turin]]></category>
		<category><![CDATA[Lazio Rom]]></category>
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		<category><![CDATA[Miroslav Klose]]></category>

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		<description><![CDATA[Nostalgie und TV-Tipps: Der Miniserie letzter Teil. Alte Helden mit ihrem letzten großen Hurra, heute mit Michael Ballack, Miroslav Klose und Alessandro Del Piero.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auch der letzte Teil unserer Miniserie schaut auf drei alte Helden, die wir nur noch für ganz kurze Zeit auf der Höhe ihrer Schaffenskraft bewundern dürfen. Wieder mit drei neuen Illustrationen und drei neuen TV-Tipps.</em></p>
<p><a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/" target="_blank">Abschiedstour, Teil 1: Puyol, Scholes und Drogba</a><br />
<a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-2-mit-raul-lampard-und-giggs/" target="_blank">Abschiedstour, Teil 2: Raul, Lampard und Giggs</a><br />
Abschiedstour, Teil 3: Del Piero, Klose und Ballack</p>
<div id="attachment_3902" class="wp-caption alignright" style="width: 232px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Abschiedstour_teil-3_alessandro-del-piero.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-3_alessandro-del-piero" width="222" height="441" class="size-full wp-image-3902 pure" /><p class="wp-caption-text">Die Nummer 10. die Ikone der alten Dame: Alessadro Del Piero. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="“http://flickr.com/photos/jmage/2973875757/in/set-72157608386211837/“">James Adams</a></p></div>
<h3>Alessandro Del Piero (37), Juventus Turin (noch)</h3>
<p>In knapp einem Monat wird Alessandro Del Piero die längste Zeit die amtierende Ikone der alten Dame aus Turin gewesen sein. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und wird nicht verlängert. Eine Abschiedstour in der Premier League ist momentan das wahrscheinlichste der vielen Gerüchte, die sich um die berühmteste italienische Nummer 10 seit Roberto Baggio ranken.<br />
Während bei <a href=“http://flatterball.net/#!/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-2-mit-raul-lampard-und-giggs/“>Raúl</a> die Alterserscheinungen bisher nur bei hoher Belastung zu Tage treten, nähert sich der 37jährige Del Piero dem letzten Blatt auf dem absteigenden Ast. Zuletzt war er bei Juve nur noch selten genutzter Einwechselspieler. Die Liebe der Fans aber ist ungebrochen für den Mann, der 1993 von Calcio Padova aus der zweiten Liga nach Turin wechselte. Jetzt, 19 Jahre später, in seinem letzten Sommer bei der Alten Dame, könnte seine Karriere einen perfekten Kreis beschreiben. Vor rund einem Monat feierte Del Piero sein 700tes Spiel für den Club mit seinem 289. Tor.<br />
Es war ein klassischer Del-Piero-Moment. Ein enges Spiel gegen den Tabellendritten, Miro Kloses Lazio Rom. Spielstand 1:1. 82. Minute. Del Piero, 10 Minuten zuvor eingewechselt, macht sich bereit für einen Freistoß aus rund 25 Metern. Anlauf, Schlenzer über die Mauer, Winkel. Unhaltbar. Das Stadion explodiert. Sie wissen, einen wie den hat selbst der italienische Rekordmeister nur selten zu bieten.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Das Finale der Copa Italia am 20. Mai. Das italienische Pokalfinale ist nicht nur der Abschluss der italienischen Saison, nicht nur Del Pieros letztes Spiel für die alte Dame. Es ist, einen Tag <em>nach dem Finale der Champions League in München</em>, der letzte europäische Leckerbissen vor dem Start der EM. Besonderer Bonus: Es geht gegen den launischen Wundersturm vom SSC Neapel, der vielleicht seinerseits zum letzten Mal in dieser Form zusammenspielt, bevor ihn den Transfersommer schluckt. Ein Grund für das Schlucken könnte die Titellosigkeit der letzten Jahre sein, die Alessandro Del Piero an diesem seinen letzten Tag für Juve in Stein meißeln könnte.</em></p>
<div id="attachment_3904" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Abschiedstour_teil-3_miroslav-klose.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-3_miroslav-klose" width="250" height="441" class="size-full wp-image-3904 pure" /><p class="wp-caption-text">National-Miro und sein letztes internationalen Hurra? Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="“http://www.postproduktie.nl/“">Paul Blank</a></p></div>
<h3>Miroslav Klose (33), Lazio Rom</h3>
<p>Miroslav Klose in diese Serie aufzunehmen ist riskant. Die Möglichkeit besteht, dass er noch ein paar Jahre sehr erfolgreich Fußball spielt, dass er gerade erst mit seiner Karriere im Ausland begonnen hat und weit von einer Abschiedstour entfernt ist. Klose ist ein Spätstarter. Er machte zunächst eine Zimmermannsausbildung und spielte Amateurfußball, bevor er mit 22 Jahren seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Ermüdungserscheinungen oder Anzeichen für einen Motivationsverlust gibt es bei ihm keine. Außerdem ist seine Spielanlage nicht so sehr auf Dynamik und Schnelligkeit ausgelegt, dass man davon ausgehen muss, er könne schon bald nicht mehr im Konzert der Großen mithalten. Seins ist viel mehr das Lesen von Spielsituation, eine aufreibende Spielweise und der undefinierbare Torriecher. Abgeschrieben war er schon ein paar Mal. Nicht zuletzt vor der WM 2010 und nach seinem Weggang vom FC Bayern.<br />
Bis jetzt ist er immer wiedergekommen. Die aktuelle Saison begann er mit einem Tor beim Pflichtspieldebüt für Lazio in der Europa League Qualifikation, kurz darauf traf er im ersten Ligaspiel gegen den AC Mailand. Spätestens seit seinem frenetisch gefeierten Siegtreffer in der letzten Minute des Derbys gegen den AS Rom ist der gerade im Ausland chronisch unterschätzte Torjäger zum Fanliebling bei den Hellblauen aufgestiegen. Stellt sich die Frage, ob man das will. Die für ihre faschistoiden Züge bekannten Lazio Fans feierten den Deutschen unter anderem mit einem Transparent, das die Aufschrift &#8216;Klose mit uns&#8217; trug &#8211; in Anlehnung an das von der Wehrmacht benutzte &#8216;Gott mit uns&#8217;. Die beiden &#8220;s&#8221; waren in Runenform geschrieben, ebenso wie es bei der SS üblich war. Klose reagierte mit erschreckender Kritiklosigkeit. Er sagte, dass Politik und Fußball nicht vermischt werden und Erstere außerhalb des Stadions bleiben solle. Vielleicht ist das die Grundvoraussetzung für eine ausgedehnte Karriere bei Lazio.<br />
Sein mittlerweile siebenwöchiger verletzungsbedingter Ausfall überschneidet sich mit Lazios Formverlust. Die Römer haben Punkte im Rennen um die internationalen Plätze eingebüßt und hoffen darauf, dass er gegen Bergamo am Sonntag wieder auf der Bank sitzt.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Am Sonntag dem 13.5. um 20.45 Uhr, dem letzten Spieltag der Serie A, spielt Lazio Rom im direkten Duell um die internationalen Plätze gegen Inter Mailand. Ein absolutes Topspiel und die große Bühne für einen, der mit 14 Toren gemeinsam mit Gerd Müller &#8211; und nur einen Treffer hinter Ronaldo &#8211; auf Platz zwei der Liste der erfolgreichsten WM-Torschützen aller Zeiten steht. Er braucht auch nur noch fünf Tore für Müllers Torrekord in der Nationalmannschaft und das, obwohl er sich vor allem über seine mannschaftsdienliche Spielweise definiert. Trotzdem wird er bislang nicht in einem Atemzug mit den größten Stürmern der Geschichte genannt. Möglich, dass das erst nach seiner Karriere der Fall sein wird. Ein Grund mehr ihn sich jetzt nochmal anzuschauen.</em></p>
<div id="attachment_3905" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/Abschiedstour_teil-3_michael-ballack.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-3_michael-ballack" width="250" height="393" class="size-full wp-image-3905 pure" /><p class="wp-caption-text">Zu stolz zum Abtreten? Deutschlands ehemaliger Capitano. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="“http://www.soccer.ru/gallery/16583/“">Новикова Юлия</a></p></div>
<h3>Michael Ballack (35), Bayer Leverkusen (noch)</h3>
<p>Die Ex-Wade der Nation wird die Liga verlassen. Wohin genau sein Weg führt steht dabei offen. Dem Mann, der selbst durch nur kleine Wehwehchen bereits halbe Staatskrisen auslösen konnte, der ehemals allen Ernstes und in aller Munde &#8220;unser Capitano&#8221; hieß, der jahrelang der einzige Weltklasse Spieler Deutschlands war, weint heute niemand hinterher. Wie sehr und wie schnell Ballack in der Gunst der deutschen Fußballöffentlichkeit gesunken ist, ist erstaunlich. Noch vor zwei Jahren symbolisierte er die einzige Hoffnung der Nationalmannschaft auf ein erfolgreiches WM Turnier in Südafrika. Dann kam der Tritt von Kevin-Prince Boateng im englischen Pokalfinale, der Ballack die Teilnahme am Kap kostete und Boateng zum Staatsfeind Nummer eins machte.<br />
Es folgte das furiose Auftreten der jugendlichen Truppe von Joachim Löw bei der WM. Ballack, vor Ort um die Mannschaft zu unterstützen, wurde noch während des Turniers von Ersatzkapitän Philip Lahm, in einem mit dem Bundestrainer abgesprochenen Interview, als Kapitän in Frage gestellt. In den Medien und in den Kneipen wurde diskutiert, ob die Mannschaft mit ihm überhaupt noch stärker wäre. Oder sogar schon schwächer. Plötzlich fiel vielen auch das häufig großspurige und überhebliche Verhalten ihres ehemaligen Idols auf. Ballack musste innerhalb kürzester Zeit feststellen, dass seine Beliebtheit auf nichts anderem als dem Erfolg im Nationaltrikot zurückzuführen war. Kurze Zeit später würde niemand mehr verdonnert werden, wenn er die ehemalige Galeonsfigur des deutschen Fußballs umsäbelte.<br />
Für Ballack muss dies ein schmerzhafter Schlag ins Gesicht gewesen sein. Nicht zu vergleichen mit dem Lukas Podolskis. Da stieg eher &#8220;Iron&#8221; Mike Tyson mit ihm in den Ring. Bei Leverkusen versuchte er zurück zu schlagen, kämpfte unter Heynckes jedoch lange mit Fitnessproblemen und als Robin Dutt kam, war das Verhältnis mit dem neuen Trainer schon vor dem Start der Saison frostig. Die beiden rieben sich mit ihrer Wichtigtuerei aneinander auf und zerstörten sich eigenhändig und gegenseitig ihre Karrieren bei Bayer. Der eine, weil er sich bei einem großen Verein etablieren wollte und meinte ein Exempel statuieren zu müssen, der andere weil sein übergroßes Ego es nicht anders zu ließ. Ende Januar diesen Jahres kam es endgültig zum Bruch und Ballack musste bis in den April warten, bis er wieder spielen durfte.<br />
Über seine Zeit in Leverkusen sagt er: &#8220;Unter sportlichen Gesichtspunkten war es für mich zum Vergessen!&#8221; Eine andere Bewertung würde man ihm auch schwerlich abnehmen. Auch diese, so scheint es, geht nicht weit genug. Aber selbst, wenn er langsamer geworden ist, bleibt seine Präsenz auf dem Platz faszinierend. Dieser selbstverliebte Arroganzbolzen hat seine Klasse bei weitem noch nicht eingebüßt. Schaut ihn euch an, den Capitano, wie er ein letztes Mal in der Bundesliga das Zepter schwingt.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Am letzten Spieltag der Bundesliga empfängt der 1. FC Nürnberg Bayer  Leverkusen im Kampf um die Europa League Plätze. Zeit für ein letztes großes Hurra. Schwelgt noch einmal, in der Erinnerung an eine Zeit im deutschen Fußball, als der Leitwolf noch gefragt war. Samstag 5.5., 15.30h.</em></p>
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		<title>Frank Arnesens Plan B</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der HSV macht diesen Sommer alles anders, Hoffenheim rüstet auf und Dortmund drohen erste Abgänge aus Kloppos heiler Wunderwelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Frank Arnesens Plan die Champions League Plätze mit vielen technisch hoch begabten Talenten, die nicht besonders kampferprobt sind, anzugreifen fast mit dem Abstieg des letzten ewigen Bundesligisten geendet hätte, versucht er jetzt das Kontrastprogramm und holt Dirk Kuyt. So kann sich der dänische Sportchef zumindest nicht vorwerfen lassen den gleichen Fehler zweimal gemacht zu haben, denn die Kampfsau von der rechten Außenbahn des FC Liverpool hat neben einer Menge Erfahrung noch nie den Verdacht aufkommen lassen ein Filigrantechniker zu sein. Kuyt und Jarolim in einer Mannschaft, das riecht nach großem Fußball.</p>
<p>Der soll nächste Saison auch in Hoffenheim gespielt werden. Neben den bereits fixen Transfers von Eren Derdiyok und Tim Wiese, der nach eigenen Angaben auch ein Angebot von Real Madrid hatte, aber augenscheinlich die Sonnenbänke im Kraichgau der Sonne Spaniens vorzieht (und den Fußballplatz der Ersatzbank), soll auch Kevin de Bruyne kommen. Das 20jährige Riesentalent, das erst im Winter vom FC Chelsea verpflichtet wurde, soll auch in der nächsten Saison bei einem anderen Klub Spielpraxis sammeln &#8211; aktuell spielt er noch bei seinem Heimatverein KRC Genk. Eine Leihe ist also im Gespräch, wobei Dietmar Hopp bei weitem nicht der einzige Interessent ist. Wolfsburg, der HSV, Twente Enschede, Benfica und der OSC Lille sind ebenfalls an dem jungen Belgier dran.</p>
<p>Lille gilt bislang als Favorit für die Verpflichtung. Die Franzosen wollen damit den Weggang von Eden Hazard kompensieren, der wie bereits letzte Woche besprochen, einen der heftigsten Bieterkriege des Sommers auslösen dürfte. Insbesondere die beiden Vereine aus Manchester schlagen sich die Köpfe wegen des jungen Genies ein. Sollte Hazard nicht zu United wechseln, steht Shinji Kagawa weit oben auf Lord Fergusons Liste. Genau so wie Fernando Llorente (Athletic Bilbao), Luka Modric (Tottenham Hotspur), und Nicolás Gaitán (Benfica Lissabon).</p>
<p>Überhaupt tauchen gerüchteweise erste Risse in der Dortmunder Traumwelt auf. Neben Kagawa gibt es heiße Spekulationen um Robert Lewandowski, der seinen in zwei Jahren auslaufenden Vertrag aktuell nicht verlängern will. Der Pole hofft auf eine überragende EM in der Heimat und entsprechende Angebote von europäischen Größen. Juventus Turin, Arsenal London und Manchester City haben ihre Fühler bereits ausgestreckt.</p>
<p>Sollten die Dortmunder eine ihrer heißesten Kohlen an die Ölscheichs aus Nordengland verkaufen, könnte Edin Dzeko im Gegenzug seinen Weg zurück in die Bundesliga finden. Großgewachsene Stürmer aus Manchester, die nicht mehr so erfolgreich spielen wie sie es mal taten, scheinen in Dortmund hoch im Kurs zu stehen. Dimitar Berbatov soll ebenfalls das Interesse des deutschen Serienmeisters geweckt haben. Konkurrenz gibt es von Galatasaray und Leverkusen, die bereits exzellente Erfahrungen mit der Rückkehr von Ex-Spielern, die zwischenzeitlich auf der Insel spielten, gemacht haben.</p>
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		<title>Abschiede und Arbeiter &#8212; der Boulevard für den ersten Mai</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 16:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Boulevard]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Köln]]></category>
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		<category><![CDATA[Vincent Kompany]]></category>

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		<description><![CDATA[Passend zum ersten Mai: Held der Arbeit Vincent Kompany und das Derby von Manchester, dazu Alex Ferguson, der mit Mama im Clinch liegt, Lukas, der Köln die kalte Schulter kehrt und ein kleiner Abgesang auf Pep Guardiola, den bescheidenen Großen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="boulevard-element">
<h3>1. Vincent Kompany oder der Tag des Arbeiters</h3>
<p>In England sollte der gestrige 30. April zum Tag der Arbeit erkoren werden. Der Grund: Vincent Kompany, Manchester Citys innenverteidigender Kapitän und Schütze des Siegtors im Duell um die Krone des englischen Fußballs. </p>
<div id="attachment_3847" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><img class="size-full wp-image-3847 pure" title="vincent_kompany_boulevard" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/vincent_kompany_boulevard.png" alt="" width="290" height="422" /><p class="wp-caption-text">Der Arbeiter. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Steindy">Steindy</a></p></div>
<p>Als Kompany den entscheidenden Kopfball in der Nachspielzeit der ersten Hälfte über die gesamte Innenverteidigung des Rekordmeisters und Stadtrivalen hinweg ins Tor wuchtet, kann ihn keiner stoppen. Kompany ist seinen Kontrahenten körperlich eine Klasse voraus. Was gestern in einen Moment geballt reicht, die Vorentscheidung im Titelrennen herbeizuführen, waren für Kompany jahrelange Arbeit; was nun ein Muskelpaket mit Kapitänsbinde ist, sah noch ganz anders aus, vor rund 6 Jahren, als er in das Bewusstsein der breiteren europäischen Fußballöffentlichkeit aufstieg.</p>
<p>Als spindeldürrer 20jähriger hatte er 2006 beim HSV angeheuert. Die Kommentatoren der Hansestadt waren verzückt. Beckenbauer-Vergleiche wurde angestimmt &#8212; und sie waren, wiewohl verfrüht, auch nicht ganz fehlgeleitet. Ein eleganter, hochaufgeschossener Spielertyp, der irgendwo zwischen Abwehrkette und defensivem Mittelfeld pendelt; fast ein Libero alter Schule, mit einem hervorragenden Auge für den langen Ball und einem ebenso guten Füßchen. Dazu ein gleichermaßen launisches wie leidenschaftliches Gemüt &#8212; wer mag da nicht vom Kaiser träumen?</p>
<p>6 Jahre später ist wenig vom alten Bild üblich. Lange Bälle spielt Kompany nur noch in höchster Not; ins Angriffsspiel schaltet sich Kompany eigentlich nur noch bei Standards ein. Aus dem mobilen Defensivspielmacher ist ein Premier-League-Verteidiger geworden, wie er im Buche steht. Bretthart, gleichermaßen kompromiss- wie humorlos.</p>
<p>Mit dem gestrigen Abend ist die Wandlung von Vincent Kompany perfekt: vom genialischen Defensivtalent zum erfolgshungrigen Arbeiter. Manchester City kann&#8217;s recht sein. Nach 6 Jahren Kraftraining und einem Jahr Kapitänsbürde braucht Vincent Kompany bis auf den Beckenbauer-Vergleich keine Vergleiche mehr zu scheuen. An den gestrigen Abend, den größten Moment seiner immer noch jungen Karriere, wird sich lange erinnern &#8212; vorausgesetzt: City wird Meister. Und vorausgesetzt, City wird Meister, wird man sich in ein paar Jahren an diesen Moment vielleicht als etwas bedeutend Größeres erinnern: als den Anfang einer Ära, gesetzt von einem ehemals spindeldürren Belgier, der auszog, um zu arbeiten.
</p></div>
<div class="boulevard-element">
<h3>2. Abteilung Karneval: Tschö, Lukas!</h3>
<div id="attachment_3867" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/boulevard_podolski.png" alt="" title="boulevard_podolski" width="290" height="374" class="size-full wp-image-3867 pure" /><p class="wp-caption-text">Der Prinz hat die Schnauze voll. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Steindy">Steindy</a></p></div>
<p>Die Saga hat ein Ende. Der Prinz aus Köln verlässt den Karnevalsverein, der mit der Verkündung des Transfers seinem Namen erneut alle Ehre gemacht hat. </p>
<p>Mitten in den Abstiegskampf ging die Nachricht, dass Podolski und der FC Arsenal sich nach rund 4 Monaten meist stillem Transferpoker nicht nur einig sein, sondern dass nun auch die Unterschrift aufs Papier gebracht und der medizinische Check absolviert wäre.</p>
<p>Das möglicherweise saisonbesiegelnde Spiel gegen den SC Freiburg verkam da zur Makulatur: 4-1 ging der FC im tiefsten Abstiegskampf gegen eine Mannschaft unter, die seit einigen Wochen im sicheren Tabellenniemandsland vor sich hinkickt. Podolskis zwischenzeitlicher Ausgleich &#8212; der so wichtig hätte sein können &#8212; versank im statistischen Einerlei der Geschichtskladden.</p>
<p>Bleibt kaum mehr, als ihm alles Gute zu wünschen, dem Prinzen, der die Bundesliga und die Nationalmannschaft für nunmehr 8 Jahre immer dieses kleine bißchen interessanter gemacht hat.</p>
<p>Bleibt nicht viel mehr, als ihm einen würdigen Abgang zu wünschen, am letzten Spieltag gegen die Ex-Arbeitgeber aus München und vielleicht im Relegationskick, in dem, so der Fußballgott will, das Kölner Urgewächs seinen Legendenstatus ausgerechnet gegen den alten Lokalrivalen aus Düsseldorf untermauern kann.</p>
<p>Bleibt schließlich nichts, als ihm alles Gute zu wünschen, im wohlverdienten Aufbruch in einer bessere sportliche Zukunft.
</p></div>
</div>
<div class="one-third column alpha omega boulevard-right">
<div class="boulevard-element">
<h3>3. Der Beispiellose und seine Ära: Auf bald, Pep!</h3>
<p>Jetzt hat er es endlich wahrgemacht. Vergangenen Donnerstag kündigte Pep Guardiola an, seinen Vertrag beim FC Barcelona nicht über das Saisonende hinaus zu verlängern.<br />
Damit geht, das darf man wohl so großspurig sagen, eine Ära zu Ende. Pep Guardiola, der Jugendtrainer, der aus der eigenen Jugend kam um die größte Mannschaft der Welt zu ihren bisher höchsten Höhen zu führen, hat Schluss gemacht.<br />
Was bleibt, ist Beispiellosigkeit.<br />
Da ist die beispiellose Erfolgsbilanz, sowieso für einen Debütanten im Profigeschäft. Da ist die beispiellose Bindung an den Club &#8212; Pep als Produkt, wie die meisten seiner Spieler, von Barcas Fabeljugendschmiede La Masia, Pep als Mittelfeldregisseur von Barcas Dream Team aus den frühen Neunzigern, danach Jugendtrainer, dann Cheftrainer. Und da ist das vielleicht nicht beispiellose, aber doch zumindest höchst seltene Maß an Unabhängigkeit, dass sich Pep über seine ganze Zeit als Barcas Chef bewahrt hat: Am Ende jeden Jahres einen neuen Einjahresvertrag und keine Versprechen darüber hinaus. Er wurde nicht gegangen, er ging selbst.<br />
Kein weiterer 1-Jahres-Vertrag mehr.</p>
<div id="attachment_3869" class="wp-caption aligncenter" style="width: 300px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/boulevard_pep_guardiola.png" alt="" title="boulevard_pep_guardiola" width="290" height="328" class="size-full wp-image-3869 pure" /><p class="wp-caption-text">Hoffentlich auf Wiedersehen. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/41955821@N02">Tsutomu Takasu</a></p></div>
<p>Die Fußballwelt wird ihn vermissen. Als Widersache von José Mourinho, als Nemesis von Alex Ferguson. Seine Bescheidenheit und Ruhe, das Stilbewußtsein, modisch wie rhetorisch. Sie verliert einen Trainer, der sich absolut unwillig zeigte, an den üblichen Verbalscharmützeln teilzuhaben, aus denen die Fußballwelt der Pressekonferenzen und der Schnippsel-Interviews besteht. Der tatsächlich den Club vor sich selbst stellte. Und der jetzt ging, weil er der Überzeugung war, dem Club nichts mehr geben zu können.<br />
Nichts außer &#8212; wenn Barca das Pokalfinale gegen Bilbao gewinnt &#8212; der 18. Trophäe in 4 Jahren.<br />
Auf bald, Pep!</p>
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>4. Aus der Abteilung Liebesverweigerung: Die Mutter aller Derbies</h3>
<p>Roberto Mancini war sie eingegangen, die &#8220;mind games&#8221;, die keiner in England so beherrscht wie sein Kontrahent in rot. Alex Ferguson und die Psychotricks &#8212; das ist in England bald Synonym.<br />
Aber nun hat selbst Alex der Große sich vergriffen. Er hat sich&#8217;s mit Mama verscherzt. Während Mancini die ganze Hypewoche vor dem Spiel beschwichtigend von einem von drei schweren Ligaspielen sprach, packte Ferguson das ganz große Geschütz aus: Er sprach von der &#8220;Mutter aller Derbies&#8221;. Das scheint die Mutter gehört zu haben. Hat eifersüchtig ihre anderen Kindlein beschützen wollen, darunter immerhin der Clásico, das Revierderby, das Old-Firm-Derby, das Derby d&#8217;Italia und das eine oder andere Andere. Hörte es und entsagte ihm, ihrem Liebling, für 90 folgenschwere Minuten die Liebe. Und dabei hatte sie ihn so lang an ihrer Brust. Hat ihn gehegt und gepflegt und mit silbernen, pokalförmigen Spielzeugen überschüttet. Aber auch Mütter, so scheint es, sind Menschen. Haben wechselmütige Stimmungen, wanken mit der Meinung, finden mal das, mal dies attraktiv. Ihr neuer Liebling hört auf den Namen Roberto.
</p></div>
</div>
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		<title>Podcast #72 &#8212; Rechenspiele und Unaufhaltsamkeiten</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/05/podcast-72-rechenspiele-und-unaufhaltsamkeiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 11:20:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Derby in Manchester ist absolviert, ein neuer Favorit auf die Meisterschaft gefunden. Wir schauen auf Citys Kopfallungeheuer mit platzenden Venen ebenso wie auf die Überraschungsmannschaft aus Wigan, wie auf die Bundesliga mit ihren unwürdigen Abstiegskampfverweigerern, wie auf Spanien und Italien mit ihren europäischen Rechenspielen, wie auf Frankreich mit fast perfekter Überraschung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3829" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/05/podcast_72_roberto-mancini-city-hertha-köln_artikel.png" alt="" title="podcast_72_roberto-mancini-city-hertha-köln_artikel" width="250" height="510" class="size-full wp-image-3829 pure" /><p class="wp-caption-text">Ciao Roberto: Manchester hat vielleicht tatsächlich wirklich einen neuen Meistertrainer. Roberto Mancini, Sieger im direkten Duell mit dem Schotten in Rot. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Roger Gorączniak </p></div>
<p>Unaufhaltsam war am vergangenen Montag, sogar nach Bekunden des Rivalen, Manchester City. Und wenn Uniteds Kapitän Patrice Evra sich so weit aus dem Fenster lehnt, sehen wir keinen Grund, diesseits des Sims zu bleiben.<br />
Wer diesseits der Abstiegszone bleiben will, ist derweil noch unklar. Der Transfer-Timing-ist-für-was-für-die-Anderen-FC aus Köln und die Hertha aus Berlin unterbieten sich gegenseitig in der Abteilung Kampfeswillen. Ein skurriler letzter Ligaspieltag mit dem Fernduell um den Abstieg steht uns also ebenso ins Haus wie die letzte Runde im Kampf um die europäischen Plätze; der ist nämlich nicht nur hierzulande noch offen. In Spanien und Italien müssen für die Orakelei der Plätze drei bis ca. 10 schon jetzt die Taschenrechner bemüht werden.<br />
Da könnte es fast untergehen, dass in England die eine Überraschungsmannschaft &#8212; Newcastle United &#8212; von der anderen Überraschungsmannschaft &#8212; Wigan Athletic &#8212; mit 4:0 abgefertigt wurde; dass das Duell um die britische Qualifikation zur Königklasse erneut ein Haar breit enger geworden ist; dass die Redaktion sich unsicher ist, ob die &#8220;Schnattergeste&#8221; alla Mancini über den Äther sichtbar ist; dass Antonio Die Natale ein ganz großer Altstar ist und dass Inters hochgeredeter und gleich wieder abgeschriebener Jungtrainer Andrea Stramaccioni sich alle Chancen auf vorzeitige Legendisierung bewahrt.<br />
Könnte es &#8212; Tut es aber nicht. Genauso wenig wie der Kampf um die Krone Frankreichs: David nämlich beehrt uns erneut, um von der fast perfekten, gleichermaßen faustdicken wie französischen Meisterschaftsvorentscheidung zu erzählen.<br />
Wie immer: Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:summary>Das Derby in Manchester ist absolviert, ein neuer Favorit auf die Meisterschaft gefunden. Wir schauen auf Citys Kopfallungeheuer mit platzenden Venen ebenso wie auf die Überraschungsmannschaft aus Wigan, wie auf die Bundesliga mit ihren unwürdigen Abstiegskampfverweigerern, wie auf Spanien und Italien mit ihren europäischen Rechenspielen, wie auf Frankreich mit fast perfekter Überraschung.</itunes:summary>
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		<title>3 mal 3 Helden auf Abschiedstour, Teil 2 &#8212; mit Raul, Lampard und Giggs.</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 19:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nostalgie und TV-Tipps: Der Miniserie zweiter Teil. Alte Helden mit ihrem letzten großen Hurra. Heute Teil 2 mit Raul Gonzales Blanco, Frank Lampard und Ryan Giggs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;So jung kommen wir nicht mehr zusammen&#8221; &#8212; auch diese Woche schauen wir auf drei alte Helden, die wir nur noch für ganz kurze Zeit auf der Höhe ihrer Schaffenskraft bewundern dürfen. Wie letztes Mal mit drei neuen Illustrationen und drei neuen TV-Tipps.</em></p>
<p><a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/">Abschiedstour, Teil 1: Mit Puyol, Scholes und Drogba</a><br />
Abschiedstour, Teil 2: Raul, Lampard und Giggs<br />
<a href="http://flatterball.net/2012/05/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-3-mit-del-piero-klose-und-ballack/">Abschiedstour, Teil 3: Del Piero, Klose und Ballack</a></p>
<div id="attachment_3653" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Abschiedstour_teil-2_raul.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-2_raul" width="225" height="429" class="size-full wp-image-3653 pure" /><p class="wp-caption-text">Quo vadis, Raúl? Club Nr. 3 nach 16 Jahren Real Madrid und 2 Jahren Schalke ist noch unklar. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<h3>Raúl Gonzáles Blanco (34), FC Schalke 04 (noch!)</h3>
<p>Eigentlich hat er dieses Jahr gezeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört: Raúl González Blanco, sechsfacher spanischer Meister, dreifacher Champions-League-Sieger und bis heute Rekordtorschütze der Königsklasse.<br />
Mal um Mal hat er beweisen wollen, dass mit ihm immer noch zu rechnen ist. In der Europa League, mit seinen beiden Toren gegen die brillanten Basken aus Bilbao. Mit seinem Doppelpack gegen Hannover in der Liga, kaum 10 Tage später &#8212; insbesondere mit dem zweiten dieser beiden Tore, dem vielleicht feinsten Kabinettstückchen dieser Bundesliga-Saison. Mit dem linker Sohle am Torwart vorbeigestreichelt, mit dem rechten eingeschoben; ein ekstatischer Kommentator, ein orgastisches Stadion: es gab viele solcher Momente in der illustren Karriere des gebürtigen Madrilenen.</p>
<p><iframe width="600" height="305" src="http://www.youtube.com/embed/GmeCjKdbKOE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Aber der Zahn der Zeit, er lässt auch den Mann mit dem epochalen Namen nicht in Ruhe. Raúl hatte nix zu melden im <a href=“http://flatterball.net/2012/04/das-wunder-von-bilbao/“>Rückspiel gegen die Basken</a>, Doppelbelastung und alles. Im <a href=“http://flatterball.net/2012/04/revierderby-und-meisterschaftskampf-der-bvb-auf-schalke/“>fanatisch geführten Revierderby</a> wirkte er überfordert, ein alter Recke, der sich ein kleines Bisschen mehr Ruhe und Ordnung wünscht. Auch im Hinspiel gegen die Dortmunder oder der Niederlage in Gladbach war wenig von ihm zu sehen – wann immer seine Gegner das Spiel zu schnell machten, musste er passen. Nicht mehr gut genug also gegen schnelle Spitzenmannschaften &#8212; gleichzeitig immer noch ein viel zu feiner Fußballer, um auf der Bank zu schmoren.<br />
Wo er hingeht ist unklar. Das man ihn nochmal sehen sollte hingegen klar.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Der 34. Spieltag. Schalke gegen Bremen. Bremen ist wirr genug in der Abwehr, um Raul den nötigen Platz zu geben. Wir erwarten eine Vorlage und mindestens 1 Lupfertor, dass den Schalkern Platz 3 und damit den direkten Einzug in die Champions League sichert.</em></p>
<div id="attachment_3658" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Abschiedstour_teil-2_frank-lampard1.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-2_frank-lampard" width="225" height="308" class="size-full wp-image-3658 pure" /><p class="wp-caption-text">Für den FC Chelsea ein Fußballgott, für England ein Leistungsträger, international ohne klares Profil: Frank Lampard. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Aleksandr Mysyakin</p></div>
<h3>Frank Lampard (33), Chelsea London</h3>
<p>Frank Lampard ist eine der Ikonen der Premier League und des FC Chelsea. Ein gerade im Ausland oft unbesungener Held, weil er nicht die gleichen exzentrischen Dribbelkünste besitzt oder ähnlich spektakuläre Aktionen in sein Spiel einbaut, wie andere Kollegen das können und tun. Lampard ist offensiver Mittelfeldspieler, einer der dieser Position seine ganz eigenen Stärken eingeimpft hat. Er hat sich auch nachdem Roman Abramovich Chelsea übernahm und die Mannschaft mit Irrsinnssummen aufpeppte auf dieser enorm wichtigen Position nicht nur etabliert, sondern sich zu einem ihrer wichtigsten Köpfe entwickelt. Von seinem Debüt an, stellte er den Rekord von 164 Premier League Einsätzen in Folge auf &#8211; umso beeindruckender in der Hauruck-Welt von Abramovich.<br />
Lampard ist keiner für den Fast-Food-Fußballkonsumenten. Seine Highlights sind nicht vergleichbar mit denen von Messi, Ronaldo, oder Ricardo Quaresma. Er ist ein Stratege, der seines Gleichen sucht, was Einfluss und Torgefahr angeht. Er hat mit 150 Toren die meisten aller Mittelfeldspieler der Premier League Geschichte geschossen. Seine stärkste Saison spielte er 09/10, als er allein in der Liga 22 Tore und 17 Vorlagen erzielte. Den Statistikgurus OPTA zufolge ist er der beste Premierleague Spieler der letzten Dekade, seinem Vater zufolge kein &#8220;crash, bang, wallop&#8221; Spieler. Was ihn immer in den Schatten seiner gehypten, in orangen, gelben, oder rosafarbenen Tretern auflaufenden Konkurrenten gestellt hat, war die etwas träge Dynamik und eine offensichtliche Abneigung gegen Showeinlagen.<br />
Da gerade die Dynamik im Alter leidet, wirkt Lampard auf dem Platz mittlerweile teilweise wie ein veralteter roter Londoner Linienbus auf Straßen, die mit jeder Menge Motorrädern und Sportwagen gefüllt sind. Seine Übersicht aber bleibt brutal gut und er ist in der Lage blitzschnell umzuschalten &#8211; wie in beeindruckender Form bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hXyuhsetabo#t=2m29sec" target="_blank">Chelseas Tor</a> gegen die Übermannschaft des FC Barcelona, welches zum Überraschungssieg im Hinspiel des Championsleague Halbfinalhinspiel führte, zu sehen war. Er war es, der dem Überspieler Messi den Ball abluchste und direkt den öffnenden Flankenwechsel in den Lauf von Ramires schlug. Auch im Rückspiel, war es <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I6qUstn8YQ0#t=5m12sec" target="_blank">sein Zauberpass</a>, der die Abwehr Barcelonas teilte, wie Moses das Rote Meer.<br />
Und damit wären wir auch bei dem Anderen, was ihm vielleicht noch fehlt um wirklich in das Pantheon der ganz Großen eingerechnet zu werden: ein internationaler Titel. Lampards größte professionelle Tragödie, wie die des gesamten Chelsea Teams, ist die Niederlage im Champions League Finale 2008, in dem er es war, der das Tor für Chelsea schoss. Unter Villas-Boas zum alten Eisen gerechnet, unter Di Matteo wieder reaktiviert, hängt für ihn viel davon ab, wer nächstes Jahr Trainer beim FC Chelsea ist. Diese Saison kann Frank Lampard Jr. es aber nochmal allen zeigen. Wer etwas über Timing, kluges Passspiel und das Bestimmen von Tempo im Fußball lernen will, sollte jetzt hinschauen. Viele Chancen wird es unter Umständen nicht mehr geben.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Müssen wir euch das wirklich sagen? Das größte Spiel des europäischen Vereinsfußballs. Lampard wird versuchen seine Karriere auf die alten Tage mit dem Champions League Titel zu krönen. Er steht am 19. Mai im Finale gegen die Bayern in München. Wer nicht so lange warten will, schaut am 5. Mai das Englische Pokalfinale seines FC Chelsea gegen den FC Liverpool.</em></p>
<div id="attachment_3660" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Abschiedstour_teil-2_ryan-giggs.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-2_ryan-giggs" width="225" height="526" class="size-full wp-image-3660 pure" /><p class="wp-caption-text">Der Rekordhalter in rot: Ryan Giggs. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Gordon Flood</p></div>
<h3>Ryan Giggs (38), Manchester United</h3>
<p>Der ewige Giggs. Noch nie hat es einen Spieler gegeben, der derart lange die Geschicke eines der größten und erfolgreichsten Vereine Europas über eine so lange Zeit mitbestimmt hat, wie der schmächtige Waliser. 12 Meisterschaften, vier Pokalsiege, drei Ligapokale und zwei Champions League Titel hat er bis jetzt gesammelt und ist damit der erfolgreichste Spieler der englischen Fußballgeschichte.<br />
Giggs war der Erste von Fergies Fledglings &#8211; der Generation von Jungschnäbeln von Manchester United, die den englischen Fußball jahrelang dominierten. Und er überdauerte sie alle. Einzig der im Januar aus dem Ruhestand reaktivierte Paul Scholes, der sein Debüt drei Jahre nach Giggs gab, zeigt ebenfalls noch seine Klasse für den Traditionsklub.<br />
Giggs begann seine Karriere mit 17 Jahren auf dem linken Flügel der Red Devils und schon bald erzitterte die Liga vor seiner enormen Schnelligkeit und seinen gefährlichen Dribblings. Wenn er einmal Fahrt aufgenommen hatte, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nEAouJwTYlU#t=2m33sec" target="_blank">war er nicht mehr zu stoppen</a>. Er lebte von seiner Dynamik. Nachdem er über eine Dekade lang die Außenbahnen der Premier League beherrscht hatte, verlor Giggs mit zunehmendem Alter seine Schnelligkeit und damit seine größte Stärke. Weil es so schien als ob seine Dominanz weitestgehend auf ihr aufgebaut war, begann man auf der Insel bereits mit dem Schreiben der Huldigungen zum Abschied eines der besten Flügelspieler aller Zeiten. Doch Giggs war Anfang 30 und er hatte andere Pläne.<br />
Wie kein Zweiter verstand er es sein Spiel den neuen Gegebenheiten anzupassen. Er stellte sein Spiel komplett um und entwickelte sich vom offensiven Dribbelkünstler an der Außenlinie, zu einem spielgestaltenden Sechser. Wo ehemals pure Dynamik war, ist jetzt eine unglaubliche Ruhe und Abgeklärtheit am Ball. Wo er seinen Gegenspielern ehemals mit bloßer Geschwindigkeit entwischte, ist er jetzt einer der Spieler, die mit überragendem Positionsspiel immer Raum und Zeit auf dem Feld finden, um dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken..<br />
Was nicht nachließ war seine Kreativität, sein Einfluss auf das Spiel steigerte sich sogar noch und seine Torgefahr behielt er ebenfalls. Giggs hat unglaublicherweise in jeder seiner bereits 22 Saisons dauernden Karriere mindestens ein Tor in der Liga erziehlt. In der Champions League ist er ebenfalls der Rekordhalter mit Toren in 11 aufeinanderfolgenden Saisons. Aber er ist kein Egozentriker, der dauernd den Abschluss sucht. Ganz im Gegenteil wurde ihm lange sein Abschluss als einzige wirkliche Schwäche angekreidet. Giggs ist vielmehr ein Vorbereiter. Nein. Nicht ein Vorbereiter, sondern DER Vorbereiter. Niemand hat mehr Tore aufgelegt als er &#8211; 271 sind es alleine in der Liga.<br />
Sein Spielverständnis und seine Eleganz sind kaum zu überbieten. In der Welt des modernen Hochgeschwindigkeitsfußballs ist er ein ruhender Pol, der sich vom Gegner einfach nicht unter Druck setzen lässt. Giggs wird ein weiteres Jahr spielen, seinen Vertrag hat er bereits für die nächste Saison verlängert und doch besteht immer die Möglichkeit, dass er von einem nachrückenden Spieler oder einem großen Transfer aus der Mannschaft gedrängt wird. Viele haben es während seiner langen Karriere versucht, niemandem ist es gelungen.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Giggs im Hexenkessel von Manchester City beim direkten Duell um die englische Meisterschaft. Das größte Spiel des diesjährigen Premier League Kalenders steigt bereits am kommenden Montag und wird von uns selbstverständlich live getickert.</em></p>
<p><em>Teil 3 der Abschiedstour mit drei neuen Helden, drei neuen Illustrationen und drei neuen neuen TV-Tipps erscheint kommenden Freitag.</em></p>
<p>Und wenn ihr es verpasst habt: Hier geht&#8217;s zu <a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/">Teil 1: Mit Puyol, Scholes und Drogba</a></p>
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		<title>Diplomatie ist des Fußballs größte Stärke</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 18:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geoff Shreeves beleidigt mit seinem taktlosen Interview nach dem Champions League Halbfinale, den Geschmack der Höflichkeit im Land der Gentlemen. Wir geben Branislav Ivanovic Anschauungsunterricht für den zukünftigen Umgang mit dem charmanten Reporter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Spieler des FC Chelsea ist es der größte Abend seit der Meisterschaft 2010. Auf europäischer Bühne ist dem Verein wohl nie ein Sieg in einem so ausweglos anmutendem Spiel, wie diesem gegen die Übermannschaft aus Barcelona gelungen. Mit 2:0 lagen die Londoner bereits im Halbfinal Rückspiel der Champions League im Camp Nou zurück, bevor sie das Spiel noch drehten &#8211; mit 10 Mann. Nach der heroischen Abwehrschlacht explodierte die Bank der Londoner. Die auf dem Platz stehenden Spieler fielen sich überglücklich und müde in die Arme. Frank Lampard würde von der Surrealität der Ereignisse des Abends sprechen. Der Verein würde entgegen aller Vorhersagen, die Chance bekommen sich des großen Traumas zu entledigen, das er bei seiner Niederlage gegen Manchester United im Finale der Champions League 2009 erlitten hatte. Und das nach diesem Sieg. Gegen die beste Mannschaft der letzten Jahre, die als unschlagbar betitelt worden war, die von einigen bereits zur besten Vereinsmannschaft aller Zeiten erhoben worden war.</p>
<p>Grund zum Feiern, würde man meinen. Für Journalisten, Grund den Enthusiasmus der Spieler einzufangen, würde man meinen. Doch Geoff Shreeves vom englischen Bezahlsender Sky hatte einen anderen Plan. In seinem Interview mit Branislav Ivanovic nach dem Spiel machte er den serbischen Abwehrhühnen darauf aufmerksam, daß er wegen der gelben Karte, die er im Spiel gesehen hatte, nicht im Finale würde spielen dürfen. Ein Schock für Ivanovic, der hilfesuchend zu den neben ihm stehenden Mitspielern blickt, dessen Stimme kurz anfängt zu zittern und der so aussieht, als ob er Krokodilstränen weinen könnte. Er gewinnt seine Fassung zurück und ringt sich eins der schmerzhaftesten Lächeln der Fußballgeschichte ab, während er offensichtlich versucht einen zentnerschweren Frosch zu schlucken.</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/hhinlzXWQqg?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Für die englische Presse ein Skandal. Ein platter, unmoralischer und mit Wonne unternommener Versuch Ivanovic vor laufender Kamera zum Weinen zu bringen. Für das Internet ein gefundenes Fressen zum Parodieren. In einer Version <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qOZResPWuGM" target="_blank">analysiert Bart Simpson das Interview</a>, eine andere <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qr8-VwNv5gA" target="_blank">drückt per Zeitlupe richtig auf&#8217;s Gemüt</a>.</p>
<p>Ivanovic wurde von Shreeves überrumpelt, was im Kontext <a href="http://www.youtube.com/watch?v=N-O_Tj3pGuM&#038;feature=related" target="_blank">des gesamten Interviews</a> mit allen drei Spielern besonders klar wird. In der Geschichte des Fußballs haben das freilich bei weitem nicht alle Spieler zugelassen. Matthias Sammer, beispielsweise, hatte schon immer ein freundliches Wort für Journalisten übrig und bläst nach einer kritischen Frage zum <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KDX5PCDY5wU" target="_blank">Gegenangriff</a>, Lothar Matthäus, lässt es gar nicht erst <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sfihJ2d0Zpo&#038;feature=related" target="_blank">zu kritischen Fragen kommen</a> und selbst der häufig unsouverän wirkende Erich Ribbeck hat <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6wtTT-6ehvc#t=0m43sec" target="_blank">eine knackige Antwort</a> für unfreundliche Journalistenfragen.</p>
<p>Vielleicht hätte es Ivanovic auch geholfen, bei der Antwort auf Shreeves gemeine Frage <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_wF87vHYDjc" target="_blank">von Thierry Henry beraten zu werden</a>. Stefan Effenberg, auf der anderen Seite, hatte dies noch nie nötig. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qvl32hRtNik" target="_blank">Er faucht</a> seine Gegner ohne fremde Hilfe zusammen. Tottenhams Trainer Harry Redknapp beantwortet die Frage eines Journalisten, der seine Transferaktivitäten mit den Geschäften eines Gebrauchtwagenhändlers vergleicht mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bkaRHHz4h6s" target="_blank">äußerst deftigen Worten</a>.</p>
<p>Schließlich wäre es auch interessant geworden, wenn Shreeves seine Frage <a href="http://www.youtube.com/watch?v=jn7rexh3hu0" target="_blank">Christian Grindheim</a>, oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CUvoGlGfTdk&#038;feature=related" target="_blank">Janusz Góra</a> gestellt hätte.</p>
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		<title>Podcast #71 &#8212; Eier und Wunder und Helden</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 14:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für zwei Halbfinals! Wir sind mindestens so fertig wie die Bayern. Blaues Wunder im Camp Nou, bayrischer Triumph im Bernabeu, dazu ein altbekannter Gast für Frankreich und ein Ausblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3614" class="wp-caption alignright" style="width: 600px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_70_schweinsteiger_bayern_chelsea_barca_real-madrid_champions-league-halbfinale-artikel.png" alt="" title="podcast_70_schweinsteiger_bayern_chelsea_barca_real-madrid_champions-league-halbfinale-artikel" width="590" height="401" class="size-full wp-image-3614 pure" /><p class="wp-caption-text">Vom Rekonvaleszenten zum Leitwolf: Herr Schweinsteiger, Held unter Helden im Bernabeu. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Zeit für Superlative, nach einem der aufregendsten Champions-League-Spieltage in jüngerer und auch älterer Erinnerung.<br />
Die Bayern schaffen es tatsächlich &#8212; das Finale im eigenen Stadion, als erste Mannschaft in der Geschichte der Königsklasse. Angeführt von Schweinsteigers Eiern besiegen sie die selbigen der Spanier, die es trotz zweier Tore von Spitzenspiel-Ronaldo nicht schaffen, den Schwung vom Clásico auf das Rückspiel zu übertragen.<br />
In dem einen Spiel also ein überzeugender, ein verdienter Sieg für die Bayern, mit Elfmeterheld Neuer, Ronaldo-Stopper Lahm, Arjen &#8220;Das Ego ist zurück!&#8221; Robben und dem tragischen David Alaba.<br />
In dem anderen Speil ein vielleicht nicht ganz so verdienter, aber dafür umso geschichtsträchtiger Sieg für den FC Chelsea. Die Londoner komplettieren im Camp Nou tatsächlich das Wunder &#8212; mit 10 Mann und 0:2 Rückstand.<br />
Über die Finalaussichten beider Mannschaften sprechen wir ebenso wie über die französische Liga, für die uns erneut das geballte Fachwissen von David zugeschaltet ist.<br />
Am Ende bleibt dann noch kurz Zeit für einen Ausblick auf die Europa League, die Bundesliga und das Gipfeltreffen von Manchester &#8212; sowie für die Ankündigung, dass wir uns nächste Woche wegen eben dieses Gipfeltreffens erst <strong>am Dienstag</strong> wiederhören.<br />
Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:subtitle>Was für zwei Halbfinals! Wir sind mindestens so fertig wie die Bayern. Blaues Wunder im Camp Nou, bayrischer Triumph im Bernabeu, dazu ein altbekannter Gast für Frankreich und ein Ausblick.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Was für zwei Halbfinals! Wir sind mindestens so fertig wie die Bayern. Blaues Wunder im Camp Nou, bayrischer Triumph im Bernabeu, dazu ein altbekannter Gast für Frankreich und ein Ausblick.</itunes:summary>
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		<title>Barcelonas Sturmkauf</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 13:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Barca und Man City entscheiden sich, mehr Stürmer zu brauchen, Dzeko will in die Bundesliga, Barrios und Drogba wollen nach China oder auch nicht,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der FC Barcelona befindet sich in einer Schaffenskrise und will mit aller Macht (und viel Geld) aus Selbiger heraus. Mehr Offensive braucht der Katalane, so scheinen die Entscheidungsträger entschieden und die Lösungen in Nordlondon ausgemacht zu haben. Zunächst will man sich beim FC Arsenal noch populärer machen, als man es nach dem Rückkauf von Cesc Fabregas im letzten Sommer ohnehin schon ist und Kapitän Schokoladenfuß für €25 Mio loseisen. <strong>Robin Van Persies</strong> Vertrag läuft nur noch ein Jahr und der Holländer schaut nach eigener Aussage nur einer Mannschaft im Fernsehen beim Fußball zu: dem FC Barcelona. Real Madrid, Manchester City und Juventus Turin sind ebenfalls in das Rennen eingestiegen.</p>
<p>Sobald die Personalie in trockenen Tüchern ist, setzen sich die Mittelmänner in ein Taxi und fahren 2 Kilometer weiter zur White Hart Lane, um Arsenals Lokalrivalen Tottenham ebenfalls ihren besten Spieler auszuspannen. <strong>Gareth Bale</strong> wirft seit über einem Jahr immer wieder sehnsüchtige Blicke nach Spanien und die Spanier scheinen seinem Schmachten endlich erlegen zu sein. Ob der FC Barcelona in der nächsten Saison dann überhaupt noch mit Verteidigern spielt, wird man sehen.</p>
<p><strong>Edinson Cavani</strong>, mandeläugiger Superheld vom SSC Neapel, wird derweil mit einem Wechsel auf die Insel in Verbindung gebracht. Manchester City braucht unbedingt mehr Stürmer &#8212; ihre aktuellen haben entweder einen zu großen Dachschaden (Balotteli fackelt&#8217;s Haus ab, Tevez nimmt bezahlten Golfurlaub in Argentinien) oder verschwinden Mal um Mal in Formkrisen. Der Einzige, mit dem man auf der blauen Seite von Manchester für die nächste Saison fest zu planen scheint, ist Sergio Aguero.</p>
<p>Außerdem in Manchester im Gespräch: OSC Lilles Potzblitzzauberriesenübertalent <strong>Eden Hazard</strong>. Und das in der ganzen Stadt. Sir Alex Ferguson war in Lille im Stadion, um den kleinen Belgier höchstpersönlich unter die Lupe zu nehmen und war danach von seinen enormen Talenten höchst beeindruckt: &#8220;Er ist besonders schnell auf den ersten 10 Metern&#8221;, schwärmte der Rekordtrainer. Enthusiasmus auf Schottisch. An Hazard wird sich im Sommer aller Voraussicht nach ein Bieterkrieg entzünden &#8211; Arsenal, Chelsea, Tottenham und Real Madrid sind ebenfalls interessiert.</p>
<p>Den Weg aus Manchester heraus soll <strong>Edin Dzeko</strong> finden, der sich seit seinem Transfer aus Wolfsburg nie wirklich durchsetzen konnte und bei Roberto Mancini kein Vertrauen genießt. In der Bundesliga ist das anders. Die Bayern und Dortmund sind angeblich interessiert. Da Manchester City aber Wahnsinnsmengen britischer Pfunde auf des Ex-Wunderstürmers Konto scheffeln, ist das mit dem Vertrauen unter Umständen doch nicht so wichtig.</p>
<p>Sollte Dzeko zum deutschen Meister Wechseln, könnte er <strong>Lucas Barrios</strong> beerben &#8212; und wäre das nicht mal ein Tausch nach dem Geschmack der Schwarzgelben. Barrios ist mit seinen mangelnden Einsatzzeiten unzufrieden und will sich dem Publikum wieder zeigen. Nichts ist daher naheliegender, als ein Transfer nach China. Guangzhou Evergrande FC soll bereit sein für den Paraguayaner €12 Mio Ablöse zu zahlen. Da dürfte er dann gegen Schanghais Spielertrainer Nicolas Anelka kicken, und, wenn es tatsächlich so weit kommt, gegen den Bald-Champions-League-Unsterblichen Didier Drogba, der nach dem <a href="http://flatterball.net/2012/04/zauberzwerge-gegen-alte-helden-teil-2/">Wunder seines FC Chelsea gegen Barca gestern abend</a> immer noch vor einem auslaufenden Vertrag steht, der vielleicht und vielleicht auch nicht von beiden Seiten im Einvernehmen oder Streit verlängert oder nicht verlängert wird.</p>
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		<title>BV Borussia Seriensieger und FC Bayern Veilchen, Faschos, Wölfe, Selbstbewußtsein</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Rubrik: Unser erster Boulevard, ganz im Zeichen von Bayern gegen Real. Schauplätze: Ribéry und Robben, Naziwschweine und Wölfe. Nebensätze: Homophobie in Frankreich und eine schwarzgelbe Bedrohung am Horizont.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="boulevard-element">
<h3>1. Abteilung auf&#8217;s Maul: das Robberysche Veilchen.</h3>
<div id="attachment_3350" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><img class="size-full wp-image-3350 pure" title="robben_veilchen" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/robben_veilchen.png" alt="" width="225" height="254" /><p class="wp-caption-text">Der Mann mit Ego wird zum Mann mit Veilchen. Arjen Robben, Ribéry-Opfer</p></div>
<p>Als hätten es die Bayern es nicht schon schwer genug, jetzt, wo das schwarzgelbe Fußballdeutschland sie zum alten Bundesligaeisen sortiert. Als wäre der gute Herr Robben nicht genug am Ego geziept geworden. Jetzt haben&#8217;s auch noch die Co-Stars auf ihn abgesehen. So scheinbar geschehen in der Halbzeit vom Halbfinalhinspiel gegen Real.<br />
Robbens Ego war nach dem Spiel gegen Dortmund bereits heftig ramponiert, nach dem folgenden Spiel gegen Mainz sagte der Temperaturmesser irgendwas Richtung Gefrierpunkt. Beim Sieg gegen Real dann bloß Statist, dazu die Gemeinheit vom anderen Weltstar auf dem Flügel des Bayernsturms, das Führungstor zu schießen. Harte Zeiten für das größte Bayern-Ego seit Olli Kahn.</p>
<p>Und jetzt die Krönung: besagter anderer Weltstar knallt ihm eine vor den Latz. Nicht metaphorisch. Ganz wörtlich. Franck Ribéry <a href="http://www.bild.de/sport/fussball/bayern-muenchen/kabinen-zoff-robben-und-ribery-23753726.bild.html" target="_blank">soll einem Bericht der Investigativklitsche BILD zufolge</a> (Achtung: Link führt in qualitätsfeindliches Terrain) dem armen Arjen eine gewemmst haben. So in echt, ganz humorlos, in die Fresse, mit Vollgas auf&#8217;s Maul, so wie früher. Früher, das war, als Männer noch Männer waren, Lagerfeuer noch Lagerfeuer, Künstler auf der rechten Angriffsseite noch ungestörte Künstler.</p>
<p>Der Sportarm der BILD &#8220;enthüllte&#8221; Ribérys Traditionsbewusstsein am vergangenen Donnerstag auf der Basis von brandneuheißexklusiven &#8220;Informationen&#8221;, nach denen der Franzose in der Halbzeit des Real-Hinspiels &#8220;erst mit Worten, dann mit Fäusten auf seinen holländischen Kollegen losgegangen sein soll. Bilder nach dem Schlusspfiff&#8221;, folgert die BILD den Beweis beweisend mit charakteristischer Messerschärfe, &#8220;zeigen eine Blessur unter Robbens rechtem Auge.&#8221; Und für die besonders kritischen, die, die immer bloß kritteln und meckern und nix glauben wollen, schießt die Bild das erschlagende Argument noch nach: Ribéry &#8220;stapfte wütend in die Kabine.&#8221; Na dann. Have no fear, BILD is here. Zurücklehnen und auf&#8217;s Rückspiel freuen.</p>
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>2. Abteilung Seriensieger: Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3333 pure" title="bvb_fans_meer_sturm_dortmund_borussia" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/bvb_fans_meer_sturm_dortmund_borussia.png" alt="" width="580" height="420" /><br />
Der erste Boulevard steht (fast) ganz im Zeichen des Rückspiel des Bayern. Fast, wegen <strong>Punkt 7 (s.u.)</strong>. Fast auch, weil sich ein hartnäckiger schwarzgelber Schatten über der roten europäischen Euphorie hält.<br />
Nach dem zweiten <a href="http://flatterball.net/2012/04/vorentscheidung-in-der-meisterschaft/">1:0</a> des BVB gegen die Bayern vor 2 Wochen war die Frage nach dem Meister keine Frage mehr. Mit dem Auftrumpfen der Bayern gegen Real Madrid und dem Rückspiel am Mittwoch (wir <a href="http://flatterball.net/2012/04/fernweh-gegen-heimweh/">tickern</a>), beginnt sich eine zweite Frage aufzudrängen. Nein, eigentlich sind es zwei Fragen. Nummer 1, bisher mehr ein Tuscheln als eine Frage: Sind die Bayern ein regelmäßiger europäischer Titelkandidat? Das Zweite Finale in 3 Jahren? Und wenn ja, dann Nummer 2: wie gut sind dann die Dortmunder? Ist das Seriensiegerpotenzial? Wie weiland Borussia Mönchengladbach, Netzer und Vogts und Bonhoff und so? Kommt die neuen Nummer 1 des deutschen Fußballs aus dem Ruhrgebiet statt aus München? Trägt sie schwarzgelb statt rot?<br />
Fragen, ganz offensichtlich, die nur die nächsten Jahre beantworten können. Allein, eine Feststellung bleibt jetzt schon kleben. Mit Zuschauerrekorden in der Bundesliga, mit den Bayern in der Champions League, mit einer zweiten Spitzenmannschaft, die ohne Neuzugang Reus und zumeist auch ohne Mario Götze Meister wurde, schließlich mit Jogis Vielleicht-Wundertruppe vom Sommer geht es dem deutschen Fußball so gut wie lange nicht mehr.</p>
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>3. Abteilung Ewigkeit: Fast am Ziel</h3>
<div id="attachment_3335" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-3335 pure" title="notiz_barca_real_mourinho_artikelbild" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/notiz_barca_real_mourinho_artikelbild1.png" alt="" width="200" height="251" /><p class="wp-caption-text">Kurz vorm Ziel: José Mourinho</p></div>
<p>Er hat wohl keine Lust mehr auf den zweiten Platz in der spanischen Trainerhierarchie. José Mourinho geht mit großen Schritten auf seinen ersten Meistertitel bei Real zu. Bisher hat er jedem seinen Vereine 2 Meisterschaften und einen Pokal geschenkt, zuerst Porto, dann Chelsea, schließlich Inter. Für Porto und Inter gab&#8217;s bekanntlich die Königskrönung in der Champions League obendrauf. Aber José der Spezielle, er interessiert sich nicht für Lapidarien wie Meistertitel. José der Spezielle hat höhere Ziele: Legende, Ewigkeit, Unsterblichkeit, Bester aller Zeiten &#8212; irgendwo in der Ecke.<br />
In der Geschichte des Pokals formerly known as Europapokal der Landesmeister hat nur ein Trainer, Bob Paisley mit dem FC Liverpool, drei Titel holen können; nur drei Trainer haben zwei Titel mit zwei verschiedenen Vereinen gewonnen, Ernst Happel, Ottmar Hitzfeld &#8212; und José höchstselbst. Der Mann, der erst seit 12 Jahren Profimannschaften trainert, könnte dieses Jahr gleich zwei neue Rekorde sein eigen nennen. Genau die richtige Motivation also, für den Mann mit dem ewiglichen Horizont. Das Bernabeu wartet. Die Bayern sind gewarnt.</p>
</div>
</div>
<div class="one-third column alpha omega boulevard-right">
<div class="boulevard-element">
<h3>4. Abteilung Reichtum: Zahl der Woche</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3374 pure" title="boulevard_1_zahl_941000000" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/boulevard_1_zahl_9410000002.png" alt="" width="280" height="37" /></p>
<p>Sollen die sich erstmal ein eigenes Stadion kaufen, mag sich ein ob der zweiten Dortmunder Meisterschaft in Folge rot angelaufener Uli Hoeneß gedacht. Ein Blick auf die Bilanz kann da beruhigend wirken. 941 Millionen Euro sollen die Bayern laut <a href="http://www.forbes.com/sites/mikeozanian/2012/04/18/manchester-united-again-the-worlds-most-valuable-soccer-team/" target="_blank">Forbes-Einschätzung</a> wert sein. Nur Arsenal, Man United, der FC Barcelona und, natürlich, der Rückspielgegner aus Madrid sind wertvoller.</p>
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>5. Abteilung Nazischwein: Skandal um Real-Funktionär</h3>
<p>Wir haben es <a href="http://flatterball.net/2012/04/podcast-70-klarheit-unklarheit-sterblichkeit/">gestern im Podcast</a> schon besprochen (im Kuriositätenkabinett, irgendwo in der Mitte der Folge) &#8212; aber dieser Vorschau-Boulevard kann nicht komplett sein ohne dieses vielleicht widerlichsten Skandal der Saison.<br />
Pedro Duarte, Real Madrids nun ehemaliger Leiter für Neue Medien will Gewerkschaften &#8220;ausrotten&#8221;. Er will &#8220;Abschaum&#8221;, der am Streik Teil nimmt, &#8220;an die Wand stellen&#8221;. Er bietet an, selber den Knüppel mitzubringen und empfiehlt der Polizei, &#8220;kräftig auf den Dreck&#8221; der Streikenden einzuprügeln, sie &#8220;abstechen&#8221;. Und wo er schon dabei ist, kann man auch direkt das &#8220;Baskenland erobern&#8221; und &#8212; warum nicht? &#8212; &#8220;Weltkriege beginnen&#8221;.<br />
Einer der zügellosesten Idioten der Fußballwelt hat scheinbar für einen Moment den Filter vergessen, durch den man zur Öffentlichkeit sprechen sollte &#8212; zumindest, wenn man neben der Funktionärstätigkeit eine Professor an einer katholischen Hochschule inne hat und Adolf Hitlers Deutschland für das &#8220;beste Imperium der Geschichte&#8221; hält.<br />
Eine ausführlicheren Text gibt&#8217;s bei den Kollegen von <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/151841" target="_blank">heise</a>, wir springen weiter &#8212; wohin sonst? &#8212; zum <a href="http://flatterball.net/2011/03/episode-19-die-liebe-zum-wolf/">Wolf</a>.</p>
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>6. Abteilung Zitate: &#8220;Der Wolf bleibt böse&#8221;</h3>
<p>Wir können alles &#8212; außer Zurückhaltung. Wäre der Fußball ein Bundesland, dies wäre seine Werbung. Zuerst war es das weiße Ballett, dann die schwarze Bestie, jetzt sind die Deutschen in den Augen der spanischen Hauptstadtpresse ins Herz der historischen Finsternis zurückgeschlüpft: sie sind, wie sollte es anders sein, der Wolf. Das Madrider Sportblatt <em>AS</em> hat für das Rückspiel ein ganz eigene Prognose zu bieten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Bernabeu-Stadion wird entscheiden. Bayern verlagerte sein Spiel auf Coentraos Seite und wurde dafür belohnt. Ein anderes Real, das gleiche Bayern: Der Wolf bleibt böse.&#8221;</p></blockquote>
</div>
<div class="boulevard-element">
<h3>7. Abteilung Toleranz: &#8220;Homophobie ist was für Schwuchteln!&#8221;</h3>
<div id="attachment_3381" class="wp-caption alignnone" style="width: 260px"><img class="alignnone size-full wp-image-3381 pure" title="nicollin_homophobie_montpellier_bueste" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/nicollin_homophobie_montpellier_bueste.png" alt="" width="250" height="229" /><p class="wp-caption-text">Der fragwürdigste Posterboy französischer Toleranz und die Büste der Fraktion Gestern: Louis "Loulou" Nicollin</p></div>
<p>Und wo wir schon tief in die Kiste des politisch Zweifelhaften gegriffen haben, schließen wir mit einem der Könige der Zweifelhaftigkeit. Die Grande Nation ist bekanntlich in so manchen Dingen ein wenig eigen, selten so deutlich wie in der Bekämpfung der Homophobie. Ihr fragwürdigster und seit diesem Jahr auch preisgekrönter Vertreter ist Louis "Loulou" Nicollin, wuchtiger Müllunternehmer und Präsident des Überraschungstabellenführer von Montpellier. Mit unserem Interview mit <a href="http://flatterball.net/2011/02/flatterball-17-special-interview-mit-marcus-urban-uber-homophobie-im-fusball/">Marcus Urban</a> hatten wir das Thema Homophobie im Fußball vor einiger Zeit schonmal in einem kleinen Special aufgegriffen. Und weil sich die deutsche Bloglandschaft in der Zwischenzeit so vorbildlich um das Thema engagiert hat, dachten wir, es wäre an der Zeit, wieder mitzumischen. Das Ergebnis: <a href="http://www.aktion-libero.de/2012/04/homophobie-ist-was-fur-schwuchteln-die-geschichte-eines-zitats-in-vier-akten/" target="_blank">ein kleiner Artikel über Nicollins stilbildendes Zitat</a> (siehe Überschrift), den wir der Aktion Libero zum Präsent gemacht haben. </p>
</div>
</div>
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		<title>Podcast #70 &#8212; Klarheit, Unklarheit, Sterblichkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 13:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Clásico ist gespielt, die spanische Liga entschieden. Alles andere ist noch offen: der Abstiegskampf in der Bundesliga hat sein erstes Opfer und noch drei Kandidaten, die Meisterschaft in England ist dank eines Wunderspiels wieder weit offen, in Italien gibt's Orakel-Ernüchterung und im Kuriositätenkabinett gibt's Skandale und Skandälchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3308" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-3308 pure" title="podcast_70_ronaldo_clasico_bvb_united_city_artikel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_70_ronaldo_clasico_bvb_united_city_artikel.png" alt="" width="550" height="594" /><p class="wp-caption-text">Durchatmen für den anderen Superstar: Cristiano Ronaldo, endlich Siegtorschütze in einem wichtigen Spiel. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/90074625@N00">Gordon Flood</a></p></div>
<p>Der Clásico ist gespielt, der Sieger steht fest &#8212; zur Überraschung Vieler kommt er aus Madrid, heißt Real, hat einen Superstar mit Cojones, einen speziellen Trainer und einen Gegner, der in die Schranken der Sterblichkeit verwiesen wurde.<br />
Die Saison des FC Barcelona steht auf der Kippe, ein Stichwort, dass natürlich rund um Europa greift. Für Herhta, Köln und die beeindruckenden Augsburger geht es um die Erstliga-Existenz, für Schalke und Gladbach, Tottenham und Mailand und Inter um den Schlusstrich unter ein ereignisreiches Jahr.<br />
Die Saisons für Lautern und die Wolves aus Wolverhampton sind derweil bereits gelaufen, für Newcastle und Riesenstürmer Cissé geht sie grad erst richtig los.</p>
<p>Dazu ein Kuriositätenkabinett mit einem handfesten Skandal bei Real, weiteren Skandälchen (weil`s leider schon so gewohnt ist) von den Kölner Fans und Sepp &#8220;Funky&#8221; Blatter, dem man auf solidar.ch <a href="http://www.solidar.ch/" target="_blank">die Meinung pfeifen</a> kann. Viel Vergnügen!</p>
<p><iframe width="600" height="305" src="http://www.youtube.com/embed/3z-klCC7lFw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<itunes:summary>Der Clásico ist gespielt, die spanische Liga entschieden. Alles andere ist noch offen: der Abstiegskampf in der Bundesliga hat sein erstes Opfer und noch drei Kandidaten, die Meisterschaft in England ist dank eines Wunderspiels wieder weit offen, in Italien gibt's Orakel-Ernüchterung und im Kuriositätenkabinett gibt's Skandale und Skandälchen.</itunes:summary>
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		<title>Gipfeltreffen in Manchester: City gegen United</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/gipfeltreffen-in-manchester-city-gegen-united/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 22:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Hälfte, Nachspielzeit: Brillante Flanke genau an den Punkt, an den der Torwart nicht kann. Kapitän Kompany rauscht heran, muskelt alles aus seinem Weg und hämmert den Ball in die Mitte des Tores. Trotzdem nix zu halten. City führt -- mit einem Tor zum besten Zeitpunkt. Vom Kapitän. Das hat Terry-Dimensionen. Herr Salzmann meint außerdem, dass Carlos Tevez entweder Ohren abreißen oder Golf spielen wird. Das kann so man so unterstreichen. Bezahlfernsehexperte Neville meint, dass Kapitän Kompany beim Führungstor so aussah, als würden ihm die Venen aus dem Kopf springen. That's the spirit! ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Vorschau</h3>
<p>Wenn wir schonmal unseren festen Montagstermin aufgeben und erst am Dienstag den Podcast ins Netz stellen, sollte der Grund besser gut sein. </p>
<div id="attachment_3699" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_manchester-derby_united_city.png" alt="" title="Ticker-Aufstellung_manchester-derby_united_city" width="288" height="500" class="size-full wp-image-3699 pure" /><p class="wp-caption-text">Die Aufstellung für die Entscheidung: United mit Konterformation, City, wie mittlerweile üblich, im 4-2-2-2. Mario "Why always me?" Balotelli und der zuletzt formschwache Edin Dzeko sitzen auf der Bank.</p></div>
<p>Von Jesus&#8217; Rückkehr abgesehen kann sich ganz England keinen besseren Grund vorstellen. Das größte Spiel der englischen Saison, das wohl größte, mit Sicherheit meistgehypete Manchester-Derby in seinen knapp 130 Jahren Geschichte. Ein echtes Finale um die Krone der Liga, 2 Spieltage vor der Sommerpause.</p>
<p><strong>Die Ausgangssituation</strong><br />
Für die, die in den letzten Wochen unter einem Stein in einem Wald auf einem anderen Kontinent gelebt haben: Manchester United hat drei Punkte Vorsprung in der Liga, aber das schlechtere Torverhältnis. Gewinnt United &#8212; oder holen sie auch nur ein Unentschieden &#8212; ist die Meisterschaft mit ziemlicher Sicherheit entschieden. Gewinnt Manchester City, säßen sie tatsächlich zum ersten Mal seit dem Einbruch im Spätwinter und der Aufholjagd der letzten Wochen auf der Pole Position für ihre erste Meisterschaft seit 1968.</p>
<p><strong>Carlos Tevez oder das Comeback im Comeback</strong><br />
Beide Mannschaften dürfen personell aus dem Vollen schöpfen. Für United heißt das natürlich, auf die titelkampfgestählten alten Helden zurückzugreifen, auf <a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/">Scholes</a> und <a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/">Giggs</a> und natürlich auf einen seit Wochen in Topform spielenden Wayne Rooney.<br />
Für City kann Carlos Tevez zum unwahrscheinlichen Helden werden. Der Mann, der nach seiner Suspendierung monatelang unbezahlten Golf-Urlaub dem Profigeschäft vorzog, befindet sich in der Mitte eines bemerkenswerten Comebacks. Vor gut einem Monat legte er als Einwechselspieler im Spiel gegen Chelsea Samir Nasri mustergültig das Siegtor per Hacke auf. Der Sieg, der in sich ein kleines Comeback war, startete Citys Comeback in der Liga und katapultierte den verstoßenen Comeback-Sohn zurück in die Mannschaft. So sehr schließlich, dass Trainer Mancini sich nach vier Einwechslungen in Folge genötigt sah, Tevez vor 3 Wochen zum ersten Mal in die Startaufstellung zu stellen. Tevez dankte ihm mit einem Tor und einem Hattrick im folgenden Spiel. </p>
<p><strong>Wachablösung durch den lauten Nachbar?</strong><br />
Tevez, wir erinnern uns, war einst der Fanliebling bei United. Und Tevez, der teuerste Transfer innerhalb Manchesters, weiß: Bislang gingen solch große Spiele immer an den überragenden Rivalen in Rot &#8212; bisher. Bisher aber wurde die Rivalität noch nie auf diesem Niveau ausgefochten. United war der reichere Club, hatte den besseren Kader, City war bloß der &#8220;laute Nachbar&#8221;, wie Alex Ferguson sie einst betitelt hat. Bisher.<br />
Bisher hatte City nicht Aguero und Dzeko und Balotelli und David Silva und Samir Nasri in der Offensive aufzubieten; nicht Yaya Touré und James Milner und David Barry und Nigel de Jong im Mittelfeld, nicht Vincent Kompany und Gael Clichy und Joleon Lescott und Micah Richards in der Defensive.<br />
Ein Starensemble, dass sich nach einer starken Saison 2011 endgültig anschickte, die Wachablösung in Manchester (und damit in England) einzuläuten; City sprintete bis auf 8 Punkte in der Tabelle weg, besiegte United im Old Trafford in einer schon jetzt legendären Abreibung mit 6:1. Danach eine kurze Phase der Dominanz und schließlich der völlig unerwartete Einbruch. United überholte City, zog sogar auf 10 Punkte Abstand davon. Es klang alles nach einem bekannten Song; einem Evergreen, in dem eine enge Meisterschaft gegen egal wen am Ende von den Roten entschieden wird. In dem Fergusons Mannen die von ihm selbst als &#8220;Squeaky Bum&#8221;-Zeit betitelte Schlussphase der Saison  &#8212; erneut &#8212; als Sieger durchstehen. </p>
<p><strong>Zeit für Traienrgrößen und quietschende Hintern</strong><br />
Squaky Bum &#8212; quietschende Hintern. Sie entscheiden in der Welt des großen alten Schotten über Gedeih und Verderb. Seit über einem Vierteljahrhundert an der Spitze der roten Teufel heißt das für United fast immer Gedeih, für den Rest fast immer Verderb. Gemeint ist, in banaleren Begriffen, die Zeit, in der Charakterstärke Talent übertrumpft. In der die vielbemühten Tugenden über Titel entscheiden. Hinterbacken zusammengepresst, Harnisch auf und los, zumindest in Fergusons ganz eigener Vorstellungswelt &#8212; eine Welt, dessen Trophäenraum nach knapp 40 Jahren Trainerlaufbahn mit 48 Titeln geschmückt ist.<br />
Auf der anderen Seite steht Roberto Mancini, der stilvolle, der besonnene Vertreter der italienischen Schule. Taktisch versiert, Vorsicht vor Nachsicht. Er darf auf eine ähnliche Quote blicken. Seit er im Jahr 2000 auf die Trainerbank wechselte, hat er immerhin 10 Titel sammeln dürfen. Der letzte war der FA Cup im vergangenen Sommer, Citys erste Trophäe nach 35 Jahren Durststrecke. Das Spiel heute Abend wird entscheiden, ob das millionenschwere blaue Starensemble das nicht ganz so millionenschwere rote Starensemble in die Schranken weisen kann.<br />
Klappt es, wäre es die Vollendung einer wahrhaft bemerkenswerten Saison. Nach Husarenritt und blauem Einbruch, nach rotem Husarenritt und Comeback, nach erneutem Husarenritt und Comeback wartet die englische Liga heute Abend im Etihad Stadium auf ihre Entscheidung.</p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">-15</td>
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<td class="description">Rund eine Viertelstunde noch bis zum Anpfiff. Roberto &#8220;Ich bin immer ausgeglichen&#8221; Mancini ist sich vor dem Anpfiff sicher, dass der Titel heute nicht entschieden wird &#8212; mit dieser Einschätzung wird er alleine sein. Vielleicht liegt&#8217;s am weiterhin skizzenhaften Englisch des elegantesten Schalträgers aus Nordengland, vielleicht ein eher einfach zu durchschauender Versuch, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">-11</td>
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<td class="description">Der Hype ist kaum auszuhalten, die Spannung ebenfalls nicht. Und wir sind nicht die einzigen, die ganz tief in die Kristallkugel schauen. Patrice Evra, Uniteds Kapitän, meint, dass City &#8220;unstoppable&#8221; wäre, würden sie dieses Jahr tatsächlich noch den Titel holen; so mit Ölmillarden und allem.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">-8</td>
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<td class="description">Das englische Bezahlfernsehen hält übrigens den wunderbaren Johnny-Cash-Song &#8220;God&#8217;s gonna cut you down&#8221; für die passende Stimmungsmusik. &#8220;You can run for a long time &#8212; sooner or later, God will cut you down.&#8221; Na, dann.</p>
<p><iframe width="450" height="305" src="http://www.youtube.com/embed/guocvS7XQW0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">-4</td>
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<td class="description">Ex-United-Spieler und nun Sky-Experte Gary Neville hat Angst, dass Wayne Rooney isoliert ist, und das, obwohl er der &#8220;Krieger&#8221; ist, der er ist. &#8220;Keine Zeit für Angst, Jungs&#8221;, schließt Gary der Eigenwillige. &#8220;Ihr spielt für eure Fans, für eure Familien.&#8221;
      </td>
</tr>
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<td class="minute">1</td>
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<td class="description">Vorbericht vorbei. Der Ball rollt, die Finger zittern. Beweist uns den Hype, Jungs! Ball für Blau.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">1</td>
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<td class="description">Erste Ecke für Manu nach 30 Sekunden.
      </td>
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<td class="minute">2</td>
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<td class="description">Uff. Schönes Gewühl direkt zum Beginn. Ball rein, Ball wieder raus, Carrick und ein paar andere aus dem roten Gemenge versuchen es mit Volley-Abnahmen. Alles geblockt, danach dribbelt Nani den Ball ins Aus. Erstes &#8220;Aufpassen&#8221; Richtung City. Was ist die Antwort?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Antwort auf die Frage nach der Antwort: Ruhe bewahren. Die ersten paar Minuten gehören United. Nach 3 hektischen Minuten hat City jetzt zum ersten Mall mit etwas Ruhe den Ball.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">5</td>
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<td class="description">Immer noch Übergewicht für Man U. Zur Erinnerung: City muss gewinnen. Joe Hart, Englands bester &#8212; eigentlich Englands einziger &#8212; Torwart versucht, Ruhe ins Treiben zu bringen. Bisher erfolglos.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erster Torschuss für City. Silvas Weitschussversuch wird geblockt, sein Flankenversuch danach auch. Ecke für City.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">7</td>
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<td class="description">Gut verteidigt von Rio Ferndinand. City bleibt vorerst im Ball, Lescott vertändelt dann aber den Angriff. Wenn Innenverteidiger Fußball spielen wollen&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">8</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke Nummer 2 für ManU. Sonst spielt sich hier das meiste noch zwischen den Strafräumen ab. Den Mannschaften scheint die Bedeutung des Spiels bewusst.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">City muss hier zu Beginn mehr verteidigen, als ihnen lieb sein kann. Smallings Kopfball wird von Kompany geblockt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">12</td>
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<td class="description">Gut 10 Minuten sind vorbei. City gewinnt einen Freistoß im Mittelfeld und nutzt die Zeit zum Durchatmen; die Ruhe hält nicht lang an. Das Spiel ist noch nicht hochklassig, aber sehr intensiv. Mancini auf der Bank wirkt angespannt. Ferguson kaut Kaugummi.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">15</td>
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<td class="description">Während die Tacklings im Mittelfeld härter werden, werden sie das auch in den Kommentaren. Dimi meint, beide Mannschaften überbieten sich im Unsympathischsein und Liveticker seien was für das Prekariat, das Sky nicht bezahlen kann. Herr Salzmann sieht das anders. Da muss ich, es wundert mich selbst, Herrn Salzmann recht geben. City gewinnt mehr und mehr Kontrolle über das Spiel.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">16</td>
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<td class="description">Uff. Tevez ist durch, sucht Aguero. Jungstar Jones blockt die Flachflanke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">20</td>
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<td class="description">Ein bißchen eigenwillig: die Banner der erfolgsungewöhnten Cityfans. Arabische Schriftzeichen, Dankensbezeugungen an den Gönner, Scheich Mansour, dazu ein Banner, das wahren Glauben bezeugt. Nuja. United versucht sich immer wieder gefährlich im Kontern, City im leidenschaftlichen Abblocken. Unübersichtliches Spiel bisher. Kompany erhält die erste Gelbe für ein Foul an Wayne Rooney. Harte Entscheidung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">22</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Oha! Die Familie ist da. Die von Sergio Aguero. Diego Maradonna höchstpersönlich schaut neben seiner Tochter sitzend mit Argusaugen auf den Schwiegersohn. Aguero bisher noch unauffällig. Silva und Tevez versuchen, den Sturm zu organisieren. Ecke für City&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">23</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">&#8230;ohne Ergebnis. Kapitän Kompany mit Kopfballversuch nach Bogenlampe. Abstoß De Gea.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">24</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Rund ein Viertel des Spiels ist gespielt; bisher ist kein Ergebnis sichtbar. Nach vielen Toren sieht es nicht aus, nach einer dramatischen späten Entscheidung schon eher. Aguero wuselt sich durch 3 Paare rote Beine, holt eine weitere Ecke raus.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">25</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke kurz auf Silva, Wayne Rooney spielt Innenverteidiger &#8212; und produziert die nächste Bogenlampe. City behält den Ball, ein Abpraller landet bei Aguero &#8212; und der knallt den Volley aus 8 Metern über das Tor. Beste Situation für City bisher.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">27</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Es windet in Manchester. Mülltüten fliegen auf&#8217;s Feld, Schiri Mariner spielt Müllabfuhr. Die Sonne geht unter. Man muss diese Spiele lieben, die, die im Licht anfangen und im Flutlicht enden. Citys kurze Sturm- und Drangphase ist erstmal wieder vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">30</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nach kurzer Erfholung drückt City wieder. Tourès Schussversuch trudelt Richtung Auslinie, wird so zum perfekten Pass. City versucht&#8217;s mit technischen Kabinettstückchen, kommt aber nicht durch. United spielt das ganz ruhig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">33</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Genug Zeit, um Gael Clichys Irokesen zu bewundern. Breiter als die meister. So eine Art Travis Bickle für Millionäre. Freistoß für City, Carrick stoppt Tevez beim Konter. Die Temperatur steigt in den Zweikämpfen. Das Thermometer (oder wie man sowas nennt) sagt &#8220;wolkig bis pissig&#8221;.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">36</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Technisch ist das alles sehr, sehr ansprechend &#8212; allein, es ist furchtbar eng. Bisher kann keiner das Spiel entscheidend öffnen. Aguero kriegt den Ball vom starken Nasri, lupft ihn ungewollt an und versuch den Volley. Hätte Ecke sein sollen, gibt aber Abstoß. Sie kommen immer wieder ein kleines bißchen häher. Uniteds früher Vorteil ist jedenfalls weg.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">City klopft an die Führungstür. Tevez mit dem Kopfballlupfer (wieviele &#8220;l&#8221;?) als Vorlage, Zabaleta kontrolliert eingesprungen, schießt dann aber, anstatt Aguero ran zu lassen. Kein Problem für de Gea. Es wird schneller jetzt, hitziger, lauter im Stadion.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">39</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Von Citys Standardmagier, David Silva, ist nicht allzu viel zu sehen bisher. Von Nasri dafür schon. Viel geht über den Franzosen. City klopft nochmal an, De Gea im United-Tor aber souverän. Ein Wort zu De Gea: gut. Und das ist überraschend, nach einem völlig verkorksten Saisonauftakt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke City nach Konter. Aguero wuselt, hin und her, und nochmal, schließlich der Schuss, der zur Ecke führt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">41</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gut verteidigt. De Gea sicher im Gewühl, Scholes danach sicher im Gewühl vor dem Strafraum, United im direkten Konter ballsicher. Ecke United.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fast clever. Nani mit Flachpass in den Strafraum, Park ist als erster am Ball &#8212; zieht aber drüber, so aus 10 Metern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">44</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So. Ein paar Minuten noch in der ersten Hälfte eines bisher unterwältigenden Spiels. City meist über rechts, über Nasri und Touré.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Letzte Minute reguläre Zeit. Nocheinmal Ecke City.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">United sicher, aber unfähig, wirklich zu klären. Hier passiert alles um Uniteds Strafraum herum. Wenn auch nicht drin. Noch &#8216;ne Ecke.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>1:0 CITY</strong><br />
Brillante Flanke genau an den Punkt, an den der Torwart nicht kann. Kapitän Kompany rauscht heran, muskelt alles aus seinem Weg und hämmert den Ball in die Mitte des Tores. Trotzdem nix zu halten.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute"><br/><span class="nachspielzeit"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT IM ETIHAD STADIUM</strong><br />
City führt &#8212; mit einem Tor zum besten Zeitpunkt. Vom Kapitän. Das hat Terry-Dimensionen. Herr Salzmann meint außerdem, dass Carlos Tevez entweder Ohren abreißen oder Golf spielen wird. Das kann so man so unterstreichen.<br />
Randnotiz meint, dass über den Logen ein mindestens 20 Meter langes Plaktat angebracht wurde, auf dem “we´re not really here” steht &#8212; was als Ironie gegen die Scampi-Fans sicher großartig ist.<br />
Und Dimi meint, ich wäre langsam. Womit wir wieder bei den Sky-besitzenden Scampi-Fans wären. Ja, auch die Oberklasse darf auf Flatterball kommentieren.<br />
Hach, ja.<br />
All the world&#8217;s a stage, and all the men and women are merely players in it.<br />
Ich geh zur Beruhigung jetzt Shakespeare auf dem Klo lesen.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die zweite Hälfte ist angepfiffen!<br />
Wie man so höflich bei Spitzenspielen sagt, um ja die Zuschauer/Leser/Hörer nicht vergraulen: eine Leistungssteigerung ist möglich. Luft nach oben. Bei allen, versteht sich, außer bei Vincent Kompany. In der Pause nämlich meint Bezahlfernsehexperte Neville, dass Kapitän Kompany beim Führungstor so aussah, als würden ihm die Venen aus dem Kopf springen. That&#8217;s the spirit!<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Rooney eröffnet die titanische Aufholjagd mit einem albernen Fehlpass. Sicher nur, um die Spannung zu erhöhen.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">47</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">United versucht sich im Spießumdrehen. Ball halten, Zelte um Citys Strafraum herum aufbauen, Grillwurst raus (oder was immer der Engländer grillt) und dann Kurzpass. City hilft sich mit Rausbolzen Richtung Tevez, Abrpraller Scholes, auf Nani &#8212; der holt eine Ecke raus.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">49</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hart fliegt klassisch englisch fast am Ball vorbei &#8212; nicht so klassisch: er kriegt den Ball. Unüblich für englische Keeper. Noch eine Ecke. Nix. Aber ManU bleibt danach im Ballbesitz. Dann wieder nicht. Ecke City.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">51</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ähnlich getreten wie die, die zum 1:0 führte. Rio Ferdinand sieht da kurz aus wie Alice im Wunderland. Am Ende zischt die Flanke an allen vorbei.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">52</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Schade, dass Clichy und Nasri meist nicht auf dem gleichen Flügel spielen. Ich hätte so viele &#8220;French Connection&#8221;-Sprüchlein gehabt. Es gibt nur ein&#8217; Gene Hackman! Derweil erhält Yaya Touré gelb für frustriertes-Ball-auf-den-Boden-duppen. Ich nehme Wortvorschläge an, die mir helfen, nie wieder &#8220;duppen&#8221; schreiben zu müssen.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">56</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bei ManU läuft Danny Welbeck sich warm. Das hieße 4-4-2 statt dem bisherigen System mit Rooney als einziger Spitze. Dem Spiel würde es gut tun, so darf man glauben. Chris Smalling, der Gegentor-Verschulder, rammt derweil Carlos Tevez unangespitzt in den Mittelfeldboden. Ob das klug ist&#8230;<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mancini, das Catenaccio-Kind, schickt derweilen Nigel De Jong zum Aufwärmen. Wäre nicht das erste Mal, dass der Italiener versucht, schon zu Beginn der zweiten Hälfte zu mauern. Solange aber bleibt City gefährlich. Ein Konter landet bei Rechtsverteidiger Zabaleta, der wird abgegrätscht &#8212; Ecke.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">58</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball duppt raus (da isses wieder), duppt wieder rein. Ich möchte nie wieder &#8220;duppen&#8221; schreiben müssen. Scheint aber zu passen. Nasri versuchts halbvolley, verzieht aber. Park ist derweil raus, Welbeck ist drin. 4-4-2. Attacke United.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Es wäre nur konsequent, wenn nach Husarenritt City und Comeback United und Comeback City mit Comeback-Tevez nun dann United in diesem Spiel das Comeback starten würde &#8212; der (vielleicht) letzte Plottwist einer aufregenden Saison. Eine halbe Stunde ist noch zu spielen.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">62</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uii. Touré knallt einen flachen Ball von der Seite vor&#8217;s Tor. United ist aufmerksam.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">64</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">An der Souveränität liegt es nicht, dass United hintenliegt. Scholes, Giggs versuchen das Ballhalten jetzt mal methodisch. Klappt ordentlich. Ecke, nachdem Lescott Jones&#8217; Flanke blockt.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">De Jong kommt für City. Carlos Tevez runter, Nigel fucking De Jong rauf. Schade. Der Karate-Treter von 2010. Der Beinbrecher von 2011. Ein wirklich liebliches Kerlchen. Jetzt ist die Taktik wohl klar: Mauern und Kontern (blau) gegen Ballbesitz und Kurzpass (rot).<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">69</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Auf in&#8217;s letzte Viertel des Spiels. United hat den Ball, City die Ruhe weg. Ballbestitzstatistik: 50, 50.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">71</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nochmal Gelb. Jones markiert Barrys Spann mit seinen Stollen. &#8220;Meiner.&#8221; Barry liegt am Boden. Genug Zeit, um darauf hinzuweisen, dass Herr Salzmann einen Kaffe&#038;Kuchen-Stand im Stadion ausgemacht hat. Moderner Fußball. Genug Zeit für das Fernsehen, das Muskelprotz-1:0 zu wiederholen. Old School.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">73</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und jetzt auch Zeit für die City-Fans, ihren Lieblingsgesang anzustimmen. &#8220;Mancini &#8212; oho. Mancini &#8212; oho.&#8221; Sollte er tatsächlich Ferguson ausstechen? Sieht gut aus, bisher. Yaya Touré versucht es mit einem Distanzschuss. 2 Meter vorbei. Bemerkenswert vor allem, wie unaufhaltsam der Ex-Barca-Spieler ist, wenn er mit dem Ball am Fuß die Verteidigung vor sich herschiebt, und das, wenn ich auf die Kommentare verweisen darf, im Halbschlaf.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">76</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und wieder Touré. Scheint das Spiel jetzt an sich reißen zu wollen, fordert (erfolglos) gelb. Was wiederum eigentlich gelb ist und damit gelbrot wäre. Auch das passiert nicht. Eine Viertelstunde noch.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">77</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Da isser! Der Nigel. Von hinten in Welbecks Beine. Gelb. War &#8212; tatsächlich, glaube ich &#8212; nicht bös&#8217; gemeint.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">77</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">JETZT GEHT&#8217;S AB! Nach de Jongs Tackling ist Ferguson wütend, geht auf Mancini los. Die beiden müssen getrennt werden. Scheint mir, als hätte Mancini die &#8220;Blabla&#8221;-Geste mit den Händen gemacht. Sehr gut. Mehr davon.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">78</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wiederholung zeigt: Ja, hat er. Blabla, Sir Alex. Hui-ui&#8212;-uiuiuiui. Die Fans singen, erwartungsgemäß, erneut ihren Lieblingssong. &#8220;Mancini&#8230; oho.&#8221; Aguero ballert ins Außennetz.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">79</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So. Das böse Blut wird sichtbar. Bisher war es zivilisiert, aber wenn schon die Trainer anfangen&#8230; Carrick mit einem zynischen Tackling an Barry. Gelb dafür. Dunkelgelb.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Rooney kriegt einen Lupferversuch abgepfiffen. Bloß, weil da auch ein Gesicht war. Rooney ist frustriert. Kein Spieler sieht so schön frustriert aus. Es ist laut im Stadion. 10 Minuten bis zur Vorentscheidung in der Meisterschaft. 10 Minuten bis zum perfekten Comeback in Hellblau.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">82</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">UHHHH! Fast die Entscheidung. Touré treibt mal wieder ganz alleine einen Konter an, schiebt die Verteidigung bis zum 16er &#8212; und versucht den Schlenzer mit links. 30 Zentimeter vorbei.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">83</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mancini rührt jetzt den Zement an. Rechts-/Innenverteidiger Micah Richards für David Silva. Bei ManU sind Young und Valencia nun dabei. Schlussphase.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">86</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder Touré, der den Ball gegen drei Rote gewinnt. Wertvolle, wertvolle Zeit. Danach Aguero gegen zwei. Freistoß für City.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">88</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">De Gea boxt den Freistoß irgendwie raus, aber es kostet United eine knappe Minute, um die Situation zu bereinigen. 3 Minuten reguläre Zeit verbleiben.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">89</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ohhh &#8212; Ahhh &#8212; Ohhh! Gewühl im Strafraum vom Manchester United. Clichy mit dem 18-Meter-Schuss, De Gea diesmal stark. City danach noch ein Mal, zwei Mal. United versucht es wieder. Die Zeit rennt davon. &#8220;Tempus fugit&#8221;, für die Oberklasse.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ohhh &#8212; Ahhh &#8212; Ohhh &#8212; Nein! Das sollte das 2:0 sein. Wieder Touré, wieder nicht zu halten. Nasri am Ende am 5-Meter-Raum gegen 3, dribbelt, dribbelt, dribbelt&#8230; verdribbelt.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nachspielzeit. <strong>5 Minuten</strong> werden nachgespielt! Großes Buhen, verständlicherweise. United wiedermal vorne. Mancini ist wüüüüüüüüüüütend. Das hätte durch sein können. Nervenreißen, bald zumindest.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder Touré. Zieht den Freistoß gegen Valencia.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nasri versucht&#8217;s mit dem Heber auf Aguero. Smalling diesmal aufmerksam. City verteidigt leidenschaftlich. Ein paar Minuten noch, die über Titel, über Ewigkeit, über das Recht zu plärren, über viele, viele Millionen Euro entscheiden. Milner kommt für den starken Nasri.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+4</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Anderthalb Minuten noch. Viel zu lang für City, viel zu kurz für United. Die haben noch einmal den Ball.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+5</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Giggs, Carrick, außen auf Evra. Nochmal eine Ecke. Guter Block von Zabaleta. Eine Minute noch.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+5</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke geblockt. Einwurf United.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+6</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ohhha. Rooney kurz frei, sein Schuß aber wird geblockt. Die Flanke danach führt zum Foul an Joe Hart. Sie sind fast am Ziel, die Hellblauen. Die 5 Minuten sind durch.<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+6</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ferguson schaut dumm drein. Der Pfiff muss kommen, bald&#8230;<br />
    </tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>VORBEI! AUS! 1:0 für City ist der Endstand!</strong><br />
Das elfte Mal in dieser Saison, dass die Tabellenführung wechselt. Vielleicht das entscheidende Mal. Zwei Spiele kommen noch. Punkteverteilung: City 83, United 83. Citys Torverhältnis aber ist 8 Tore besser. City muss also ausrutschen. Am nächsten Samstag geht&#8217;s gegen die Überraschungsvierten aus Newcastle. Wir werden sehen.<br />
Der hellblaue Mob tobt, übt einen Cameo-Auftritt als ein Beatles-Mob. &#8220;Hey Jude&#8221; hämmert aus den Lautsprechern, alle singen mit, inklusive Citys Nummer-1-Promi, dem guten Herrn Gallagher of Oasis-Ruhm.<br />
Wohl ihm zu Ehren läuft danach dann auch &#8220;Wonderwall&#8221;. Besonders laut wird es bei diesen Zeilen:</p>
<blockquote><p>I don&#8217;t believe that anybody<br />
Feels the way I do<br />
About you now</p></blockquote>
<p>Citys Fans sind ekstatisch.<br />
Ich bin erschöpft.<br />
Danke für eure Kommentare &#8212; und, wie man nach dem Ergebnis wohl sagen muss, besonderen Dank auch aus unsere Leser aus der Oberschicht.<br />
Wir hören uns morgen im Podcast.<br />
Gute Nacht.<br />
    </tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://flatterball.net/2012/04/gipfeltreffen-in-manchester-city-gegen-united/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Fernweh gegen Heimweh</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/fernweh-gegen-heimweh/</link>
		<comments>http://flatterball.net/2012/04/fernweh-gegen-heimweh/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 21:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liveticker]]></category>
		<category><![CDATA[Arjen Robben]]></category>
		<category><![CDATA[Bastian Schweinsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Cristiano Ronaldo]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Ribery]]></category>
		<category><![CDATA[José Mourinho]]></category>
		<category><![CDATA[Jupp Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Gomez]]></category>
		<category><![CDATA[Mesut Özil]]></category>
		<category><![CDATA[Real Madrid]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://flatterball.net/?p=3302</guid>
		<description><![CDATA[Hier ist Halbzeit. Meine Fresse. Würdiger Anwärter auf das beste Halbfinalrückspiel 2012 (Synonym für Spiel des Jahres). Aufregend. Auf und ab. Aufputschend. Aufpassen vor Nervenkollaps. Nochmal die Zusammenfassung: Alaba mit Hand im 16er (zumindest meinen das manche), Ronaldo verwandelt, dann Robben mit dem BVB-Reloaded-Verpasser, dann Hirnpause in der Bayernabwehr, Özil mit Zucker, Ronaldo mit Eiswasser in den Venen, alles gegessen -- denkste, Gomez lässt sich ummähen, Robben lässt sich nicht zwei Mal bitten und dann nochmal hier und dann nochmal da und schon war Pause. Spielstand: Verlängerung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Vorbericht: Notizen vor dem Anstoß im Bernabeu</h3>
<p>Ab 20:45 Uhr geht&#8217;s um &#8212; Vorsicht, Kalauer &#8212; die Weißwurst. Starensemble gegen Starensemble. Die Medien, ach was, wir alle haben uns die Münder fusselig geredet und die Finger wundgeschrieben. Nach dem <a href="http://flatterball.net/2012/04/zauberzwerge-gegen-alte-helden-teil-2/">gestrigen Wunder vom Camp Nou</a> liegt die Spannungsmesslatte sehr hoch. Trotzdem, allein die Stimmungsmacherei abseits des Platzes in den letzten Tagen und Wochen verspricht ein Spektakel &#8212; das galaktisch-weiße Ballett Reals, das mittlerweile ohne Nazischwein, dafür mit Rekord-Ronaldo und Ewigkeits-Mourinhi gegen den Wolf, gegen die schwarzen Bestien aus Deutschland antritt, die sich ihrerseits über eine knappe Millarde an Euros freuen und sich dabei trotzdem untereinander auf&#8217;s Maul geben (bitte was? Genau. Mehr zum skurrilen Vorgeplänkel <a href="http://flatterball.net/2012/04/bv-borussia-seriensieger-und-fc-bayern-veilchen-faschos-wolfe-selbstbewustsein">im Boulevard</a>).<br />
<div id="attachment_3446" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><img class=" wp-image-3446 pure" title="Ticker-Aufstellung_bayern_real-rückspiel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_bayern_real-rückspiel.png" alt="" width="288" height="500" /><p class="wp-caption-text">Die voraussichtlichen Aufstellungen: beide Mannschaften können personell aus dem Vollen schöpfen. Kroos spielt wieder für Müller.</p></div></p>
<p>Gesucht wird Finalteilnehmer Nummer 2, gesucht wird &#8212; wer hätte das gedacht? &#8212; der Gegner von Barca-Bezwinger Chelsea.</p>
<p>Europas Thron ist vakant und die Bayern gehen mit Führung ins Spiel. 90 Minuten oder mehr laaaaange Minuten im Santiago Bernabeu stehen ihnen bevor; vor rund 80.000 frenetischen Madrilenen gegen ein Real Madrid, das frisch vom ersten Clásico-Sieg der Ära Mourinho kommt. Barca haben sie zum ersten Mal in die Schranken verwiesen: für die spanischen Hauptstädter geht es nun um die Wiedererringung der Vorherrschaft in Europa.</p>
<p>Wie geht man gegen so eine Mannschaft vor? Ganz einfach: indem man genau so spielt wie im Hinspiel. Aber einfacher gesagt als getan.<br />
Einen Torrekord hat Real dieses Jahr schon aufgestellt, weswegen Ex-Bayer Willy Sagnol feststellt, dass ein 0:0 &#8220;unmöglich&#8221; ist.<br />
Mauern ist also keine Option, ein Tor muss mindestens her.</p>
<p><strong>Nebenschauplatz:</strong> Für beiden Mannschaften &#8212; d.h. auch: für die beiden Rekordmesiter aus Spanien und Deutschland &#8212; hat das Spiel auch nationale Konnotationen. Real will seinem Clásico-Sieg nachträgliches Gewicht verleihen. Die Bayern müssen dem Emporkömmling aus Dortmund zeigen, wer die Nummer 2 im deutschen Fußball ist. Nach dem schwarzgelben Doppeltitel plagt die Bayern das Heimweh &#8212; die Sehnsucht nach dem Finale im eigenen Stadion am 19. Mai. Kommen sie weiter, die Bayern, dann kann man sie wohl als leichten Favoriten auf den Titel ansehen &#8212; das Finale im eigenen Stadion, gegen die Helden von Chelsea, die im Finale ohne 3 ihrer gesperrten Stammspieler (Kapitän Terry, Ivanonovic, Ramires) auskommen müssen. Aber ganz so weit sind wir eben noch nicht.</p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">-13</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wenn Johannes Baptist Kerner von Gefühlen erzählt, denen man sich nicht enziehen kann (und man trotzdem nur zu 50% anderer Meinung ist); wenn die ran-Gewinnspielfrage fragt, ob Di Maria oder der Josef bei Real spielen (und man fast schmunzelt); wenn drüben im englischen Fernsehen Roy Keane ein Lächeln zeigt &#8212; dann weiß man, das ein großes Spiel auf uns wartet. Knapp 15 Minuten bis zum Anstoß.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">-4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wenn Osram auf den Special One trifft; wenn, wie Randnotiz schreibt, Bayernhasser zu Bayernfans mutieren und andere Bayernhasser noch größere Hasser werden; wenn Reals Vereinshymne Gänsehaut verbreitet, wenn einen der Text der Champions-League-Hymne interessier &#8212; dann weiß man, das ein großes Spiel auf uns wartet. Noch rund 3 Minuten bis zum Anstoß.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Los geht&#8217;s! Hoffen auf Cojones! Hoffen auf Rock&#8217;n'Roll! 7 Bayern mit Gelb vorbelastet. Rot mit Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">3</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Meist zivilisierter Auftakt. Marcelo fordert das erste Gelb. Ähem. Ok.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Von wegen ziviliesert. Arbeloa sollte da Gelb sehen gegen Ribéry. Tut er aber nicht. Hier wird&#8217;s rund gehen, wenn Karsai das durchgehen lässt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">5</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Oha! Elfmeter! Handelfmeter für Real Madrid.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">5</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Alaba damit fürs Endspiel raus; Marcelos Flanke, Di Maria verzieht eigentlich &#8212; sehr fragwürdig. Ronaldo gegen Neuer.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>1:0 Madrid!</strong> Ronaldo ganz lässig, Neuer chancenlos. Kalte Dusche. Kein Auftakt nach &#8212; Kalaueralarm &#8212; Maß. Ihr wisst schon, Maßbier und so? Nein? Ok, weiter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">7</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So. Sind wir mal auf die Reaktion gespannt. Stand jetzt Real im Finale. Heynckes und Mourinho beide reaktionslos auf der Bank.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">8</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">AHHHHHHHHHHH! Robben! Robben&#8230; meine Herren! Den muss er machen. Alaba maßgerecht an den Fünfer, Robben ganz frei, und wie vor 2 Wochen gegen den BVB grundlos drüber. Leck mich am Arsch. Muss 1:1 sein. Steht 1:0. Der Tanz, er geht los.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fänkt Mourinho jetzt schon das Mauern an? Real lässt die Bayern gewähren, Alaba ist nach der sehr, sehr fragwürdigen Gelbentscheidung hyperaktiv. Schon beeindruckend der Kerl, so für einen 19jährigen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">12</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">UHHHH! Gomez mit Weitschuss, Casillas prallt nach vorn, Ribßery bekommt den Nachschuss im letzten Moment von Khedira geblockt. Die Ecke danach führt zur Ecke danach.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">13</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gewühl nach der zweiten Ecke, allerdings ohne Zählbares. Bayern danach wieder mit Ball. Der Neutrale Zuschauer (wo ist der eigentlich?) fordert: weiter so!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">14</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>2:0! Wieder Ronaldo. Oh Mann!</strong><br />
Ganz, ganz bitter. Khedira auf Özil, Ronaldo völlig frei im Zentrum, Zuckerpässchen, Ronaldo schiebt ein. So wird das nix hier. Eiseiseiseis-eiseskalt. Ronaldo wirkt gierig, die Jahres des Messi vergessen zu machen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">16</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bayern kommt über Rechts, über den den Veilchen-Robben, der nun endgültig gefordert ist. Sein Schlenzer geht in Casillas&#8217; Arme.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">18</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ronaldo macht eigentlich ein furchtbar mittelmäßiges Spiel. 2 gute Ballberührungen, zwei Tore &#8212; wahrscheinlich muss das reichen in einem europäischen Halbfinale nach einer guten Viertelstunde. Das Spiel hat jetzt die Form &#8220;Ballbesitz Bayern, Lauerstellung Real&#8221;.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">20</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Sobald Real den Ball hat, geht es schnell. Auf der Gegenseite fordert Robben viel den Ball. Diesmal Konter über Ribéry. Ecke Nummer 3&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">22</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Oha. Boateng eigentlich mit ganz freiem Kopfball, etwas in Rücklage. Nix passiert. Weiter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">23</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So. Durch die Wiederholungen im Fernsehen wissen wir jetzt, dass Robbens Fehlschuss schwerer war, als zuerst gedacht, dass Ronaldo beim 2:0 ca. 30 Zentimeter im Abseits war und Gomez beim letzten Bayern Konter ca. 1 Meter am Tor vorbei schießt. Bayern mt Lahm über rechts, diesmal Gustavo aus der Distanz. Real nimmt&#8217;s leicht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">25</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Vor allem Gomez ist im Bayernangriff sehr aktiv. Ganz skurril &#8212; eigentlich wirkt der FC Bayern das ganze Spiel bisher besser. Das 2:0 ist wie ein Schatten, irgendwo im Hinterkopf, der nicht ganz real sein will. Mourinho denkt das gleiche und grinst.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">26</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Oha. Fuss meint: Abenteuerland. Konter Real, Özil auf Ronaldo, der an einem vorbei, am zweiten, Flanke flach in die Mitte. Neuer lässt prallen, Verwirrung, Neuer knallt den Ball weg, danach nochmal, schließlich fällt Neuer drauf. Puh.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">26</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Elfmeter! Gomez fällt. Direkter Gegenzug. Robben oder Ribéry? Aufs Maul? Robben, wie im Dortmund.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">27</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>DRIN! 2:1! Das Ego macht&#8217;s!</strong><br />
Casillas war da noch dran, aber der war grad scharf genug. 2:1, wie im Hinspiel. Verlängerung, Stand jetzt, gut eine Stunde vor dem Abpfiff. Was für ein Auftakt. Die beiden Mannschaften wollen das Wunderspiel von gestern Abend toppen. Verschuldet hatte den Elfmeter übrigens Sergio Ramos.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">30</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uff! Schnellausgeführter Freistpß Ronaldo, 30 Meter, in der Mitte verpasst Benzema. Knapp daneben. Neuer schimpft. Der Mann hat recht, braucht aber auch einen Spiegel.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">32</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Geiles Fußballspiel. Absolut offen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">32</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kommentatorenfluch. Luis Gustavo mit einem Flankenwechsel für die C-Jugend. Heißt halt nicht jeder Mesut.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">35</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">GOMEZ! Den kann er auch machen. Kroos auf Gomez, der mit Drehschuss an Casillas&#8217; Fuß. Danach fast Elfer für die Bayern, Ribéry fällt im Strafraum, aber weiter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">36</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Özil, immer wieder Özil. Sooooo ballsicher &#8212; traumhaft. Diesmal holt er eine Ecke raus, tritt sie auch selbst&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">36</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Reals erste Ecke verpufft. Trotzdem weiter Ballbesitz. Wenn ein Spiel das Prädikat &#8220;unvorhersehbar&#8221; verdient, dann das. Freistoß für Real aus knapp 25 Metern jetzt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ronaldo&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">&#8230; auf Neuer. Abwurft Neuer, abgefangen. Durchpass auf Ronaldo so grad verhindert.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">38</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und wieder die Roten. Robben im Dribbling, zwei Meter drüber.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Alles wieder auf seine Plätze. Bayern darf gewähren, Real lauert. Özil ist unhaltbar, wenn er am Ball ist. Gut fünf Minuten noch bis zur Halbzeit. Bitte das Sauerstoffzelt bereit machen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die erste kleine Ruhephase im Spiel. Auf beiden Seiten ist kurzzeitig die Präzision weg. Bereitmachen zum Schlussspurt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uiii! Abteilung Trickkiste. Robben mit cleverem Einwurf in Spitze auf Gomez. Pepe klärt rechtzeitig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">43</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder Özil, diesmal über links. Ist gegen Gustavo durch, wird von ihm gelegt. Sollte Gelb geben, gab&#8217;s aber nicht. Ausgleichende Gerechtigkeit nach dem Arbeloa-Foul vom Anfang. Freistoß Alonso.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">44</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball zischt über alle Köpfe ins Aus. Gut eine Minute noch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die erste Nachspielminute läuft. Bayern wieder über Robben. Freistoß! Super Position aus 17 Metern für die Bayern. Robben grabscht sich den Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uffff. Nochmal knapp. Flach auf&#8217;s Torwarteck. Der beste Keeper (Sorry, Manuel&#8230; aber echt nicht!) der Welt hält. Hier ist Pause.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT</strong><br />
Meine Fresse. Würdiger Anwärter auf das beste Halbfinalrückspiel 2012 (Synonym für Spiel des Jahres). Aufregend. Auf und ab. Aufputschend. Aufpassen vor Nervenkollaps. Pause.<br />
Nochmal die Zusammenfassung: Alaba mit Hand im 16er (zumindest meinen das manche), Ronaldo verwandelt, dann Robben mit dem BVB-Reloaded-Verpasser, dann Hirnpause in der Bayernabwehr, Özil mit Zucker, Ronaldo mit Eiswasser in den Venen, alles gegessen &#8212; denkste, Gomez lässt sich ummähen, Robben lässt sich nicht zwei Mal bitten und dann nochmal hier und dann nochmal da und schon war Pause.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Weiter mit Hälfte 2. Real stößt an. Irgendein Herz wird hier brechen, in 45 oder in 75 oder mehr Minuten. Spielstand: Verlängerung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">47</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real drückt erstmal. Benzemas flache Flanke zischt an allen vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und wieder die Bayern, wieder über viel rechts, über Lahm und Robben, und dann wieder in die Mitte und dann wieder nach rechts. Lahms Flanke auf Gomez` Kopf. Knapp daneben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">49</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">He-hey! Neuer tanzt nach Rückpass Ronaldo aus. Bayern kontrolliert das Spiel wieder. Thomas Müller läuft sich warm.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">50</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nur mal zur Erinnerung: ein Tor für die Bayern, und Real braucht noch zwei. Eins für Real und Bayern braucht trotzdem nur eins. Bisher scheint das keine der beiden Mannschaften zu lähmen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">51</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Damit das nicht der Verdacht der Lobhudelei erhält: Mesut Özil kann einen Ball nicht kontrollieren! (Alonsos Pass war aber auch Mist.)
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Robben gegen 4, 5 Mann mit dem Dribbling, versucht auf Gomez durchzustecken. Leider erfolglos. Gomez vereitelt den Zweikampf der Spanier mit einem taktischen Foul. Sehr aktiv bisher, der Matador. Kriegt keine Chancen, also arbeitet er. War auch nicht immer so.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">56</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Bernabeu &#8212; nicht nur wegen Edelfan Placido Domingo immer wieder als Oper verschrien &#8212; zelebriert das eigene Pfeifkonzert. Die rund 8% mitgereisten Münchner sind allerdings eben so laut. Real jetzt mit Freistoß aus rund 40 Metern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Durchpass auf Benzema, Drehschuss, Neuer hält.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">58</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gomez auf der Gegenseite. Schweisteiger mit dem Pass, Gomez zögert einmal, zweimal, Casilass fängt schließlich den abgefälschten Schuss.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">59</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke für Real nach Dribbling Ronaldo. Zwischen den Strafäumen ist das für beide Mannschaften eigentlich zu einfach. Aber was mecker ich. Lauerstellung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">60</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Özils Ecke bringt nichts ein, Arbeloas holt sich beim anschließend Bayernkonter die verdiente Gelbe. Ribéry umgewemmst. Die Gelbe hat keine Auswirkungen für einen von Reals unbesungenen Stützen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Eine halbe Stunde noch. Der Auftakt der zweiten Hälfte gerät dann doch vorsichtiger als gedacht. Schweinsteiger hat jetzt schon länger durchgehalten als im Hinspiel. Macht jetzt auch einen besseren Ausdruck. Bastian hat übrigens Nasenbluten. Herr Schweinsteiger bleibt davon unbeeindruckt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">63</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fuss fragt, ob Ronaldo noch mitspielt. Berechtigte Frage. Robben auf der Gegenseite vertreibt weiter eifrig die Dämonen des Scheiterns, die sich in den letzten zwei Wochen in seinem Hirn ein Zuhause eingerichtet haben. Sein Schuss wird geblockt, wie danach auch der von Kroos. Bayern wieder über rechts, und wenn es über links geht, dann wenig über Ribéry.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">64</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Auf beiden Seiten eine Abseitsentscheidung &#8212; einmal Robben, einmal Marcelo. Die erste korrekt, die zweite falsch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">66</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Da ist das Ego! Robben hat nach Doppelpass (oder Doppelabpraller) mit Lahm Platz. Gomez ist frei, Robben will alleine. Casillas vor ihm. Gegenzug und Ecke für Real.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das war nix. Di Maria (Der Josef) ihr (sein) Ball wird rausgeschlagen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">68</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So. In die zweite Hälfte der zweiten Hälfte. Aus dem Hurrafußball der ersten Hälfte ist ein ganz angespannter Kick geworden. Hochspannend, aufregend, aber zittrig. Konstantes Pfeifkonzert. Ronaldo (da isser ja) mit 30-Meter-Cojones-Kick in die Arme von Neuer.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">70</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uh! Konter über Ronaldo nach Schweinsteigers Ballverlust. Drei Mann verliebt in Ronaldos Ballbehandlung, der aber schaut hoch, findet Benzema, 18 Meter, einen halben drüber.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">72</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und wieder kein Gelb für Luis Gustavo. Was dem Spiel manchmal gut tut, droht Herrn Karsai zu entgleiten. War korrekt, aber sehr hart. Egal. Super Grätsche, Freistoß Ronaldo. Cojones&#8230; in die Wolken.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">73</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Während ich noch drüber nachdenke, wie Cojones in den Wolken aussehen (metaphorisch, so als Wolkenformation, oder auch real), versuchen die Bayern die Konter zu beschleunigen. Klappt nur mäßig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">76</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real bringt Kaka für Di Maria. Witze über den Josef sind damit vorüber. Eine Viertelstunde noch in der regulären Spielzeit. Wir sind endgültig in der angespannten Phase des Spiels angekommen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">77</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kroos mit Fehlpass, Ribéry mit Fehlpass &#8212; Real wieder mit dem Ball. Nach 30 herausragenden Minuten zu Beginn ist das jetzt Kontrolle über alles. Schade, aber nachvollziehbar &#8212; und sauspannend.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">78</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real ist präziser, wenn sie mal vorne sind. Wieder Benzema, der ein tolles Spiel macht, überläuft Badstuber, Boateng klärt die flache Flanke zur Ecke. Torchance: Leider nein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">80</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bayern weiter über rechts, aber ohne viel Zug, ohne Plan, ohne Konsequenz. Schweinsteiger mit Fehlpass. Kroos kann sich mal durchsetzen (gegen Real und Ribéry). Wieder raus auf rechts, Lahms Flanke wird rausgeköpft.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">82</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">OK. 10 Minuten noch, dann gibt&#8217;s Verlängerung. Riecht schon stark danach. Vielleicht versucht&#8217;s in der Schlussphase noch mal jemand.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hey! Ribéry hat&#8217;s verstanden. Er ist jetzt auch auf rechts. Magisch-müdes Dreieck mit Robben und Lahm. Am Ende Offensivfoul und Abstoß. Man kann dafür Verständnis haben. Sind auch nur Menschen. Sind müde. Man kann sich einfach mal zurücknehmen, als Zuschauer. Muss man aber nicht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">86</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">NEIN! Oh Mann! Robben durch, auf Gomez, der ganz frei&#8230; den muss er einfach nur reinschieben, zieht ihn hinter den Hacken rum &#8212; und wird abgeblockt. Das hätte es sein können. Robben wird ihn sicher würgen dafür, nachher. Dann springt Ribéry drauf, Thomas Müller wird auch noch was zu sagen haben &#8212; ich sehe Massenkeilerei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">88</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Sehen wir die letzte 30 Minuten positiv: die beiden Mannschaften wollen uns eine halbe Stunde länger schenken.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">89</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jetzt geht endlich auch das Wälzen los. Ribéry stolpert über Pepe, der nimmt die Gelegenheit beim Schopf und simuliert Weltuntergang in seiner rechten Körperseite. Dann steht er auf. Freistoß Real, rechte Seite, 35 Meter. Özil und Alonso am Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Verteidigung kann klären, Robben danach im Sprintduell mit Marcelo. Der Brasilianer gewinnt das, allerdings mit zweifelhaften Mitteln. Robben meckert, kriegt Gelb.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Zwei Minuten Nachspielzeit. Zwei Minuten bis zur Verlängerung. Oder nicht? Geht nochw as vorher? Real am Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dann Bayern am Ball, Kroos auf Robben, etwas zu weit, aber er holt den Ball noch. Bayern im Ballebsitz, alles auf rechts. Ribéry verliert den Ball, Konterchance für Real &#8212; nicht ganz. 30 Sekunden, nochmal die Bayern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Marceloa frühstückt Robben ab. Langer Ball auf Ronaldo. Badstuber blockt den Pass, Neuer fängt den Schussversuch. Ende! Verlängerung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>VERLÄNGERUNG</strong><br />
So. Kein Grund mehr zum Meckern. Champions League, Rückspiel, Halbfinale, Verlängerung. Große Müdigkeit, großer Kampfeswille? Großes Drama ist vorprogrammiert. Wer jubelt, wer triumphiert? Wssen Herz bricht? Wer ist der Fuchs auf der Bank? Osram oder der Spezielle? Welche Wechsel kommen? Wer wird der Held? Ronaldo oder Robben? Hat jemand einen Tipp?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">91</td>
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<td class="description">Johannes Baptist Kerner berichtet vor der Seitelinie. Fuss: &#8220;Johannes, was geht ab?&#8221; Kerner spricht von &#8220;Po-Klatschern&#8221; und gibt zurück zu Wolffi. Der bemerkt das Kräfteverhältnis, die Clásico-Anstrengung für Real, die ihnen sicher in den Knochen sitzen wird.<br />
Der Münzwurf sagt: Real hat den Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">91</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erste Ecke der Verlängerung. Özil am Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">92</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ball kommt gut, Gestocher, Benzema, Sergio Ramos, Bayern klärt. Real mit der ersten Initiative in dieser Verlängerung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">94</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jean-Luc prophzeit mindestens eine Gelbrote. Er fragt außerdem, warum der Herr Heynckes noch nicht gewechselt hat. Sehr gute Frage. Thomas Müller kommt gleich. Ist aber tatsächlich arg spät. Heynckes spekuliert vielleicht auf die verbratenen Kräfte bei Real. Aber dann wieder&#8230; nein, macht keinen Sinn. Weiß nur Osram.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">95</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ribéry mit Bodycheck gegen Ronaldo. Autsch. Der Check war halb so wild, aber Ronaldo fällt auf den Ball und prallt dann hoch. Der tat weh. Müller kommt für Ribéry. Spannend. Der beste Bayer der Saison im entscheidenden Moment derselben auf der Bank. Hat aber wirklich kein gutes Spiel gemacht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">96</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Müller mit der ersten Aktion &#8212; versucht gegen Arbeloa durchzugehen, treibt den Ball aber über die Torauslinie.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">98</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das ist jetzt stabiles Abwarten. Der Geist willig, das Fleisch schwach, die Anspannung spürbar.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">99</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Reals gesamte Bank macht sich warm. Pepe geht mit nach vorn, findet Ronaldo. Der zögert zu lange. Lahm klärt. Ronaldo mit einem dieser Schwergewichtsspiele: wenig tun, nicht so wirklich elegant aussehen, aber komm ihm besser nicht zu nah.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">101</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wenn Robben den Kopf hochnimmt, kann er Müller ganz frei auf rechts sehen. Tut er aber nicht. Robben jetzt auf links, Müller auf rechts gegen den mit Gelb vorbelasteten Arbeloa. Flankenversuch auf Gomez. Ramos und Casillas mit Missverständnis aber ohne Folgen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">102</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gut 105 Minuten Fußball mit Nachspielzeit gespielt. Luiz Gustavo holt sich Gelb &#8212; damit aus dem Finale raus. Das Foul war harmlos, aber er hat lange genug drum gebettelt. Dummes Ding, du. Schade für einen der konstantesten Bayern der Rückrunde.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">103</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke für die Bayern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">104</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kroos scharf in die Mitte, Ramos klärt. Nochmal Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">105</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diesmal klärt Khedira. Konter Real. Ronaldo verstolpert. Konter Bayern. Abgeweher. Zwei Mann liegen auf dem Boden; Gustavo und Benzema. Und dann Gelb für Badstuber für ein vorangeganges Foul gegen Benzema. Schön die Stollen auf das Gelenk. Vollkommen zurecht. Und damit auch für Badstuber: kein Finale dahoam, so oder so. Das ist für die Bayern schon schwer zu verkraften.<br />
Hier ist jetzt Halbzeit.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT IN DER VERLÄNGERUNG</strong><br />
Zeit für den letzten Kraftakt. Hier kann keiner mehr so richtig. Als wahrscheinlichste Helden sehen jetzt Casillas und Neuer aus, wenn&#8217;s denn tatsächlich zum Elfmeterschießen kommt. Und es sieht danach aus, so weit. Kein Toschuss in der ersten Hälfte der Verlängerung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">106</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und weiter geht&#8217;s. Bayern am Ball. Higuain ist bei Real jetzt für Benzema im Spiel. Das ist ein Wechsel, der exakt keine Qualitätseinbußen bringt. Wer solche Optionen hat&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">108</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das ist glanzlos, das ist hakelig, das ist &#8212; egal, wie man es dreht und wendet &#8212; trotzdem ein großartiges Fußballspiel. Letzte Kraftreserven. Real versucht nochmal auf Pressing zu machen, auf Ballbesitz und Gegner einschnüren. Aber hier ist nur noch Instinkt im Spiel. Alle zu fertig. Freistoß halblinks für Real. Ronaldo dribbelt danach, schießt weit daneben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">110</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Randgeschichte: für beide ist es die 11. Verlängerung ihrer europäischen Vereinsgeschichte. Ronaldo such Higuain per Flanke, aber der fällt mehr als dass er gezogen wird. Keine Proteste Granero kommt jetzt für Özil, für den neben Casillas besten Madrilenen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">112</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Granero spielt rechts, Kaka für Özil in der Mitte. Der dribbelt gegen drei Bayern und holt einen Eckball raus. Nein, doch nicht. Dachten alle. Trotzdem, ein Flash von Kaka, eine kleine Erinnerung an den Spieler, der er mal war.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">113</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nicht mal mehr 10 Minuten noch. Real, wenn man so etwas überhaupt noch festhalten kann, jetzt mit leichter Überlegenheit, wieder über Kaka, der sich zu viel Zeit lässt und den Pass in die Mitte nicht anbringen kann.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">114</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jetzt wieder die Baynern; Lahms Flanke landet auf Kroos Brust, die Abwehr steht eng, die Bayern fangen mit Leidenschaft den Konter der Madrilenen ab. Hier kann keiner mehr, hier wollen noch alle. Die Anstrengung ist außergewöhnlich. Der Respekt für die Gladiatoren auch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">116</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Große Aufregung! Granero will den Elfer gegen Neuer &#8212; und kriegt Gelb. Wegen Schwalbe, wegen Meckerns? Wegen Schwalbe. Und was für eine. Flieg, Vögelchen. Lächerlich. Schiri Karsai macht, nicht nur in dieser Szene, einen Superjob! Ob er Gelb geben muss, ist debattierbar. Aber sehr gut gesehen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">117</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">4 Minuten noch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">118</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">3 Minuten noch. Wo ist der Balljunge, der mir Wasser und Handtuch bringt?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">119</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nochmal Aufregung! Abseits gegen Real gepfiffen. Marcelo, der immer noch laufen kann, auf Higuain. Wohl korrekt. Vorausgegangen war ein Kraftakt von Herrn Schweinsteiger, der immer noch auf dem Platz ist. Auch das beeindruckend, nach der langen Verletzungspause.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">120</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Letzten 30 Sekunden. Boateng krampft, sitzt auf dem Hosenboden. Hier geht nix mehr! Elfmeterschießen, du große Ungerechtigkeit, du gemeinste aller Entscheidungen, du spannendstes aller Spektakel.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>ELFMETERSCHIEßEN</strong><br />
Wahnsinn. Da isses. Aus is! Und richtig los geht&#8217;s jetzt auch. Wer schießt, wer nicht? Manuel Neuer hat dieses Saison schon eins gewonnen. Zwei der größten Starensembles der Welt, zwei der besten Torhüter der Welt. Die Bühne, sie hätte nicht besser bereitet sein können.<br />
Die Bayern stellen sich im Kreis auf. Herr Schweinsteiger erzählt. Der Einpeitscher. Langen Weg hat der hinter sich. Er schießt mit Sicherheit einen. Özil, Ronaldo, Robben. Wer noch? Es geht los.<br />
Mourinho und Heynckes klatschen ab.<br />
Der FC Bayern fängt an.<br />
Alaba.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">1. Elfmeter für die Bayern&#8230; <strong>DRIN</strong><br />
Alaba verlädt Casillas. Eiskalt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">1. Elfmeter für Real&#8230; <strong>GEHALTEN</strong><br />
Ronaldo&#8230; VERSCHOSSEN! Neuer hält. Super gehalten. Neuer ist im Eck. Nicht hart genug, nicht plaziert genug. Egal. Vorteil Bayern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">2. Elfmeter für die Bayern&#8230; <strong>DRIN</strong><br />
Gomez verlädt ebenfalls Casillas. 2:0.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">2. Elfmeter für Real&#8230; <strong>GEHALTEN</strong><br />
NEUER HÄLT WIEDER! Kaka, gleiches Eck, Neuer, gleiche Parade. Mourinho kuckt doof. Oha.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">3. Elfmeter für die Bayern&#8230; <strong>GEHALTEN</strong><br />
Kroos&#8230;. vergibt die Vorentscheidung. Flach aufs Eck, aber viel zu lasch. Casillas ist da.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">3. Elfmeter für Real&#8230; <strong>DRIN</strong><br />
Alonso, durch die Mitte.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">4. Elfmeter für die Bayern&#8230; <strong>GEHALTEN</strong><br />
GEHALTEN! Lahm&#8230; Casillas! Unfassbare Dramatik! 2:1 weiter für die Bayern, aber Real kann ausgleichen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">4. Elfmeter für Real&#8230; Ramos&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">&#8230; der Ball liegt falsch. Jetzt aber. huuuu&#8230;.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>DRÜBER</strong> IN DIE WOLKEN. Bayern kann&#8217;s entscheiden. Schweinsteiger kommt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">Finale dahoam? Tatsächlich? Kann es sein&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">5. Elfmeter für die Bayern&#8230; Schweinsteiger&#8230; <strong>DRIN! DRIN! AUS!</strong><br />
Finale dahoam! Sowas von! Schweinsteiger verlädt Casillas? Wer sonst? WER SONST?<br />
Schweinsteiger macht das erste Heimfinale in der Geschichte der Champions League perfekt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>SPIELENDE</strong><br />
Das war&#8217;s! 160 Minuten nach dem Anpfiff endet das Spiel, das Kalle Rummenigge gerade das emotionalste seiner Karriere genannt hat.<br />
Ein Entscheidungstor von Bastian Schweinsteiger, der erklärt, dass er auf dem Weg zum Elfmeter seine Eier verloren hat, sie aber glücklicherweise rechtzeitig wiederfinden konnte.<br />
Cojones!</p>
<p>Eine Hälfte Wunderfußball mit Kreisklassenverteidigung, eine Hälfte kräftezehrendes Abtasten, zwei vöölig erschöpfte Verlängerungen mit zwei Boxern im müden, aber leidenschaftlich prügelnden Clinch. Nicht immer schön, aber immer spannend, am Ende dramatisch &#8212; ein würdiges zweites Halbfinale nach dem Wunder des FC Chelsea.<br />
Für Real ist damit der Knick in der Krone immer noch sichtbar. Für Mourinho muss das nächste Kapitel in den Rekordbüchern noch warten, für Ronaldo bleibt nach 2 Toren in 15 Minuten die Frage nach den großen Spielen und den restlichen 105 Minuten.</p>
<p>Im Finale gegen den durch Sperren geschwächten FC Chelsea wird es für die Bayern dann schottisch &#8212; es kann nur einen geben, in der Allianz Arena am 19. Mai 2012. John Terry darf nicht mitspielen, ebenso wenig Ivanovic und Ramires, bei den Bayern werden Alaba, Luiz Gustavo und Holger Badstuber fehlen.<br />
Rumpffinale? Nix da. Trotzdem alles Weltstars &#8212; Lampard, Drogba und Cech, Robben, Lahm, Neuer, Schweinsteiger und auch Franck Ribéry, der 2010 noch rotgesperrt fehlte, darf mitmachem.</p>
<p>Die Bayern fliegen vom Pokalfinale in Berlin nach München, wir werden ebenfalls da sein und ihr hoffentlich auch. Danke für eure Kommentare, danke für eure Aufmerksamkeit.</p>
<p>Vom Sauerstoffzelt ins Bett und dann in Studio: Wir hören uns morgen im Podcast.<br />
Gute Nacht.
      </td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>3 mal 3 Helden auf Abschiedstour, Teil 1 &#8212; mit Puyol, Scholes und Drogba.</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 10:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Carles Puyol]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea London]]></category>
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		<category><![CDATA[Paul Scholes]]></category>

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		<description><![CDATA[Nostalgie und TV-Tipps: Der Miniserie erster Teil. Alte Helden mit ihrem letzten großen Hurra. Heute Teil 1 mit Carles Puyol, Paul Scholes und Didier Drogba.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit dem Halbfinale der <a href="http://flatterball.net/2012/04/das-ungleiche-duell/">alten Helden von Chelsea</a> gegen Barca hat in der Redaktion Nostalgie Einzug gehalten. Könnte ja bald alles vorbei sein, für einige der festesten Größen des europäischen Fußballs. Irgendwann sind sie weg; irgendwann vermissen wir sie, fragen uns, wo sie hin sind.<br />
&#8220;So jung kommen wir nicht mehr zusammen&#8221; &#8212; es ist Zeit, diesen Spruch aus der Klischeekiste zu holen. Ihn zu drehen und zu wenden und die Namen einiger Altstars herauszuschütteln, die wir nur noch für ganz kurze Zeit auf der Höhe ihrer Schaffenskraft bewundern dürfen. Für die die Sanduhr fast, aber eben noch nicht ganz abgelaufen ist. Über die nächste Woche ungefähr schauen wir auf 9 alte Helden. 9 Kurzprofile, 9 Illustration, 9 TV-Tipps.</em></p>
<p>Abschiedstour, Teil 1: Mit Puyol, Scholes und Drogba<br />
<a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-2-mit-raul-lampard-und-giggs/">Abschiedstour, Teil 2: Mit Raul, Lampard und Giggs</a><br />
<a href="http://flatterball.net/2012/05/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-3-mit-del-piero-klose-und-ballack/" target="_blank">Abschiedstour, Teil 3: Del Piero, Klose und Ballack</a></p>
<div id="attachment_3143" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-3143 pure" title="Abschiedstour_teil-1_carles_puyol" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Abschiedstour_teil-1_carles_puyol1.png" alt="" width="250" height="505" /><p class="wp-caption-text">Carles Puyol, aka "Das Monument". Am Samstag gegen Ronaldo, am Dienstag gegen Drogba. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto Darz Mol</p></div>
<h3>Carles Puyol (34), FC Barcelona</h3>
<p>Seit der Jugend ist er bei Barca. Seit 1999 in der Profimannschaft. Seit 2001 ist er Stammspieler. Seit 2004 ihr Kapitän. Rund 100 Länderspiele. Weltmeister. Europameister. Dreifacher Sieger der Champions League, 5 Meisterschaften, und, und und.<br />
Aber man kann ihn so nicht definieren. Kann ihn so nicht würdigen. Über Titel.<br />
Titel mögen sein Lohn sein. Sein Charakteristikum aber ist das älteste Charakteristikum des Fußballs: der Kampf.<br />
Er ist der Anachronismus im perfekten Tiki-Taka-Zauberwerk, das sowohl Barca als auch die spanische Nationalmannschaft zu den dominanten Kräften im Weltfußball gemacht hat.<br />
Er ist ihr bestgehütetes Geheimnis &#8212; der Beweis dafür, dass Tiki Taka eigentlich ein defensiver Spielstil ist. Auf Ballbesitz bedacht, auf Pressing bedacht, nur möglich mit einer ultrasoliden Abwehr. Und genau dafür steht er, der Mann, der eigentlich Torwart werden wollte und nur durch eine Schulterverletzung in der Jugend über den Umweg im defensiven Mittelfeld seinen Platz im Herzen der katalanischen und der spanischen Verteidigung fand. Der zu ihrer Ikone wurde &#8212; nicht als ihr bester, aber immer als ihr wertvollster Spieler.<br />
In den letzten Jahren hat sich das Verletzungspech gehäuft. Ganz der Alte ist er nicht mehr. Über seinen Nachfolger wird in Barcelona (natürlich unter respektvoll vorgehaltener Hand) schon heiß spekuliert.<br />
Aber noch ist er da. Noch ist er, im schnellfüßigen Zauberfußball der Katalanen, das steingewordene wiewohl lockentragende Monument. Die Pferdelunge.<br />
Bevor also aus Prinz Eisenherz altes Eisen wird, sollte man ihn nochmal sehen, nahe seinem Höhepunkt. Den Bulldozer, die Kampfsau unter den Künstlern: Carles Puyol i Saforcada.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Was sonst? Der Clásico, morgen abend, 20 Uhr deutsche Zeit (und <a href="http://flatterball.net/2012/04/das-grose-fressen/">bei uns im Ticker</a>). Puyol gegen Ronaldo, gegen Özil, gegen Benzema, Higuian, di Maria, Kaka. Ihn einmal noch bewunndern, diesen Carles Puyol, der auf die alten Tage die verletzungsgebeutelte Abwehr der Katalanen zusammenklebt. Der weit mehr Clásico gewonen als verloren hat. Und wem das nicht reicht, der schaut ihn sich am kommenden Mittwoch im Wrestlingmatch mit Didier Drogba an.</em></p>
<div id="attachment_3157" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Abschiedstour_teil-1_scholes_artikel.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-1_scholes_artikel" width="250" height="565" class="size-full wp-image-3157 pure" /><p class="wp-caption-text">Ein Mann, ein Club, ein Comeback. Paul Scholes, der unwahrscheinlichs Architekt der Meisterschaft 2012? Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von James Adams</p></div>
<h3>Paul Scholes (37), Manchester United</h3>
<p>Wie Puyol ein Mann für einen Verein. United-Profi seit er 18 ist. Über Paul Scholes Karriere war bis zum Rücktritt im Mai vergangenen Jahres alles gesagt. Alle Kapitel waren geschrieben. Teil von Fergies Fledglings, der Jungspund-Truppe um Scholes, Giggs, Beckham und Neville, die wie aus dem Nichts in den frühen Neunzigern Uniteds Ära der Dominanz ins Leben riefen. Der Triumph in der Champions League 1999, mit dem bitteren Ende für die Bayern. Der Triumph 2008, mit den neuen Mannschaftskollegen Ronaldo und Rooney. 10 Meistertitel. Einige der fulminantesten Weitschüsse der Fußballgeschichte. Alles war gesagt.<br />
Bis zum 8. Januar 2012. Da wurde, direkt vor dem FA-Cup-Viertelfinale gegen den Lokalrivalen von City, das Comeback von Paul Scholes angekündigt. Das Geschnatter war verständlicherweise laut, die Frage nach seiner Fitness virulent, nach Fergusons geistiger Gesundheit, der alten Mann zurückzurufen. Und für einen Nachmittag behielten die Neinsager recht. Scholes wurde eingewechselt, als United eine komfortable Führung gegen 10 Mann hatte &#8212; und machte mit zwei Fehlern das Spiel unfreiwillig nochmal spannend. United gewann nur sehr glücklich.<br />
Blöde Idee, dachten sich viele. Gerade nochmal gut gegangen. Soll er jetzt einpacken und es gut sein lassen und die Legende, sie ist intakt.<br />
Aber nicht mit Paul Scholes &#8212; auf das Fiasko des Comeback-Spiels folgte eine wunderbare Renaissance. In den 12 Ligaspielen, die Scholes seitdem bestritten hat, ist United ungeschlagen. 11 Siege, 1 Unentschieden. Bevor er zurückkam, hatte City 8 Punkte Vorsprung in der Liga. Jetzt hat ManU 5 Punkte Vorsprung.<br />
Der offensive Mittelfeldspieler von damals ist zum 6er geworden, zum Strategen mit dem vielleicht feinsten Fuß für öffnende Bälle in der Premier League. Die Nationalmannschaft hat auch schon wieder angefragt. Aber Scholes, nie der große Nationalspieler, bleibt wohl daheim.<br />
Vielleicht spielt er noch, bis er 40 ist. Vielleicht ist im Sommer Schluss.<br />
So oder so, es ist Zeit, einen letzten Blick auf den kleinen Rotschopf zu werfen, der wie wenig andere mit der Geschichte eines der größten Clubs der Fußballgeschichte verworben ist.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Das Duell gegen City um die Stadtmeisterschaft (also auch die englische). Scholes gegen Yaya Touré, gegen Barry, Milner, vielleicht sogar, in einer bizarren Plotvariante, gegen Comebacker und Ex-ManU-Kollege Owen Hargreaves. Das Spiel steigt am 30. April, ein Montagabend. Natürlich werden wir auch dieses Spiel <a href="http://flatterball.net/liveticker/">tickern</a>.</em></p>
<div id="attachment_3178" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Abschiedstour_teil-1_drogba_artikel.png" alt="" title="Abschiedstour_teil-1_drogba_artikel" width="250" height="626" class="size-full wp-image-3178 pure" /><p class="wp-caption-text">The Drog -- immer noch unnachahmlich. Nächstes Opfer Barcelona? Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Axel Steenberg</p></div>
<h3>Didier Drogba (34), Chelsea London</h3>
<p>Didier, <a href="http://flatterball.net/2012/04/das-ungleiche-duell/">der sich Wälzende</a>. Didier, der sich Beschwerende. Didier, der ungerecht Behandelte.<br />
Didier der Schauspieler, der Schirischreck. Didier der Große.<br />
Seit dem Comeback von rund einem Jahr Verletzungspech ist er fast wieder der Alte.<br />
Im FA Cup Halbfinale ebnete er Chelsea kürzlich mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rdi7Celdk-U" target="_blank">seinem Treffer zum 1:0</a> den Weg zum Finaleinzug. Sein Tor war Vintage-Drogba: Die geballte körperliche Stärke beim Ballabschirmen, seine technische Finesse, seine Athletik, mit der er den Ball am Gegenspieler vorbeiflickt, und natürlich sein unglaublicher Abschluss &#8212; in diesem Fall mit dem &#8220;schwachen&#8221; linken Fuß. Drei Sekunden Fußball, in denen er einen 50-Meter-Pass mit dem Rücken zum Tor, den  Gegenspieler im Nacken annimmt, diesen raffiniert düpiert und den Ball unhaltbar in die Maschen hämmert. Drei Sekunden, die reichen, um die Frage zu stellen: wer auf der Welt kann so ein Tor noch schiessen? Von Drogba wissen wir nicht nur, daß er es kann, wir erwarten es beinahe von ihm. Seitdem er &#8212; relativ spät &#8212; mit Mitte Richtung Weltruhm aufbrach, hat es viele &#8220;neue Drogbas&#8221; gegeben, viele Stürmer, die es nach seinem Vorbild richten sollten. Aber es gibt eben immer nur ein Original. Fit und in Topform ist Drogba von keinem Verteidiger der Welt zu stoppen.<br />
Der Ivorer ist die Ausnahme in dieser Liste. Er wirkt nicht wie jemand, bei dem bald Schluss ist. Allein, zwei Dinge stehen Mourinhos Lieblingsstürmer im Weg. Das eine ist Fernando Torres, Chelseas Rekordtransfer. Die beiden können nicht recht zusammen, die Clubführung will ihr spanisches 50-Millionen-Investment ausgezahlt sehen. Noch aber kann er sich durchsetzen, der Ivorer. Das zweite, viel gravierendere Problem: er selbst. Drogba, so munkelt es immer lauter, wechselt im kommenden Sommer aufs verfrühte Altersteil nach China. Folgt seinem Chelsea-Kollegen Anelka in das neue Millionen-Mekka in Shanghai.<br />
Schade wär&#8217;s. Ein Rammbock von einem Stoßstürmer mit zartbesaiteten Füßen, wie wenige Spieler gleichermaßen fähig, Ecken mit Wucht zu verwandeln und selbige zu treten. Wir würden ihn sehr vermissen.<br />
<br />
<em><strong>DER TV-TIPP:</strong> Die nächste Möglichkeit, diesen wunderbaren Stürmer in Aktion zu sehen, vielleicht die letzte in einem großen europäischen Spiel, sie kommt am kommenden Dienstag, im Champions-League-Halbfinalrückspiel gegen den FC Barcelona. Chelsea geht in dieses Duell gegen die Übermannschaft aus Katalonien völlig überraschend mit einer Führung. Dank wem? Dank Didier Drogba, dank dem, der sich wälzt, dem, der unnachahmliche Mienen zieht, dem, den man den Großen nennen muss.</em></p>
<p><em>Teil 2 der Abschiedstour mit drei neuen Helden, drei neuen Illustrationen und drei neuen neuen TV-Tipps erscheint kommenden Freitag.</em> </p>
<p>Hier geht&#8217;s zu <a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-2-mit-raul-lampard-und-giggs/">Abschiedstour, Teil 2: Mit Raul, Lampard und Giggs</a></p>
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		<title>Als Vorschau auf den 250. Clásico: ein wegweisendes Unentschieden?</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/als-vorschau-auf-den-250-clasico-ein-wegweisendes-unentschieden/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 13:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Saisonende naht. Schafft José Mourinho es, im dritten Jahr Real Madrid den Ansprüchen des Vereins zu genügen? Wir schauen mit einem Rückblick auf ein vielleicht entscheidendes Unentschieden auf den 250. Clásico voraus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3198" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/notiz_barca_real_mourinho1.png" alt="" title="notiz_barca_real_mourinho" width="550" height="450" class="size-full wp-image-3198 pure" /><p class="wp-caption-text">Noch ist unklar, ob er den Anzug der Königlichen ausfüllen kann: José Mourinho. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Steindy</p></div>
<p>Es ist Halbzeit und es steht 2:0. Es ist das größte aller Vereinsfußballspiele. Es ist der Clásico. Es ist das Viertelfinalrückspiel des Copa del Rey. Zum x-ten Mal in den letzten Jahren treffen der FC Barcelona und Real Madrid aufeinander und zum x-ten Mal scheinen die Katalanen auf dem besten Weg, ein Spiel gegen den Erzrivalen für sich zu entscheiden. Für Real gab es gegen Pep Guardiolas Barcelona bis zu diesem Zeitpunkt so gut wie nichts zu holen. Bevor Mourinho auf den Thron Reals gehievt wurde, gewann Guardiola jeden einzelnen Clásico und auch danach verbesserte sich die Bilanz nur unwesentlich.</p>
<p>Der &#8216;Special One&#8217; höchstpersönlich, verpflichtet um die Dominanz Barcelonas zu brechen, holte von zehn Clásicos nur den Sieg im Pokalfinale 2011, der nicht mehr als ein Mutmacher für die nächste Saison war. Reals Ziele sind andere und die – namentlich Siege in der Liga sowie der Champions League – hatte Jahr um Jahr der bittere Feind aus Katalonien eingefahren. Zu dem einen Sieg kamen gerade mal drei mickrige Unentschieden. Schlimmer noch, in den übrigen Spielen waren die Königlichen in schöner Regelmäßigkeit gedemütigt worden. Das erste Aufeinandertreffen von Mourinhos Madrid mit Guardiolas Barcelona endete mit der wahrscheinlich gröbsten Ohrfeige in Mourinhos Trainerkarriere: Ein sattes 5:0, das vielerlei Bewunderer gefunden hat.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/uGUtpF2n5aM" frameborder="0" width="600" height="305"></iframe></p>
<p>Die Blaugrana spielte Katz und Maus mit dem nach eigenem Selbstverständnis größten, dem besten Klub der Welt. Mourinho, so schien es, verlor in jenem Spiel jeglichen Mut, den FC Barcelona (auf dem Spielfeld) anzugreifen. Es folgte eine Abreibung nach der anderen, Messi stach Ronaldo aus, Guardiola tat selbiges mit Mourinho, indem er sein Spielsystem variierte.</p>
<p>Nach dem Pokalhinspiel am 18. Januar, das Barcelona mit 2:1 in Madrid für sich entscheiden konnte, schien nicht nur der Sieger des Duells bereits ausgemacht –- in Madrid wurde Weltuntergangsstimmung ausgerufen. An Mourinho höchstselbst –- dem bereits vor seiner Anstellung so gigantische Lorbeeren entgegengebracht wurden, dass nur sein Kopf sie tragen konnte –- wurde gezweifelt. Von Kritikern wurde er in Frage gestellt, von der Presse und am allerschlimmsten: von den eigenen Spielern.</p>
<p>Die Marca, eigentlich Reals Hausblatt mit der Statur der Bildzeitung, veröffentlichte ein nicht für die Öffentlichkeit gedachtes Gespräch zwischen Mourinho und Ramos beim Training, in dem der Trainer seinen Spieler kritisierte, weil er seinen Gegenspieler habe laufen lassen.<br />
Ramos gab eine Antwort, in der sich eine zweite Antwort versteckte.<br />
Barcelona habe Laufwege geblockt, deshalb habe die Mannschaft umstellen müssen. Aber – und spätestens hier zogen sich alle Augenbrauen Spaniens nach oben – das könne Mourinho nicht verstehen. Er war ja selber nie Spieler. Das Unsagbare war veröffentlicht. Mourinho, der Coach, der wie kein anderer für den Trainer steht, der seine Spieler beschützt wie die Henne das Ei – er war nicht mehr einer von Ihnen. Er war der Trainer. Nur der Trainer. Er stand außen.</p>
<p>Ob in Porto, Chelsea, oder Inter, überall wo Mourinho wirkte, entstanden verschworene Gemeinschaften mit ihm im Zentrum. Gemeinschaften, zwischen die kein Keil zu treiben war. Seine Spieler taten alles für ihn, nannten ihn ihren Vater, obwohl er schon seit Jahren nicht mehr mit ihnen zusammen arbeitete.<br />
Und dann das. Und dazu noch einen Rüffel von Kapitän Casillas ein, der – nachdem Mourinho ihn im Gespräch mit Ramos kritisiert hatte – ihm über den Platz zurief: &#8220;He Senor, hier sagen wir uns die Sachen ins Gesicht!&#8221;</p>
<p>Gleich zwei verbale Backfeigen. Das saß. Spielerrevolte, munkelte man. In Madrid spekulierte man bereits von einem Abgang. Mourinho selbst, nie der größte Diplomat, goss Öl hinein in dieses Feuer.<br />
Es schien als könne er zum ersten Mal bei einer seiner Stationen wirklich scheitern. Zu keinem Zeitpunkt schien dies mehr so als zur Halbzeit im Rückspiel des Pokals, beim Stand von 2:0 für Barcelona.</p>
<p>Es folgte die Halbzeit, die viel wieder reparieren sollte. Auf einmal attackierte Real den FC Barcelona, zog ein wahnsinniges Pressing auf, eines, dem selbst die Ballzauberer von Barcelona nicht gewachsen waren. Real zeigte sich taktisch flexibel, schaltete immer wieder zwischen Dreier- und Viererabwehrkette um und beschloss flüssigere Formationswechsel als es selbst die Katalanen mit ihrem Wunderfußball taten. Real jagte Barca, Real war Barca überlegen, Real traf, Real traf noch einmal und auf einmal schien es möglich, dass sich die Welt auf den Kopf stellt. Ein drittes Tor und die Auswärtstorregel hätte Real an Barca vorbeikatapultiert. Dass es doch nicht geschah, dass es beim 2:2 blieb, wurde zur Randnotiz. Real ging zum ersten Mal seit gefühlten Äonen als moralischer Sieger vom Platz. Die Reaktion nach dem Spiel hatte die gleiche Wirkung wie ein Siegtor. Real zog zwischenzeitlich in der Ligatabelle auf und davon. Sie stellten einen neuen Torrekord auf. Sie führen, vor dem nächsten Clásico, immer noch mit 4 Punkte auf den ewigen Rivalen.</p>
<p>Die Ehrfurcht vor Real, sie erholte sich. Die Ehrfurcht vor Barcelona, sie nahm ein bißchen ab.</p>
<p>Real glaubte in diesem Pokalspiel daran, an den eigenen Sieg in den letzten paar Minuten. Noch viel wichtiger: Barcelona tat das auch. <a href="http://flatterball.net/2012/04/der-unmessbare-und-die-erbsenzahler-lionel-messis-60-saisontor/">Rekordmessi</a>, Puyol und Co waren heilfroh, als der Schlusspfiff ertönte.</p>
<p>Neutrale Zuschauer hingegen können den nächsten Anpfiff nicht erwarten, um zu sehen, ob Mourinho seinen Erzrivalen, den Wunderknaben Guardiola, tatsächlich endlich ausgeguckt hat, oder ob diese 45 Minuten als Strohfeuer durch die Fugen der Fußballgeschichte fallen.</p>
<p>Die Antwort gibt&#8217;s schon morgen. Im Camp Nou und natürlich auch <a href="http://flatterball.net/2012/04/das-grose-fressen/">in unserem Liveticker</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zauberzwerge gegen Alte Helden, Teil 2</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/zauberzwerge-gegen-alte-helden-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 11:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liveticker]]></category>
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		<category><![CDATA[Roberto di Matteo]]></category>
		<category><![CDATA[Xavi Hernandez]]></category>

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		<description><![CDATA[90. Minute. ICHFASSESNICHTTORRESMACHTDAS2:2!!!! Chelsea fährt nach München. Barca liegt am Boden. Messi hat sein Gesicht tief im Trikot vergraben. Barca stand versammelt vor dem Strafraum der Londoner und als der Ball zu Torres kam, konnte der einen Spurt über den ganzen Platz alleine auf Valdes anziehen. Der Spanier tanzt den Keeper aus und schiebt den Ball ins Tor. Wahnsinn!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>So. Heute steht für Barca alles auf dem Spiel. Vor sechs Tagen waren sie noch die unschlagbare Übermannschaft vor der ganz Europa erzitterte, jetzt sind sie angeschlagen und können von englischen Fußballrentnern vorzeitig vom Thron der Königsklasse gestürzt werden. Seit Jahren schreibt die vereinigte Fußballpresse über eine der besten Mannschaften aller Zeiten. Bei einem Ausscheiden Barcas würden die Neinsager sich wieder profilieren. Ist es wirklich schon so weit? Zwei Spiele, bei denen die Mannschaft die Gegner nicht überrollt hat und schon zweifelt man an ihrer unbändigen Stärke?</p>
<p>Das wäre vielleicht etwas verfrüht, gibt es doch &#8211; Carlos Puyol ausgenommen &#8211; keinen Spieler in der Mannschaft, der nah am Karriereende steht und dem Alter langsam Tribut zollen muss. Xavi kann nicht mehr so viele Spiele in einer Saison machen, wie noch mit 26, aber zweifelt ernsthaft jemand daran, daß er noch mindestens zwei Jahre auf Weltklasseniveau spielen kann? Die Riege der wuselnden Zauberzwerge, die ihn umgibt, angeführt von Messi, sind häufig in einem Alter, in dem sich Spieler eher noch verbessern.</p>
<p>Die Niederlage im Clásico gegen Real vom Samstag muss man auch nicht der Schwäche Barcelonas zuschieben. Im Gegenteil: Man darf es nicht. Real hat am Wochenende eine wahnsinnig gute Leistung gezeigt und auf beeindruckende Weise demonstriert, daß sie vielmehr aufgeschlossen haben. Dieser Prozess war langwierig, schmerzhaft und teuer und dass die Madrilenen den Erzfeind endlich in der Liga schlagen konnten, heißt zunächst mal, dass wir zwei Mannschaften auf Augenhöhe haben. Bei einem Ausscheiden gegen Chelsea, aber, würde sich diese Wahrnehmung nochmal verschieben.</p>
<p>Und die Chance für die Blues ist da. Der Wille der alten Recken es der Welt nochmal zu zeigen und ihre wohl letzte Chance auf den Champions League Titel zu nutzen ist riesig. Barca mangelte es bereits im Hinspiel an der letzten Spritzigkeit und sie haben am Wochenende nochmal Substanz gelassen. Di Matteo hat gegen Arsenal sieben Spieler geschont &#8211; wesentlich mehr Spielraum, als Guardiola gegen Mourinho zur Verfügung hatte. Die alten Helden gehen also unter Umständen frischer in das Spiel, als die katalonischen Zauberzwerge. Verkehrte Welt.</p>
<p>Guardiola will die Minikrise offensichtlich mit dem in dieser Saison bereits mehrfach erprobten 3-1-3-3 beenden. Auch wenn das auf dem Aufstellungsbogen anders aussieht, setzt Chelsea auf ein 9-0-1 &#8211; die Mauertaktik des Hinspiels. Im Tor steht natürlich nicht Casillas, sondern der tschechische Ritter mit Helm, Peter Cech. Eine weitere Änderung hat Pep Guardiola in letzter Sekunde aus dem Hut gezaubert, Jungspund Cuenca spielt für Fabregas.</p>
<p><a href="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_chelsea_barca-rückspiel.png"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_chelsea_barca-rückspiel.png" alt="" title="Ticker-Aufstellung_chelsea_barca-rückspiel" width="288" height="500" class="aligncenter size-full wp-image-3349" /></a></p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Chelsea stößt an. Mal schauen wie lange es bis zum ersten langen Ball dauert.<br />
Nichts mit langem Ball. Direkter schnell gespielter Angriff. Mit vielen Kurzpässen hebelt Chelsea Barcas linke Abwehrseite aus. Ramires ist durch, seine Flanke wird jedoch von Valdes gut abgefangen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">3</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Barca dann mit dem erwarteten Ballbesitz. Langer Ball über die Abwehr von Chelsea auf Sanchez. Etwas zu lang. Die Mannschaften lassen sich von mir offensichtlich nicht sagen, wie sie hier zu spielen haben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erste DICKE Chance für Messi. Nach feinem Kombinationsspiel ist der zauberzwergigste aller Spieler durch, visiert den Winkel an, scheitert jedoch am Außennetz. Barca drückt hier früh auf die Führung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der nächste unnachahmliche Angriff von Barca und Sanchez ist fast durch. Er sieht jedoch nicht, daß Cahill lieber einen Spagat auf dem Feld macht, als zu verteidigen, zögert zu lange und wird dann vom hinterher galloppierenden Terry gestoppt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">7</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Cahill hat festgestellt, daß Gymnastik nicht der richtige Sport für ihn ist und nimmt sich eine Auszeit auf dem Platz. Er muss behandelt werden. Auf der Bank von Chelsea gibt es bereits Bewegung &#8211; Bosingwa kommt vielleicht als Ersatz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">9</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Weiter viel Ballbesitz für Barca. Chelsea kann sich überhaupt nicht befreien. Schneller Spielzug über Fabregas, Messi und Iniesta, der den Ball über Cech vors Tor flankt. Cole haut das Ding von der Linie.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">11</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Chelsea steht mit 9 Mann um den Strafraum und verteidigt mit Maus und Mann. Helden sehen anders aus. Irgendwie würdevoller. Barca spielt sich den Ball wie beim Handball mit Kreislaufen etwa 5 Meter vom Strafraum zu und verbreitet Panik bei den Londonern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">14</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bosingwa ist für Cahill gekommen. Offensiv ein richtig guter Rechtverteidiger. Sieht aber gerade nicht so aus, als ob er sich heute oft in der Hälfte Barcas zeigen wird. Chelsea hat seit gefühlten 10 Minuten zum ersten Mal wieder den Ball und muss Direktpässe in der eigenen Hälfte spielen um dem Pressing Barcas zu entgehen. Müde sehen die Zwerge nicht aus, auch wenn sie die letzten Tage schwer im Bergwerk geschuftet haben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">16</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Übler Zusammenprall zwischen Valdes und Piqué. Langer Ball von Chelsea, beide konzentrieren sich nur auf den Ball und Valdes springt Piqué auf allerraueste Art um. Der Innenverteidiger scheint kurze Zeit bewusstlos zu sein, steht jetzt aber zum Glück wieder. Das Spiel geht weiter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">19</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Was für ein Pass von Fabregas! Was für eine Chance für Messi! Doppelpass zwischen dem Argentinier und dem Spanier, den letzterer auf engstem Raum an der Strafraumgrenze zwischen drei Verteidigern mit der Hacke perfekt in den Lauf zurück spielt. Messi ist frei vor Cech, 7 Meter vor dem Tor und scheitert am Keeper. Der war viel zu harmlos geschossen. Muss er eigentlich machen. Das war seine zweite dicke Chance.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">21</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und weiter drückt Chelsea. Distanzschuss von Mascherano, knapp über die Latte. Chelsea findet hier so gut wie nicht statt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">23</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kaum schreib ich das, geben sie ihren ersten Schuss des Spiels ab. Und was für einen. Drogba schiesst aus unmöglicher Position, halb mit dem Rücken zum Tor stehend, eine Bogenlampe, die ca. 10 Meter über das Tor geht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">25</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hat ihnen das Mut gemacht? Drogba mit starkem Dribbling gegen 2 Katalanen. Als er schiessen kann, hat er sich aber schon bis zur Grundlinie durchgedribbelt. Die Chance ist also auch nicht gerade riesig &#8211; Außennetz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">26</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Für Piqué geht&#8217;s nicht weiter. Kein Wunder. Das sah so übel aus, dass man froh ist, das er vom Platz gehen konnte. Für ihn kommt Dani Alves. Und weiter geht&#8217;s mit dem Spiel: Lauft ihr Helden, lauft und jagt den Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">29</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Spiel spielt Chelsea mit, aber den Ball bekommen sie trotzdem nicht. Die letzten beiden Male , dass Chelsea den Ball hatte, war er innerhalb einer Sekunde (ich habe mitgezählt) wieder im Besitz Barcas. Alves spielt übrigens rechts Mittelfeld, Busquets hat sich weiter zurückfallen lassen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">31</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Trotzdem muss man sagen, daß Chelsea hier gut steht. Auch wenn sie absolut nichts mit dem Ball machen, sollten sie ihn mal bekommen. Die meiste Zeit wollen sie ihn aber auch gar nicht, sondern beschränken sich darauf die Räume und Passwege zuzustellen. Das machen sie so gut, daß sich Iniesta gerade zu einem ziemlich aussichtslosen Distanzschuss genötigt gesehen hat. Abgeblockt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">33</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fabregas macht ein starkes Spiel. Und das in allerfeinstem Barcastil. Immer wieder Kurzpässe auf engstem Raum vom Ex-Arsenal Kapitän, die die Lücken in Chelseas Wand finden. Diesmal schickt er Iniesta durch, der den Pass aber nicht mehr ganz erlaufen kann. Auf der anderen Seite gab es kurz Verwirrung zwischen Puyol und Valdes nach einem langen Ball Chelseas. So geht hier vielleicht doch was für Chelsea.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">36</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOR für Barcelona!</strong> Busquets mit dem Führungstreffer!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>Rot für Terry!</strong><br />
Hier überschlagen sich jetzt die Ereignisse. Zunächst zum Tor: Der Druck von Barca führt endlich zum Endprodukt. Nach vielfachem Anrennen kommt Alves vor dem Strafraum an den Ball, lässt mit einer Körpertäuschung 2 Londoner aussteigen und spielt einen öffnenden Pass auf Cuenca, der links in den Strafraum gelaufen kommt und den Ball dann in den Rücken der Abwehr spielt. Busquets muss am langen Pfosten nur noch ins leere Tor schieben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Warum Terry vom Platz gestellt wurde ist mir immer noch nicht ganz klar. Angeblich hat er den auf dem Boden liegenden Sanchez getreten. Die eine Wiederholung, die wir zu sehen bekommen haben konnte das nicht einwandfrei belegen. Wayne Bridge meint aber, dass man John Terry so etwas durchaus zutrauen kann.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">43</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOR!</strong> Iniesta zum 2:0.<br />
Das wars dann wohl. Messi läuft mit dem Ball am Fuss auf die, nach dem Abgang ihres Kapitäns, noch unorganisiert wirkende Abwehr von Chelsea zu. Sie scheinen außerdem geblendet von Messis Ballkunst und vergessen Iniesta, der sich auf links anbietet. Messi bedient ihn und der spanische Nationalspieler schiebt ganz überlegt an Cech vorbei in die lange Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOOR!</strong> 2:1! Der Anschlusstreffer durch Ramires!<br />
Völlig aus dem Nichts ist Ramires auf einmal durch und läuft aus spitzen Winkel von der rechten Seite auf Valdes zu. Das Ding von da zu machen ist ein Brocken von einer Aufgabe, die der Brasilianer auf zauberhafte Weise löst. Ein genialer Lupfer über den chancenlosen Valdes! Mit diesem Ergebnis wäre Chelsea im Finale.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT</strong><br/>Ein dramatischer Abschluss zu einer Halbzeit, die Barcelona absolut dominiert hat. Barcelonas Spieler hatten das Spiel wohl genauso wie ich bereits abgeschlossen. Chelsea aber hatte andere Gedanken. Wer in deren Kabine in diesem Moment die Halbzeitansprache hält ist wohl auch klar. John Terry schreit etwas von Ehre und 45 Minuten heldenhaftem Kampf, den es noch braucht um in dem Finale dabei zu sein, das er wohl nie spielen wird.</p>
<p>Er hat bei Sanchez bei der Aktion, die zur roten Karte führte, das Knie in den Allerwertesten geschubst. Nicht die feine englische Art, aber Sanchez fällt auch unheimlich theatralisch. Für das Spiel heißt das aber natürlich, dass es enorm überraschend wäre, würde Chelsea dem Angriffszauber von Barca in der zweiten Hälfte widerstehen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bedankt für die Kommentare und ja, Barca schaut tatsächlich so aus, als ob sie hier zu alter Stärke zurückfinden und Chelsea nach allen Regeln der Kunst auseinanderkombinieren werden. Auch danke für das Mitgefühl. Barca &#8211; Real war anstrengender. Da musste man ein Spiel in zwei Richtungen beschreiben. Erste Chance für Iniesta. Abgefälscht. Gerade so. Zur Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>ELFMETER!</strong> Drogba legt Fabregas im Strafraum. Messi&#8230;<br />
HÄMMERT das Ding an die Latte! Das hatte nichts mit Zauberstab, eher mit Kanonenschlag zu tun. Das Tor steht noch. Gerade so.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">51</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Was geht Barca. Die müssten hier eigentlich schon mit 4, oder 5:1 führen. Herrn Wagner scheint zu glauben, daß wir hier ein Spiel haben, das Chelsea ins Finale spülen könnte. Das halte, nach kurzem schielen über das Fenstersims, immer noch für eine waghalsige Prognose.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das nächste Scharmützel am Strafraum von Chelsea. Fabregas gibt den Bodenkämpfer und stochert gegen 3 Chelsea Verteidiger. Lampard gefällt das nicht und geht dazwischen, indem er Fabregas beim Aufstehen wieder nieder schubst. Auftritt Messi, der seine beeindruckende Sprungkraft zeigt und Lampard gegen die Brust schubst.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">56</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der verschossene Elfer hat Barca einen leichten Dämpfer versetzt. Chelsea wittert seine Chance in Person von Drogba. Der ivorische Superheld versucht das Tor des Jahrzehnts zu schiessen und probierts von der Mittellinie. Valdes hält mit einem Hechtsprung. Zauberhafte Schauspieleinlage vom Keeper.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">59</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kalou kommt für Mata. Mit dem Ball machen die Jungs sowieso herzlich wenig und wer ihm hinterher rennt ist im Prinzip auch egal. Kalou ist vielleicht ein bisschen schneller als Mata. Barca erspielt sich in der Zwischenzeit einiges an Halbchance, ist aber bei weitem nicht mehr so zwingend wie in der ersten Hälfte. Wenn ich jetzt hier schreibe, daß Chelsea ne Chance hat, trifft Barca sofort, was?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Sie haben zumindest wieder eine dicke Chance. Iniesta legt auf Cuenca ab, der von links kommt und aus spitzem Winkel schnell abzieht. Cech war ihm aber blitzschnell entgegengeeilt, hatte den Winkel gut verkürzt und blockt zur Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">62</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ein bisschen was wie Flipper im Strafraum von Chelsea. (Der Kneipenautomat, nicht der Delfin.) Chelsea klärt letztendlich, fährt einen Gegenangriff (!) und bekommt eine Ecke (!).
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">64</td>
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<td class="description">Die führt zu fast so etwas wie einer Chance für die Blauen. Ivanovic kann das von Valdes verlassene Tor aber nicht treffen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">66</td>
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<td class="description">Tarampolin weist in den Kommentaren darauf hin, daß Terry bereits die Zeit gefunden hat seine Unschuld zu beteuern. Das Lied kennen wir von ihm. Hat er schon ein paarmal gesungen &#8211; den Text hat er drauf. Barca schnürt in der Zwischenzeit die 10 auf dem Platz verbliebenen Chelsea Spieler im Strafraum ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">68</td>
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<td class="description">Sie kontrollieren weiterhin das Spiel, aber die gefährlichere Mannschaft ist momentan Chelsea. Das liegt hauptsächlich daran, daß Barcelonas Abwehrspieler so souverän wirken, wie ein aufgeregter 14 Jähriger beim ersten Date mit der großen Liebe. Währenddessen ist Tello für Cuenca gekommen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">70</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Alle Chelsea Spieler sind hier im eigenen Strafraum. Und es gibt gerade keine Standardsituation. Ein sehr skuriles Bild. Das ist mehr Catenaccio, als Mourinhos Inter geschafft hat.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">73</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Zu Chelseas Verteidigung: im Gegensatz zu besagter Inter Mannschaft, versuchen sie auch ab und zu einen Konter zu fahren. Damit sind sie aufgrund Barcas augenscheinlicher Anfälligkeit hinten auch gut beraten. Die Blauen sind hier durchaus noch für einen weiteren Treffer gut.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">75</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Immer wieder alle Londoner im eigenen Strafraum. Drogba inklusive, der Kopfballungeheuer spielt. Konter sind so natürlich nicht drinnen, aber Barca findet momentan auch keinen Weg durch den Heldenwald.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">78</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das sieht hier fast aus wie ein Standbild. Die Situation ändert sich seit Minuten nicht mehr. Chelsea mit 6er Kette im Strafraum und drei Mann davor, die Passwege zustellen, Barca spielt sich rundherum den Ball zu. Wenig Zauber gerade von der Übermannschaft. Auch bei Barca bewegt sich nicht mehr viel. Wie sieht&#8217;s mit der Fitness aus? Herr Wagner frohlockt: &#8220;Das Licht am Ende des Tunnels der 90 Minuten muss für Barca wie ein Zug aussehen…&#8221;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">80</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kopfballheld Drogba geht, Nando &#8220;bin ich jetzt noch Weltklasse oder nicht?&#8221; Torres kommt. Stellt Di Matteo jetzt einen Mann nach vorne?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die letzten 10 Minuten laufen und Chelsea steht kurz vor der Sensation!
      </td>
</tr>
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<td class="minute">82</td>
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<td class="description">TOOOR! DOCH NICHT! Sanchez schliesst einen endlich mal wieder flotten Spielzug von Barca ab. Alves stand bei seiner Vorbereitung aber im Abseits. Zurecht geben die Schiedsrichter den Treffer nicht.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Messi an den Pfosten! Dribbling des argentinischen Magiers und Schuss an den Pfosten. Wenn Barca hier heute rausfliegt, liegt das auch besonders an der Chancenverwertung des kleinsten Größten. Er hätte hier heute Abend bereits locker einen Hattrick auf dem Konto haben können.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">86</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Was geht ab? Chelsea steht vor der größten Sensation ihrer Saison! Vielleicht der größten Sensation des Jahres. Barca wirkt ideenlos und ausgepowert.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">89</td>
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<td class="description">Immer weiter das gleiche Spiel: 10 Londoner Helden im Strafraum, 10 Zauberzwerge rennen sich davor die Füße wund. Bzw. die sind schon längst wund. So schnell laufen die Katalanen nämlich nicht mehr.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mascherano fasst sich ein Herz aus der Distanz. Cech taucht ab und lenkt das Leder zur Ecke. Kopfball Puyol. Drüber.
      </td>
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<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
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<td class="description"><strong>ICHFASSESNICHTTORRESMACHTDAS2:2!!!!</strong>Chelsea fährt nach München. Barca liegt am Boden. Messi hat sein Gesicht tief im Trikot vergraben.<br />
Barca stand versammelt vor dem Strafraum der Londoner und als der Ball zu Torres kam, konnte der einen Spurt über den ganzen Platz alleine auf Valdes anziehen. Der Spanier tanzt den Keeper aus und schiebt den Ball ins Tor. Wahnsinn!
      </td>
</tr>
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<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>SPIELENDE</strong><br/>Das war&#8217;s. Hab ich das heute nicht schonmal geschrieben? Chelseas Helden dürfen sich zurecht als Solche bezeichnen. Sie übertrumpfen Inters famose Leistung an gleicher Stelle, indem sie zu zehnt einen 2:0 Rückstand aufholen. Ebenso, wie damals die Italiener, ziehen sie dadurch ins Finale der Königsklasse ein. Was für eine Leistung!<br />
Barca auf der anderen Seite sieht ausgepowert aus. Ob das an der langen Saison und dem dünnen Kader liegt, oder mentale Erschöpfung nach drei Jahren Zauberfußball ist, werden wir erst in der nächsten Saison sehen.<br />
Respekt an Herr Wagner: dein Fenstersims ist das Längste, das ich kenne.<br />
Die Diskussion über Farben habe ich in all der Aufregung blind übergangen. Aber ja, die Blues haben in weiß gespielt. Weiße Riesen. Vielen Dank für eure Kommentare! Auf bald!
      </td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Podcast #69 &#8212; Extra: Die alten Helden</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 11:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bastian Schweinsteiger]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit den Halbfinal-Hinspielen der Champions League und zwei überraschenden Ergebnissen im Gepäck, mit Lahm und Ribéry und Drogba und Messi, mit Kuriositäten und einem Ausblick auf Europa League, Clásico und Abstiegskampf: Flatterball Extra (wrumm wrumm), Episode #69.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3111" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-3111 pure" title="podcast_69_alte_helden_chelsea_drogba_terry_lampard_artikel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_69_alte_helden_chelsea_drogba_terry_lampard_artikel.png" alt="" width="600" height="429" /><p class="wp-caption-text">John, Didier, Frank und... niemand. Die drei kommen ohne Ringo aus. Chelseas alte Helden haben den ersten Teil des letzten Hurras hinter sich. Illustration: Herr Wagner nach Fotos von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Photos_by_Amarhgil">Amarghil</a>, J<a href="http://www.flickr.com/photos/9186115@N06">ohn Dobson</a> und Aleksandr Mysyakin</p></div>
<p>Zeit für Titelträume! Die Hinspiele aus den Halbfinals der Champions League liegen hinter uns &#8212; zu erzählen gibt es von zwei überraschenden Siegern und von alten Helden.</p>
<p>Da sind natürlich die Mannen vom FC Chelsea, die den FC Barcelona vor Rätsel stellen; Drogba, der sich wälzt und das Siegtor schießt, John Terry, der mit angebrochener Rippe spielt, und trotzdem Lionel Messi in Schach hält.<br />
Da ist aber auch Franck Ribéry, der nach 2 durchwachsenen Jahren rechtzeitig zur Bestform zurück.<br />
Da ist Philip Lahm, der auf brillante Weise Gomez ans Knie schießt.<br />
Da ist zusätzlich noch ein Kommentator, der auch immer dann besonders bunt wird, wenn es bunt wird.<br />
Da sind natürluch auch noch viel wichtigere Kommentare, nämlich die euren, die wir natürlich nicht unerwähnt lassen dürfen.<br />
Und da ist schließlich ein vollgepacktes Kuriositätenkabinett, mit den Helden noch weiter zurückliegender Tage, mit gewalttätigen Präsidenten und Playboys und verwirrtem Torjubel.</p>
<p>Wie immer: Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:summary>Mit den Halbfinal-Hinspielen der Champions League und zwei überraschenden Ergebnissen im Gepäck, mit Lahm und Ribéry und Drogba und Messi, mit Kuriositäten und einem Ausblick auf Europa League, Clásico und Abstiegskampf: Flatterball Extra (wrumm wrumm), Episode #69.</itunes:summary>
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		<title>„Der kann vor Cojones kaum stehen“ – Bayern gegen Real oder eine Liebeserklärung an Wolff-Christoph Fuss</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/%e2%80%9eder-kann-vor-cojones-kaum-stehen-bayern-gegen-real-oder-eine-liebeserklarung-an-wolff-christoph-fuss/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 11:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man fühlt sich ja gerne mal überlegen. Den Spielern gegenüber, die sich eh nie wirklich anstrengen. Den Trainern gegenüber, die nur unsinnig auswechseln. Und auch den Kommentatoren gegenüber, die seit Jahr und Tag und Schwachsinn von sich geben. Allein, es gibt ja immer noch Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Eine dieser Ausnahmen ist Wolff-Christoph Fuss.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/fuss_kommentator_bayern_real.png" alt="" title="fuss_kommentator_bayern_real" width="578" height="428" class="aligncenter size-full wp-image-2988 pure" /></p>
<p><em>Größter Dank für diesen Artikel gebührt Rolf Witteler, Chef des großartigen und bald zurecht weltberühmten Musiklabels <a href="http://www.lepop.de/" target="_blank">Le Pop</a> aus Köln. Rolf hat &#8212; weil er nicht anders konnte &#8212; die Zitate gestern Abend mitgeschrieben. Während des Spiels. Und da sage noch einer, wir wären die einzigen Verrückten der deutschen Fußballlandschaft.</em></p>
<p>Das Halbfinale der Champions League: Zeit für große Mannschaften. Zeit für große Spiele und große Spieler. Zeit für Livefußball, Zeit für <a href="http://flatterball.net/2012/04/ein-klassiker-im-halbfinale/">Liveticker</a>, Zeit für große Worte – dachte sich auch Wolff-Christoph Fuss, Sat1-Kommentator für das Hinspiel des nächsten Spiels der Spiele. </p>
<p>Der Fußball, er macht bekanntlich die Sprache bunt. Selten so sehr wie zu großen Anlässen, selten so vielfarbig wie bei Fuss, der mit dem größten Farbeimer vorweg marschiert. </p>
<p>Zur 7:1-Klatsche der Leverkusener gegen Barcelona erfand er den „Ejakulativ“, die dem Fußball eigene Steigerung des Superlativ.<br />
Fuss hat, selten unter den deutschen Kommentatoren, die Fähigkeit, dem Moment entsprechend zu Schreien. Und er kann das prägnanter als die Meisten. Kopfballstarke Abwehrspieler werden so schnell mal Eroberer im römischen Stil – „Veni, vidi, Vidic!“. Für ein wichtiges Volleytraumtor reicht ein „Robben, ROOOOOOOBBBBEEENN!“ Für Schussstärke reicht die Analogie zum Pferd. Für Fuss sind die Dinge des Fußballs „unvorstellbar“, sind die Dinge „unfassbar, UNFASSBAR!“</p>
<p>Nur einer, der den Fußball liebt, vergisst den distanzierten Journalisten so konsequent – zugunsten des Liebhabers der schönsten Nebensache der Welt. So geschehen gestern Abend, beim Heimspiel der Bayern gegen Real Madrid. </p>
<p>Als Cristiano Ronaldo zum Freistoß anläuft, heißt es nicht „Jetzt muss die Abwehr aufpassen.“ Für Fuss gilt das, was auch der Rest der Welt sieht. Ronaldos alberne Cowboyhaltung und das klare Verdikt: „Der kann vor Cojones kaum stehen.“ Als Mourinho in gewohnter Schauspielermanier zu Schiri Howard Webb gestikultiert, sagt Fuss nicht: „Das kennt man von Mourinho.“ Er bemüht auch nicht den „Special One.“ Fuss meint: „Der hat den schwarzen Gürtel in Selbstdarstellung.“ Jupp Heynckes springt nicht von seinem Platz auf der Bank auf, er kommt „wie ein HB-Männchen aus seinem Häuschen.“ Der Zweikampf wird nicht hart geführt, er ist „Zweikampf für Erwachsene. Mein lieber Freund!“ </p>
<p>Fuss weiß: Wenn’s zur Sache geht, geht’s eben zur Sache. Aber Fuss‘ Repertoire ist breiter, seine Fähigkeit, dass <em>eine</em> Wort zu finden, dass sich ins Hirn einprägt, ist im deutschen Kommentatorengeschäft beispiellos. </p>
<p>Ein Foul darf auch mal „zart“ sein; es sei denn, Marcelo wemmst zum Ende des Spiels hin Thomas Müller grundlos um. Dann stürzen die Kontrahenten aufeinander, sie schubsen sich und diskutieren und der Schiri hat seine liebe Mühe, das Treiben auseinander zu bringen. Für Fuss ist auch das in einem Wort sagbar: Es wird „rudelig.“ Und als würden diese Wortschöpfungen – ob man nun Verfechter des Klardeutschen oder des Hochdeutschen ist – noch nicht reichen; als wäre ein Fußballabend mit Fuss nicht ohnehin schon dieses kleine entscheidende Quäntchen unterhaltsamer als ein Abend mit den Poschmanns und den Bela Rethys dieser Welt; als hätte man nicht immer noch Cristano Ronaldo Cojones vor dem geistigen Auge, hebt sich Fuss, der alte Populist, das Beste für den Schluss auf. </p>
<p>Es ist immerhin ein Halbfinale in der Königsklasse. Keiner weiß das besser als Fuss. </p>
<p>Das Spiel neigt sich dem Ende zu. Es steht 1:1. Die Bayern wollen, können aber nicht so richtig. Die Madrilenen können, wollen aber nicht so richtig. „Da hilft nur irgendwas lucky-punchiges“, stellt Fuss fest. &#8220;Die Bayern haben Augenhöhe.&#8221; Die Bayern drücken ein letztes Mal. Perfekte Höhepunktstimmung. Fuss verlegt sich &#8212; das Spannungsmoment des Kommentators &#8212; auf das von Pausen getragene Betonen von Nachnamen. &#8220;Ribéry.&#8221; Lahm kriegt den Ball auf dem Flügel. Umspielt 2 Mann. Zieht nach innen. Er sagt noch nix &#8212; Anspannung. Da kommt der Nachnahme. &#8220;Lahm.&#8221; Flache Flanke. Der Ball zischt eine sekundenlange Ewigkeit zum Fünfmeterraum. Gomez rauscht an. Der Ball findet irgendwie sein Knie. Die punktgenaue Explosion. &#8220;GUT GUT GUT GUT! 89. MINUTE!&#8221; Winzige Atempause. „Lucky-Punch-Time“, wiederholt Fuss den eigenen, kaum 2 Minuten alten verbalen Geniestreich. Der Ball ist irgendwie drin. Keiner weiß wie. Ist auch egal. &#8220;Gomez lümmelt den irgendwie über die Linie, schießt sich glaube ich sogar noch selbst an.&#8221;<br />
So sieht&#8217;s aus. Selbst Gomez alberner Matador-Jubel bekommt von Fuss jetzt ein &#8220;Olé!&#8221;.<br />
„Ein Last-Minute-Black-Out der Königlichen“, schließt er die Analogie folgerichtig. </p>
<p>Durchatmen. Nachspielzeit. Abpfiff.</p>
<p>Geblackoutet durch einen Lucky Punch, schwarze Bestie besiegt Ballett, darf man mit offenem Maul vor der Glotze im Kopf zusammenfassen.<br />
Wo war der mit den Cojones eigentlich, darf man sich dann fragen.<br />
Jetzt, wo’s nicht mehr rudelig ist, merkt man, dass Fuss nur zu Recht hatte, mit dem lucky-punchigen Schlussakkord –- und jetzt überkommt’s einen so wohlig. Man erinnert sich, dass der Gomez – „Dem kannst du vier Großchancen geben und dann macht der einen mit Knie“ – das ganze ja entschieden hatte. Erinnert sich, dass der Fuss ihn zum „Torschützenkönig unter den Sterblichen“ gekürt hat (womit <a href="http://flatterball.net/2012/04/der-unmessbare-und-die-erbsenzahler-lionel-messis-60-saisontor/">Lionel Messis Wundersaison</a> auch noch im Nichtgesagten seine Beschreibung findet).<br />
Erinnert sich, das alles gepasst hat, im Spiel, in der Dramaturgie, im begleitetenden Geheul.<br />
Man ist amüsiert.<br />
Man fühlt sich gut unterhalten.<br />
Man fühlt sich, wie man sich nach einem Fußballspiel fühlen sollte.<br />
Fußball ist nicht da für Analyse.<br />
Fußball ist nicht da für Ausgewogenheit.<br />
Fußball ist da, um erzählt zu werden, um bejubelt und beschrien zu werden.<br />
Fußball ist, um es mit Fuss zu sagen, der Ejakulativ.</p>
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		<item>
		<title>Der 250. Clásico: Das große Fressen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 16:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Real Madrid]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Minute: Fick die Henne! Das ist die beeindruckendste Fan Choreo, die ich jemals gesehen habe. Jeder einzelne Besucher im ausverkauften Camp Nou nimmt an ihr Teil. Der gesamte Tempel ist blau-rot! Die große Frage ist die nach der Taktik von Real. Parken sie den Bus vor ihrem Tor, oder attackieren sie Barcelona, wie sie es im letzten Clásico taten? Madrid mit Anstoß. Der Ball rollt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Butter bei die Fische! Das ist weder ein katalonisches, noch ein madrilenisches Sprichwort und doch steht der heutige Abend unter diesem Thema. Es geht auf das Ende der Saison zu und es stehen die größten und wichtigsten Spiele ebendieser an. Bedeutungsvoller als das Heutige könnte wohl nur ein Champions League Finale zwischen den heute antretenden Spanischen Giganten sein, auch wenn gewisse Fraktionen aus Manchester, München, oder London da anderer Meinung sind.</p>
<p>Hier und heute steht die Geschichte des Fußballs auf dem Spiel. In dieser gibt es viele große Mannschaften, die drei Titel in ihren jeweiligen Ligen in Folge gewonnen haben. Jedoch gibt es nur eine Handvoll, die sich mit dem vierten Titel in Serie ins Pantheon der größten Fußballmannschaften aller Zeiten katapultiert haben. In diesem vierten Titel in Folge steckt etwas magisches. Es ist ein Kunststück, daß in Spanien bislang nur den beiden sich heute gegenüberstehenden Mannschaften gelungen ist. Das originale weiße Ballett um Di Stefano und Puskás gewann die Meisterschaft sogar fünf mal in Folge, genau wie das von Hugo Sánchez Real Madrid in der zweiten Hälfte der 80er. Barcelona gelang in ihrer langen und ebenfalls enorm erfolgreichen Geschichte ein Viererpack. Das von Johan Cruyff trainierte &#8216;Dream Team&#8217; um Romário und Bebeto war Anfang der 90er unschlagbar.</p>
<p>Heute geht es auch darum, ob die aktuelle Mannschaft des FC Barcelona diesen Schritt verwirklichen kann. Die Debatte darum, wo diese Mannschaft in den Geschichtsbüchern einzuordnen ist, würde ein gewichtiges Argument mehr bekommen. Selbstverständlich kann die Blaugrana den Titel heute noch nicht gewinnen, aber sie können bis auf einen Punkt auf Real heran rücken und diese vier Spieltage vor Schluss heftigst unter Druck setzen.</p>
<p>Pep Guardiola hat eine wahnsinnige Bilanz gegen Real seitdem er den katalonischen Chefsessel erklommen hat, im letzten Aufeinandertreffen jedoch, sah es zum ersten Mal so aus als ob Real auf Augenhöhe wäre. Wer dazu mehr lesen will, schaut sich <a href="http://flatterball.net/2012/04/als-vorschau-auf-den-250-clasico-ein-wegweisendes-unentschieden/" target="_blank">unsere rückblickende Vorschau auf das heutige Spiel</a> an.</p>
<p>Wie es aussieht schont Guardiola ein paar Spieler mit Blick auf das Champions League Viertelfinale gegen den FC Chelsea. Die Katalanen müssen schon am Dienstag ran. Ein kleiner Vorteil für Real? Die laufen mit ihrer aktuell wohl stärksten Aufstellung auf. Auch Özil, bei dem vor dem Spiel über Müdigkeit spekuliert wurde, spielt.</p>
<p><a href="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_clasico_barcelona_real1.png"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_clasico_barcelona_real1.png" alt="" title="Ticker-Aufstellung_clasico_barcelona_real" width="288" height="500" class="aligncenter size-full wp-image-3222" /></a></p>
<table class="ticker">
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<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fick die Henne! Das ist die beeindruckendste Fan Choreo, die ich jemals gesehen habe. Jeder einzelne Besucher im ausverkauften Camp Nou nimmt an ihr Teil. Der gesamte Tempel ist blau-rot! Die große Frage ist die nach der Taktik von Real. Parken sie den Bus vor ihrem Tor, oder attackieren sie Barcelona, wie sie es im letzten Clásico taten? Madrid mit Anstoß. Der Ball rollt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">2</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Start ist vielversprechend. Madrid konstruiert direkt einen sehr flüssigen und flotten Angriff, den Barca mit viel Mühe am eigenen Sechnzehner stoppen kann. Danach fahren die Madrilenen ein ordentliches Pressing auf. Foul Benzema, Barca mit Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real ist das aktivere und aggressivere Team zu Begin. Özil mit Balleroberung, Ronaldo mit Dribbling gegen Puyol, der zur Ecke klärt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">5</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Den Kopfball von Ronaldo fischt Valdes aus dem Winkel!!!<br />
Das war die erste dicke Chance. Klasse Aktion von allen Beteiligten. Özils Ecke, Ronaldo setzt sich gegen zwei Katalanen beim Kopfball durch. Glanzparade Valdes.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hier geht&#8217;s ab wie die Luzi. Dani Alves wird steil geschickt, die Abwehr Reals ist ausgehebelt. Der Brasilianische Außenverteidiger ist noch vor dem herauseilenden Casillas am Ball, der ihn aber mit fairem Tackling den Ball vom Fuß nimmt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">8</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Frantisches Tempo. Viel zu schnell zum Tickern. Brutales Pressing auf beiden Seiten. Ordentlich hart geführte Zweikämpfe. Es geht rauf und runter.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">10</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Barca kann den Ball nicht halten! Sie sind darum bemüht das Spiel zu beruhigen und sich ihre 70% Ballbesitzstatistik zu erspielen, aber sie schaffen es nicht. Real luchst ihnen mit sehr smartem, aggressivem Pressing immer wieder den Ball ab. Da wurde gerade sogar ein langer Ball von einem Blauroten gespielt!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">13</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball ist zum ersten Mal im Netz, aber es war bereits eine Minute davor wegen Abseits abgepfiffen. Zurecht. Nur den Pfiff hört hier im Stadion niemand. Die Zuschauer drehen hier so am Rad, daß der Schiedsrichter einen Fliegeralarm bräuchte um sich bei allen Anwesenden bemerkbar zu machen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">15</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Busquets legt Ronaldo und kassiert dafür die erste Gelbe. Der darauf folgende Freist0ß führt zu einer Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">19</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Barca mit wütenden Gegenangriffen. Wobei sie immer noch sehr konzentriert und berechnend wirken in ihrer Wut. Tello probiert&#8217;s aus der Distanz. Knapp vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">21</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der nächste schnelle Spielzug von Real. Benzema spielt Ronaldo frei, der in den Strafraum zieht, aus spitzem Winkel jedoch verzieht. Real ist hier die gefährlichere Mannschaft.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">24</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nutzer <em>Luis</em> hat festgestellt, daß Ronaldos Cojones auch Vorteile haben (siehe Kommentare). Das wird der Maestro selbst ganz genau so sehen. Barca kommt weiterhin mit Reals Pressing nicht zurecht. Immer wieder jagen die Weißen den Blauroten den Ball ab.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">27</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Riesenchance für Xavi nach Traumpass von Messi!<br />
Da haben sie sich die Madrilenen zum ersten Mal ausgeguckt. Messi und Xavi im Zusammenspiel gegen vier, fünf Gegenspieler. Messi setzt zum Dribbling an und findet dann Xavi mit einem Pass durch die winzige Lücke in der weißen Wand. Xavi läuft alleine auf Casillas zu und scheitert am überragend reagierenden spanischen Nationalkeeper.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">30</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><em>Flüsterpost </em>weißt zurecht daraufhin, dass Alves mit dem Rumwälzen angefangen hat. Zeit die Barca hier noch gut gebrauchen könnte, aber der Schiedsrichter will ja auch erstmal auf die eigene Seite gezogen werden.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">33</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mit dem Meisterschaftstipp wäre ich noch vorsichtig. Real hat es noch in keinem Spiel gegen Guardiolas Barca geschafft eine solche Leistung über 90 Minuten abzuliefern und Barca hat echte Hochkaräter als Optionen auf der Bank. Aber ich bin auch derjenige, der sich ungern aus dem Fenster lehnt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">35</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Mehr Platz jetzt im Mittelfeld, weil Barca dieses nach einem Angriff Reals wieselflink überbrückt. Xavi jedoch mit seinem ersten Fehlpass der Saison.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">38</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Zweikämpfe werden hier weiterhin mit allerhöchstem Einsatz geführt. Außerdem gibt es fast nur Sprints. Die Spieler müssen bis zu diesem Zeitpunkt bereits so viel gelaufen sein, wie normalerweise über 90 Minuten. Wahnsinn wie die hier Gas geben. Die Zuschauer ebenfalls. Chancen in den letzten Minuten allerdings Mangelware. Das Wahnsinnstempo geht auf die Präzision.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Selbst Guardiola sieht beeindruckt aus. Er läuft wie ein Raubtier im Gehege mit weit aufgerissenen Augen in seiner Coaching Zone auf und ab. Iniesta mit dem nächsten Ballverlust nach Druck von Di Maria an der Mittellinie.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">41</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hier wird gerade fast nur noch gegrätscht. Selbst Ronaldo ist dabei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Geht doch, Barca. Endlich ein schneller flüssiger Angriff. Am Ende bedient Iniesta den sieben Meter vor dem Tor völlig freistehenden Messi, der allerdings auch im Abseits steht. Das sah trotzdem sehr beeindruckend aus.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">44</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Es hat hier richtig deftig angefangen zu regnen. Na das der Platz schneller wird und Grätschen sich verlängern hat hier gerade noch gefehlt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Schiedsrichter pfeift zur Halbzeit und hier gibt es keinen Spieler, der nicht mit Schmerzen in die Kabine geht. Die Zweikämpfe wurden hier absolut kompromisslos geführt. Am Ende wurde Xavi nochmal von Alonso mit einem deftigen Tritt von hinten in die Beine gelegt. Kein Gelb, weiterspielen, Vorteil Barca, weil in Ballbesitz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT</strong><br/><br />
PUH! Das geht hier richtig zur Sache, Leute. Und euer Tickerhost braucht erstmal ein Bier, an dem er sich die Finger kühlen kann. Einen schönen Pausentee hat euch Mama Wagner mit <a href="http://flatterball.net/2012/04/3-mal-3-helden-auf-abschiedstour-teil-1-mit-puyol-scholes-und-drogba/" target="_blank">Teil 1 unserer Abschiedstourserie</a> gekocht. Dort schauen wir auf alte Helden, die wir nicht mehr lange bewundern können, weil das Karriereende naht. Unter anderem dabei: Carles Puyol und seine katalonische Lockenpracht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real war hier in der ersten Halbzeit RICHTIG gut! Wenn sie die Leistung auch in der Zweiten abrufen können, schaffen sie heute die Vorentscheidung zur Meisterschaft. Es giest aus Kübeln. Auf in den Kampf! Anstoß Barca.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">47</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><em>Luis </em>nimmt die marzialische Gangart auf dem Platz und in diesem Ticker auf und fragt, wann es zur ersten Rudelbildung kommt. Auf der einen Seite möchte man meinen, daß das nicht mehr lange dauert. Auf der anderen wirken hier alle enorm konzentriert beim Treten. Momentan scheint niemand kurz vor dem Ausrasten zu stehen. Aber es liegen ja auch noch 45 Minuten vor uns.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die zweite Hälfte hat so angefangen, wie die Erste gelaufen ist. Gerade hat Iniesta, dem sich im Fallen befindenden Di Maria seine Stollen im vollen Sprint über den Knöchel gezogen. Selbst die größten Techniker werden hier zu Berserkern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">50</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real hat eine Ecke. Özil tritt sie jedoch viel zu kurz und Barca kann leicht klären. Darauf folgt ein überlegt aufgebauter Angriff der Katalanen, den Tello zu unüberlegt aus zu spitzem Winkel abschließt. Der Ball fliegt ohne Gefahr zu verbreiten über das Tor.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">52</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Alonso schickt Ronaldo steil durch die Lücke zwischen den beiden Innenverteidigern. Der Portugiese ist alleine vor Valdes, wird jedoch wegen Abseitsstellung zurück gepfiffen. Das war knapp.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Thiago findet die Lücke mit einem Diagonalpass in der Real Abwehr. Tello ist frei vor Casillas und muss den Ball direkt nehmen&#8230; weit über das Tor. Der Jungspund scheint mit der Situation etwas überfordert zu sein. Guardiola klatscht anfeuernd in die Hände.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real spielt jetzt nicht mehr das gleiche Pressing wie in Hälfte eins, stellt jedoch die Räume im Mittelfeld sehr geschickt zu. Pepe mit seiner ersten Showeinlage. Tut so, als ob er auf dem Boden liegend getreten worden wäre und spielt eine Minute lang den sterbenden Schwan.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">59</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Messi mit Dribbling und Schussversuch. Geblockt von Pepe.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Barca hat jetzt die gewohnten 99% Ballbesitz, kann sich aber noch keine Chancen rausspielen. Reals Hammerpressing kann man wohl auch nur eine Halbzeit lang aufrechterhalten. Fragt sich, ob der Bus 45 Minuten gegen Barca übersteht. Für Chelsea hat das funktioniert.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">62</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hier rollt jetzt ein Angriff nach dem anderen auf das königliche Tor zu. Messi mit Dribbling über den halben Platz, bei dem er sieben, acht mal getreten wird, am Ende verliert er den Ball und foult Ramos.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">64</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Thiago fängt an hier ganz groß aufzuspielen. Er zieht immer wieder offensiv die Fäden und ist auch hinten mit einer super Grätsche gegen Benzema zur Stellen, unterbindet so einen gefährlichen Konter Reals.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">65</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Benzema wird von Mascherano in der eigenen Hälfte umgewämst und bleibt liegen. Barca spielt weiter. Von der moralischen Überlegenheit, die der katalonische Klub so gerne an den Tag legt ist hier nicht mehr viel zu sehen. Mascherano scheint sich Benzema ausgeguckt zu haben &#8211; kurz nachdem der Franzose wieder auf den Beinen ist, wird er wieder in einem harten Zweikampf mit dem Argentinier gelegt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wir nähern uns der Rudelbildung. Thiago macht Pepe klar, daß er die Klappe halten soll. Barcelona fährt jetzt das große Pressing auf und jagt Reals Spieler mit dreier Rudeln. Guardiola wechselt zum ersten Mal und bringt Alexis Sanchez für Xavi.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">69</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOOR!!! Alexis Sanchez gleicht aus!</strong><br />
Messi mit unnachahmlichen Dribbling. Der Ball kommt zum wiederholten Male zu Tello, der seinen Schuss diesmal Tor bringt. Casillas hält, lässt den scharfen Ball aber prallen. Der Nachschuss wird geblockt, den nächsten hält Casillas in Weltklassemanier. Und dann ist der Ball doch irgendwie. drin.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">72</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOOR!!! Ronaldo mit der erneuten Führung für Real!</strong>Nach der Explosion der Zuschauer, die Implosion&#8230; nein sie schreien Barca schon wieder nach vorne, aber erstmal zum Tor. Traumpass Özil auf Ronaldo, der auf Valdes zu läuft etwas abgedrängt wird und den Ball aus spitzem Winkel doch noch am Spanier vorbei schiessen kann.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">75</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Rudelbildung die Erste! Da haben wir sie. Ronaldo und Alves im Zweikampf. Danach schäumt&#8217;s über. Hier geht jetzt alles viel zu schnell.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">77</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">In der Zwischenzeit gab&#8217;s vom Anstoß weg einen klasse Angriff von Barca. Ecke Real, Ronaldo steigt zum Seitfallzieher um, trifft aber nur zwei Barca Spieler. Außerdem hagelts hier gelbe Karten. Jetzt Ecke Barca. &#8230; Die bringt nichts ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">79</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dieses Spiel ist nicht zu tickern. Zu krass das Tempo. Hiernach brauche ich ne Woche Urlaub. Fabregas kommt für Tello.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Schön das Mama Wagner zu Hilfe eilt und sich um die Kommentare kümmert. Die letzten zehn Minuten sind angebrochen. Zehn Minuten für die Meisterschaft. Zehn Minuten für die Ewigkeit.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">84</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Barca drückt und bekommt weiterhin auf die Socken. Jetzt liegt Iniesta mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden. Aber hier wurde heute in beide Richtungen allerfeinstens ausgeteilt. Mascherano aus der Distanz&#8230; drüber.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">85</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wenn dieser Argentinier aus der Distanz schiesst hat das schon etwas verzweifeltes. Guardiola schaut angeschlagen aus. Er steht vor seiner ersten Niederlage als Coach in der Liga gegen Real und vor der ersten Heimniederlage der Saison.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">87</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoß Real nach Foul an Ronaldo. Der würde ihn gerne treten, darf aber nicht, weil er sich zu lange auf dem Boden gewälzt hat und vom Schiedsrichter vom Platz gebeten wird. Geklärt. Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">88</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Geklärt. Real bringt den Ball wieder rein. Nochmal Ecke. Diesmal Abstoß. Callejon kommt für Özil.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ein Kopfball von Fabregas geht weit an Casillas Tor vorbei. Die Angriffe Barcas waren heute bei weitem nicht so giftig wie gewohnt. Mourinho steht vor einem der wichtigsten Siege seiner Karriere. Es gibt vier Minuten Nachspielzeit.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ronaldo mit Freistoß über das Tor, Khedira wämmst zwei Katalanen mit einer Grätsche um. Real wird hier gewinnen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+4</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ende, aus, vorbei. Real wird Meister! Der Schiedsrichter pfeift die Begnung ab. Er hat Nerven und Überblick behalten. Nicht so wie euer Tickerhost, der sich zwischenzeitlich den Browser zerschossen hat.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>SPIELENDE</strong><br/><br />
Um das Phrasenschwein für Herrn Wagner etwas zu füllen: Real hat hier heute sein Meisterstück abgeliefert. Sie haben Barcelona Aufgaben gestellt, die selbst Guardiolas Zauberzwerge nicht lösen konnten und besaßen genug individuelle Klasse, direkt nachdem Barca ausgeglichen hatte wieder zurückzuschlagen. Wie die letzten Clásicos ein unglaublich intensiv geführtes Spiel. Es ist schwer vorstellbar, wie die Jungs in wenigen Tagen in der Champions League wieder volles Rohr gehen sollen. Gerade Barcelona fehlte am Ende die Spritzigkeit, um große Chancen zu erzwingen. Und die Übermannschaft muss bereits am Dienstag wieder gegen Chelsea ran.<br />
Ich für meinen Teil bin ebenfalls raus und fertig. Tickert niemals einen Clásico wenn ihr alt werden wollt. Vielen Dank für eure Kommentare. Auf bald!
      </td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Podcast #68 &#8212; 4 Hochzeiten, 1 Todesfall</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 22:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Tod von Piermario Morosini überschattet das Fußballgeschäft -- und das macht, wiewohl mit Trauerflor, weiter. Nicht in Italien zwar, aber in England und in Deutschland, in Spanien und in Frankreich. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2864" class="wp-caption alignright" style="width: 588px"><img class="size-full wp-image-2864 pure" title="podcast_68_piermario_morosini_artikel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_68_piermario_morosini_artikel.png" alt="" width="578" height="578" /><p class="wp-caption-text">Leider kein Einzelfall: Piermario Morosini, der am Samstag 25jährig verstarb. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/16941474@N05/6931761910/">Aldo Liverani Sas</a></p></div>
<p>Mit Gast David (The Artist formerly known as Jean-Luc) auf die 68. Folge &#8212; eine Folge, die freilich unter dem Schatten von Piermario Morosinis plötzlichem Tod steht.<br />
Ein Fußballer, der auf dem Platz einen Herzanfall erleidet, ist leider nichts Neues mehr &#8212; und weil wir darauf, wie der Rest der Fußballwelt, keine Lösung haben, tanzen wir, wie der Rest der Fußballwelt, auf 4 Hochzeiten weiter. Mit Trauerflor, aber weiter.</p>
<p>Weiter in Deutschland, wo der Abstiegskampf nach Kaiserslautern zwei neue Favoriten hat. Die Kölner und die Berliner, so scheint es nun, balgen sich die letzten 3 Spiele um den Relegationsplatz; die Augsburger hingegen, man höre und staune, setzen sich nach unten ab.<br />
Weiter auch in Spanien, wo der Kampf um die Ewigkeit leider nicht am zumindest streitbarerweise langweiligen FC Barcelona vorbeiführt.<br />
Weiter natürlich auch in England, mit Pokalderbies und dem golfenden Carlos Tevez, der in den Meisterschaftskampf zurückkehrt.<br />
Und weiter schließlich auch in Frankreich &#8212; ein Fußballland, das mit einem Pokalfinal-Drittligisten, mit großen Mannschaften von gestern und Überraschungsgrößen von heute und einer zähneknirschenden Absage an New Yorker Geld zugunsten der alten französischen Demokratieideale eine ganze Menge Futter zu bieten hat.<br />
Trotz des Trauerflors: viel Vergnügen.</p>
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		<title>Ungleiches Duell: Vergangenheit kontra Zukunft</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 14:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[45. Minute: <strong>TOR FÜR CHELSEA! DIDIER DER GROßE ZUM 1:0</strong> Wo kam das denn her? Wer anders als Didier Drogba? Konter Chelsea, Barcas Defensive ist wirr. Ramires schiebt rüber, Drogba schiebt ein. Sein drittes Halbfinaltor in der Champions League. Die Führung Unerwartet, der Torschütze aus dem Dramaschreiblerlings-Lehrbuch, erstes Semester, Kapitel 1: Der Bösewicht muss immer ein starker Charakter sein. Eine Halbzeit lang rollt der Mann mehr auf dem Boden rum als am Ball zu sein, und dann mit dem Halbzeitpfiff -- aber wen wundert's? Wer kann darüber nicht zumindest schmunzeln? Durchatmen und auf Barcas Reaktion gespannt sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Es geht rund in der Königsklasse. Mit diesem Spiel ändert sich der Fokus des europäischen Clubfußballs. Für eine knappe Woche dreht sich alles um Madrid und Barcelona. Die Saison der Madrilenen hat gestern durch das couragierte Auftreten der Bayern ein erneutes kleines Minus verbuchen müssen. Mit dem Clásico am kommenden Samstag droht die ganze Rechnung zu kippen. Ein Sieg und Barca wäre bis auf einen Punkt in der Liga am Rivalen aus der Hauptstadt dran.</p>
<div id="attachment_3020" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><img class="size-full wp-image-3020 pure " title="Ticker-Aufstellung_chelsea_barca" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_chelsea_barca.png" alt="" width="288" height="500" /><p class="wp-caption-text">Die voraussichtlichen Aufstellungen für das Hinspiel</p></div>
<p>Barca kann heute also den ersten großen Schritt machen &#8212; um Real zu fangen, um die Champions League zu gewinnen, um das Triple zum zweiten Mal nach 2009 zu holen. Ein leichter Sieg gegen das zumindest auf dem Papier unterlegene Chelsea würde viel Kraft sparen für den großen Tanz am Samstag.</p>
<p>Für Barca geht es um das nächste Kapitel in einem bereits prall gefüllten Geschichtsbuch. Für Chelsea geht es um ein Wunder, um das letzte europäische Rennen der alten Helden, denen der höchste Pokal des Clubfußballs immer noch fehlt.<br />
Niemand scheint der Mannschaft von Interimscoach Di Matteo etwas zuzutrauen. Niemand freilich außer den überbordenden Egos Marke Drogba, Lampard, Terry &amp; Co., die immer noch die Umkleibekabine in London dominieren. Nach dem 5:1-Kantersieg im Halbfinale des FA Cup gegen Tottenham jedenfalls darf sich Chelsea zumindest Außenseiterchancen ausrechnen.</p>
<p>Und ein Subplot schwingt ja auch noch mit: Chelsea Mannschaft ist im Kern immer noch Mourinhos Mannschaft. Chelseas Haufen schwört weiterhin auf den Special One, der sie vor nunmehr 5 Jahren Richtung Mailand verlassen hat. Sie könnten ihrem alten Chef Mourinho heute einen großen Gefallen tun und Barca Kraft für das Rückspiel rauben. Mourinho wiederum könnte den Gefallen im Clásico erwirdern. Wenn Chelsea dazu heute und im Rückspiel am kommenden Dienstag noch zwei perfekte Spiele abliefert, könnte sie klappen &#8212; Mourinhos Voodoo-Rache am katalanischen Rivalen.</p>
<p>Ein Champions-League-Halbfinale also mit skurrilen Vorzeichen, einer unvorhersehbaren Spannungskurve und einem (fast) klaren Favoriten. Um kurz nach halb elf wissen wir mehr.</p>
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<td class="description">Der Ball rollt. Chelsea will Revanche für 2009. Der Schiri von damals, Tom Henning Ovrebo, Opfer einer Drogbaschen Halbsabschneide-Geste, hat sich heute entschuldigt. Mal sehen, was der große Didier in seinem vielleicht letzten Jahr vor dem Wechsel aufs Altersteil nach China noch zu bieten hat. Sein Opfer wäre heute Dr. Brych aus Deutschland. Das ist alles gestern. Durchmarsch Barca? Blaues Wunder Marke Cheslea? Das Spiel ist angepfiffen, weißer Ball, grüner Rasen, 90 Minuten &#8212; und los!
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<td class="description">Der Anfang entspricht den Erwartungen. Barca hat den Ball, Chelseas Fans singen. Chelsea bisher: 1 Foul, 0 Ballberührungen.
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<td class="description">Und diesmal umgekehrt. Chelsea hat den Ball, Barca lauert und presst. Ein langer Ball von Cech landet fast bei Drogba.
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<td class="description">Barca schiebt den Ball hin und her. Herr Salzmann wäre gelangweilt. Messi zum zweiten Mal von Chelseas Defensive gestellt. Drogba verpasst Busquets einen Stollenabdruck auf dem Fuß. Barca bisher methodisch.
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<td class="minute">6</td>
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<td class="description">Das englische Fernsehen bemüht sich um Auflockerung durch Grafiken. Ballbesitz Barca in den ersten 5 Minuten: <strong>83%</strong>.
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<td class="description">Drogba mit der zweiten Halbchance per Konter &#8212; diesmal von Puyol gestellt.
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<td class="minute">9</td>
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<td class="description">Latte! Ganz knapp! Sanchez Lupfer landet nach Iniesta wunderbarem Lupferpass am Gebälk. Fast zu schnell zum Hinschauen. Wenn sie es nicht schon warnen: Chelsea ist gewarnt.
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<td class="minute">11</td>
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<td class="description">Uff! Aufregung auf der anderen Seite. Nach einer Einwurfflanke von Ivanovic liegt der Ball für einen Moment unbewacht am 5-Meter-Raum. Alves stochert ihn weg.
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<td class="minute">13</td>
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<td class="description">Trotz allem Ballbesitz: So überlegen, wie manche geglaubt haben, wirkt Barca nicht. Chelsea wirkt hochkonzentriert, die Fans tun ihr Übrigens. Wenn man trotzdem Anspannung merkt, wer will&#8217;s den Londonern verdenken. Mata, Lampard, Drogba, Kalou und die Bank Chelseas haben dieses Jahr zusammen weniger Tore dgeschossen als Lionel Messi. Der ist grad am Ball und organisiert den Spielaufbau von weit hinten.
      </td>
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<td class="minute">14</td>
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<td class="description">Meireles grätscht Busquets von hinten um. Verwarnung von Brych, aber noch kein Gelb. Die Fouls gegen Barca häufen sich.
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<td class="minute">15</td>
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<td class="description">Busquets hat genug und revanchiert sich mit Unschuldsmiene bei Drogba. Der humpelt ein wenig &#8212; wohl aber mehr, weil er seine Majestät (sich selbst) beleidigt fühlt.
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<td class="minute">17</td>
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<td class="description">Ganz schwer einzuschätzen, dieses Spiel. Konzentriert und trotzdem mit einigen leichten Fehlern, noch ohne systematische Torchancen und doch könnte es 1-1 stehen. Barca weiterhin mit mehr vom Ball, rund 70%. Messi versucht es mal aus der Distanz, der Schuss wird geblockt.
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<td class="minute">18</td>
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<td class="description">Kommentatorenfluch. Von wegen keine systematischen Chancen. Messi dribbelt durch den Strafraum, legt ab, Iniestas Schuss wird von Cech nach vorne abgeklatscht, Fabregas verzieht den Nachschuss völlig, der rollt zu Sanchez, der ihn nicht kontrollieren kann. Zweites Mal Glück für Chelsea.
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<td class="minute">19</td>
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<td class="description">Und direkt Gewühl auf der Gegenseite. Lampard und Ramires stochern gegen Puyol. Mascherano, der Piqué-Ersatz, klärt. Den Abpraller nach dem folgenden Einwurf schneidet Mata über das Tor.
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<td class="minute">20</td>
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<td class="description">Hörma, jetzt wird&#8217;s unruhig. Langer Ball, Fabregas kommt fast an den Ball, Cech fliegt an der Strafraumgrenze mit der Faust und kann klären. Knapp. Auf und ab jetzt. Bitte weiter so.
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<td class="minute">22</td>
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<td class="description">Kurze Atempause im Spiel und weiter geht&#8217;s. Barca setzt jetzt sein zentrales Mittelfeld stärker sein. Mitte und raus, Mitte und raus, immer ein Stückchen näher an den Strafraum. Xavis Distanzschuss wird abgefälscht. Ecke Nummer 1 für Barca.
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<td class="minute">23</td>
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<td class="description">Die Ecke bringt nix, der direkte Konter über Mata und Meireles verpufft. Da war mehr drin, für beide.
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<td class="minute">26</td>
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<td class="description">Wenn Chelsea was vom Ball hat, sehen sie unsicher aus. Wenn sie auf Konter lauern wirken sie gefährlich. Barca zieht die Schlinge enger. Iniesta will einen Elfer, Brych winkt ab. Entscheidung ist ok, aber ganz eindeutig war das nicht.
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<td class="minute">28</td>
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<td class="description">Mascherano (Piqué-Ersatz) und Adriano (Abidal-Ersatz) fangen Chelsea Konterversuche Mal um Mal ab. Es ist eine dieser bekannten Situation in Barcas Spielen. Mitte der ersten Hälfte, man wittert das 1-0. Schnüff. Schnüff. Fabregas ist halblinks durch, Cech pariert. Schnüff. Irgendwann wird er erdrückend, der Geruch. Dann klingelt&#8217;s. Puff. Ich hab jetzt erstmal Metapher-Verbot.
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<td class="minute">28</td>
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<td class="description">Messi köpft aus 18 Metern. Cech muss sich strecken. Ich schätze, mit dieser Art von Chancen kann Chelsea leben.
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<td class="minute">31</td>
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<td class="description">Erste halbe Stunde vorbei. Torres läuft sich warm, wahrscheinlich für die nächsten 50 Minuten. Schon bitter, wenn El Nino auf diese Weise Einsatz zeigen muss. Ebenfalls bitter: Chelseas Fans beantworten 5, 6 Pässe ihrer Mannen in Folge in der eigenen Defensive mit &#8220;Hey&#8221;, &#8220;Hey&#8221;. Jeder Pass ein &#8220;Hey&#8221;. Die Erwartungshaltungen sind damit eindeutig illustriert.
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<td class="minute">33</td>
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<td class="description">Immer wieder Iniesta. Bisher der Auffälligste. Puyol signalisiert zur Bank. Handgelenksverletzung vielleicht, meint der Kommentator. Ramires kann er trotzdem ablaufen. Der Prinz Eisenherz Kataloniens.
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<td class="minute">35</td>
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<td class="description">Barca mit der dritten Ecke. Kurz ausgeführt, weiter im Plan. Puyol foult Drogba. In Chelseas Strafraum. Drogbas Gesicht in solchen Situationen ist Gold wert. Ich will ein Mikrofon bei Didier. Ohahahaauuuuuuuuuuuhhhh-autsch-hey!
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<td class="minute">37</td>
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<td class="description">Puyol lässt sich am Handgelenk verarzten. Zeitlupe zeigt: Drogba war draufgestampft. Wohl unabsichtlich. Die üblichen Verdächtigen und so. Und wo wir bei Verdächtigen und Prinz Eisenherz sind: John Terry spielt mit angebrochenen Ripnnen. HUAAH! Tiki Taka gegen Machismo, bisher: optische Überlegenheit für Tiki Taka.
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<td class="minute">39</td>
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<td class="description">Ein flüssiges Spiel sieht anders aus. Viele Unterbrechungen. Drogba wälzt sich wieder. Wenn sich gerade mal keiner wäzt, versucht Barca es mit kleinklein, Chelsea immer mal wieder mit langen Bällen. Darüber hatte sich Cesc Fabregas, der Chelsea aus seiner Zeit bei Arsenal noch sehr gut kennt, vor dem Spiel schon lustig gemacht. Sie würden mit dem neuen Trainer &#8220;weniger auf Ballkontrolle gehen&#8221;. Halb Kompliment, halb abfällig &#8212; mal sehen, ob&#8217;s bestraft wird.
      </td>
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<td class="minute">40</td>
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<td class="description">Ashley Cole mit barcelona-esquem Hackentrick, dann schnelles Kurzpassspiel, abgeschlossenen mit einem Volley von Meireles aus rund 20 Metern. Das sah nach was aus. Aber schon wieder Ende der blauweißen Herrlichkeit &#8212; Barca wieder am Ball.
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<td class="minute">42</td>
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<td class="description">Die letzten rund 3 Minuten. Barca ersickend brillant, brillant langweilig. Xavis Ecke landet außerhalb des Strafraums bei Dani Alves. Halbvolley. Dritte Reihe.
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<td class="minute">43</td>
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<td class="description">Cole rettet auf der Linie! Schneller Konter von Barca, Messi auf Fabregas, der lupft den Ball über den herausrauschenden Petr Cech. Cole passt auf und kratzt den Ball weg. Den kann Fabregas auch machen.
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<td class="minute">45</td>
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<td class="description">Noch eine Ecke. Wieder Xavi. Wieder nix. Hier hat leichter englischer Regen eingesetzt. Die Fotos vom Spiel werden dadurch sicher nur besser. Fast Halbzeit.
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<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
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<td class="description">Drogba wälzt sich. Der englische Kommentator nennt die Nachspielzeit Drogbazeit. Ich hab schon weniger Lustiges gehört.
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<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
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<td class="description">Messi rutscht weg; fast ein Spagat. Das hätte ins Auge (und in andere Körperteile) gehen könen.
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<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
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<td class="description"><strong>TOR FÜR CHELSEA! DIDIER DER GROßE ZUM 1:0</strong> Wo kam das denn her? Wer anders als Didier Drogba? Konter Chelsea, Barcas Defensive ist wirr. Ramires schiebt rüber, Drogba schiebt ein. Sein drittes Halbfinaltor in der Champions League.
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<td class="minute"></td>
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<td class="description"><strong>HALBZEIT IN LONDON</strong><br />
Die Führung Unerwartet, der Torschütze aus dem Dramaschreiblerlings-Lehrbuch, erstes Semester, Kapitel 1: Der Bösewicht muss immer ein starker Charakter sein. Eine Halbzeit lang rollt der Mann mehr auf dem Boden rum als am Ball zu sein, und dann mit dem Halbzeitpfiff &#8212; aber wen wundert&#8217;s? Wer kann darüber nicht zumindest schmunzeln? Durchatmen und auf Barcas Reaktion gespannt sein.
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<td class="minute">46</td>
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<td class="description">Die zweite Hälfte ist angepfiffen. Dank euren Kommentaren werd ich jetzt neben Drogba Time auch auf Terry Time achten. Codenamen: <em>Ochnää</em> und <em>Die Rippe</em>. Die beiden sind wohl das, was manche in England als DISTANZIERENDE ANFÜHRUNGSZEICHEN UNTEN cunt DISTANZIERENDE ABFÜHRUNGSZEICHEN OBEN betiteln würden. Aber (hass)lieben muss man sie wohl. Und weil alles den Anschein hat, als wäre Barca nicht im Mindestens besorgt, (hass)liebe ich sie jetzt noch 45 weitere Minuten. Bis auf Weiteres. Der Nieselregen in London hat sich zum echten englischen Regen verstärkt.
      </td>
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<td class="minute">47</td>
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<td class="description">Zwei Ballberührungen nach Chelseas Anstoss und Barca ist wieder am Ball. Chelseas Taktik: weiter so. Barcas Taktik: weiter so. Messis Schuss geblockt. Barca seit dem Anstoss im Ballbesitz.
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<td class="minute">48</td>
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<td class="description">Barca knapp 2 Minuten im Ballbesitz (= Normalität), bis Ashley Cole den Fuß reinkriegt. Cole macht ein starkes Spiel.
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<td class="minute">50</td>
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<td class="description"><em>British Beef</em> fragt, ob Messi die Sache im kalten englischen Regen regeln kann. Lustig, v.a. weil die Kritik auf der Insel gegen Messi immer wieder geht, dass er nicht so gut sein kann, wie alle sagen, weil er es ja noch nicht in der Premier League bewiesen hat. Ihr wisst schon, gegen Mannschaften wie Norwich oder Blackburn oder Swansea. Iniesta holt den nächsten Eckball raus.
      </td>
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<td class="minute">51</td>
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<td class="description">Chelsea igelt sich ein (eine Art Macho-Igel). Adriano von der linken Defensive aus mit Dribbling und Distanzschuss. Cech pariert.
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<td class="minute">53</td>
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<td class="description">Schüsse aufs Tor damit 5:1 Barca. Den Spielstand kennt ihr ja. Der Macho-Igel holt seine erste Ecke heraus. Die Rippe wartet auf Lampards Flanke.
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<td class="minute">53</td>
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<td class="description">Uff. Starke Flanke, alles in Weißblau fliegt heran, am Ende Cahill mit dem eingesprungenen Rittberger. Knapp am Ball vorbei. Die Luft hat Kopfschmerzen. Zurück in Igelstellung.
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<td class="minute">55</td>
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<td class="description">Barca wirkt tatsächlich nicht im Mindesten hektisch. Jemandem, der keine Panik verspürt, muss man selbiges wohl auch nicht raten. Messi mit dem nächsten geblockten Schuss, alle aus rund 18 Metern. Alves danach mit Flanke, die Rippe klärt. Barca wieder im Ball. Sanchez kommt danach fast durch, Cahill klärt.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">57</td>
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<td class="description">UIIII! Der muss eigentlich rein. Fabregas mit Lupferpass, Sanchez frei, schiebt den Ball aus 7 Metern am Tor vorbei. Cole stört gerade noch. Trotzdem, das sollte das 1:1 sein. Guardiola legt für ca. 0,5 Sekunden den Kopf in Hände.
      </td>
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<td class="minute">58</td>
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<td class="description">Eine Durchsage: Schiedsrichter Felix Brych möchte nicht, dass Einwürfe von der unkorrekten Stelle genommen werden. Währenddessen Iniesta als Vorbereiter, Alves erneut als Außenverteidiger, der mit dem Schuss auf Chelseas Fans unter dem Stadiondach zielt. Guardiola legt den Kopf eine knappe Sekunde in die Hand (nur eine Hand).
      </td>
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<td class="minute">62</td>
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<td class="description">Barca hat in seiner Geschichte 5 europäische Halbfinal-Hinspiels verloren und keins davon im Rückspiel umgedreht. Das bedeutet für dieses Spiel natürlich absolut gar nichts. Ich kann das schreiben, weil sich gerade bloß unterdrückte Hektik zwischen den Stafräumen abspielt. Zeit für Wechsel? Noch rund eine halbe Stunde zu spielen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">63</td>
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<td class="description">Clyde Tyldesley, Englands Marcel Reif, meint Barca sei geschüttelt und gerührt. Agent Rippe hat seine Abwehr bisher ihm Griff.
      </td>
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<td class="minute">64</td>
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<td class="description">Messi läuft sich weiter mehr fest als frei. Barca wirkt jetzt ein wenig stagnant (Wort?) da vorne. Freistoß aber jetzt aus knapp 20 Metern. Messi und Xavi und Dani Alves am Ball.
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<td class="minute">66</td>
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<td class="description">Messi versucht, unter der Mauer durchzuschießen. Erfolglos. Wieviele geblockte Schüsse waren das jetzt. Im Gegenzug fällt Drogba. Mascherano ist nicht amüsiert. Drogba erkauft der Mannschaft etwas Atemluft. Aber nur kurz Messi kontert &#8230; dribbelt &#8230; geblockt. Wieder. Diesmal zur Ecke.
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<td class="minute">67</td>
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<td class="description">Xavi auf Puyol, der weiter Richtung Sanchez. Mikel klärt. Der erste Wechsel des Abends. Sanchez runter, Pedro, der stille Held der Sextuples (Wort?) von 2009, kommt für ihn auf der rechten Seite des Sturms.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">68</td>
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<td class="description">Guck mal wer da wälzt. Exakt. Der Herr Drogba. Er hält sich das Gemächt. Zusammenstoß mit Prinz Eisenherz. Naja.
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<td class="minute">69</td>
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<td class="description">Drogba ist irgendwie immer noch auf dem Boden. Barca hat genug, gibt den Ball nicht zurück. Kaum einer pfeift. Didier strapaziert dann doch ein wenig. Freistoß an der Strafraumgrenze für Barca. Ramires fällt Messi. Die erste Gelbe des Abends.
      </td>
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<td class="minute">70</td>
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<td class="description">Messi läuft über den Ball, Xavi schießt über das Tor. Hat Messi genug davon, seine Schüsse blocken zu lassen? <em>British Beef</em> weist drauf hin, dass Messi auf der Insel noch nicht getroffen hat. Muss Mourinhos Voodoo sein.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">72</td>
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<td class="description">Rund 20 Minuten noch. Sieht immer besser aus für Chelsea. Beim Gedanken an die Schlagzeilen über Kapitän Rippe wird mir jetzt schon schlecht. Der nimmt dann auch mit Ruhm im Kopf eine Lampard-Flanke mit selbigem. Neben das Tor.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">74</td>
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<td class="description">Chelsea macht das schon ziemlich gut. Mata verlässt das Spielfeld, mit viel, viel Zeit. Salomon Kalou kommt für ihn.
      </td>
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<td class="minute">76</td>
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<td class="description">So! Schlussviertelstunde! Barca hat sich selbst, nicht den Gegner eingeschläfert. Man schweift im Geist schon ab&#8230; ein Finale zwischen den Bayern und Chelsea? Auf einmal denkbar.
      </td>
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<td class="minute">78</td>
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<td class="description">Messi mit erneutem Antritt, zwei, drei Grätschen, der Kapitän legt ihn. Wieder Freistoß, rund 30 Meter diesmal. Dani Alves mit Schmackes in die Mauer.
      </td>
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<td class="minute">79</td>
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<td class="description">Tiago kommt für Fabregas. Hier schnüffelts nach Überraschung.
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<td class="minute">81</td>
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<td class="description">Der Fußballabend ist ein gelungener aus Chelseas Sicht. Die Schlinge liegt um den Hals, allein, die Katalanen können sie nicht zuziehen. Man schweift erneut ab &#8212; ein Konter, ein 2:0? Scheint nicht unmöglich. Konterversuch über Drogba, der sucht Kalou. Ein bißchen zu weit. 10 Minuten noch.
      </td>
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<tr>
<td class="minute">83</td>
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<td class="description">Merkwürdige Stimmung hier. Das Publikum hat das Singen wieder angefangen. Barca sortiert sich zur Schlussoffensive, wird aber immer wieder rund 30 Meter vor dem Strafraum gestört.
      </td>
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<td class="minute">84</td>
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<td class="description">Ist das ideenlos von Barca? Oder brillante taktische Disziplin von den Londonern? Das Nägelbeißen auf der Tribüne geht los. Die Überraschung ist nah.
      </td>
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<td class="minute">85</td>
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<td class="description">Riesenchance nach Drogbas Vorlage &#8212; Kalou haut Adriano im Strafraum um, sein Schuss wird abgepfiffen. War zwar ohnehin drüber, aber trotzdem &#8212; Chelsea hat wohl auch kapiert, dass sie hier den berühmten Riesenschritt Richtung Finale machen können. Es wäre das zweite in der Vereinsgeschichte nach 2008.
      </td>
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<tr>
<td class="minute">87</td>
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<td class="description">Messi erneut gefoult, 30 Meter vom Tor weg, Gelb für Drogba. Durch irgendwas musste er sie ja kriegen. Barca wechselt Cuenca für Xavi ein. Das war der letzte Wechseln. Guardiolas Gesichtsausdruck ist undurchdringlich.
      </td>
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<tr>
<td class="minute">87</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Uhhhhhhhhh! Lüpferchen von Messi, genau auf Puyols Kopf. Der mit dem Rücken zum Tor, lässt den Ball über den Lockenkopf gleiten. Cech biegt den Ball um den Pfosten zur Ecke. Thiago rauscht heran, verpasst den Ball um Zentimeter. Wenn er den berührt, steht es 1:1 Die Ecke bringt nichts ein, aber Barca bleibt im Ballbesitz.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">89</td>
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<td class="description">Iniesta mit seinem ersten Fehlpass im Spiel. Kein guter Zeitpunkt. Die Mienen in Barcas Reihen werden ratloser.
      </td>
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<td class="minute">90</td>
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<td class="description">Letzte Minute der regulären Spielzeit. Di Matteo auf Chelseas Bank gestikuliert. Das 1:0 wäre ein großer Schritt für den Interimscoach auf dem Weg zum festen Job. Drogba verteidigt. Er ist eben schon Weltklasse. Ecke Barca.
      </td>
</tr>
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<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
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<td class="description">3 Minuten werden nachgespielt. Pedro kann einen langen Ball nicht kontrollieren. Die mitgereisten Katalanen wirken pissig. Das Heimpublikum nicht. Soweit verständlich.
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</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
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<td class="description">Iniesta, Busquets, Thiago versuchen durchzukommen. Die Rippe entschärft das Ganze. Letzte Minute der Nachspielzeit.
      </td>
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<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
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<td class="description">PFOSTEN! NACHSCHUSS DRÜBER! DER MUSS DRIN SEIN! IST ER NICHT! Barca muss ausgleichen! Nix.<br />
Fantastischer Spielzug, Pass auf Busquets am 16er, Hacke auf Messi, der wird abgedrängt, der Ball kommt zu Pedro, Pfosten, Busquets Nachschuss auf ein verwaistes Tor in die Wolken!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
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<td class="description"><strong>AUS! VORBEI!</strong> Die Überraschung, sie ist nicht nur faustdick &#8212; sie ist in diesem Moment perfekt. Chelsea gewinnt 1:0.
      </td>
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<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+3</span></td>
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<td class="description"><strong>SPIELENDE</strong><br />
Das war&#8217;s in London. Eine leichte Überraschung gestern, mit dem Sieg der Bayern gegen den einen spanischen Giganten. Eine schwerere Überraschung heute, mit dem Sieg der alten Helden vom FC Chelsea, die den gigantischeren der Giganten am Ende &#8212; ja, muss man wohl sagen &#8212; verdient besiegen.<br />
Chelsea wittert, nach dem Auf und Ab einer wahnsinnigen, einer verqueren, einer verloren geglaubten Saison die Sensation &#8212; auf die alten Tage doch noch die Champions League gewinnen.<br />
Barcelona hat Kraft lassen müssen, wirkte bisweilen ratlos.<br />
Der Held des Abends und der Bösewicht des Abends sind die gleiche Person: Didier Drogba, der rund eine Halbzeit netto auf dem Rasen liegend verbrachte und das entscheidene 1:0 schoss. Bisher muss Schiri Dr. Brych &#8212; anders als Kollege Ovrebo 2009 &#8212; noch nicht um sein Leben fürchten.<br />
Wir hatten befürchtet, dass das Rückspiel zur Formalität wird. Aber jetzt ist es der FC Barcelona, der unter Zugzwang steht. Zum Rückspiel treten sie 3 Tage nach dem Clásico an. Die Chancen (und wer hätte das gedacht) für den Finaleinzug stehen bei 50-50.<br />
Das war&#8217;s für heute Abend, wir danken euch für die Aufmerksamkeit und eure Kommentare.</p>
<p>Eine wunderbare Nacht und bis morgen im Podcast!
      </td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Podcast #67 &#8212; Wachablösung?</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/podcast-67-wachablosung/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 16:16:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Alessandro Del Piero]]></category>
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		<description><![CDATA[Fanfaren für die schwarzgelben Doppelmeister, Alkohol für den Abstiegskampf. Dazu Trainertalente und Endspurts und jede Menge freundschaftliche Häme, eine öffentlich Liebeserklärung und Rekorde vom anderen Superstar. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2714" class="wp-caption aligncenter" style="width: 588px"><img class="size-full wp-image-2714 pure" title="podcast_67_neven-subotic_arjen-robben_bayern_dortmund_artikel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_67_neven-subotic_arjen-robben_bayern_dortmund_artikel1.png" alt="" width="578" height="428" /><p class="wp-caption-text">"Szene des Jahres? Der Innenverteidiger des alten und wohl auch neuen Meisters maßregelt das Ego des Rekordmeisters nach dem verschossenen Elfmeter. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Großartig! Aufregend! Spannend! Dramatisch! Fußball! Superlativismus allerortens.</p>
<p>Die Fußballsaisons bescheren uns quer durch Europa das Versprechen von Drama bis zum Schluss. Allem voran natürlich steht das gestrige Spitzenspiel, das Gipfeltreffen, der Festtag, der&#8230; na, ihr wusst, das Spiel in Dortmund zwischen dem BVB und den Bayern. Eines der am stärksten herbeigefieberten Bundesligaspiele der vergangen Jahre hatte einen mittlerweile schon fast vertrauteten Ausgang. Eine größere Frage, die über das Spiel hinausgeht, wabert im Raum: war das die Wachablösung an der Spitze des deutschen Fußballs? Sind die Dortmunder die langersehnte zweite deutsche Spitzenmannschaft? Wie tief ist der Kratzer im Ego der Bayern?</p>
<p>Dazu wagen wir einen Ritt quer durch die Meisterschaftskämpfe in England &#8212; doch gar nicht so erledigt wie gedacht &#8212; und in Spanien &#8212; weiter Kopf an Kopf<br />
dank Rekord-Ronaldo.</p>
<p>Herr Salzmann nimmt sich dann die Freiheit und den drangsaliert den ob des (bedeutungslosen) Siegs seiner Liverpooler freudetrunkenen Herrn Wagner mit Fakten, Fakten, Fakten über den Skandalverein von der Anfield Road.<br />
Wir schauen außerdem auf den Abstiegskampf in Deutschland, in dem sich langsam einige unglückliche Favoriten herausschälen, und besprechen mit Stale Solbakken und Andrea Stramaccioni zwei der hoffnungsvollen Trainertalente Europas.</p>
<p>Schließlich schauen wir über den Tellerand der verschiedenen Rennen um die europäischen Plätze auf das Wochenende, das verspricht, genau so spannend zu werden wie die vergangene Woche.<br />
Endspurt ahoi, viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:subtitle>Festtagswochen in der Bundesliga, dazu Liebe und Alkohol.</itunes:subtitle>
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		<title>Podcast #66 &#8212; Zugespitzt und vorentschieden</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 18:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zuspitzung überall: die Bundesliga freut sich auf den Titelkampf unter der Woche und wir freuen uns mit David alias "Jean-Luc" über das Treiben der französischen Liga. Die Premier League hat derweil eine Überraschungsmannschaft und einen neuen alten Meister zu bieten, Real Madrid macht es im Meisterschaftskampf doch noch mal spannend und der AC Mailand kann sich die alte Dame nicht vom Leib halten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2610" class="wp-caption aligncenter" style="width: 588px"><img class="size-full wp-image-2610 pure " title="podcast_65_alex-ferguson_artikel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_65_alex-ferguson_artikel.png" alt="" width="578" height="428" /><p class="wp-caption-text">Ein gewohntes Bild: Ganz England ist vom schottischen Eroberer besetzt. Ferguson und Man United steuern, mal wieder, auf den Titel zu. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von <a href="http://www.flickr.com/people/9864068@N03">Andrea Sartorati</a></p></div>
<p>Die englische Tabellenspitze bietet ein wohlbekanntes Bild: der alte Imperator Ferguson hat sich mal wieder gegen einen Emporkömmling durchgesetzt. Schon vor dem Stadtduell von Manchester scheint alles klar, die 13. Meisterschaft im 25. Jahr United geht an den Schotten. Unklarer ist es auf den Plätzen dahinter &#8212; wo Papiss Demba Cissé und Newcastle die Phalanx aus der Hauptstadt zu durchbrechen suchen &#8212; und eigentlich auch überall sonst.</p>
<p>Real Madrid z.B. macht den spanischen Meisterschaftskampf rund 2 Wochen vor dem entscheidenden Clásico noch einmal spannend, Juventus Turin wiederum überflügelt den AC Mailand, der BVB und die Bayern machen sich bereit zum <a>Gipfeltreffen am kommenden Mittwoch</a>.</p>
<p>Trotz all der Aufregung, trotz Balotellis nächstem Akt, trotz Männern aus Stahl und und verprügelten Maskottchen, finden wir Zeit für einen neuen Gast: viele von euch kennen David Frogier de Ponlevoy bereits als Jean-Luc aus unserem Kommentaren. Nach seinem <a>ersten Artikel</a> erzählt er uns heute etwas zum Auf und Ab der französischen Liga und zu einem bizarren, 48 Tage andauernden Hungerstreik, der am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen ist.</p>
<p>Ach ja, und dann gab es ja auch noch die Gesangseinlage eines gewissen Herrn Daum.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/85CkW1cl-jM" frameborder="0" width="600" height="305"></iframe></p>
<p>Bei so viel Material bleibt uns nur, wie üblich, zu wünschen: Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:subtitle>Montag, Flatterballzeit. Mit alten und neuen Bekannten.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Zuspitzung überall: die Bundesliga freut sich auf den Titelkampf unter der Woche und wir freuen uns mit David alias "Jean-Luc" über das Treiben der französischen Liga. Die Premier League hat derweil eine Überraschungsmannschaft und einen neuen alten Meister zu bieten, Real Madrid macht es im Meisterschaftskampf doch noch mal spannend und der AC Mailand kann sich die alte Dame nicht vom Leib halten.</itunes:summary>
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		<title>Der Unmessbare und die Erbsenzähler: Lionel Messis 60. Saisontor</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 17:57:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit gestern Abend hat Lionel Messi 60 Saisontore auf seinem Konto stehen. Sechzig! Der letzte, der das geschafft hat, trug den Spitznamen "kleines dickes Müller". Nächster Stopp: Pelés Bestmarke. Wir versuchen, die Messlatte Messi zu messen. Ohne Erfolg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2591" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img class="size-full wp-image-2591 pure" title="notiz_messis-60-tore_lionel-messi" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/notiz_messis-60-tore_lionel-messi.png" alt="" width="590" height="652" /><p class="wp-caption-text">Sprengt den Rahmen -- erneut. Lionel Messi auf dem Weg zum nächsten Fabelrekord. Illustration: Herr Wagner nach einem Foto von Tsutomu Takasu</p></div>
<p>Der Mensch &#8212; traue nie einem Artikel, der so anfängt &#8212; ist genauso kreativ wie achtlos mit seinen Symbolen, seinen Metaphern und Vergleichen. Nirgendwo ist das so deutlich wie im Fußball. Von Bananenflanken über Kopfballungeheuer und Mittelfeldmotoren bis hin zu Bombern (der Nation) und Granaten (von einem Schuss). Der Mensch braucht seine verbale Freiheit und im Fußball findet er seinen größten Spielplatz. Unter diesen Vorzeichen muss das Wort der Woche die „Messlatte“ sein; Messlatten wie Statistiken, wie Tore und Vorlagen und Siegesserien oder torlose Minuten in Folge. Rekorde in klein und in groß, jeder die Messlatte für den nächsten, und wenn die eine Messlatte nicht mehr passt, nimmt man sich eine andere, montiert die wiederum an die nächste &#8212; et voilà, die Einschätzbarkeit ist wieder hergestellt.</p>
<h3>Die Messlatte Messi</h3>
<p>Die Messlatte der Fußballwelt heißt seit einiger Zeit Lionel Messi. Dumm nur, wenn die Messlatte für alle andere in Regionen vorstößt, in denen die Messlatte selbst nicht mehr gemessen werden kann.</p>
<ul>
<li>Seit gestern Abend, so gegen 21:45 Uhr mitteleuropäischer Zeit, hat Lionel Messi eine weitere <em>persönliche Bestmarke</em> in sein übervolles Rekordtagebuch eintragen können. <em>Persönlich </em>ist das Stichwort &#8212; die Messlatten nämlich, die für andere gelten, gelten eben nur noch für andere, weil der kleine Magier aus Argentinien routinemäßig so im frühen Februar 90% den Rests der Weltklasse hinter sich lässt, was Tore, Vorlagen, Hattricks, Lupfer, Beinschüsse und all das andere angeht, das man gerne auf Highlightfilm bannt.</li>
<li>Seit gestern Abend, so gegen 21:45 Uhr hat Lionel Messi 60 Saisontore auf seinem Konto stehen, seine Spiele für Argentinien nicht mitgezählt. 60 Tore. Der letzte, der das geschafft hat, trug den Spitznamen &#8220;kleines dickes Müller&#8221;. Das ist knapp 40 Jahre her. 67 Tore waren es für &#8212; Metaphern und so &#8212; den &#8220;Bomber der Nation&#8221; am Ende der Spielzeit 1972/73. Messis nächster Stopp: Pelés Bestmarke von 1958 &#8212; 66 Treffer. Dürfte in ca. 3 Wochen soweit sein.</li>
<li>60 Tore, Anfang April. Selbst für Messi Neuland. Vor einigen Jahren, so um 2009 herum, hat man Messis Klasse noch mit einem beängstigenden Prädikat behangen: &#8220;… und er ist noch so jung!&#8221; 21 war er damals, als er seinen ersten <em>Ballon d&#8217;Or</em> als bester Spieler der Welt gewann. Die Implikation war: er wird nur noch besser werden; er ist noch ein halbes Kind. Wie recht man hatte.</li>
<li>Jetzt, 3 Jahre später, ist Messi erwachsen. Als 17jähriger, in seiner ersten Saison für Barcas Profimannschaft, schoss er ein Tor in neun Spielen. Ein Jahr später waren es schon acht, im nächsten Jahr 17, dann 16. Dann verließ Ronaldinhho den Verein und ein 20jähiger bekam den Auftrag, Barcas Dominanz über den spanischen Fußball wiederherzustellen. Es folgten Saisons mit 38, 47 und 53 Toren, 3 Meisterschaften, 3 mal weltbester Spieler, 2 Champions League Siege. Und jetzt diese Saison.</li>
<li>Wieder besser als das Jahr davor, lange nachdem man sich hatte ausrechnen müssen, dass die Fortschrittskurve auch bei ihm irgendwann brechen muss. Tat sie aber nicht. Tut sie immer noch nicht. Lionel Messi hat mal wieder ein persönliches bestes Jahr. 60 Tore, dazu 23 Vorlagen in 50 Spielen. Die besten Spieler der Welt brauchen für solche Statistiken normalerweise rund 2 Jahre. Für Messi reichen 8 Monate. Vergleiche mit dem Rest der Welt sind lange überflüssig. Vergleiche von Lionel Messi mit anderen Lionel Messis aus anderen Jahren scheinen ab jetzt die angebrachtere Methode der Gigantenvermaßung. Und spätestens mit Lionel Messi haben diejenigen mehr Argumentfutter, die behaupten, der Fußball im Allgemeinen und der Gigant im Speziellen ließe sich überhaupt nicht messen.<br />
Die Messlatte Messi, sie hängt in der Luft.</li>
</ul>
<h3>Kurz notiert: Formstarke Erbsenzähler aus den Strafräumen Europas</h3>
<p>Ich selber würde mich zu denjenigen zählen, die meinen, dass man nicht alles in Zahlen erklären kann. Ich würde mich aber auch zu den Erbsenzählern zählen. Zu denen, die viel Spaß am Zählen der Erbsen haben. Zum Abschluss deswegen noch ein paar Erbsen über die erfolgreichsten Erbsenzähler aus den Strafräumen Europas.</p>
<ul>
<li>Neben dem unmessbaren Messi gibt es weiter erfreuliches über Europas Torjäger zu berichten. Z.B in der Bundesliga: Klaas-Jan Huntelaar hat mit seinem Tor gegen Bilbao sein insgesamt 42. Tor für Schalke in diesem Jahr geschossen. Das ist nur drei besser als Mario Gomez, der kurz vor dem <a href="http://flatterball.net/2012/04/vorentscheidung-in-der-meisterschaft/">Meisterschaftsgipfel in Dortmund</a> die Bayern mit seinem Doppelpack im bayrischen Duell gegen Ausgsburg im Meisterschaftsrennen hält. Für Gomez wie für Huntelaar sind das persönliche Bestmarken, jetzt schon, Anfang April.</li>
<li>Auch anderswo darf man sich über formstarke Sturmfraktionen freuen: In England steuern die (Achtung, Metapher-Warnung) Speerspitzen der Meisterschaftskandidaten, Wayne Rooney für United und Sergio Agüero für City, auf persönliche Bestmarken zu; ein Formhoch, das zur besten Zeit kommt. Gute Aussichten also für das Stadtduell in zwei Wochen (wir werden tickern).</li>
<li>Und dann gibt es auf der Insel ja auch noch den Ex-Freiburger: Papiss Demba Cissé, der mittlerweile sein 9. Tor im 8. Spiel für Newcastle United gemacht hat. Cissé hält die Magpies, die Überraschungsmannschaft vom Saisonbeginn mit dem kurzzeitigen Einbruch, damit im Rennen um die Champions-League-Plätze. Das letzte seiner Tore war ein verdammt schmackhafter Lupfer, aus dem Lauf, gegen die Laufrichtung, in den langen Winkel und über den baffen Michael Vorm im Tor von Swansea, dem Aufsteiger ohne Abstiegssorgen, der anderen Überraschungsmannschaft des Jahres.</li>
<div id="attachment_2592" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-2592 pure" title="notiz_messis-60-tore_cristiano-ronaldo" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/notiz_messis-60-tore_cristiano-ronaldo.png" alt="" width="250" height="303" /><p class="wp-caption-text">"Und was ist mit mir?" Cristiano Ronaldo, der Superstar, der in die Fußnoten verbannt wurde. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<li>In Italien hat Zlatan „Ich bin Zlatan“ Ibrahimovic eines seiner besten Jahre, trotz <a href="http://flatterball.net/2012/04/gigantenduell-im-camp-nou-barca-gegen-milan/">gebeugtem Kopf gegen Ex-Unterdrücker Pep aus Barcelona</a>. Seine Konkurrenten um die Torjägerkrone: Edison Cavani und Antonio di Natale. Di Natale, der alte Mann, darf sich übrigens über bereits 24 Treffer dieses Jahr freuen. Peanuts für Lionel Messi, natürlich, aber ziemlich beeindruckend für einen 34jährigen Normalsterblichen. Ein Riecherstürmer, wie einst der Bomber. Nur nicht ganz in dessen Liga. Oder in Messis. Sterblich eben.</li>
<li>Und wo wir bei Sterblichen sind: der andere Superstar in Spanien braucht noch ein Tor, um seine zweite Saison in Folge mit 50 oder mehr Treffern zu beenden? Hat – außer Messi – in den letzten 40 Jahren keiner geschafft. Interessiert trotzdem keinen <em>so richtig</em>. Selbst bei uns Erbsenzählern landet Cristiano, der Bedauernswerte, der Halbgott im Schatten des einzig wahren Fußballgottes, in der letzten Zeile des letzten Stichpunkts irgendeines Artikels über einen irgendeinen Spieltag, irgendwann Anfang April. Armer Cristiano.</li>
</ul>
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		<title>Le Classique &#8212; Clásico auf französisch</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 12:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Frogier de Ponlevoy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntäglicher Lesestoff: Nach seinem Audiomitbringsel für unsere Aprilscherzfolge beschert uns Jean-Luc pünktlich zum Spiel Paris -- Marseille einen Blick auf die eigenwillige Geschichte dieses französischen Klassikers. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Le Classique“ nennen die Franzosen das Spiel. Oder auch „Le Clasico“. Das erste klingt nach Rotwein und Champagner, das zweite nach glorreichem, spanischen Fußball. Ach, wie plump klingen dagegen wieder mal die Deutschen. (Beckenbauer: „We call it a Klassiker.“) Allerdings, wer einmal prüfend das Etikett abkratzt, auf den wirkt die Champagner-Flasche vielleicht doch eher wie Mineralwasser. Es mag zwar Perrier sein, aber es schmeckt trotzdem etwas wässrig. Oder?</p>
<p>Der Klassiker Paris-Marseille hat zunächst einmal einen entscheidenden Nachteil im Vergleich mit seinen Namensvettern. Der spanische Clásico ist über 100 Jahre alt. Die französische Variante dagegen kann auf höchstens 40 Jahre Geschichte zurückblicken. Da müssen sich auch dann die Deutschen mit ihrem Revierderby überhaupt nicht verstecken. Denn selbst diese 40 Jahre sind noch generös gerechnet. Das erste Mal treffen Marseille und Paris 1971 aufeinander. Es ist ein sehr unspektakuläres Match. Marseille ist zu diesem Zeitpunkt bereits mehrfacher Pokalgewinner, französischer Meister, kurz: Ein großer Name. Paris St.-Germain ist dagegen ein Niemand. Kurz zuvor aus einer Fusion hervorgegangen, selbst vom Pariser Bürgermeister noch naserümpfend als „Vorstadtclub“ betrachtet. Ein Duell, das keinen Hund hinter dem Ofen hervorlockt. Ein ganz normales Fußballspiel.</p>
<p>Das bleibt auch erst einmal so. In den 70er und 80er Jahren heißen die großen Rivalen für Marseille entweder St. Etienne (bis heute französischer Rekordmeister) oder Bordeaux. Auf solcher Ebene misst sich Marseille. Nicht darunter. Bis 1986.</p>
<p>Auftritt Bernard Tapie. Der Mann, der Olympique de Marseille zum Champions-League-Sieger machen und anschließend in den tiefsten Abgrund führen wird (Liga-Rückstufung wegen Bestechungsskandals samt enormer Schulden). Diese aus deutscher Sicht schwer beschreibbare Mischung aus Carsten Maschmeyer, Thomas Gottschalk und dem Freiherrn zu Guttenberg: Begnadeter Entertainer, schlitzohriger Geschäftsmann, Motivator, Großmaul, Politiker, Trickser, Lichtgestalt. Tapie weiß, dass der Fußball von Passion und Rivalität lebt (und so die Einnahmen steigert), und er findet auf der gegnerischen Seite einen kongenialen Partner. Denn kurze Zeit später steigt der Privatsender Canal+ beim PSG als Investor ein und sichert sich gleichzeitig die Übertragungsrechte für die französische Liga. Auch hier ist man an Rivalität, Quoten und höheren Zuschauerzahlen interessiert. „Le Classique“ ist geboren.</p>
<p>Spätestens Anfang der 90er hat das Duell alles, was man für überschäumende Emotionen und sprudelnde Einnahmen braucht: Die Fans sind sich spinnefeind, es kommt zu regelmäßigen Gewaltausschreitungen, Polizeieinsätzen, und beim Spiel am 18. Dezember 1992 stehen am Ende 50 gepfiffene Fouls zu Buche. Ein Jahr später wird der „Clasico“ zum direkten Titelduell beider Mannschaften (exakt jener Titel, der Marseille schließlich aberkannt werden wird), und 1999 wiederum zerstört ausgerechnet „Erzfeind“ Paris mit seinem ersten Sieg seit neun Jahren über Marseille die dortigen Titelträume. Fast jedes Spiel hat mittlerweile irgend eine symbolische Überhöhung, entscheidende Wendung oder trägt den Rachegedanken aus dem vorigen Duell mit sich. Denn Paris-Marseille, das ist längst nicht mehr nur Fußball, sondern auch Politik. Es ist das Duell zwischen Hauptstadt und Provinz, Nord gegen Süd. Zwischen der „Arbeiterstadt“ Marseille und der Stadt der Reichen und Intellektuellen. Es mag also nach wie vor zwar ein irgendwie unausgegorener Champagner sein, aber dafür wurde er in dieser kurzen Zeit umso kräftiger geschüttelt.</p>
<p>Unter diesen Vorzeichen treffen die beiden Clubs auch am Sonntagabend zusammen. Ein Teil der Aggressivität der vergangenen Jahrzehnte ist zwar verpufft, aber die gesamte angestaute Symbolik bleibt. Nur dass diesmal gleich beide Clubs in der Krise stecken. Marseille hat seit zehn Spielen nicht mehr gewonnen, Paris seit vier Spielen nicht. Marseille schaut auf eine völlig verkorkste Saison, bei der mittlerweile auch das Feigenblatt, dass man ja „noch in der Champions League dabei ist“, weggefallen ist. Paris ist trotz aller Ölmillionen nur Zweiter und hat Zoff in der Mannschaft. Pikant: Ausgerechnet Marseille könnte Zünglein an der Waage im Titelrennen sein, denn das Team trifft innerhalb von einer Woche auf Paris und auf Spitzenreiter Montpellier, und es wird schon jetzt gemunkelt, dass „Le Clasico“ für die Jungs von Marseille wohl das deutlich wichtigere Spiel sein wird. Montpellier hat sein Spiel am Samstag übrigens bereits gewonnen. Paris muss nachziehen. Ach ja, und im Hinspiel gewann Marseille nach zuvor schwachen Auftritten ausgerechnet gegen die Pariser überlegen mit 3:0. Zum „Clasico“ waren sie zur Stelle.</p>
<p>Kurz gesagt: Paris-Marseille, das wird möglicherweise nicht die Partie mit dem feinsten Fußball am 31. Spieltag. Aber am Ende wird der eine große Rivale den anderen großen Rivalen noch tiefer in die Krise stürzen. </p>
<p>Nichts weniger erwartet man schließlich von einem Klassiker.</p>
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		<title>Der Halbfinal-Klassiker: Bestie gegen Ballett</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 15:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[90. Minute: Matadorjubel! Bayern führt 2:1!
Überragend gemacht von Lahm, der seinen Gegenspieler rechts vernascht und den Ball flach in die Mitte flankt. Der Ball rutsch durch zu Gomez, der ihn aus zwei Metern über die Linie stochert. Dieser Führungstreffer ist hochverdient!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Heiß, heiß heiß! Größere Spiele als dieses gibt es auf Vereinsebene kaum. Ein absoluter Klassiker in Europas Königsklasse steht heute an. Doch obwohl sich beide Mannschaften bereits unzählige Male gegenüber standen, sind sie sich in ihrer aktuellen Form doch fremd. Beim letzten Pflichtspiel zwischen dem spanischen und dem deutschen Rekordmeister standen noch Sagnol, Makaay und Roberto Carlos auf dem Platz.</p>
<p><a href="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_bayern_real1.png"><img src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_bayern_real1.png" alt="" title="Ticker-Aufstellung_bayern_real" width="288" height="500" class="aligncenter size-full wp-image-2889" /></a></p>
<p>Jupp Heynckes hat uns mit seiner Aufstellung ein Schnippchen geschlagen und lässt Kroos für Müller spielen. Das ist die etwas defensivere Variante, die zusätzlich verständlich dadurch ist, daß Müller im letzten Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund nicht gerade seine beste Leistung gezeigt hat und über weite Teile des Spiels auf Tauchstation gegangen ist.</p>
<p>Grund dafür war natürlich auch die hervorragende Defensivtaktik des deutschen Meisters, der die Räume so eng gemacht hat, daß Müller in seiner Taucherglocke klaustrophobische Anfälle bekommen haben dürfte. Jürgen Klopp meint: &#8220;Real verteidigt nicht so gut wie Borussia Dortmund.&#8221; Wenn das heute der Fall ist, könnte sich der Platz bieten, den die Bayern mit ihren pfeilschnellen Außen Robben und Ribéry so gut nutzen können.</p>
<p>Überhaupt wird es verdammt spannend sein zu beobachten, wie die beiden Teams heute Abend an die Sache rangehen. Viel ist aus den beiden fantastischen Offensivabteilungen gemacht worden. Viel aus dem gegenseitigen Respekt. Real hat in der bisherigen Saison wettbewerbsübergreifend 157 Treffer erzielt. Beim nächsten ist der ewige Rekord der großen als &#8220;weißes Ballett&#8221; bekannten Mannschaft um Alfredo di Stefano erreicht.</p>
<p>Bayern ist Angstgegner der Madrilenen in Europa und hat sich mit seiner positiven Bilanz gegen die Königlichen den Spitznamen &#8220;die schwarze Bestie&#8221; verdient. Der Respekt, den beide voreinander haben und die Bedeutung des Spiels könnte zu einem vorsichtigen Beginn führen. Dieser Beobachter glaubt jedoch, daß sich der Spielstand von 0:0 nicht lange halten wird. Dafür steht viel zu viel überragendes Offensivtalent auf dem Platz. Auf welcher Seite der erste Treffer fallen wird verrate ich aber noch nicht. Tipps? Die Kommentarfunktion steht euch während des gesamten Spiels zur Verfügung.</p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">1</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball rollt! Was für ein Abend, der da vor uns liegt! Klarer Himmel, das Stadion ist voll, der Platz grün und der Ball weiß. Fußballherz was willst du mehr? Bayern &#8211; Real? Ach so. Ja, das gibt&#8217;s auch.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">3</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Beide Mannschaften beginnen sehr engagiert und, wie zu erwarten, mit voller Konzentration in der Defensive. Eingesprungene Grätschen von Ribery und Arbeloa und ein Hackenpass von Ronaldo machen den Anfang.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Beide Mannschaften das erste Mal im Strafraum. Beide Flanken werden ohne große Gefahr von den Torhütern entschärft.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hier geht&#8217;s direkt gut zur Sache. Harte und packende Zweikämpfe und zwei Mannschaften, die den Weg nach vorne suchen. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Erster Freistoß Bayern&#8230; geklärt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">7</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erste Chance des Spiels für Real. Und direkt eine richtig gute. Schweinsteiger mit Fehlpass unter Druck, Özil steckt traumhaft auf den direkt durchstartenden Benzema durch und der scheitert mit einem starken Schuss aus 20 Metern an Neuer. Ecke. &#8230; Die bringt nichts ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">9</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das war schon klasse von Real, die den Bayern bereits früh gezeigt haben, das sie schneller als ihr eigener Schatten umschalten können.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">11</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Auch das Pressing der Spanier funktioniert bislang besser als das des deutschen Rekordmeisters. Den Bayern wird der Ball momentan zu schnell abgeluchst. Zweiter Ballkontakt Ronaldo, zweiter Hackenpass.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">14</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erstes gelbwürdiges Foul von Coentrao im Mittelfeld gegen Robben nachdem der Ball schon längst weg ist. Aber der Schiedsrichter ist Howard Webb, der seine Abneigung gegen Karten bereits im WM Finale Spanien gegen Holland demonstriert hat.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">15</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Riesenaufregung in München! Ribery fällt nach einem Strafraum mit Ramos im Strafraum und fordert mit dem ganzen Stadion zusammen Elfmeter. Howard Webb gibt zu Recht keinen Strafstoß. Da ist der Franzose viel zu leicht gefallen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">17</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOR!</strong> Bayern München führt im Halbfinale gegen Real Madrid mit 1:0!<br />
Die Stimmung war nach Riberys Strafraumstolperer richtig aufgeheizt. Die Bayern nehmen den Schwung mit und kamen nach einem Angriff zu einer Ecke, die von Real nicht richtig geklärt wird. Ribery rauscht aus dem Hinterhalt heran und pfeffert das Ding in die Maschen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">20</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Wiederholungen zeigen, daß Luis Gustavo bei Riberys Treffer im passiven Abseits stand und Casillas die Sicht verdeckte. Es gibt jedoch keine Beschwerden der Bayern Fans.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">22</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoß Real. 22 Meter. Erste Chance für Ronaldo, der in John Wayne Manier (Peter Neururer) über dem Ball steht. &#8230; Drüber.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">24</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Real kommt jetzt mehr und das Spiel wird offener. Die Bayern haben Platz zum Kontern, tuen das auch ganz vorzüglich, sind mit 6 gegen 4 am Strafraum der Madrilenen und werden durch ein zu spätes und schwaches Abspiel von Robben gestoppt. Da war mehr drin!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">27</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hatte Real mehr von den ersten 10 Minuten, sind jetzt die Bayern tonangebend. Sie spielen das hier richtig gut und Real ist beeindruckt. Die nächste Chance ist ein Fernschuss von Schweinsteiger, der knapp am linken Pfosten vorbeirauscht. Die Bayern könnten sich hier jetzt ein richtigen Vorteil rausspielen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">29</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Spanier schwimmen jetzt hinten (fast). Ribery und Robben bereiten ihnen jedenfalls große Probleme. Insbesondere der Franzose ist heiß wie Frittenfett.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">31</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Badstuber mit Gelb, nachdem er Di Maria in vollem Sprint fällt. Nachdem was Webb bislang hat durchgehen lassen, hat die Karte durchaus etwas Überraschendes.<br />
Freistoß Ronaldo&#8230; der Ball geht in die Mauer, verliert dort an Fahrt und wird dann locker von Neuer aufgefangen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">35</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Fans haben bemerkt, daß die Bayern führen und das Stadion wird wieder feurig. Auf dem Platz stehen die Bayern jetzt tiefer und lassen Madrid kommen. Die halten ganz passabel den Ball, bis Robben Ronaldo unnötig foult. Freistoß. &#8230; Von Alonso. Neuer muss konsequent dazwischen gehen, tut das auch und klärt. Das war etwas gefährlicher.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Robben fliegt mit gestrecktem Ball Coentrao entgegen, trifft Ball und Gegner und bekommt Gelb. Ein Tackling auf das Pepe stolz gewesen wäre, der sich bislang noch merkwürdig zurück hält.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">40</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Hier geht&#8217;s auf einmal wieder rauf und runter. Das Mittelfeld hat sich kurzfristig aufgelöst. Große Chance für Benzema, der keinen zwingenden Schuss fertig bringt und an Neuer scheitert. Nach einem starken Konter im direkten Gegenzug macht es Gomez besser und testet die Reflexe von Casillas&#8230; ganz stark gehalten! Fast das 2:0 für die Bayern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">43</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Mittelfeld ist wieder ganz eng gestaffelt und trotzdem findet Real den Weg über drei Stationen aus der Abwehr bis an den Strafraum der Münchner, wo Boateng den Angriff unterbindet. Das war ganz stark gespielt von Real!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoß Bayern in gefährlicher Position! Gomez wird kurz vor dem Strafraum in zentraler Position gefoult. Kroos steht über dem Ball&#8230; in die Mauer. Das nennt man Antiklimax.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45<br/><span class="nachspielzeit">+1</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Abpfiff der ersten Halbzeit. Zeit zum Durchschnaufen. Beide Mannschaften haben hier richtig guten Fußball gezeigt, aber die Bayern führen verdient. Sie hatten insgesamt mehr vom Spiel und die besseren Chancen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT IN MÜNCHEN</strong><br />
Badstuber und Boateng waren bärenstark und haben gegen die Madrider Offensive kaum etwas zugelassen. Ronaldo hat bislang noch gar nichts gezeigt, während insbesondere Frank Ribery abgeht <a href="http://www.youtube.com/watch?v=fXEY46h-Jkg" target="_blank">wie zu besten Zeiten</a>.</p>
<p>Während in München seichte Popmusik ihr Bbestes tut die Zuschauer bei einem Halbfinale gegen Madrid einzuschläfern und bei diesem Zuschauer schon fast Erfolg hat, schmeissen wir <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eo_MZEPRDVs">das Kontrastprogramm</a> an. Gleich geht&#8217;s weiter. Die zweite Hälfte wird ein beinharter Kampf! Keine Zeit für Weichspüler.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">47</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball rollt wieder. Ribery mit überragendem Seitenwechsel auf Lahm, der den Ball verliert, aber die Bayern holen ihn sich direkt wieder. Ganz stark. Die Münchener sind hier mit ganz breiter Brust aus dem Keller der Versicherungsarena geklettert.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">49</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Benzema mit seiner dritten dicken Chance. Im eins gegen eins mit Boateng zieht er den kürzeren. Der Nationalspieler blockt den Ball zur Ecke. Diese bringt nichts ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">51</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wer von Real einen Sturmlauf zur zweiten Halbzeit erwartet hat, wird enttäuscht. Wer nur ein bisschen mehr Druck von ihnen erwartet hat auch. Angriff der Bayern über Ribery, der zwei Gegenspieler ausdribbelt, der Ball kommt zu Robben&#8230; drüber.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">53</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"<strong>TOOOR!</strong> Bayern 1, Real 1<br />
Fast aus dem Nichts ein Konter von Real&#8230; den haben sich die Bayern selbst zuzuschreiben. Da waren sie viel zu offen. Ronaldo vergibt zunächst die Riesenchance freistehend vor Neuer, die Bayern können nicht klären. Özil darf nach wenig überzeugenden Pässen im Strafraum aus einem Meter einschieben.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Bayern versucht direkt zu Antworten. Dribbling von Robben in den Strafraum hinein, ein Madrilene grätscht den Ball zur Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">58</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die wird zunächst geklärt, dann Ribery aus der Distanz, abgeblockt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern werden sich schwarz ärgern, daß sie diesen Treffer kassiert haben. Der war sowas von vermeidbar und gibt den Madrilenen, die alles andere als Überzeugt haben Rückenwind. Heynckes versucht dagegen zu pusten und bringt Müller für Schweinsteiger, der so ausschaut, als hätte er einen Jeti gesehen. Es ist aber nur seine Nummer auf der Wechseltafel.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">63</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Gomez wird stark geschickt und in letzter Sekunde von Casillas am Abschluss gehindert.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">65</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Lahm bekommt nachdem er Di Maria fair den Ball abgelaufen hat einen Freistoß gegen sich ausgesprochen und Gelb. Das war gar nix. Coentrao hat übrigens kurz nach dem Tor nach einem Einsteigen der gänzlich anderen Art die gleiche Karte gesehen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern sind jetzt wieder am Drücker. Nach einer Ecke kann sich Madrid nicht befreien und die Münchner lassen einen Flankenregen auf den Strafraum von Casillas einprasseln. Kurz wirkt die Abwehr trotz, oder vielleicht wegen, berserkerhaften Einsatzes von Pepe unorganisiert, letzten Endes springt dann aber doch kein Torschuss heraus.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">69</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Und weiter die Münchner. Hier rollt jetzt ein Angriff nach dem anderen auf das Tor von Real. Ribery schließt einen ab. Jedoch weit über das Tor.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">71</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Das Stadion peitscht die roten an und Gomez hat die Riesenchance! Nach Freistoß von Kros klärt Ramos vor die Füße des Angreifers, doch der Matadorjubel bleibt aus. Der (nicht ganz so leicht, wie den von Robben in Dortmund zu nehmenden) Ball geht knapp am Tor vorbei.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">74</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Von Real kommt hier momentan gar nix mehr. Die fahren jetzt allerfeinstes Mourinho-Catenaccio auf. Marcelo ist übrigens für Özil gekommen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">76</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Harte Grätsche von Ramos gegen Müller. Gelb.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">78</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern drücken weiter konsequent, finden aber noch nicht die Lücke. Wenn das so weiter geht ist das aber nur noch eine Frage der &#8211; altbekannten &#8211; Zeit. Madrids Konterversuche werden meist bereits vor der Mittellinie abgefangen.<br />
Granero kommt für Di Maria. Mourinho wird noch defensiver.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">81</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Der Ball ist jetzt fast nur noch in der Hälfte des Königsklassenrekordsiegers. Die Bayern dürften eine ähnliche Ballbesitzstatistik wie Barcelona aufzuweisen haben. Weiße Spieler können nur noch beim Rennen und Grätschen beobachtet werden. Das zählt aber freilich nicht für alle Madrilenen. Der schönste Fußballer der Welt hält sich da vornehm zurück.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">82</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ribery dribbelt in den Strafraum und sorgt für Aufregung beim Publikum und Panik bei den Verteidigern, bekommt seinen Pass aber nicht zu Kroos durchgesteckt, der aus sechs Metern einnetzen hätte können.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">85</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Higuain für Benzema. Das Publikum will die dominierenden Bayern zum Sieg peitschen. Neuer spielt jetzt schon Libero und spielt einen Pass 30 Meter vor dem Tor. Dem ist jetzt geradezu langweilig geworden.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">86</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kopfball Gomez, in die Arme von Casillas. Und weiter geht&#8217;s. Atemloser Druck jetzt auf das Tor der Spanier.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">87</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Nach einer klasse Kombination über &#8211; schon wieder &#8211; Ribery wird Gomez im Strafraum gelegt&#8230; oder doch nicht. Schiedsrichter, Fernsehreporter und meine Wenigkeit sind nicht sicher. Weiterspielen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOOOOOOOOR!!!</strong> Bayern 2, Madrid 1<br />
Matadorjubel!<br />
Überragend gemacht von Lahm, der seinen Gegenspieler rechts vernascht und den Ball flach in die Mitte flankt. Der Ball rutsch durch zu Gomez, der ihn aus zwei Metern über die Linie stochert. Dieser Führungstreffer ist hochverdient!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+2</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Bayern wollen mehr un drücken weiter, können aber keine weitere Chance rausspielen. Bis jetzt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">90<br/><span class="nachspielzeit">+4</span></td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Marcelo verliert die Nerven und tritt Müller von hinten um, nachdem der Ball längst weg war. Ganz München fordert Rot. Howard Webb denkt sich, das war nicht so wild wie der de Jong Kung-Fu und gibt nur Gelb. Völlig unverständlich. Kurz darauf gibt&#8217;s den Schlusspfiff.
      </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>SPIELENDE</strong><br />
Die Bayern haben ein riesen Spiel geliefert und haben einen absolut verdienten Sieg gegen eine der beiden Übermannschaften Europas eingefahren. Chapeau! Badstuber, Ribery und Lahm waren großartig. Bei Real hat nichts geglänzt.<br />
Nach dem Ausgleichstreffer durch Özil beschränkten sie sich auf Ergebnisverwaltung. Noch nicht mal ein gefährlicher Konter sprang heraus. Bei einer Mannschaft, die so gespickt mit Stars ist wie Real und einen Sturm aufbietet, der auch in diesem Spiel wieder einen historischen Rekord aufgestellt  hat, ist diese Defensivtaktik fast unverständlich &#8211; es sei denn José Mourinho steht an der Seitenlinie.<br />
Die Madrilenen haben jetzt 158 Tore in dieser Saison erziehlt und damit den Rekord der Mannschaft von Di Stefano eingestellt. Genutzt hat&#8217;s ihnen in diesem Spiel herzlich wenig. Im Rückspiel werden sie sich ganz anders präsentieren müssen. Das steigt schon in einer Woche in Madrid, wo die Bayern ihrer Saison doch noch eine Krone aufsetzen können. Bestie 2 &#8211; Ballett 1.<br />
Morgen gibt&#8217;s an dieser Stelle das zweite Halbfinale zwischen Chelsea und Barca zum Nachlesen. Bis dahin. Gut&#8217;s Nächtle.</p>
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		<title>Podcast #65 &#8212; Extra: Blaues Wunder?</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 01:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit unserem Gast David Schumann besprechen wir anlässlich des immer noch möglichen Wunders von Bilbao Schalkes bisherige Saison unter dem gar nicht so schleifenden Huub. Für die Frage, ob Schalke das Wunder schafft, bleibt dabei in unserem ersten Extra natürlich ebenso Zeit wie für einen Rückblick auf Champions League und Europa League.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2434" class="wp-caption aligncenter" style="width: 588px"><img class="size-full wp-image-2434 pure" title="podcast_65_schalke_raul_artikel-gross" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_65_schalke_raul_artikel-gross.png" alt="" width="578" height="407" /><p class="wp-caption-text">Zweijahres-Vertrag-Suchender, verständlicherweise Schalkeliebling und (fast) der Held des Hinspiels: Raúl Gonzales Blanco. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>In unserem ersten <em>Flatterball Extra</em> dürfen wir mit David Schumann einen alten Bekannten als Gast begrüßen. Mit David, dem Schalkeblogger von <a href="http://www.web04.de" target="_blank">Web04</a>, der sich dazu noch Schrifsteller, Musiker und Ex-Model nennen darf, haben wir im Januar des vergangen Jahres <a href="http://flatterball.net/#!/2011/01/episode-14-blauweis-wies-ausgeht/">schonmal aufgenommen</a>.<br />
Und weil&#8217;s so schön war, heute zur Extra-Premiere nochmal: Heute geht er uns bei der Vorschau auf das Viertelfinal-Rückspiel seiner Schalker gegen Athletic Bilbao genauso zur Hand wie beim Rückblick auf die bisherige Saison des Königsblauen.<br />
Und wer von euch, ganz eifersüchtig, das bewährte Flatterduo selbst mit einem so sympathischen Gast nicht teilen will, kommt auch noch auf seine Kosten. Zeit für einen kleinen Rückblick auf das zurückliegende Champions-League-Viertelfinale finden wir genauso wie für einen Ausblick auf die Halbfinalbegegnungen in der Königsklasse.<br />
An David unser allerbesten Dank, an euch wie immer: viel Vergnügen!</p>
]]></content:encoded>
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		<itunes:subtitle>Unser erster Flatterball Extra. Champions League und Europa League, Schalke und die Bayern, Titan Barca und weniger titanisches Milan.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Mit unserem Gast, Schalkeblogger,  David Schumann besprechen wir anlässlich des immer noch möglichen Wunders von Bilbao Schalkes bisherige Saison unter dem gar nicht so schleifenden Huub. Für die Frage, ob Schalke das Wunder schafft, bleibt dabei in unserem ersten Extra natürlich ebenso Zeit wie für einen Rückblick auf Champions League und Europa League.</itunes:summary>
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		<title>Podcast #64 &#8212; Sturm und Drang</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/podcast-64-sturm-und-drang/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 21:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Aprilscherztag und den Nachtschichten für die neue Website begrüßt euch ein übermüdetes Moderatoren-Duo plus Überraschungsgast. Dank eurer tatkräftigen Unterstützung dürfen wir euch auch diesen Montag viel Vergnügen wünschen mit dem aktuellen Podast, mit einem Neuanfang samt Hoffnungsträger bei Inter, mit Sepp Blatter und Kölner Wirrwarr, mit El Niño und europäischem Flutlicht-Fußball und jeder Menge neuer Jingles.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 588px"><img class="size-full wp-image-2337 pure" title="podcast_64_andrea_stramaccioni_artikel" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/podcast_64_andrea_stramaccioni_artikel.png" alt="" width="578" height="428" /><p class="wp-caption-text">Inters neuer Trainer Andrea Stramaccioni, 36 -- Hoffnungsträger und genuiner Neuanfang oder bloß das letzte Geschichtlein einer verkorksten Saison? Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Bei Inter Mailand wurde Claudio Ranieris Gladiatoren-Ära beendet &#8212; der Neuanfang unter dem 36jährigen Ex-Jugendcoach Andrea Stramaccioni ist vielversprechend. Sein letztes Jugendspiel war der Titelgewinn in der NextGen-Series, sein Profiauftakt ein Torfestival gegen Genua. Die ersten Schritte des noch völlig unbekannten Debütanten scheinen jedenfalls zu klappen.</p>
<p>Weniger großartig sehen die Lebensläufe zweier Bundesligatrainer aus. Aus dem Freiburger Wunderknaben Robin Dutt wurde diese Woche ein Leverkusener Ex-Trainer, und auch Stale Solbakken, zuletzt noch Kölner Hoffnungsträger und fünffacher dänischer Meister, muss um seinen Job bangen. Aber zuerst müssen ein paar Stars beim FC die Tribünenschalen drücken. Auch selten genug, sowas.</p>
<p>Bei so viel Aufregung (im Fußball) und Müdigkeit (bei uns) ist es vielleicht verzeihlich, wenn wir das grandiose 4-4 zwischen dem BVB und dem VfB vom vorgangenen Freitag ohne viel Aufsehen ein grandioses Spiel sein lassen; wenn wir dann an der spanischen Liga mit einem kurzen Achselzucken vorbeiflanieren; wenn wir lieber unserem Hörer David Frogier de Ponlevoy alias Jean-Luc das Wort überlassen. David nämlich &#8212; stellvertretend für die vielen großartigen Zuschriften, die wir von euch in den letzten Tagen und Wochen erhalten haben &#8212; hat uns nicht nur ein kleines Frankreichsegment eingesprochen, sondern kann auch von mißratenen Interpretationen chinesischer Weisheiten berichten, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.<br />
Euch allen also gebührt mindestens so viel Dank wie unseren großartigen Musikern <a href="http://www.fug-und-janina.de/">Fug und Janina</a>, wie Frau Herr Wagner, der Stimme von Flatterball, wie Herrn K., dem hauseigenen Technikgott, und wie Sepp Blatter, der einen nie enttäuscht, wenn man einen Mensch des Monats sucht.</p>
<p>Schließlich schauen wir natürlich zurück auf die Champions-League mit dem Gähn-Festival in Marseille und dem Ackerduell in Mailand; schauen zurück auf die Europa League mit zwei ebenso knappen wie bitteren Niederlagen für die Bundesligisten aus Schalke und Hannover; schauen voraus auf eine Premiere, den ersten Unter-der-Woche-Flatterball seit langem nämlich, das erste <em>Flatterball Extra</em>, dass es am Donnerstag zu hören gibt; und schauen schließlich auch voraus auf den <a href="http://flatterball.net/2012/04/gigantenduell-im-camp-nou-barca-gegen-milan/">Liveticker für das Rückspiel zwischen Barca und dem AC Milan</a>, unseren ersten Liveticker, den ihr am Dienstag auf dieser Website bestaunen und natürlich auch kommentieren dürft und sollt.</p>
<p>Wir probieren uns übermüdet an Metaphern, freuen uns auf eure Kommentare, sagen noch einmal &#8220;Danke!&#8221; und wünschen wie immer: Viel Vergnügen!</p>
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		<itunes:subtitle>Neue Website, neuer Podcast und neue Jingles, neue Neuanfänge, Wirrwarr und Überraschungsgast.</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Nach dem Aprilscherztag und den Nachtschichten für die neue Website begrüßt euch ein übermüdetes Moderatoren-Duo plus Überraschungsgast. Dank eurer tatkräftigen Unterstützung dürfen wir euch auch diesen Montag viel Vergnügen wünschen mit dem aktuellen Podast, mit einem Neuanfang samt Hoffnungsträger bei Inter, mit Sepp Blatter und Kölner Wirrwarr, mit El Niño und europäischem Flutlicht-Fußball und jeder Menge neuer Jingles.</itunes:summary>
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		<title>Lob des Leids, Teil 1: Eine Nacht in Istanbul</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 23:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Köln]]></category>
		<category><![CDATA[AC Mailand]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
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		<category><![CDATA[Jerzy Dudek]]></category>
		<category><![CDATA[Maurice Banach]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Gerrard]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir Smicer]]></category>
		<category><![CDATA[You'll Never Walk Alone]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Serie wie alles im Fußball: Hundertmal dagewesen und doch ein bisschen anders. In der Serie „Lob des Leids“ versucht Herr Wagner, sein unerklärliches Fantum zum FC Liverpool zu erkunden, dabei die eine oder andere kleine Erkenntnis über den vielbeschrieben „Fan an sich“ zu ergattern – und natürlich gute Geschichten zu erzählen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Fan leidet.</p>
<p><em>Der Fan</em> an sich, der natürlich genauso wenig existiert wie von der Hand zu weisen ist, der Fan an und für sich also, der Fan als solcher: er leidet. Ein Mensch wie jeder andere, ein Individuum, das Leid verspüren kann (und wird).</p>
<p>Der Fan aber leidet auch als Prinzip, als Kategorie. Im Guten wie im Schlechten ist der Fußball das Versprechen der Wiederkehr. Er wiederholt sich, wie Jahreszeiten – Saisons – sich wiederholen. Und irgendwo, jedes Jahr, immer wieder, empfängt der Fan einen Fluch, den immer gleichen Fluch des Leids (Gelegenheits-Bayernfans ausgenommen). Dieser Fluch lebt in jedem Fan, wiederholt sich in jedem einzelnen Fan und im Fan als Prinzip immer und immer wieder, herabgeschickt wird wie ein Blitz aus irgendeinem Fußballhimmel, von irgendwelchen Fußballgöttern<a id="anmerkung_verweis_1" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_1">1</a>, sadistisch und allmächtig, wie sie nun mal sind, die Götter, die ewigen Herren in einer sich immer und immer wieder wiederholendenden Niederkunft des ewig Gleichen<a id="anmerkung_verweis_2" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_2">2</a>.<br />
So sagt man doch? Der Fan, soviel scheint klar, leidet.</p>
<p>Das ist sein Los. Sein Freud und sein Leid kommen aus derselben Quelle. Keine Wahl. Ungerecht, fremdbestimmt. Schicksal, eben. Er wählt seinen Verein nicht selbst, das weiß man ja; der Verein wird wie so vieles anderes für ihn gewählt. Von wem: irrelevant.<br />
Die Frage nach dem &#8220;Wer&#8221; kann das Leid nicht mildern. Das &#8220;wer&#8221; bestimmt nur die Antwort auf die Frage, auf wen der Fan sein Leben lang für all das unverschuldete Leid wütend sein darf. Ob es der Vater ist, der große Bruder, die Stadt, in der der Fan das Licht der Welt erblickt und an der Brust der Mutter hängt und das erste Mal gegen einen Ball tritt (in dieser Reihenfolge); ob das Milieu, das vielzitierte, oder die soziale Prägung, in manchen Gegenden auch bloß die Straßenseite, auf der man aufwächst; ob das Viertel oder die Welt.</p>
<p>Irgendjemand – nicht der Fan selbst, sondern ein anderer Fan, das Schwein – ist schuld an dieser Wahl, an diesem unauslöschbaren Ereignis, das der Nicht-Fußballfan belächelt; und das dem Fußballfan, und, darf ich es sagen: der Mehrheit der Welt eben diese Welt bedeutet. Manchmal ist es das Stadion, dieses magische erste Mal, beeindruckend, beängstigend und berauschend zu gleich, ein riesiges Rund mit einem kleinen grünen Rechteck in der Mitte.<br />
Eine Erinnerung, die dich bis zum Tod begleitet.<br />
Zumindest sagt man mir das.</p>
<p>Für mich gilt das nicht. Nein. Ich befürchte, für mich galt das nicht. Ich bin (oder war) etwas Besonderes. Ha! (Aber helfen tut&#8217;s mir nicht.)<br />
Meinen Verein habe ich gewählt. Zumindest glaube ich das.</p>
<p>Mein Verein – der Eff Zeh Liverpool, besser: Liverpool Eff-ssie, englisch ausgesprochen – kam über den Fernseher zu mir. Über jenes unpersönliche Medium, dass für die Generation unserer Eltern noch DAS Medium war, das für die Generation nach uns bloß einen &#8220;Einbetten&#8221;-Link auf Facebook bedeutet, dass für uns gerade mächtig genug war, dass wir es weder ganz ernstnehmen noch seiner Macht entfliehen konnten. Das in unserer Kindheit keinen Rivalen hatte. Denn Fernseher = Fußball. Nicht Nachrichten, Tatort, TV Spielfilm und Sendung mit der Maus. Alles nett, danke sehr. Aber erst mal Fußball. Oh Sportschau, du Volksrecht.</p>
<p>Man sagt mir, dass wäre nicht so unüblich; über den Fernseher zum Fußballverein zu kommen. Mein Kindheitsnachbar, der im Haus gegenüber wie ich in Köln aufwuchs, hatte eine ganz ähnliche Erfahrung. Er saß, lange vor der Ära von Sky und Rund-um-die-Uhr-Live-Fußball, vor der Sportschau, jeden Samstag, in Zeiten, in denen Spiele noch verlässlich Samstagnachmittag liefen<a id="anmerkung_verweis_3" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_3">3</a>.<br />
Besagter Nachbar saß also davor, ein Kind von 12 oder 8 oder 6, und sah blau-rote Trikots. Dann trug er selbst ein blau-rotes Trikot, kleiner als das Trikot seiner Helden, und saß wieder davor. Dann ging er mit mir in den Garten, blau-rotes Trikot an, und wollte die anderen mit blau-roten Trikots nachmachen und saß danach wieder davor, vor der Sportschau mit dem Helden in blau-roten Trikots.</p>
<p>Sah eine Mannschaft, die alles wegfegte. Die einen jungen Titan im Tor stehen hatte, einen alten Leitwolf im Mittelfeld, Weltmeister in der Abwehr, mal einen König und mal einen Mista auf der Bank.<br />
Er verliebte sich und blickte nie wieder zurück.</p>
<p>So wie ich. Und doch ganz anders. Saß vorm Fernseher, sah rote Trikots. Nicht die von Bayern, sondern die von Liverpool. Zufällig; es ist eben Champions League Finale und das schaut man eben. Der FC Liverpool sollte nicht da sein. War er aber. Naja. Nicht das größte Finale, aber was soll’s. Es ist der europäische Höhepunkt und den schaut man eben.<br />
Wo gehen wir heute Abend hin?</p>
<div id="attachment_1900" class="wp-caption aligncenter" style="width: 603px"><img class=" wp-image-1900 pure  " title="notiz_lob-des-leids_liverpool_fernseher" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/03/notiz_lob-des-leids_liverpool_fernseher2" alt="" width="593" height="478" /><p class="wp-caption-text">You'll Never Walk Alone: Beim Halbzeitstand von 0:3 singt der mächtige Chor der mitgereisten Liverpool-Fans die ganze Pause hindurch das berühmteste Lied des Fußballs. Es wirkt. Im Stadion und vor dem Fernseher. Illustration: Herr Wagner</p></div>
<p>Istanbul, 25. 5. 2005. Champions League Finale. In meiner Kindheit war die „5“ meine Glückszahl, denke ich. Wie Dinge sich ändern. Das Spiel ist gut 53 Minuten alt, und man muss mit ihnen fühlen, den hoffnungslos unterlegenen Engländern. Sie werden vorgeführt im Finale, ein Spiel, dass eher einem Vorrundenspiel angemessen gewesen wäre, eine Mannschaft aus seltsamen Eigengewächsen und überforderten Legionären, die aussichtslos zurückliegt gegen die wohl beste Mannschaft der Welt.<br />
Gähnende Langeweile, ein Bier, noch eins, noch eins. Form aufrechthalten für später. Wohin gehen wir danach?<br />
Ich sehe rote Trikots gegen die Schwarzweißroten vom AC Mailand. Sehe den Underdog einen Ehrentreffer schießen, Gerrard, der Kapitän, der aus der eigenen Jugend kam, per Kopf, was wohl selten sei, meint der Kommentator.</p>
<p>6 Minuten später sollte etwas passiert sein, das mir mehr bedeutete, als ich bereit war zuzugeben. Von dem ich nicht wusste, warum. 66 Minuten später war es schlimmer. Ich frage mich bis heute, wie anders mein Leben ohne diese 66 Minuten wäre, damals in Istanbul im Fernsehen. Wie das sein kann.<br />
Ich hatte nämlich abgeschworen. Dem Fantum abgeschworen, lange zuvor. Hatte über die Jahre meine Rede perfektioniert, wie Fan von &#8220;Fanatiker&#8221; kam und dass Fanatiker ja fanatisch waren und Blindheit nur Hass gebäre und dem Ganzen deswegen entsagt. Dem Verein meiner Kindheit, dem 1. FC Köln: entsagt. Dem Geißbock, der Erinnerung an Mucki Banach<a id="anmerkung_verweis_4" class="anmerkunglink" title="Fußnote dazu" href="#anmerkung_4">4</a>, der tragischen Figur: entsagt. Otze Ordenewitz und dem weltmeisterlichen Bodo im Tor: entsagt. Der Erinnerung an das Müngersdorfer Stadion, das riesige Rund mit dem kleinen grünen Rechteck und wie das Herz dabei poltert: entsagt.</p>
<p>Allein dem Fußball selbst, dem letzten Rest, konnte ich nicht abschwören.<br />
Vielleicht auch nicht den Farben. Dem Rotweiß.<br />
Vielleicht ist das kein Zufall.<br />
Ich glaube zwar, dass ja. Ich befürchte aber, dass nein.</p>
<p>Istanbul, 2005, 56. Minute. Smicer macht den Anschluss, sein letztes Spiel für Liverpool, sein Wechsel zu Bordeaux stand bereits fest. Was passiert denn hier? Die Geschichte wird besser.<br />
Vielleicht brauchte ich auch nur etwas Leid. Wollte das empfinden, was alle empfinden. Warum machen die das? Und wenn Leid so erstrebenswert ist, warum habe ich keins? Zumindest keins, das trikotfarbene Tränen abwirft? Leid, dass ich teilen kann? Mir wird das wohl verschlossen bleiben, denke ich. Ich will fühlen, was die fühlen, denke ich.<br />
Aber das kann ich nicht, kann ich nie haben. Ich habe ja entsagt. Sowas wählt man nicht. Man kann sich nicht entscheiden und plötzlich ist man Fan. Vor allem nicht Fan einer vollkommen willkürlich ausgewählten Mannschaft. Und schon gar nicht eine, die hunderte Kilometer weg ist. Die du noch nie im Stadion gesehen hast.<br />
Konter des FC Liverpool.</p>
<p>Ich will das auch, denke ich. Aber man kann sich dazu nicht entscheiden. Und selbst wenn, so einfach geht das nicht. Die Rationalität wird wieder einsetzen, irgendwann. Spiele gehen vorbei, der Alltag kommt wieder, andere Alltage als der des Fußballzuschauers, und dann wird mein Studium spannender sein, Kino, Bücher, Musik, Frauen sowieso. Ich kann mich jetzt spaßeshalber dafür entscheiden, aber es wird eh nicht halten.<br />
Das beruhigt mich.<br />
Warum beruhigt mich das?</p>
<p>59. Minute. Steven Gerrard zieht zum Tor.<br />
So trifft man keine Entscheidungen. Der Fan ist Fan, Punkt. Das hab ich gelernt.<br />
Ich bin ja nicht mehr 6 oder 8 oder 12. Ich war 24, 2005 in Istanbul im Fernsehen. Erwachsene treffen ihre Entscheidungen nicht mehr so. Aber vielleicht, denke ich heute, war es gar keine Entscheidung.</p>
<p>Hatte nichts mit dem zu tun, was wir &#8220;Entscheidung&#8221; nennen. A oder B. Pepsi oder Cola, Reis oder Pommes, Fan oder nicht Fan. Vielleicht haben Hamlet und ich nichts gemein.<br />
Gerrard ist im Strafraum. Gattuso ist bei ihm. Ihre Beine verhaken sich.<br />
Und warum soll man Leid wollen? Wenn ich will, kann ich jederzeit aufstehen.<br />
Ich muss das Spiel nicht schauen.<br />
Ich muss Fußball nicht spannend finden. Ich kümmere mich um Obdachlose oder ich gehe einfach nach Afrika, jetzt, helfe in einem Flüchtlingscamp. Ich kann ja. Ein Fußballspiel wird mich nicht an den Alltag fesseln. Freiheit, brüllt der innere Braveheart! Ich lese Bücher, ich studiere, ich bin Grafiker, ich habe eine Menge Sachen, auf die ich zurückkommen kann. Ich brauche Fußball nicht. Ich mag ihn, aber ich brauch ihn nicht.</p>
<p>59. Minute. Ein Pfiff!<br />
Der Schiri macht die charakteristischen auslaufenden Schritte, der rechte Arm vom Körper weggestreckt, in einer zeigenden Geste. Ist es&#8230;<br />
Ja, es ist. Er zeigt auf den Punkt.<br />
Er gibt Elfmeter.<br />
Elfmeter in Istanbul!<br />
Elfmeter für Liverpool!</p>
<p>Ich brauch das nicht. Vor allem nicht einen Verein. Ich bin etwas Besonderes. All die Idioten um mich herum müssen ihre Wochenenden, ihre Mittwochs, ihr Leben um die Vereine von so etwas Lächerlichem wie einem Fußballverein planen. Ich nicht.<br />
Ihr armen Affen! Ich bin etwas Besonderes. Ich kann jedes Spiel schauen, das ich will. Ich liebe Fußball, aber doch nicht einen Verein. Ich unterwerfe mein „ich“ doch keiner Trikotfarbe. Ich, ich, ich.</p>
<p>Ich bin doch kein Fan.</p>
<p>Ich bin doch nicht blöd und bei Mediamarkt kaufe ich schon gar nicht ein.<br />
Im Gegenteil: Ich bin kein Fan und deswegen leide ich auch nicht, trotzdem steht mir die ganze Fußballwelt offen. Ganz schön klug von mir.<br />
Ich verliebe mich sehr schnell, in eine Mannschaft, in ein Spiel, in einen Spieler. Mir steht die ganze Welt offen. Ich kann Manchester United mögen und Liverpool, Arsenal, die Alemannia aus meiner Studienzeit in Aachen, ich kann Rooney lieben und Cantona und zu Mourinho eine Hassliebe pflegen.<br />
Alles, was Fußball ist.</p>
<p>Ich bin jung und frei und erwachsen auch.<br />
Warum sollte ich mich auf eine Frau beschränken? Warum auf einen Verein?</p>
<p>60. Minute. Xabi Alonso läuft an. Dida hält. Na siehste.<br />
Ich wär ja schön blöd.</p>
<p>So eine komfortable Position aufgeben für – die Farbe Rot?</p>
<p>Wer braucht denn Leid? Das kommt von allein, dass muss man sich nicht suchen.<br />
Und welche Quelle des Leids sprudelt schon so verlässlich wie der Fußball, wie die Liebe zu einem Verein? Und die habe ich ja nicht. Ich kann mich glücklich schätzen. Konstanz ist für Kleingeister.<br />
Einen Atemzug später: Nachschuss Alonso!</p>
<p>Gott sei Dank weiß ich, dass der Nachschuss daneben geht. Ha. Siehste. Der ist an der Latte.<br />
Nein! Nein! JA!!! Der Nachschuss ist drin! Der Nachschuss ist drin!<br />
Irgendwas schnappt ein. Nix Latte! Bloß verguckt!<br />
Irgendwo im Hinterkopf bricht ein Widerstand.</p>
<p>Gott sei Dank bin ich zu klug, um darauf reinzufallen. Außerdem kriegen sie noch einen, die Liverpooler. Oder verlieren spätestens im Elfmeterschießen.<br />
Ich bin beruhigt und während alle vor der Kiste kleben, geh‘ ich Bier holen.<br />
Das ist nicht so wichtig, denke ich erleichtert.<br />
Ich frage mich, warum ich erleichtert bin.<br />
Ich merke, dass ich nicht aufgestanden bin, um Bier holen zu gehen.<br />
Merke, dass die reguläre Spielzeit vorbei ist.<br />
Merke, dass die Verlängerung vorbei ist.<br />
Merke, dass das Spiel vorbei ist.<br />
Merke, dass ich jemand im Arm habe.<br />
Merke, dass wir auf und ab hüpfen.<br />
Frage mich, warum.</p>
<p><em>Das „Lob des Leids“ ist eine mehr oder weniger regelmäßige Serie, die alle paar Wochen erscheint. Teil 2 erscheint am 22. April.</em></p>
<div class="horizontal-divider"></div>
<h4>Anmerkungen zu diesem Artikel</h4>
<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_1">Anm. 1:</strong> Der Kollege Zeigler hat in jüngster Vergangenheit just diesem Fußballgott eine <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LnZNefWO2dc" target="new">Videokolumne</a> gewidmet. Sie ist, wie von Zeigler gewohnt, sehr schön anzuschauen und anzuhören. Die Flatterball-Redaktion vermutet hier allerdings einen böswilligen Plot zwischen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und besagtem Fußballgott. Die Sendeanstalten – wie auch Gott – beziehen ihr Geld schließlich beide aus Spenden. Zeiglers wenig allmächtiger Fußballgott ist somit – nicht weiter verwunderlich – ein netter Kerl, der mit all dem unerklärlichen Treiben und den Böswilligkeiten und Ungerechtigkeiten der Fußballwelt nichts zu tun haben will. Wir sagen: grober Unsinn! Hinter all dem, es kann nicht anders sein, verbirgt sich eine der gemeineren Propagandakampagnen der Fußballgeschichte. Gott und der WDR, mit dem sympathischen und hochtalentierten Zeigler vorweg. Wir halten euch auf dem Laufenden.<br />
<a class="anmerkungenbacklink" href="javascript:flatterScrollBack('#anmerkung_verweis_1');">zurück</a></div>
<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_2">Anm. 2:</strong> Wo wir schon bei Göttern sind, für die Philosophiestudenten unter euch: Man sollte gegenüber dem guten alten Nietzsche, der bekanntlich ausgerufen hat, dass Gott tot sei, eine gewisse Vorsicht walten lassen. Nietzsche schrieb das in den frühen 1880er Jahren. Vom Ligafußball hat Nietzsche, zumindest nach dem Wissensstand dieses Autors, keinen Schimmer gehabt. Eine Umdeutung des berühmtesten Satzes des schnurrbärtigen Philosophen scheint naheliegend: Vielleicht ist Nietzsches Gott nicht gestorben; vielleicht hat er nur den spektakulärsten (und unbekanntesten) Transfer der Weltgeschichte durchlaufen. Vom Himmel in den Fußballhimmel. Hat dort den Zeus gespielt und sich, wie seine griechischen Vorbilder, prächtig vermehrt. Aus Gott wurden Fußballgötter. Im Fußballhimmel sind die Götter ganz augenscheinlich weiterhin virulent. Selbstsüchtig wie Zeus, zänkisch wie Hera, kriegerisch wie Ares. Muss sein. Kein Fußballfan, der nicht an die Existenz böser Geister glaubt, die es genau auf seinen Verein abgesehen haben.<br />
<a class="anmerkungenbacklink" href="javascript:flatterScrollBack('#anmerkung_verweis_2');">zurück</a></div>
<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_3">Anm. 3:</strong> So verlässlich war der Fußballsamstag, dass man Magazine gründen konnte, die diesen Samstag im Titel trugen – wie das englische Magazin „When Saturday comes“, z.B., der Zeus der modernen Fußballkulturmagazine, ein erster Stein auf dem Weg zur 11 Freunde und all den Blogs und schließlich auch zu uns. Beschwert euch also bei denen für all die Zeit, die ihr auf dieser Website verliert: Wir haben’s nicht erfinden; wir machen nur mit.<br />
<a class="anmerkungenbacklink" href="javascript:flatterScrollBack('#anmerkung_verweis_3');">zurück</a></div>
<div class="anmerkungen"><strong id="anmerkung_4">Anm. 4:</strong> Erinnert man sich außerhalb von Köln noch an Maurice „Mucki“ Banach? Man sollte! Ein junger Stürmer auf dem Weg an die Spitze, Sohn eines schwarzen Gis und einer weißen deutschen Frau – hätte er gelebt, er hätte eine Integrationsfigur werden können, ein Wiedervereinigungsheld in einer Zeit lange bevor man „Integrationsfigur“ sagte. Als man zu Menschen seiner Hautfarbe noch „die Leute“ oder „Neger“ oder „farbiger“ sagte, ohne damit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ASRk_iTHbm0" target="new">kleinen Eklat im Doppelpass</a> auszulösen. Maurice Banach starb 24jährig, in der Mitte seiner zweiten Saison beim FC, im November 1991. 10 Tore in 18 Ligaspielen standen in der Saison bereits auf seinem Konto, Trend nach oben. Er verunglückte tödlich auf der A1 Richtung Remscheid. Manche meinten damals, es sei Alkohol im Spiel gewesen. Viele meinen, der FC habe sich davon bis heute nicht erholt. Die genauen Umstände seines tragischen Todes bleiben ungeklärt.<br />
<a class="anmerkungenbacklink" href="javascript:flatterScrollBack('#anmerkung_verweis_4');">zurück</a></div>
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		<title>Gestatten: Johannes Baptist Kerner, Bayernmanager</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 22:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Salzmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heute Vor...]]></category>
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		<category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ZDF macht einen Aprilscherz -- und die Flatterball-Redaktion fällt darauf herein. Zumindest zur Hälfte. Die andere Hälfte hat einen Lachanfall. Und entscheidet sich, dass es nun höchste Zeit ist, ins Fußballjournalismusbusiness einzusteigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2009 suchten die Bayern einen Nachfolger für den Manager und glühendsten Fan des Vereins. Uli Hoeneß hatte sich in seiner langen Amtszeit bei allen Nicht-Bayern Fans unwahrscheinlich unpopulär und den Verein selbst erstaunlich erfolgreich gemacht. Es war sofort klar, dass die Anzahl von Bewerbern viel größer sein würde, als die von geeigneten Kandidaten. Einen adäquaten Ersatz für Hoeneß zu finden war so wahrscheinlich, wie ein 1860-Banner an der Säbenerstraße zu sehen. Die Bayern standen vor einem echten Dilemma.</p>
<p>Gerüchte wurden gestreut, verdichteten sich und verfielen wieder. Die üblichen Verdächtigen, wie die beiden Schwager Strunz und Effenberg, schrieben neben vielen anderen mehr oder weniger leistungsfähigen Ex-Fußballern ihre Bewerbungen. Mit Klaus Allofs sagte der einzige ernstzunehmende Kandidat ab. Es bahnte sich etwas an. Die Republik spekulierte heftig über den neuen Ultimo des deutschen Klubfußballs. Schupp, Bierhoff oder Effenberg, Scholl, Strunz oder etwa doch Matthäus?</p>
<p>Dann platzt die Bombe. Mitternacht, die Heute Nachrichten. Das ZDF bringt die Exklusivmitteilung: Kahn, Oliver und Kerner, Johannes Baptist würden zusammen das Erbe von Hoeneß antreten. </p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/Q_i1wLs-f6c" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Titan und Moderator. Panther und Saftsack. Die auf den Namen Wagner hörende Hälfte der Flatterballredaktion fällt vom Sofa. </p>
<p>Kahn, nun ja – das mag man noch verstehen, ist ja immerhin Lichtgestalt und Lautsprecher auf dem Platz war er auch immer und das Ego hat die richtige Größe und ohnehin ist er eben der Titan, das mag schon angehen, vielleicht, überraschend ist das zwar, aber das will seinen Weg in den Gehirnwindungen doch noch so gerade bis zum Ende gehen.<br />
Aber Kerner? Kerner!? JBK? Der Talkshow-Grinser? Die größte Verschleuderung öffentlicher Gelder seit Florian Silbereisen? Das wandelnde Mikrofon? Der Mann, der zu allem was zu sagen hat?</p>
<p>Panik. Lachanfall. Aufregung. Das Ende der Bayern naht. Ach was, es ist hier!<br />
Muss es der anderen Hälfte mitteilen, denkt die eine Hälfte. Wo ist das Telefon? Warum geht der nicht ran?</p>
<blockquote><p>MACH ZDF AN! Kerner ist Bayernmanager. Mit dem Titan zusammen! Hoeneß raus, Kerner rein! HAHAHAHAHAHA! Ich fass es nicht. Ich weiß nicht, wie häufig ich gerade vom Sofa gekippt bin.</p></blockquote>
<p>Keine Antwort.<br />
Keine Antwort bis zum Morgen.<br />
Vor Anspannung halbdurchwachte Stunden.<br />
Irgendwann ein traumloser, kichernder Schlaf. Comedy-Delirium.</p>
<p>Dann der morgen.<br />
Da! Eine Antwort. </p>
<p>Leider sehr kurz.<br />
Wohl aber ausreichend:</p>
<blockquote><p>Schau mal aufs Datum.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Einer für die Galerie: Fabrice Muamba, Liam Stacey und ein paar kostspielige Tweets</title>
		<link>http://flatterball.net/2012/04/einer-fur-die-galerie-fabrice-muamba-liam-stacey-und-kostspieliger-tweet/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 17:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrice Muamba]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnisstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Liam Stacey]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Tweets]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Volksverhetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte von Fabrice Muambas Zusammenbruch und seiner folgenden Genesung hat weltweit Schlagzeilen gemacht. Die Geschichte einer Reihe von Tweets, die in diesem Zusammenhang erschienen sind, ist an den meisten Stellen durch die Maschen geschlüpft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich bin Gott!&#8221; – das ist einer der Tweets, die man Liam Stacey verzeihen kann. Ein öffentliches Zelebrieren des vermeintlichen Todes von Fabrice Muamba hingegen nicht.</p>
<p>Als einzige Quelle einer stimmigen Charakterstudie taugt eine Auflistung von Kurznachrichten auf einem sozialen Netzwerk wie Twitter natürlich kaum. Trotzdem spricht das, was auf Staceys mittlerweile gelöschtem, aber doch immer noch im Netz verfügbaren Twitter-Konto steht, eine laute und deutliche Sprache.</p>
<p><img class=" wp-image-2176 pure alignright" title="notiz_muamba_liam-stacey" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/notiz_muamba_liam-stacey.png" alt="" /><br />
Es schreibt ein Mensch, der sich entweder über die Öffentlichkeit des sozialen Mediums nicht im Klaren ist (wie in manchen Teilen der englischen Presse gemutmaßt wird), oder dem es egal ist, was besagte Öffentlichkeit von ihm und über ihn liest. Ein egozentrischer, 21jähriger Großkotz tweetet über Blowjobs und Steaks – so weit, so vernachlässigbar.</p>
<p>Als vorige Woche Fabrice Muamba an der White Hart Lane zusammenbricht, verbreitet sich die Nachricht insbesondere über die sozialen Netzwerke in England rasend schnell. Schock ist die  vorherrschende Reaktion, die Anteilnahme ist riesig, auch auf der anderen Seite des Kanals. Es gibt Kommentatoren, die Schwierigkeiten haben, sich an einen Moment zu erinnern, in dem das Land zuletzt so eng zusammengerückt ist wie an diesem und den darauf folgenden Tagen. Liam Stacey schließt sich der besonnenen Stimmung nicht an. Aus den Nachrichten, die ihn über Twitter erreichen, schließt er, dass Muamba tot sei – und frohlockt:</p>
<blockquote><p>&#8220;LOL. Fuck Muamba he&#8217;s dead !!! #Haha&#8221;</p></blockquote>
<p>Die daraufhin losbrechende Empörung beantwortet Stacey mit einer Serie rassistischer Tweets; einer der widerlichsten lautet:</p>
<blockquote><p>„go suck muamba&#8217;s dead black dick then you aids ridden twat! #muambasdead“.</p></blockquote>
<p>13 Stunden später wird er zu Hause von der Polizei verhaftet. Er versucht zurück zu rudern, schreibt, dass sein Twitter Konto gehackt worden wäre und die Nachrichten nicht seine persönlichen Ansichten spiegeln. Die Anklage jedoch steht. Später gibt er zu, die Tweets unter Alkoholeinfluss selbst verfasst zu haben. In der Revisionsverhandlung wird die Gefängnisstrafe von 56 Tagen für Volksverhetzung bestätigt.</p>
<p>56 Tage für Volksverhetzung – „inciting racial hatred“, wie es im originalen Wortlaut heißt – scheint nicht weiter verwunderlich. 56 Tage für ein paar Tweets aber ist eine Zahl, die aufhorchen lässt. Der Fall wurde bereits vor der Verhandlung ausgiebig in der englischen Presse diskutiert. Staceys Aussagen wurden wie zu erwarten scharf verurteilt. Sympathiekundgebungen, die sich über so breite Teile der Öffentlichkeit erstrecken wie im Fall Muamba, sind selten. Sie werden – ich glaube, soweit darf man sich aus dem Fenster lehnen – auch immer von einer gewissen kurzatmigen Hysterie getragen. Häufig verebben sie ebenso schnell, wie sie gekommen sind – in England vor kurzem am Beispiel des Selbstmordes von Gary Speed zu sehen, in Deutschland an den Beispielen von Robert Enke und Babak Rafati.</p>
<p>Die Vermutung liegt nahe, dass das Urteil durch die große öffentliche Anteilnahme an dem Fall beeinflusst wurde. Richter Wyn Williams erklärte dann auch die Verspätung der Urteilsverkündung damit, dass es sich um einen &#8220;sehr gefühlsgeladenen und schwierigen Fall handele.&#8221; Außerdem hob er in der Urteilsbegründung hervor, dass Stacey letztes Jahr ein Bußgeld wegen – im Laiendeutsch – wiederholter Pöbelei in einer Bar gegen die Besucher und später auch die anrückende Polizei bezahlen musste. Damit alleine lässt sich das Strafmaß allerdings nicht erklären.</p>
<p>Staceys Verteidiger argumentierte, dass der Biologiestudent durch die Suspendierung von seiner Universität in Swansea und die öffentliche Ächtung ausreichend gestraft sei. Er würde die Folgen seiner Tweets Zeit seines Lebens spüren. Hätte Stacey seine Äußerungen in einer Kneipe getätigt, wäre er vielleicht bloß von anderen Gästen zurechtgewiesen worden. Vielleicht aber – wahrscheinlich? – wäre nichts passiert, nichts außer einem stummen Achselzucken zwei Tische weiter, dass es nicht in die weltweite Öffentlichkeit genannt Twitter geschafft hätte.<br />
Adäquater wäre diese Reaktion vielleicht nicht gewesen; gewohnter mit Sicherheit. Und das scheint schließlich die Pointe der Geschichte. Die ungewohnte Situation: ein Fußballer, der auf dem Fußballplatz zusammenbricht. Die mitfühlende globale Reaktion. Dann die andere Reaktion, ein Einzelner, schlicht: ein Idiot, der – um eine schwierige Formulierung zu bemühen – weit über die Stränge schlägt. Und schließlich, das letzte Glied in der Kette, die juristische Reaktion der Öffentlichkeit, die ein ungewöhnlich hohes Strafmaß für das Vergehen findet, das somit wiederum den Beigeschmack symbolischer Abschreckung hat.</p>
<p>Und, vielleicht folgenschwerer, da ist das Medium Twitter, vielleicht das Ziel dieser symbolischen Geste –, das damit endgültig seine Unschuld verliert. Foren wie Twitter besaßen jüngst noch den Charme – oder, je nachdem, wo man sitzt, die Unverfrorenheit – als quasi rechtsfreier Raum zu fungieren. Dort, weitgehend unangetastet von den Gesetzen, die für alle anderen Veröffentlichungsformen dieser Welt gelten, konnten Menschen unter dem Deckmäntelchen eines virtuellen Alias ihre Meinung zum Besten geben.<br />
Diese Räume werden kleiner. Das ist im Fall von Liam Stacey und vergleichbaren Explosionen der Idiotie auch gut so. Aber klar ist auch: Räume ohne Regeln sind Räume für Experimente. Experimente für Meinungen und Experimente für Identitäten. Das mag die Identität eines Idioten sein, die mit der anderen, normalweltlichen Identität deckungsgleich ist oder auch nicht. Es mag auch eine künstlerische Identität sein oder eine Autorenidentität – gerade auf Twitter scheint letzteres augenscheinlich, ist es doch ein Medium, auf dem viele Menschen, die sonst bloß Teilnehmer an der Öffentlichkeit wären, zu Produzenten von originalen Inhalten werden. Und diese Inhalte waren – in allen guten und schlechten Ausformungen – bis vor einiger Zeit noch frei, vogelfrei. Mit dem Urteil gegen Liam Stacey sind sie das – in allen guten und schlechten Ausformungen – nicht mehr.</p>
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		<title>Das Revierderby um die Meisterschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 16:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liveticker]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Fuchs]]></category>
		<category><![CDATA[FC Schalke 04]]></category>
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		<category><![CDATA[Jefferson Farfan]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Klopp]]></category>
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		<category><![CDATA[Klaas-Jan Huntelaar]]></category>
		<category><![CDATA[Shinji Kagawa]]></category>

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		<description><![CDATA[63. Minute: 2:1 Dortmund! Kehl, der Eingewechselte macht's. Die Ecke fliegt hinein, Gewühl und Gemenge, irgendwie prallt der Ball von Metzelders Extremitäten oder ähnlichem vor Kehl und der drückt ihn rein. 2:1. Verkehrte Welt. Direkt danach Freistoß Schalke, Konter Dortmund, Parade Unnerstall gegen Kubas Schuss. Kloppo mit dem bewährten Arrrghlg-grimrlbsl-Hua-Schrei. Und dem Boxschlag in die Luft (kleine Variation: diesmal nicht nach vorne, sondern Richtung Boden). Meister?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Kurz notiert vor dem Anpfiff</h3>
<p>Die vielbemühten Wochen der Wahrheit also für den Meister 2011. Nach der Vorentscheidung gegen die Bayern, vor dem geplanten letzten Streich gegen die Gladbacher am Donnerstag. Heute also, als leckere Wurst im Wahrheits-Sandwich, das Revierderby gegen den FC Schalke.</p>
<div id="attachment_2736" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><img class="size-full wp-image-2736 pure" title="Ticker-Aufstellung_schalke_dortmund" src="http://flatterball.net/wp-content/uploads/2012/04/Ticker-Aufstellung_schalke_dortmund.png" alt="" width="288" height="482" /><p class="wp-caption-text">Die voraussichtliche Aufstellung für den Klassiker am 31. Spieltag. Fuchs ist zurück auf Schalker Seite, Götze sitzt wohl auf der Bank.</p></div>
<p>Zumindest soviel ist sicher: es geht um mehr als die übliche halbjährliche Lizenz zum Auslachen und Angeben. </p>
<p>Schalke will die direkte Qualifikation für die Champions League; will den komfortablen Sieg der Dortmunder aus der Hinrunde rächen; will die Mannschaft sein, die den Dortmundern die Meisterschaft noch einmal schwer macht; die Mannschaft sein, die am Ende doch noch Dortmunder Serienmeister-Träume verhagelt.</p>
<p>Der BVB will, wen wundert&#8217;s, genau das verhindern; will die letzten großen Schritte Richtung Titel im gleichen überragenden Stil wie die vorherigen absolvieren; will das 25. Bundesligaspiel in Folge ohne Niederlage; will das Double, und da soll auch der Revier-Rivale nicht stören.</p>
<p>Die Bühne ist also bereitet, für die Suche nach der Nummer 1 im Pott und alles, was daranhängt.</p>
<table class="ticker">
<tbody>
<tr>
<td class="minute">1</td>
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<td class="description">Vor dem Spiel: Klopp und Stevens überbieten sich gegenseitig in der Kategorie &#8220;Ruhe vor dem Sturm&#8221;. Die Funktionäre Watzke und Tönnies überbieten sich derweil in Respektsbekundungen. Augenhöhe und Deeskalation und so. Macht ja alles Sinn. Für den BVB unterstreicht Kloppo sein Lächeln wie gewohnt mit der flottesten Achselzuck-Frequenz der Liga. Derweil der Tenor bei Schalke: die Chance, den Dortmundern die Meisterschaft zu versauen, gibt <em>keine</em> Extramotivation.<br />
Nun gut. Soviel zum Vorgeplänkel. Die Wahrheit liegt ja bekanntlich aufm Platz, wie Lüdenscheider und Herner wissen. Und der Platz ist jetzt hier. Nach der Schweigeminute für den früheren Schalker Meistertorwart Manfred Orzessek geht&#8217;s los.<br />
Ab geht&#8217;s, das Revierderby am 31. Spieltag.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">1</td>
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<td class="description">30 Sekunden, erste Großchance. Bender schießt frei, Unnerstall hält. Stehen bleiben, Ball halten. Das hätte das 1-0 sein können. Super Auftakt!
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">3</td>
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<td class="description">Flottes Spiel. Angespannte Atmosphäre. Schalke steht hoch, Dortmund sucht sein Heil in der Offensive; die Schalker ebenfalls. Viel über die Außen, erste Ecke nach Flanke von Draxler.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">4</td>
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<td class="description">Uff! Wieder knapp, diesmal für die Dortmunder. Die Ecke kommt auf Papadopoulos&#8217; Kopf, der Ball zischt knapp am Pfosten vorbei. Weiter geht&#8217;s. Dortmund wieder im Angriff.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">6</td>
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<td class="description">Noch keine Beruhigung in Sicht. Sollte man vielleicht auch nicht erwarten, Wahrheitswochen, Revierderby, Titanen und alles. Dortmund hat das, was der Fußballfachmann (also jemand anders als wir) leichte optische Überlegenheit nennen würde.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">7</td>
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<td class="description">Schalke mit Befreiungsangriff und einem Freistoß aus knapp 25 Metern. Fuchs oder Farfan? Egal. In die Mauer. Sofortiger Konter der Dortmunder, Gündogan auf Kagawa, Lewandowski verpasst knapp.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">8</td>
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<td class="description">Ui. Jones will einen Elfer gegen Bender. Kriegt er nicht. Stimmt so. Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">9</td>
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<td class="description"><strong>Tor! 1:0 durch Farfan!</strong> Wie geht der denn rein?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">Farfan aus der Drehung nach Fuchs&#8217; Ecke, fast vom Strafraumeck. Schießt aufs lange Eck, ganz schwer zu kontrollieren, die Bewegung. Kagawas Kopf berührt den Ball und selbiger ist drin. So. Nun schauen wir mal, was das erste Gegentor der Wahrheitswoche mit den Dortmundern macht.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">13</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wie zu erwarten nach dem Gegentor: Dortmund drückt. Das Spiel ist furchtbar eng. Schalke verteidigt mit Leidenschaft, Dortmund ist meistens ballsicher. Hektik, Aufregung, Derby.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">14</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fehlpass Hummels, Raul versucht per Lupfer seinen nächsten Kandidaten für das Tor des Jahres. Kandidat braucht sich nicht zu bewerben.<br />
Direkt darauf wieder ein Fehlpass der Dortmunder, wieder eine Chance, und schon geht der Ball wieder in die andere Richtung, plötzlich ist Lewandowski frei, schießt flach am langen Eck vorbei. Über mangelnde Chancen beschwert sich hier niemand.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">16</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jogi Löw blickt hochinteressiert von der Tribüne auf das Spitzenspiel des Spieltags herunter. Was er dort unten sieht, ist hektischer, weniger gepflegt, aber genau so leidenschaftlich wie das Bayern-BVB.Spiel vom Mittwoch. Erste Ecke für die Dortmunder.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">17</td>
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<td class="description"><strong>TOR! 1-1!</strong> Unglaubliches Ding! Piszczek gleicht aus.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">Mit links, Piszczek aus dem Gewühl und aus sehr spitzem Winkel, halbvolley ins lange Eck. Unnerstall überrascht. Ausgleich durch den polnischen Rechtsverteidiger. Das Ganze nach einer Ecke, die aussah, als brächte sie nix ein.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">20</td>
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<td class="description">Apropos Ecke: Ecke Schalke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">21</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erneut ein Dortmunder Konter. Diesmal arbeitet Schalkes Abwehr gut.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">23</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Dortmund schaltet immer wieder schnell um. Das Aufbauspiel beider Mannschaften leidet ein wenig unter der Intensität des Spiels &#8212; die Spannung und die Klasse des Spiels leiden trotzdem nicht. Noch eine Ecke für Schalke&#8230;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">24</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wieder durch Fuchs, wieder ein guter Ball. Bender klärt. Noch eine Ecke, schon die sechste für Schalke. Wieder Gewühl, wieder geklärt von Bender. Schalke bleibt am Ball.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">25</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Diese Intensität kann eigentlich nicht halten. Früher oder später muss eine der beiden Mannschaften einbrechen. Wenn sonst nichts das Spiel entscheiden sollte, dann spätestens die Müdigkeit, die irgendwann kommen muss. Eckball für Dortmund.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">28</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Pfeifkonzert von links oder rechts, bei jeder zweiten Schirientscheidung. Gräfe aber pfeift tadellos. Das grelle, das übliche Hintergrundrauschen dieses Derbys. Herz statt Kopf.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">29</td>
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<td class="description">Lewandowski mit einem Lupferpass über den eigenen Kopf, der fast Kagawa findet. Unnerstall macht seinen Job in der Mitte der Schalker Torwart-Misere ordentlich. Gegenzug, wieder Ecke für Schalke. Nummer 7.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">31</td>
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<td class="description">Eckball Schalke. Na klar. Nummer 8. Wieder kommt ein Blauer zum Kopfball, wenn auch bedrängt. Metzelder drüber. Der Ecke vorausgegangen war ein Draxler-Tänzchen auf links. Schalke ist mindestens ebenbürtig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">34</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Polnische Kombination mit japanischem Abschluss. Kuba über links, auf Piszczek, der mit links auf Kagawas Kopf. Sagen wir mal: nicht seine Stärke. Direkt danach &#8212; klar &#8212; ein Schalker Konter. Marcel Reif meint, dies sei nicht das Spiel der Kagawas dieser Welt, sondern eins für Jones und Co. Recht hat er. Ecke Nummer 9.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">35</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Schalker Standards führen immer wieder zum Strafraum-Pingpong. Wäre es nicht so wichtig, hätte es etwas Komödienhaftes. Fuchs kriegt gelb, ist damit fürs nächste Spiel gesperrt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">37</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Erstaunlich. Mehr als 60 Sekunden ohne große Aufregung. Viel Einsatz im Mittelfeld. Fast&#8230; ruhig hier. Damit wäre der Tag vor dem Abend gelobt.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">39</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Soviel dazu. Von wegen Ruhe. Huntelaar will einen Elfmeter. Kriegt er nicht. Undurchsichtig. Schmelzer zieht, Huntelaar wohl auch ein bißchen. Gräfe reicht das nicht. Ist wohl nachvollziehbar. Direkt danach Farfan mit gestrecktem Fuß gegen Bender. Der hat schon gelb, trifft ihn aber nicht voll. Glück gehabt &#8212; dummes Ding, gnädiger Gräfe.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">42</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Freistoß Fuchs. Huntelaar mit einer halben Großchance, mehr oder weniger frei, aber daneben. Schalke hat immer wieder Standards und &#8212; wenn man sich solche Zwischenfazits überhaupt noch trauen darf &#8212; ist leicht überlegen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">44</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Zum Ende der Halbzeit trotz Dortmunder Befreiungsversuchen weiter Schalke. Weiter mit Standards &#8212; lange Einwürfe, Freistöße, und noch eine Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">45</td>
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<td class="description">Der gute Herr Klopp schaut ein wenig besorgt drein. Piszczek behauptet den Ball, den Konter versemmelt Kevin Großkreutz mit einem Pass in Kagawas Rücken. Das war&#8217;s für die erste Hälfte.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description"><strong>HALBZEIT IN GELSENKIRCHEN</strong><br />
Ganz pünktlich der Pausenpfiff. Selten in einem Bundesligaspiel zur Halbzeit so gezeichnete Gesichter gesehen. Bis zur 40. war das ein unglaublich schwer abzuschätzendes Spiel. Jetzt, zum Ende hin, zeigt sich mit den Schalker Standards eine kleine erste Tendenz. Aber Halbzeiten sind eben Halbzeiten. Man darf gespannt sein, wie die Mannschaften aus der Pause kommen. Redaktionstipp: sie werden rausgerollt. Durchschnaufen und Olli Kahns Schauspielversuche für den <em>Bruzzuler von Wiesenhof</em> genießen &#8212; &#8220;Mann, bist du &#8216;ne Wurst!&#8221;
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">46</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Herr Salzmann würde sagen, dass es hier bisher abging wie bei der Feuerwehr (und dafür genüsslich ins Phrasenschwein einzahlen). Weiter geht&#8217;s. Es wäre eine Riesenüberraschung, wenn&#8217;s hier beim 1:1 bleibt. Kehl ist beim BVB für Bender im Spiel. Bender hatte fast alle Zweikämpfe gewonnen, hat aber nun Rücken. Kehl hat Erfahrung. Spannender Wechsel, wenn man auf den Charakter dieses Spiels schaut. Marcel Reif ruft den Grabenkampf aus. Anpfiff zur zweiten Hälfte.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">48</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Noch wirkt das alles nicht geordneter als in der ersten Hälfte. Schalke weiter weit aufgerückt, fast eine Chance für Huntelaar nach Draxlers Vorbereitung.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">50</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Kampf großartig, Fußball undurchdacht, aber immer wieder mit technischen Leckerchen. Weiter wie in Hälfte 1. Ecke Schalke, Kopfball Papadopoulos, Weidenfeller sicher. Murmeltiertag in der Veltins-Arena.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">52</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ecke Nummer 12. Wieder Farfan, wieder Gewühl, wieder Schalke mit Problemen, danach den Ball zu behaupten. Dortmund mit Mini-Konterchance, aber zu unpräzise.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">54</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So. Schalke ist der spielbestimmende Mannschaft. Stand jetzt hat Dortmund 7, nach dem Spiel der Bayern später gegen Mainz vielleicht nur noch 4 Punkte vor. Die Gladbacher scharren mit dem Füßen für das nächste Wochenende.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">55</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Großchance für Huntelaar! Der löst sich von Schmelzer, kriegt den Fuß aber nur unter Fuchs Bilderbuchflanke. Direktabnahme deutlich drüber. Aufschrei im Stadion, die Schalker Fans dürfen sich für den Moment überlegen fühlen. Über links geht eine Menge bei den Schalkern.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">56</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Jones und Kehl verbeißen sich ineinander, Kehl trifft Jones im Gesicht. Der will Rot, Gräfe gibt aber nur Gelb. Wieder richtig.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">57</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Ufffff! Gündogan frei aus rund 18 Metern, flach, Eckball Dortmund. Unnerstall soll da noch drangewesen sein. Gibt nix.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">58</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Weidenfeller pariert gegen Draxler. Direkt danach &#8212; genau &#8212; Gewühl, Raul zieht den Ball volley vorbei. War aber schon abgepfiffen.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">60</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Zeit für Fußballphrasen: Dortmund muss den Kampf annehmen. Noch eine? Wer so viel Chancen auslässt, wie die Schalker, der muss sich am Ende nicht wundern, wenn&#8230;<br />
Genau. Die letzte halbe Stunde bricht an.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">61</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Schalke hat in besagter letzten halben Stunde dieses Jahr 32 Kisten gemacht. Götze läuft sich warm.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">63</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wenn sie mal zum Abschluss kommen, wird&#8217;s gefährlich. Flanke Kuba, Ball prallt zur Großkreutz, der einmal, zweimal, geblockt. Ecke.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">63</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description"><strong>TOR! DER IST DRIN!</strong> 2:1 Dortmund! Kehl, der Eingewechselte macht&#8217;s.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute"></td>
<td class="minutetick"></td>
<td class="description">Die Ecke fliegt hinein, Gewühl und Gemenge, irgendwie prallt der Ball von Metzelders Extremitäten oder ähnlichem vor Kehl, der drückt ihn rein. 2:1. Verkehrte Welt. Direkt danach Freistoß Schalke, Konter Dortmund, Parade Unnerstall gegen Kubas Schuss. Kloppo mit dem bewährten Arrrghlg-grimrlbsl-Hua-Schrei. Und dem Boxschlag in die Luft (kleine Variation: diesmal nicht nach vorne, sondern Richtung Boden). Meister?
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">67</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wie die Welt sich dreht. Dortmund sicherer. 9 Punkte auf die Bayern sind es jetzt. Der fast gelutschte Drops, er schmeckt den Dortmunder Fans. Silberschalen aus Pappe auf der Tribüne.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">69</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">&#8220;Die Nummer 1 im Pott sind wir&#8221;, zum ersten Mal sehr deutlich vernehmbar. Bitter für die Nummer 2, wenn die Fakten &#8212; nicht der Spielverlauf, sondern das kalte, nackte Ergebnis &#8211; den Fans der Gästen recht geben. &#8220;Hier regiert der BVB!&#8221; Die Gladbacher können bis auf einen Punkt an die Schalker ranrücken.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">71</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Fühlt sich an die die Ruhe vor dem letzten Sturm. Die Schalker haben sich wieder sortiert, übernehmen die Initiative. Pukki, der finnische Wirbelwild, der Comic-Held der Schalker, ersetzt Draxler.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">72</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Wie die Welt sich dreht. Dortmund sicherer. 9 Punkte auf die Bayern sind es jetzt. Der fast gelutschte Drops, er schmeckt den Dortmunder Fans.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">76</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">So. Die letzte Viertelstunde. Raul bisher furchtbar blass, Huntelaar engagiert, aber zumeist abgemeldet. Bei den Dortmundern vor allem Lewandowski und seine Fähigkeit, den Ball zu halten und Konter zu organisieren, beeindruckend. Hat Schalke nochmal Kraft? Willen? All das gladiatorische, das man für die Schlussphase in Derbys braucht? Man hat so ein wenig den Eindruck, als warten die Dortmunder jetzt nur auf den letzten Schub der Schalker. Freistoß Dortmund, Glück für Unnerstall. Ecke für Dortmund.
      </td>
</tr>
<tr>
<td class="minute">76</td>
<td class="minutetick">&prime;</td>
<td class="description">Die Ecke landet auf Santanas Kopf, der Kopfball landet hinter dem Tor.
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<td class="minute">79</td>
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<td class="description">Die Dortmunder warten jetzt auf Konterchancen. Schalke wirkt angeschlagen, Dortmund zum ersten Mal wie Dortmund: souverän. Ausnahme bloß der Torschütze Kehl, der sich mit einem mißratenen Trick den Unmut seines Trainer zuzieht. Schalke wenn, dann weiter vor allem über links, über Fuchs gefährlich.
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<td class="minute">82</td>
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<td class="description">Kuba kriegt von Fuchs einen gelb-rot-würdigen Tritt aufs Sprunggelenk. Weder Schiri noch Assistent haben&#8217;s gesehen. Kuba geht danach für Perisic aus dem Spiel. Irgendwas passiert hier noch.
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<td class="minute">84</td>
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<td class="description">Hier wirken jetzt alle erschöpft; sehr verständlich. Dortmund kontert. Jones holt sich endlich seine gelbe. Fettes beidfüßiges Tackling gegen Großkreutz. Dunkelgelb. 12. gelbe für Jones dieses Jahr. Die wollte er haben. Das berühmte Zeichen.
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<td class="minute">86</td>
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<td class="description">Dortmund jetzt clever, effektiv. Den Kampf, den zuvor beschworenen, sie haben ihn angenommen. Nach dem Vorentscheidungsspiel gegen die Bayern sieht das hier wie letztgütlige Entscheidung aus. Wenn die Dortmunder sich den Titel &#8212; es geht ja rechnerisch &#8212; noch nehmen lassen, verschenkt die Redaktion Kekse für mißratene Orakelei. Marica, Stürmer, hinein, Uchida, Verteidiger raus. Schalkes letzter Wechsel.
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<td class="minute">87</td>
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<td class="description">Konter über Perisic. Höger läuft mit, drängt ihn ab, Unnerstall macht die kurze Ecke zu. Schmelzer bindet sich danach beim Einwurf in aller Seelenruhe die Schuhe. Lustig, widerlich, meisterlich abgezockt. Gräfe gibt ihm dafür Gelb.
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<td class="minute">88</td>
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<td class="description">Kriegen wir noch einen letzter Schalker Sturmlauf? Es sieht nicht mehr danach aus, aber der Tag, den man vor seinem Abend nicht loben soll, er ist ja noch nicht vorbei. Die letzten 2 Minuten der regulären Spielzeit.
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<td class="minute">89</td>
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<td class="description">Owomoyela für Großkreutz. Beide Wechselkontingente erschöpft. Jubel der Dortmund, gellende Pfiffe der Schalker, wieder eine Minute vorbei.
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<td class="minute">90</td>
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<td class="description">Noch einmal Ecke für die Schalker.
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<td class="minute">90</td>
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<td class="description">Ecke bringt nix, nach Gewühl, versteht sich. 2 Minuten Nachspielzeit.
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<td class="minute">90<br />
<span class="nachspielzeit">+1</span></td>
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<td class="description">Die Schalker besingen Raul. Zum bleiben Überreden, scheint das Ziel. Raul war heute inkognito. So sieht Liebe aus.</td>
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<td class="minute">90<br />
<span class="nachspielzeit">+2</span></td>
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<td class="description">Feierabend. Aus. Schluss. Meisterschaft.</td>
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<td class="description"><strong>SPIELENDE</strong><br />
Bundesligarekord: 25 Ligaspiele in Folge nicht verloren. Das beste Auswärtsteam der Liga. Akt 2 von 3 aus dem bretthartem Abschlussprogramms bestanden. Die Bayern geschlagen, die Schalker im Revierderby nach Rückstand geschlagen. Was jetzt folgt, ist Kür. Der Titel geht nach Dortmund &#8212; wer jetzt noch &#8220;rechnerisch&#8221; sagt, braucht andere Quellen der Spannung in seinem Leben.<br />
Ab jetzt heißt es für den deutschen Fußballbetrieb: Wir freuen uns auf den Kampf um die europäischen Plätze, wir bibbern mit den Abstiegskämpfern, wir freuen uns auf&#8217;s Pokalfinale.<br />
Danke für eure Aufmerksamkeit und ein wunderschönes restliches Fußballwochenende.
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